Projekt: neue Bändertauglichkeitsliste
Fiel mir gestern auf: Die "Capitol 2"-Bänder fehlen noch komplett in der Liste. Gibt es dazu Erfahrungswerte?

https://i.ebayimg.com/images/g/mCsAAOSwA...s-l500.jpg

https://images.reverb.com/image/upload/s...uy3sm5.jpg

https://www.picclickimg.com/d/l400/pict/...s-Reel.jpg
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Das eine Langspielband von der Sorte (rosa Banderole rechts), das ich habe, lief beim kurzen Ausprobieren problemlos, aber das will nichts heißen... 5 Minuten reinzuhören in ein einziges Band würde ich noch nicht als repräsentativen Erfahrungswert verbuchen.

Andererseits: Die Capitol-Bänder und deren Vorgängermarke "audiotape", beide hergestellt von Audio Devices Inc., waren in Nordamerika recht verbreitet. Wenn es sich dabei um typische Problembänder handeln würde, dann wären sie bestimmt in der professionellen Bänderuntauglichkeits-Liste von Richard Hess aufgeführt:
https://richardhess.com/notes/formats/ma...ing-tapes/

Dort wird nur ein Capitol Q15 aus den frühen 80er Jahren erwähnt.

Viele Grüße,
Martin
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Hallo,

darklab fehlt noch komplett.

Viele Grüße
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(05.08.2022, 06:28)eintapedeck schrieb: Hallo,

darklab fehlt noch komplett.

Viele Grüße

Naja, es geht hier mehr um alte Bandsorten und die Frage ob man die noch gebrauchen kann oder ob sie eher was für die Tonne sind.
Zu dem neuen Darklab wurde ja woanders schon genug geschrieben.
https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=24566

Gruß, Jan
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Ich hatte noch ca. 20 ORWO Typ106, welches ich 2016 von einem DEFA-Tonmann gekauft hatte, mir zur Seite gelegt.
Da ich in letzter Zeit immer wieder neues Bandmaterial reinbekommen hatte, geriet das ein bißchen ins Vergessen.
Nun mußte ich feststellen, daß sie mit Stauben anfangen.
Also wie man es von manchen alten LP35 oder DP26 der BASF kennt, hellbrauner staubiger Abrieb beim Umspulen :angry:
Eigenartiger weise scheint es nur die mit grauer Rückseite und großer kräftiger Bedruckung zu betreffen, meine Bänder stammen aus 1988-90.
Wer also 106er im Bestand hat, sollte es mal durch die Finger oder Läppchen spulen lassen, und schauen, wie sich seine Exemplare verhalten.

Desweiteren habe ich 10 Exemplare REVOX PE36RX auf grauer Spule, die ebenfalls stauben und außerdem noch so hohlkrümmig geworden sind, daß bei Viertelspuraufnahmen die innere Spur keinen richtigen Band-Kopfkontakt mehr bekommt.
Laufen jetzt auf der M15a, da störts nicht, denn sonst sind die Bänder nicht schlecht.

Chargennummern und Fotos kann ich gern nachreichen, falls Interesse besteht.
Viele Grüße,

Matthias
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Dass die späten Orwo 106 anfangen, Abrieb zu erzeugen, deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Ältere Exemplare ohne Sterne sind dagegen einwandfrei bis jetzt. ö.ö

Gruß, Kabelsalat. :3
Ich bin alleinstehend. Aber nicht nachts - da leg ich mich hin. Big Grin
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Aufnahmen bestätigen die Pegel Big Grin
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Kann ich bestätigen. Bei Orwo gilt bei mir die Grundlage: Finger weg von Lownoise-Sorten, dann sind sie absolut zuverlässig und wie neu. Bei Lownoise-Sorten Vorsicht walten lassen. Von den dicken Studiosorten mag ich das 104 am meisten.
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Hallo an alle Smile 

Wird die Liste eigentlich noch aktualisiert?
Einige weitere, in letzter Zeit genannte Typen sind (noch) nicht eingepflegt worden. Es wurde auf der vorherigen Seite zwar geschrieben, dass die Liste editierbar sein soll, aber auch ich habe die Funktion dazu nicht gefunden.

