21.02.2018, 15:08
Servus,
entschuldigt die Funkstille. und Ich war weg übers Wochenende und habe zwischendrin noch an ein paar erfolgreichen Walkmanreparaturen etwas Frust abgebaut.
Mit frischer Energie an die Uher gesetzt, kann ich ein paar meiner Erkenntnisse von letzter Woche nicht mehr nachvollziehen. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass die Störung doch im Aufnahmeverstärker bzw. der Entzerrung entsteht...

Kann das damit zusammenhängen, dass der linke Signalweg näher an der HF-Sektion auf der Hauptplatine ist? (Ich hoffe, ich verwechsle nicht schon wieder links und rechts...)
Die Bias-Spannung am Sprechkopf sieht meiner Meinung nach gut aus. Aber ich glaube ja mittlerweile auch nicht mehr, dass da das Problem liegt.
Die Schwingung, die ich im Aufnahmeverstärker wie oben beschrieben messen kann, ändert sich tatsächlich geringfügig mit der Bandgeschwindigkeit. Bei 4,7 cm/s ist sie am stärksten.
Die Steuerspannungen für die Entzerrerplatine muss ich noch messen. Weiß jemand, wie hoch die sein müssen? Der IC1 wird zwar von 4,9 Volt versorgt, aber ich weiß nicht, was im IC passieren sollte.
Zum Nachtrag:
1) Es muss ein Signal an der Buchse angeschlossen sein. Die Masse alleine macht nichts.
2) Die Störung hängt doch von der Stellung der Potis ab, wird aber schon bei leicht aufgedrehten Potis explosionsartig verstärkt. Möglicherweise haben die Potis letzte Woche wegen Schmutz/Oxid nicht richtig geschlossen und mich damit in die Irre geschickt. Obwohl ich die schon gereinigt hatte. Hmmm...
3) Mir ist aufgefallen, dass auf der Betriebsarten-Wähler-Platine die Schirme der Audio-Zuleitungen nicht angeschlossen sind. Es gibt zwar Lötstellen auf der Platine dafür, aber die sind nicht mit Anschlussstiften bestückt. Sieht für mich dennoch eher nach Originalzustand als Pfusch aus. Der Schaltplan hilft leider nicht weiter.
4) Bild muss ich auch noch schuldig bleiben. Da 100 kHz zugrunde liegen, sollte es ein Foto vom Oszi werden. Die Soundkarte kann das nicht.
Ich muss also noch ein bisserl forschen, um das Problem weiter einzugrenzen, weiß aber nicht, ob ich heute Abend die Zeit dafür habe.
Vielen Dank an dieser Stelle noch für eure Hilfsbereitschaft und die detaillierten Antworten bis hierher.
Grüße,
Fritz
entschuldigt die Funkstille. und Ich war weg übers Wochenende und habe zwischendrin noch an ein paar erfolgreichen Walkmanreparaturen etwas Frust abgebaut.
Mit frischer Energie an die Uher gesetzt, kann ich ein paar meiner Erkenntnisse von letzter Woche nicht mehr nachvollziehen. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass die Störung doch im Aufnahmeverstärker bzw. der Entzerrung entsteht...
andreas42,'index.php?page=Thread&postID=217182#post217182 schrieb:Wenn die Wiedergabe von anderen Bändern gut ist, liegt es also nicht am Wiedergabezweig. Hast Du schon zweifelsfrei bestimmt, ob das Geräusch mit aufgezeichnet wird - also beim Abspielen auf einer anderen Maschine zu hören ist?Das Geräusch wird aufs Band aufgezeichnet und wird bei erneutem Abspielen auch exakt so wiedergegeben.
andreas42,'index.php?page=Thread&postID=217182#post217182 schrieb:Dann kommt es zumindest nicht von dort. Da beide Kanäle gleich betroffen sind, wäre das aber unwahrscheinlich.Hier frage ich mich mittlerweile, ob ich beim Testen alles richtig gemacht habe. Habe ich nur einen Kondensator ausgelötet oder beide? Habe ich irgendwo die Kanäle verwechselt?
andreas42,'index.php?page=Thread&postID=217182#post217182 schrieb:Werden alle diese Effekte auch aufs Band aufgezeichnet, oder sind sie nur bei Hinterbandkontrolle am Report hörbar?Siehe oben: Alles wird aufgezeichnet und kann so wiedergegeben werden. Die einzige andere Viertelspurmaschine, die ich im Moment da habe, ist zwar eine steinalte 4400 Report (nicht IC) in bescheidenem Zustand. Aber es reicht immerhin, um das Rauschen der Report Monitor abzuspielen...
andreas42,'index.php?page=Thread&postID=217182#post217182 schrieb:Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass bei den Reports nicht - wie üblich, sonder + an Masse liegt, stimmt das? Du schreibst oben, dass das Gerät verbastelt war, vielleicht ist ja der Bastler hier der üblichen Konvention gefolgt, und nun führt jede externe Verbindung (Stromversorgung wie auch Audiosignale) über den Aufnahmekopf? Oder so ähnlich?Stimmt, Uher hat das Gehäuse bei den Reports auf den Pluspol gelegt. Für die Monitor wurde das aber offenbar geändert. Zumindest steht der Schaltplan nicht mehr auf dem Kopf, so dass ich ihn ohne Gehirnakrobatik lesen kann.
