21.04.2017, 12:01
Hallo,
habe hier keine eingene Rubrik zur persönlichen Vorstellung gefunden, deshalb an dieser Stelle kurz vorweg: Meine Name ist Uwe, ich bin ein alter Sack und wohne im nördlichen Baden-Württemberg. Zum Tonbandeln kam ich als Schüler Anfangs der 1970er Jahre durch einen Röhren-Tonbandkoffer von Philips, ein EL 3541 im Kunststoff-Kasettengehäuse. Mein nächstes »richtiges« Gerät war eine Philips N 4500, die ich nutzte, bis der Aufnahmekopf verschlissen und Riemen, Bremsgummis und Zwischenrad zu dieser üblen klebrigen Pampe zerfallen waren. Danach war jahrelang Schicht im Schacht in Sachen Tonbandeln für mich, denn auch zwei zwecks Reparatur zugekaufte N 4500 zeigten leider dieselbe Pampe. Alle drei Geräte sind inzwischen verkauft.
Jüngst fielen mir nun zwei Viertelspur-Revox A 77, eine Philips N 4511 und eine N 4418 zu. Die Revöxe müssen Dank ihrer Komplexität noch ein wenig warten, meine Aufmerksamkeit gilt zunächst den einfacheren Philipsen. Die 4511 hatte glücklicherweise nur ausgeleierte (statt zerfallener) Riemen, für die es heute problemlos Ersatz gibt (wie auch, man höre und staune, für die der N 4500). In der Laufwerksteuerung war ein AC 128 auf einer der beiden Flipflop-Platinen durchlegiert, ihn ersetzte ich durch einen Kleinleistungs-Silizium-PNP-Transistor, da ich keinen AC 128 auf Vorrat hatte. Funktioniert ebenso
. Auch war eines der Lämpchen für die Tastenbeleuchtung und eines hinter den VU-Instrumenten durchgebrannt, für die es keinen Ersatz mehr gibt. Ich ersetzte alle diese sieben Lämpchen durch superhelle weiße LEDs und passte die Vorwiderstände entsprechend an (1 kOhm für die VU-, 2,2 kOhm für die Tastenbeleuchtung). Der Capstan-Motor drehte zu schnell, seltsamerweise um denselben Prozentbetrag (3 %) bei allen drei Geschwindigkeiten. Die Einstellung war nach der Try-And-Error-Methode mit einem genau 19 m langen Band, dessen Durchlaufzeit ich stoppte, sehr zeitaufwändig. Die Nullstellung des Autostop-Zählwerks funktionierte nicht mehr, also zerlegte und reinigte ich es. Auch der Netzschalter war defekt, ich hatte zum Glück einen einigermaßen passenden Ersatz aus einem FS-Gerät. Den Magneten für Bremse und Andruckmechanik schaltete ich eine Kombination aus einem Widerstand zu 100 Ohm und einem Elko zu 1000 µF in Reihe, um ihre Stromaufnahme zu senken und damit die AC 128 der Flipflops zu entlasten. Jetzt müssen nur noch die Köpfe mit einem Messband justiert werden, das ich (noch) nicht besitze. Gibt es auf dem Markt preisgünstigere Alternativen als die z.B. von Heinz Bluthard angebotenen Bänder?
Wesentlich mehr Arbeit macht die N 4418. Sie hatte die Riemenpest, unde zwaro gründlich - die Pampe war quasi überall, auch auf den Wellen der Wickelmotoren. Es kostete mich einen geschlagenen Urlaubstag Arbeit, das Gerät hiervon zu befreien. Selbst ins Zählwerk war sie eingedrungen, doch hier hatte ich ja inzwischen Übung
. Unerwarteterweise ist keines der Lämpchen durchgebrannt. Leider stellte ich aber fest, dass der linke Bandtellermotor und, vor allem, der Capstanmotor sehr laut laufen. Weiß jemand, wie man solche Motoren zerlegt, um nach der Ursache forschen zu können? Oder könnte mir jemand Ersatz anbieten, in welcher Form auch immer?
Im übrigen habe ich hier zunächst die Suchfunktion bemüht und einen Thread gefunden, in dem jemand einfach das Laufwerk solch einer Maschine gegen ein anderes getauscht hat. Glück gehabt, kann man da sagen. Abgesehen von der möglicherweise negativ überraschenden Qualität der Köpfe gibt es nämlich neben den in den offiziellen Serviceunterlagen dokumentierten auch solche, die keine Steuerungsmodule für die Wickelmotoren (motor tension units) auf der Tastaturplatine benötigen, da die entsprechende Funktion auf einer eigenen Platine im Laufwerk realisiert wird. Meine N 4511 beispielsweise ist solch eine Maschine.
Ach ja, Frage zum Schluss, duzt man sich hier
?