Ich habe ebenfalls noch ein Scotch 256. Das ist, wie bei einem anderen Kollegen auch, immer noch einwandfrei. Schmiert nicht, klebt nicht, hat keinen Abrieb. Stinkt aber Big Grin 


Und dann habe ich in meinem Sammelsurium noch einen Bandtyp, von dem ich mir hier noch ein paar Informationen erhoffe.

Es handelt sich um EMI Professional Tape Typ 910 / 24N
Erst mal zwei Bilder

   
   

Meine Recherche hat ergeben, dass diese Roten Kartons um 1963 herum angeboten wurden, aber mit dem Bandtyp 77.
Später wechselten die Kartons die Farbe zu blau, das Design änderte sich zu einem Atommodell und die Bandtypnummern waren dreistellig. Aber das 910 habe ich nicht gefunden / war nicht gelistet. Das "24N" gibt die Bandlänge in ft. an (2400).

Das Band selbst ist Anthrazitfarben mit einem olivgrünen stich, nicht rückseitenbeschichtet. Vorlaufband ist weiß, Abspannband rot.
Es schmiert nicht, klebt nicht, quitscht nicht und hat keinen Abrieb. Die Aufnahmen da drauf (1/4 Spur, 19cm/s) sind immer noch gut.

Das Band gehört auch definitv in die Kartons, die Chargennummer auf dem Karton stimmt mit denen auf dem Vorlaufband überein.

Weiß jemand mehr?

Shy
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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Ich kann das Aktualisieren der Liste gerne übernehmen, wenn mir jemand Schreibzugriff darauf erlaubt. Google account ist vorhanden und an Google docs komme ich auch.
Viele Grüße aus Kiel,
Hans-Volker
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Guten Abend in die Runde  Big Grin , 
ich habe den ersten DP 26-Totalausfall zu beklagen - dabei halte ich die Fahne für diese Bandsorte hoch. 

   

Es handelt sich um ein offensichtlich normales DP 26 ohne Zusatz, Chargennummer 8481

Es schmiert so fürchterlich, dass der Tonkopf bereits nach zwanzig Minuten Dropouts produziert, getestet auf einer Akai GX 620 und einem Dual TG 29 - beides gutmütige Geräte mit robusten Köpfen. Leider kann ich nichts zu Spule und Karton sagen, außer, dass sich das Band auf einer "falschen" Spule befand (Agfa), das Vorlaufband aber nicht nachträglich angetüdelt wurde. Ich habe tatsächlich noch nie so fies verdreckte Q-Tips nach der Reinigung gehabt wie nach dem Durchlauf dieses Bandes, allerdings mache ich auch dank dieses Forums und diesem Thread einen Bogen um Problemkandidaten. 

Ich weiß: einen Schwalbe macht noch keinen Sommer und eine blöde Charge kann den ansonsten unproblematischen Bandtyp DP 26 nicht in Misskredit bringen, aber ich wollte es wenigstens schon einmal erwähnt haben, weil ich bisher in diesem Faden noch keine negativen Rückmeldungen zu diesem Typ gefunden habe.
Liebe Grüße
Thomas
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(25.08.2022, 22:05)Darwin schrieb: und eine blöde Charge kann den ansonsten unproblematischen Bandtyp DP 26 nicht in Misskredit bringen

Ist das das DP26 in der grün-schwarzen Verpackung? Da hatte ich etliche ähnliche Ausfälle.
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Dem dunkelgrünen Vorspannband und der kurzen Chargennummer nach ist das eher ein DP 26 LH, welches mal in einer der schwarz/grünen Pappboxen verkauft wurde. Als diese aktuell waren, wurden ja technisch gesehen gar keine Nicht-LH-Bänder mehr produziert.

Und ja, die LH-Typen haben manchmal diesen starken Abrieb, aber auch nicht immer. Ich glaube auch eher, daß das ein Chargen-Problem und keine Alterungserscheinung ist. Ein paar solcher Schmierkandidaten waren mir nämlich schon Ende der 80er Jahre aufgefallen, da waren die Bänder gerade mal 10-15 Jahre jung. Die waren zwar offiziell als DP 26 LH bezeichnet und steckten in den grauen Plastikschubern, aber wie gesagt, rein technisch handelt es sich wahrscheinlich um den gleichen Bandtyp. Als die schwarz/roten Ferro LH Hifi eingeführt wurden, lief der "normale" LH-Typ noch eine Weile als preisgünstiges Angebot weiter, wurde nur nicht mehr LH genannt.

