22.05.2018, 19:01
Ja, wie lässt sich ein Kombikopf prüfen?
Zum einen optisch, mittels starker Lupe (wenn nicht vorhanden: Kamera-Wechselobjektiv kürzerer Brennweite). Dabei sollte ein gleichmäßig abgenutzter Kopfspiegel festgestellt werden, ohne Dellen und Kratzer. Ferner muss der Spalt begutachtet werden. Da er nur 4-8 µm breit ist, soll er nur als sehr dünne Linie in der Mitte des Spiegels erscheinen. Wenn er stellenweise deutlich breiter ist und der Kopf gleichzeitig starken Einschliff zeigt, ist er am Ende seiner Lebensdauer angelangt. Tonne.
Elektrisch misst man den Gleichstromwiderstand, der bei Transistorgeräten im niederohmigen Bereich (ca. 50 bis 200 Ohm) und bei Röhrengeräten deutlich höher liegt. Beide Systeme bei Stereo- bzw. Viertelspurgeräten sollten etwa gleiche Widerstandswerte im Toleranzbereich von 10 % aufweisen. Die Messung der Induktivität ist meist unnötig, kann aber interessante Aufschlüsse liefern, wenn eine Wicklung durch teilweisen Schluss beschädigt ist.
Ich hatte mal einen unbenutzten Revox-Aufnahmekopf, der eine mechanisch beschädigte Wicklung für die untere Spur hatte. Es gelang mir, die Wicklung unter Umgehung einiger Windungen mittels einer nadelspitzen Lötspitze wieder zu verbinden. Der Gleichstromwiderstand der Spulen betrug: oben 14 Ohm, unten 12,5 Ohm. Och, dachte ich mir, das ist ja fast in der Toleranz! Aber als ich dann die Induktivität maß, kam das böse Erwachen: oben 8,8 mH, unten 890 µH! Damit hatte sich die Sache erledigt.
Aber ich schweife, wie fast immer, schon wieder ab.... :whistling:
Mehr kann man an einem Tonkopf nicht messen.
LG Holgi
Zum einen optisch, mittels starker Lupe (wenn nicht vorhanden: Kamera-Wechselobjektiv kürzerer Brennweite). Dabei sollte ein gleichmäßig abgenutzter Kopfspiegel festgestellt werden, ohne Dellen und Kratzer. Ferner muss der Spalt begutachtet werden. Da er nur 4-8 µm breit ist, soll er nur als sehr dünne Linie in der Mitte des Spiegels erscheinen. Wenn er stellenweise deutlich breiter ist und der Kopf gleichzeitig starken Einschliff zeigt, ist er am Ende seiner Lebensdauer angelangt. Tonne.
Elektrisch misst man den Gleichstromwiderstand, der bei Transistorgeräten im niederohmigen Bereich (ca. 50 bis 200 Ohm) und bei Röhrengeräten deutlich höher liegt. Beide Systeme bei Stereo- bzw. Viertelspurgeräten sollten etwa gleiche Widerstandswerte im Toleranzbereich von 10 % aufweisen. Die Messung der Induktivität ist meist unnötig, kann aber interessante Aufschlüsse liefern, wenn eine Wicklung durch teilweisen Schluss beschädigt ist.
Ich hatte mal einen unbenutzten Revox-Aufnahmekopf, der eine mechanisch beschädigte Wicklung für die untere Spur hatte. Es gelang mir, die Wicklung unter Umgehung einiger Windungen mittels einer nadelspitzen Lötspitze wieder zu verbinden. Der Gleichstromwiderstand der Spulen betrug: oben 14 Ohm, unten 12,5 Ohm. Och, dachte ich mir, das ist ja fast in der Toleranz! Aber als ich dann die Induktivität maß, kam das böse Erwachen: oben 8,8 mH, unten 890 µH! Damit hatte sich die Sache erledigt.
Aber ich schweife, wie fast immer, schon wieder ab.... :whistling:
Mehr kann man an einem Tonkopf nicht messen.
LG Holgi