Beste Grüße, Uwe
habe hier keine eingene Rubrik zur persönlichen Vorstellung gefunden, deshalb an dieser Stelle kurz vorweg: Meine Name ist Uwe, ich bin ein alter Sack und wohne im nördlichen Baden-Württemberg. Zum Tonbandeln kam ich als Schüler Anfangs der 1970er Jahre durch einen Röhren-Tonbandkoffer von Philips, ein EL 3541 im Kunststoff-Kasettengehäuse. Mein nächstes »richtiges« Gerät war eine Philips N 4500, die ich nutzte, bis der Aufnahmekopf verschlissen und Riemen, Bremsgummis und Zwischenrad zu dieser üblen klebrigen Pampe zerfallen waren. Danach war jahrelang Schicht im Schacht in Sachen Tonbandeln für mich, denn auch zwei zwecks Reparatur zugekaufte N 4500 zeigten leider dieselbe Pampe. Alle drei Geräte sind inzwischen verkauft.
Jüngst fielen mir nun zwei Viertelspur-Revox A 77, eine Philips N 4511 und eine N 4418 zu. Die Revöxe müssen Dank ihrer Komplexität noch ein wenig warten, meine Aufmerksamkeit gilt zunächst den einfacheren Philipsen. Die 4511 hatte glücklicherweise nur ausgeleierte (statt zerfallener) Riemen, für die es heute problemlos Ersatz gibt (wie auch, man höre und staune, für die der N 4500). In der Laufwerksteuerung war ein AC 128 auf einer der beiden Flipflop-Platinen durchlegiert, ihn ersetzte ich durch einen Kleinleistungs-Silizium-PNP-Transistor, da ich keinen AC 128 auf Vorrat hatte. Funktioniert ebenso
. Auch war eines der Lämpchen für die Tastenbeleuchtung und eines hinter den VU-Instrumenten durchgebrannt, für die es keinen Ersatz mehr gibt. Ich ersetzte alle diese sieben Lämpchen durch superhelle weiße LEDs und passte die Vorwiderstände entsprechend an (1 kOhm für die VU-, 2,2 kOhm für die Tastenbeleuchtung). Der Capstan-Motor drehte zu schnell, seltsamerweise um denselben Prozentbetrag (3 %) bei allen drei Geschwindigkeiten. Die Einstellung war nach der Try-And-Error-Methode mit einem genau 19 m langen Band, dessen Durchlaufzeit ich stoppte, sehr zeitaufwändig. Die Nullstellung des Autostop-Zählwerks funktionierte nicht mehr, also zerlegte und reinigte ich es. Auch der Netzschalter war defekt, ich hatte zum Glück einen einigermaßen passenden Ersatz aus einem FS-Gerät. Den Magneten für Bremse und Andruckmechanik schaltete ich eine Kombination aus einem Widerstand zu 100 Ohm und einem Elko zu 1000 µF in Reihe, um ihre Stromaufnahme zu senken und damit die AC 128 der Flipflops zu entlasten. Jetzt müssen nur noch die Köpfe mit einem Messband justiert werden, das ich (noch) nicht besitze. Gibt es auf dem Markt preisgünstigere Alternativen als die z.B. von Heinz Bluthard angebotenen Bänder?Wesentlich mehr Arbeit macht die N 4418. Sie hatte die Riemenpest, unde zwaro gründlich - die Pampe war quasi überall, auch auf den Wellen der Wickelmotoren. Es kostete mich einen geschlagenen Urlaubstag Arbeit, das Gerät hiervon zu befreien. Selbst ins Zählwerk war sie eingedrungen, doch hier hatte ich ja inzwischen Übung
. Unerwarteterweise ist keines der Lämpchen durchgebrannt. Leider stellte ich aber fest, dass der linke Bandtellermotor und, vor allem, der Capstanmotor sehr laut laufen. Weiß jemand, wie man solche Motoren zerlegt, um nach der Ursache forschen zu können? Oder könnte mir jemand Ersatz anbieten, in welcher Form auch immer?Im übrigen habe ich hier zunächst die Suchfunktion bemüht und einen Thread gefunden, in dem jemand einfach das Laufwerk solch einer Maschine gegen ein anderes getauscht hat. Glück gehabt, kann man da sagen. Abgesehen von der möglicherweise negativ überraschenden Qualität der Köpfe gibt es nämlich neben den in den offiziellen Serviceunterlagen dokumentierten auch solche, die keine Steuerungsmodule für die Wickelmotoren (motor tension units) auf der Tastaturplatine benötigen, da die entsprechende Funktion auf einer eigenen Platine im Laufwerk realisiert wird. Meine N 4511 beispielsweise ist solch eine Maschine.
Ach ja, Frage zum Schluss, duzt man sich hier
?Beste Grüße, Uwe