Genau das gleiche Phänomen gibt es ja bei den LH-SM-Cassetten aus der Zeit von ca. 1976-80. Die meisten laufen tadellos, viele haben ein wenig unkritischen Abrieb, aber manche Chargen schmieren derart, daß man alle 5 Minuten Köpfe putzen muß, weil es dumpf klingt. Und auch das taten diese Bänder bereits 1986.

Viele Grüße,
Martin
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Man sollte in der Bändertauglichkeitsliste meiner Ansicht nach besser differenzieren. Daß da DP26 als "gut" eingestuft wird, finde ich irreführend, eben weil die alles andere als unproblematischen schwarz-grünen Supermarkt-Bänder auch diese Bezeichnung tragen.
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Ja, guter Vorschlag. Wie wäre es mit diesen Kategorien:

- DP 26 (bis 1973)
- DP 26 (ab 1978, schwarz/grüner Karton)

Dito für LP 35.

Viele grüße,
Martin
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(25.08.2022, 23:47)Kirunavaara schrieb: Ja, guter Vorschlag. Wie wäre es mit diesen Kategorien:

- DP 26 (bis 1973)
- DP 26 (ab 1978, schwarz/grüner Karton)

Dito für LP 35.

Geändert. So in Ordnung?

Gab es zwischen 1973 und 1978 kein LP35 und DP26?
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Da fehlt jetzt noch eine Unterscheidung zwischen den ganzen DP26 Typen und dem DP26 von 1996 mit Rückseitenbeschichtung.
Gruß
Marc

Wer kein Geld scheißen kann/will, nimmt halt 1/4-Spur  Big Grin

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Link zur Bändertauglichkeitsliste
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Danke Timo, das paßt so.

Für die späte Variante würde ich einfach noch hinzufügen, sobald Erfahrungsberichte auftauchen:

DP 26 mit RSM

Ich denke, diesen Typ gab es schon deutlich vor 1996. Nur stammt das "amtlich" verbriefte Datenblatt eben aus jenem Jahr.

Die Typen aus der vor-LH-Zeit wurden nach ca. 1973 wahrscheinlich gar nicht mehr produziert. Es gab ab dann immer wieder Niedrigpreis-Angebote, die zwar nicht als LH verkauft wurden, wahrscheinlich aber die ganz normalen LH-Typen aus den 70er Jahren waren. Der Unterschied bestand dann nur in der Verpackung und im Namen:

- ab ca. 1974: LP 35 LN und DP 26 LN, verkauft in der Runddose mit schwarz/weißem Deckbatt.
- ab ca.. 1978: LP 35 und DP 26, verkauft im schwarz/grünen Karton

Seit Einführung von LH super 1974, das es auch nie als TP gab, liefen die 169 eingeführten LP/DP/TP LH-Bänder noch bis ca. 1978 offiziell parallel weiter. Verpackung war vielleicht noch die Runddose, aber meistens der alte, graue Schuber, in OVP dann die meiste Zeit mit vollflächigem BASF-Logo auf Plastikfolie, und ganz am Schluß noch für kurze Zeit mit schwarz/orangem Karton, in dem dann auch wieder der graue Schuber steckte.

Viele Grüße,
Martin
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Zwei von den DP26 mit R-SM habe ich zu Hause legen. Ich müsste nur noch was drauf aufnehmen.
B 112 007 MA 015085E

Warum man die nicht DPR26 bezeichnet hat, ist mir ein Rätsel.
Gruß
Marc

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Link zur Bändertauglichkeitsliste
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Hallo zusammen,

danke für die Diskussion zu meinem Schmierband  Big Grin  . Ich habe dadurch mal wieder dazugelernt! Es war eigentlich gar nicht meine Intention, die Tabelle zu ändern - aber ich finde es praktisch! Vielen Dank dafür!