Peter Ruhrberg,'index.php?page=Thread&postID=217183#post217183 schrieb:Ob da womöglich ein Aufnahmeverstärker unter bestimmten Bedingungen in wildes Schwingen gerät? 8|Das ist vielleicht nicht weit weg von der Wahrheit. Ich kann bei geschlossenen Potis an verschiedenen Stellen im Aufnahmeverstärker eine 100-kHz-Schwingung messen, die schlagartig in Rauschen explodiert, sobald ich die Gain-Potis etwas aufdrehe. Auf dem linken Kanal sind die 100 kHz stärker (ca 0,5 V vor C74 bei geschlossenen Potis), auf dem rechten etwas schwächer.
Grüße, Peter
Kann das damit zusammenhängen, dass der linke Signalweg näher an der HF-Sektion auf der Hauptplatine ist? (Ich hoffe, ich verwechsle nicht schon wieder links und rechts...)
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=217184#post217184 schrieb:Mit Worten läßt sich eine Störung schlecht beschreiben und dann kann man sich darunter auch noch verschiedenes vorstellen. Ein mp3-Beispiel schafft zumindest Klang-Klarheit.Die Tonaufnahme des Geräuschs muss ich (noch) schuldig bleiben, aber ich bezweifle auch, dass man da viel raushören kann. Aber ich gebe dir recht, dass es schwierig ist, ein Störsignal mit Worten zu beschreiben. In meiner Arbeit repariere ich Rekorder und Mischer für EB- und Filmton und da höre ich auch ab und dann witzige Beschreibungen von Kunden.
Von einem Löschproblem war doch noch keine Rede (oder?). Deshalb wäre es statt der Messung am Löschkopf sinnvoller, mal zu prüfen, ob die HF-Biasspannung am Aufnahmekopf stabil und sauber aussieht. In der Schaltung sind Transistoren zu sehen, die in Abhängigkeit von irgendwas (Bandgeschwindigkeit ? Bandsorten) über nach Masse zugeschaltete Shunt-Kondensatoren den vom Löschkopf abgezwackten HF-Pegel beeinflussen. Falls die digitale Steuerung "verrückt" spielt und da ständig ab- und zu-schaltet wird das auch häßliches Modulationsgeräusch produzieren.
Treten die Störungen bei jeder Geschwindigkeit auf oder hast du bislang nur eine getestet ?
Die Entzerrungen werden auch alle über als Schalter verwendete Transistoren aktiviert bzw. deaktiviert. Ebenfalls aus einem Digitalteil gesteuert. Die Steuer/Basisspannungen all dieser Transistoren und derer im HF-Bias-Teil sollten während einer Aufnahme konstant high oder low sein aber keinesfalls zappeln, sonst gibt es Tonstörungen.
MfG Kai
Nachtrag:
1. Aus deiner Beschreibung ist mir noch nicht klar geworden, ob die Störungen bereits auftreten, wenn nur Masse-Verbindung zu anderen Geräten hergestellt ist, oder erst, wenn auch ein Eingangssignal auf die Aufnahmeverstärker geht.
2. Hat die Störung, sobald sie auftritt, "vollen" Pegel oder ist der Störpegel proportional zum Eingangssignal ?
3. Könnte es sein, daß zwischen einigen Platinen die innere Masseverbindung fehlt oder nicht nieder-ohmig genug ist ?
4. Kannst du ein Bild eines typischen Störsignals anfertigen (Oszi oder per Soundkarte/PC) ?
Die Bias-Spannung am Sprechkopf sieht meiner Meinung nach gut aus. Aber ich glaube ja mittlerweile auch nicht mehr, dass da das Problem liegt.
Die Schwingung, die ich im Aufnahmeverstärker wie oben beschrieben messen kann, ändert sich tatsächlich geringfügig mit der Bandgeschwindigkeit. Bei 4,7 cm/s ist sie am stärksten.
Die Steuerspannungen für die Entzerrerplatine muss ich noch messen. Weiß jemand, wie hoch die sein müssen? Der IC1 wird zwar von 4,9 Volt versorgt, aber ich weiß nicht, was im IC passieren sollte.
Zum Nachtrag:
1) Es muss ein Signal an der Buchse angeschlossen sein. Die Masse alleine macht nichts.
2) Die Störung hängt doch von der Stellung der Potis ab, wird aber schon bei leicht aufgedrehten Potis explosionsartig verstärkt. Möglicherweise haben die Potis letzte Woche wegen Schmutz/Oxid nicht richtig geschlossen und mich damit in die Irre geschickt. Obwohl ich die schon gereinigt hatte. Hmmm...
3) Mir ist aufgefallen, dass auf der Betriebsarten-Wähler-Platine die Schirme der Audio-Zuleitungen nicht angeschlossen sind. Es gibt zwar Lötstellen auf der Platine dafür, aber die sind nicht mit Anschlussstiften bestückt. Sieht für mich dennoch eher nach Originalzustand als Pfusch aus. Der Schaltplan hilft leider nicht weiter.
4) Bild muss ich auch noch schuldig bleiben. Da 100 kHz zugrunde liegen, sollte es ein Foto vom Oszi werden. Die Soundkarte kann das nicht.
Ich muss also noch ein bisserl forschen, um das Problem weiter einzugrenzen, weiß aber nicht, ob ich heute Abend die Zeit dafür habe.
Vielen Dank an dieser Stelle noch für eure Hilfsbereitschaft und die detaillierten Antworten bis hierher.
Grüße,
Fritz