@timo: das Band war zwar in einem grün-schwarzen Karton, da es aber auf einer falschen (Agfa-) Spule aufgewickelt war, gebe ich nicht viel darum, dass das wenigstens der richtige Karton war. Du hast ja einen Link zu deinem Post mitgeschickt und der erste Eintrag, der ebenfalls von dir stammt, zeigt zwei Packungen. Mein Band war in einer Packung, die der linken gleicht. Das Konvolut kommt von einem Tonbandsammler, der zwar die Aufzeichnungen über seine Aufnahmen penibel durchgeführt hat (handschriftlich, größtenteils), aber ansonsten hat er nicht viel Aufhebens gemacht und gekauft, was gerade da war, darunter auch viel Shamrock etc. Die Bänder sind auf falschen Spulen, in falschen Kartons... deshalb achte ich darauf, ob Vorlaufbänder noch angeschweißt sind oder bereits nachgeklebt wurden.

Ich habe übrigens noch eine Chargennummer mit schmierenden DP 26-Bändern: 8 39 1. Das ist nicht weit von der Nummer entfernt, die ich gestern mitgeteilt habe.
Liebe Grüße
Thomas
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In 2018 hatte ich ca.30 DP26 in den grün-schwarzen Schachteln bekommen, die hier auch in der Liste auftauchen.
Darunter sind auch die Chargen 8391 sowie 8440.
Alle Bänder laufen bei mir problemlos, wobei logischerweise nicht jedes Band gleichviel gehört wird.
Viell. ist doch die Lagerung der Bänder das ausschlaggebende Kriterium, ob ein Band schmiert oder staubt oder i.O. ist ?
Viele Grüße,

Matthias
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Also meine Erfahrung mit DP26: Steht "LH" mit drauf, so kann man das Kürzel als "Längst Hinüber" werten und hat was klebriges vor sich.. Interessanterweise sogar dann, wenn die Packung noch original verschweißt war, selbst dann werden die klebrig. Bei LP 35 das Gleiche: Steht LH im Namen, lasse ich die Finger davon.


Schöne Grüße
Alexander
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Ich hatte ein paar Exemplare, die noch schmierfrei funktionierten, aber die waren in der Unterzahl. Das Vertrauen in den Bandtyp war aber dahin, für Neuaufnahmen habe ich den schon lange nicht mehr verwendet. Das Risiko, daß die intakten Bänder auch irgendwann schmierig werden, war mir zu groß,.
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Hmm, also da muss ich doch ein klein wenig widersprechen. Ich habe unter meinen BASF LP35 und DP26 sehr viele "LH"-Typen, sowohl mit dem giftgrünen wie auch mit dem dunkelgrünen Vorspann (vor/nach 1973?) in den grau/weißen Klappboxen. Bisher hat kein einziges davon große Probleme gemacht, sowohl gebraucht als auch NOS.
MFG, Daniel

Ich bin Heavy-Metal!
Analog: Bandmaschinen: Teac A-2300SX, Philips N4420, JVC TD-X101 Kassettendeck, Fisher MT-6310, Sharp VZ-2500H, digital: Denon DCD-720AE
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(29.08.2022, 18:06)DJ-garnox schrieb: Hmm, also da muss ich doch ein klein wenig widersprechen.

Tust Du nicht, wir haben ja schon festgestellt, daß es auch Exemplare gibt, die (noch?) nicht schmieren. Offenbar hattest Du Glück. Smile

Aber sei vorsichtig, für Neuaufnahmen (außer vielleicht LP- oder CD-Überspielungen, die keine Arbeit machen) würd' ich die nicht verwenden.
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Wahrscheinlich hatte ich in der Tat Glück. Aber den BASF-Bändern in den rot-schwarzen (insbesondere diese Ferro-Typen) Kartons traue ich auch nicht mehr. Ich hatte mal eine Handvoll davon erworben und nur noch zwei davon sind lebendig. Der Rest wanderte in die Tonne.

Ich sehe, dass die Liste etwas aktualisiert wurde. Dann gebe ich folgendes hinzu:

Pyral - Ich hatte vom Vorbesitzer meiner Teac noch den Rest seiner Bänder mitgenommen. Es waren alles Doppelspielbänder des Typs DD84. Chargen habe ich leider nicht. Alle haben gequietscht und geklebt wie der Teufel...Müll
Ampex Typ 407: Müll, die Schicht flog nur so herunter. Das zu entfernen war eine riesige Sauerei.

EMI-Tape Typ 100: bisher absolut einwandfrei, Charge 28978

Capitol wurde auch noch erwähnt. Da habe ich ein "The Master Tape" Langspielband, bisher absolut einwandfrei.
MFG, Daniel

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@ Martin,
ich denke, du hast in deinem Post # 762 und 767 ins Schwarze getroffen. So wird es sein. Es deckt sich mit meinen Erfahrungen (seit damals!), sowohl was die Art der Verpackungen etc betrifft als auch das Auftreten der Probleme.

@ eudatux: Nee, klebrig werden diese alten BASF-Typen alle nicht. Das Pigment löst sich "einfach so" krünelweise und sammelt sich an Köpfen und Bandführung an. Es ist von der Konsistenz wie Weizenmehl, das ja auch nicht klebrig ist, aber duch seine extrem feine Körnung zum Anhaften neigt.

@ Daniel: Du hattest sogar großes Glück. Ob schwargrün oder schwarzrot, aus meiner Erfahrung seit den Achtzigern würde ich sagen, so etwa jedes 5. Band ist noch ok, von den schwarz-grünen vielleicht jedes 20.

VG Stefan
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Was mir beim Blick in die Liste immer in's Auge sticht, ist das UD 50 als einzig schlecht bewertetes Maxell-Band. Kommt mir irgendwie komisch vor. Weiß man noch, woher diese schlechte Bewertung kommt? Kann sich da ein Irrtum eingeschlichen haben? Es handelt sich ja um einen ziemlich seltenen Bandtyp.
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Vielleicht ist da was durcheinander geraten? Ich kann mich nur dran erinnern, dass hier im Thread mal von schlechten Maxell EE Bändern berichtet wurde und die tauchen in der Liste gar nicht auf...

Gruß
Robert
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Doch, das XL-II 35 ist drin, aber als "gut" bewertet. Huh
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Ja, aber dies gibt es durchaus auch in "schlecht" ! Ich habe eine 26er EE- Spule mit diesem Band. Beim Abspielen bilden sich klitzekleine Häufchen von rabenschwarzem, staubigen Abrieb auf den Reglerknöpfen der TEAC. Das Zeug ist fein wie Puder und lässt sich gut wegwischen. Könnte auch gut als Holzkohle durchgehen... Big Grin Allerdings kenne ich hier die Vorgeschichte der Lagerung nicht.

Mit dem BASF CR- Band steht es übrigens nicht besser. Davon habe ich zwei 18er Spulen, beide stauben. Und die waren wirklich gut gelagert.

Grüße, Rainer
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Hallo!

Ich habe heute zufällig mal wieder im BMF und diesem Thread vorbeigeschaut Smile.

(04.09.2022, 20:41)timo schrieb: Was mir beim Blick in die Liste immer in's Auge sticht, ist das UD 50 als einzig schlecht bewertetes Maxell-Band. Kommt mir irgendwie komisch vor. Weiß man noch, woher diese schlechte Bewertung kommt? Kann sich da ein Irrtum eingeschlichen haben? Es handelt sich ja um einen ziemlich seltenen Bandtyp.

Die Details finden sich ja alle unter der Registerkarte "Detailliste". Die Aussage über das UD50 stammt von "schuetzo", hier ist der Post dazu. Besonderheit ist hierbei, dass es sich um ein 1/2"-Band handelte. Das ließ mich damals zweifeln, ob es sich tatsächlich um ein Maxell-Band handelt. Ein paar Posts weiter unten wurden aber dann auf meine Nachfrage Beweisfotos geliefert, die bestätigen, dass es wirklich von Maxell ist.

Was das EE-Schmierband angeht: Hatte damals (siehe Post #418) nochmal nachgehakt, es gab aber keine Reaktion.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertrauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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Kennt ihr diese Seite: https://reeltoreelwarehouse.com/
Interessant sind die Detailbeschreibungen z.B. zu Shamrock.
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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(17.09.2022, 05:50)bobhund schrieb: Interessant sind die Detailbeschreibungen z.B. zu Shamrock.

Ich hab' über Agfa gestaunt, weil die Beurteilung dort sehr einseitig positiv ist. Die Erfahrungen hier im Forum sind ja eher durchwachsen.
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Danke für den Link. Da steht einiges Interesssantes drin, zum Beispiel über die 3M-Typen, ein Chromdioxid-Tonband von Memorex, oder die Annahme, die BASF TP 18 Ferro LH seien noch identisch zu den alten TP 18 LH und daher nicht von den gleichen Problemen betroffen wie die LP- und DP-Typen von Ferro LH. Wenn man über Agfa und BASF weiter liest, findet man zwar auch einige Fehler - aber als zusätzliche Quelle für Beobachtungen von Leuten, durch deren Hände viele Bänder gehen, weil sie damit handeln und die Ware auch prüfen, ist die Adresse durchaus wertvoll.

Viele Grüße,
Martin
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(17.09.2022, 10:53)timo schrieb:
(17.09.2022, 05:50)bobhund schrieb: Interessant sind die Detailbeschreibungen z.B. zu Shamrock.

Ich hab' über Agfa gestaunt, weil die Beurteilung dort sehr einseitig positiv ist. Die Erfahrungen hier im Forum sind ja eher durchwachsen.

Die schreiben, dass sie die Bänder nicht von privat kaufen, könnte also sein, dass das Material im Schnitt besser gelagert ist als bei Oppa im Keller. Und trockene Lagerung verbessert wohl die Haltbarkeit der Bänder. Aber ich fand auch spannend, dass es Shamrock-Bänder gibt, die man nicht direkt in den Müll spulen muss.
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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Moin

@Helge

Das hatte ich ja auch schon geschrieben vor längerem(Ist aber nicht in die Liste gekommen). Ich habe einige Shamrock (Vorallem in Blauen Kartons) die einwandfrei sind und für Neuaufnahmen sogar noch brauchbar. Es ist noch alles Schrott. Ich habe das 031&041 ohne Probleme auf der A77, es gibt aber natürlich auch viele für die Mülltonne.

Viele Grüße
Joni
Meine Maschinen sind:
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(17.09.2022, 14:39)eintapedeck schrieb: Moin

@Helge

Das hatte ich ja auch schon geschrieben vor längerem(Ist aber nicht in die Liste gekommen). Ich habe einige Shamrock (Vorallem in Blauen Kartons) die einwandfrei sind und für Neuaufnahmen sogar noch brauchbar. Es ist noch alles Schrott. Ich habe das 031&041 ohne Probleme auf der A77, es gibt aber natürlich auch viele für die Mülltonne.

Viele Grüße
Joni

Ich habe hier so gefühlt 70 Klebebänder von Shamrock, die ich gerade von den Spulen pelle und in den Müll werfe.
Ausschlieslich schwarze Bänder mit schwarzer Rückseiten-Mattierung.
Ich habe aber auch braune Shamrock Bänder, diese sind noch zu gebrauchen, zumindest kann man sie sich anhören.
Einige davon waren in blauen Hüllen mit der 051.
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(17.09.2022, 13:50)bobhund schrieb: Aber ich fand auch spannend, dass es Shamrock-Bänder gibt, die man nicht direkt in den Müll spulen muss.

Doch, es scheint tatsächlich welche zu geben. Wenn hier im Forum die Lästerei über Shamrock losgeht, meldet sich in alter Tradition auch meist mindestens einer zu Wort, der ein paar Bänder der Marke hat, die noch einwandfrei funktionieren. Wink

Ich hatte allerdings auch noch keins, und ich würde auch nie auf die Idee kommen, für Shamrock-Bänder mehr Geld auszugeben, als mir die Pappschuber wert sind (die Spulen mag ich auch nicht).
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Dabei ist es so einfach!
Die tabakbraunen Shamrock ohne RM sowie die dunkelbraunen mit der leicht silbrig glänzenden Rückseite (besonders gleitfähig für Cartridges) funktionieren immer. Alle anderen machen mehr oder weniger (meist massive) Probleme.
Allerdings klingen die beiden genannten nur mäßig.
Es geht ja bei solchen Bändern ja auch weniger um neue Verwendung, sondern um die Rettung von Inhalten.

VG Stean
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Wird diese Liste eigentlich noch gepflegt? Ergibt es also Sinn, noch Erfahrungen mitzuteilen? Ich habe z.B. ein Band Ampex 671. Das fehlt in der Liste noch.
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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(20.09.2022, 07:36)bobhund schrieb: Wird diese Liste eigentlich noch gepflegt? Ergibt es also Sinn, noch Erfahrungen mitzuteilen? Ich habe z.B. ein Band Ampex 671. Das fehlt in der Liste noch.

Ja, wird natürlich noch gepflegt. Wie Du hier im Thread siehst, wurden am 25.08. noch Änderungen vorgenommen.

Wie ist denn Deine Erfahrung mit dem Ampex? Darf ich raten, daß es Probleme macht? Smile
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Also, ich hab bislang nur kurz reingehört und den Schmiertest gemacht. Das war eigentlich alles ganz ok. Testaufnahme steht noch aus. Da es Halbspur bespielt ist, hat sich @Darwin angeboten, es mir mit einer Halbspurmaschine zu löschen. Ich glaub aber, dass das Ampex-Band völlig ok ist.
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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(20.09.2022, 09:36)bobhund schrieb: Also, ich hab bislang nur kurz reingehört und den Schmiertest gemacht. Das war eigentlich alles ganz ok.
(...)

Hmm... reicht das schon, um das Band in die Liste aufzunehmen?
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Das 671 gehört zumindest laut Aussage des kürzlich verlinkten Online-Shops zu den problemlosen Ampex-Typen:

https://reeltoreelwarehouse.com/product/...furbished/

Viele Grüße,
Martin
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(20.09.2022, 11:06)timo schrieb:
(20.09.2022, 09:36)bobhund schrieb: Also, ich hab bislang nur kurz reingehört und den Schmiertest gemacht. Das war eigentlich alles ganz ok.
(...)

Hmm... reicht das schon, um das Band in die Liste aufzunehmen?

Nein, natürlich nicht. Aber wenn die Liste weitergeführt wird, würde ich mich melden, wenn ich das Band bespielt und abgehört hab.
Gruß
Helge

ASC 5004 - Uher 4400 Report Stereo – Akai X201D (noch defekt)
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Das Ampex 671 hatte Völkner 1989/90 als Restposten verkauft, siehe auch hier: https://www.hifi-archiv.info/Voelkner/1990/90_0025.jpg
Hatte damals einige von denen gekauft. Laufen unauffällig bislang, haben aber schlechte Wickeleigenschaften beim Umspulen, keine Rückseitenbeschichtung. Gab es auch als 1800' LP Band mit anderer Bezeichnung.
VG
Volkmar
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Habe diese Woche ein EMTEC SM468 abgespielt, schwarzer Abrieb und die Tonköpfe waren leicht verschmiert. Der Klang war allerdings sehr gut.

Grüße
Erhard
Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es trotzdem. Karl Valentin
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Noch einmal kurz zurück zur Ampex 671-Diskussion, liebe Freunde der drehenden Spulen! Big Grin

   

Ich habe in einem Konvolut, in dem sich auch die Mini-Spulen befanden, die sich gerade auf dem Weg zu Dj Hörbie befinden, einen Stapel dieser Ampex-Bänder erhalten. Es waren ca. 15, von denen ich aber bereits einige weitergegeben habe - und ich habe davon auch schon 2 entsorgt. Zwar habe ich gesehen, dass dieser Bandtyp in unserer Tauglichkeitsliste noch fehlt, ich kenne aber auch die oben verlinkte Seite vom Tonband-Warenhaus. Und kenne aus dem Nachbarforum ein Mitglied, das auf diesen Bandtyp schwört. 

Meine eigenen Erfahrungen liegen schon lange zurück. Als Jugendlicher habe ich einige dieser Bänder für einen Spottpreis erstanden - ich meine, es war ca. 1 Mark für ein Band und ich habe lange nach dem Namen des Verkäufers gesucht. Könnte es Bühler Elektronik gewesen sein? Damals fiel mir auf dem Grundig TK 248 von meinem Vater und auf der Revox A77 eines Freundes auf, dass die Bänder eigentlich ganz gut, aber etwas leiser klangen. Der Vater eines anderen Freundes, Hifi-Freak und Bastler, hatte die Info für mich, dass das Sprachbänder der CIA seien, die jetzt (also vor über 30 Jahren) professionell gelöscht aus den Archiven verramscht würden. Für einen jungen Freak wie mich klang das natürlich abenteuerlich. 

Die damals gekauften Bänder habe ich um das Jahr 2000 mit meiner damaligen Akai GX 210 D verschenkt, so dass ich zu den Bändern aus der Zeit nichts mehr sagen kann. 

Zurück zum aktuellen Konvolut: die Bänder sind teilweise beschriftet und die vermerkten Daten sind um das Jahr 1990:

   

Es könnte also sein, dass die Bänder auch aus diesem Völkner- bzw. Bühler-Abverkauf stammen, weil es zeitlich hinkommt. Die Beschriftung sieht für mich auch danach aus, als ob ein jüngerer Mensch am Werke gewesen ist. Die Aufnahmen sind teilweise von guter Qualität (z.B. gibt es ein Band mit Pink Floyd, das keinen Radio-Mitschnitt darstellt und in Ordnung ist). Der Umgang mit den Bändern aus diesem Konvolut ist nur als rau zu bezeichnen. Die Bänder sind echt gezeichnet...

Eigene Aufnahmen, die ich auf vier Bändern bisher gemacht habe, führten zum Entsorgen von zwei Bändern (Drop outs!), während zwei Bänder saubere Ergebnisse lieferten. Allerdings ist auch hier der Vorbandpegel etwas lauter als der Hinterbandpegel - die Bänder haben definitiv Pegelverlust. Die Höhen sind klar, das Grundrauschen ist in Ordnung, aber nicht weltbewegend. Neuaufnahmen kann man wagen. 

Die Bänder wirken auf mich fragiler als andere Bänder gleicher Dicke und sie neigen zum Knicken. Ein Band habe ich tatsächlich bei unvorsichtigem Umgang (mit der sehr kräftigen Tandberg 9100x) gestretcht. Das fehlende Vorlaufband führt dazu, dass man gerade zu Beginn des Bandes einige Meter wegschmeißen muss - zwangsläufig. Der Vorbesitzer meines Konvoluts hat sich die Arbeit des Antüddelns nicht gemacht. 

Mein bisheriges Fazit ist: 
  • bekommt man die Bänder sehr günstig, könnte man zugreifen. 
  • Sind die Bänder auf einer Maschine mit sauberem Bandlauf vorsichtig benutzt worden, kann man auch Neuaufnahmen mit Einschränkungen wagen. 
  • Die Spulen sind absoluter Tinnef. Ich kenne kein weiteres Spulenmodell, das so nervig beim Einfädeln von Band ist. Kratzer sind sofort sichtbar, die Spulen sind daher immer schäbig. Auch die Aufkleber wirken minderwertig. 
  • Ach ja: so gut wie kein Abrieb! 
  • Die Wickeleigenschaften sind mau - aufgewickeltes Band sieht immer unordentlich aus.**
Ich bin aber mit meinem Stapel noch nicht durch und man müsste auch noch einmal aus einer anderen Quelle Bänder testen, bevor man eine vorsichtige Empfehlung aussprechen kann. Eine uneingeschränkte Empfehlung wird man, prognostiziere ich vorsichtig, wohl nicht aussprechen können.

** ich füge noch ein Vergleichsbild an. Das sagt mehr als warme Worte:

   
Liebe Grüße
Thomas
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Ich mache gerade eine Aufzeichnung mit einem 

Emtec DP26 mit RSM B112 007 MA015085E (blauer Karton). 

Keinerlei Probleme. Was eigentlich auch zu erwarten ist. Hinterband ist etwas leiser, aber die B77 ist auch nicht darauf eingemessen.
Gruß
Marc

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Link zur Bändertauglichkeitsliste
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