07.03.2017, 22:18
DUALMartin,'index.php?page=Thread&postID=201446#post201446 schrieb:Gibt es irgend einen Sinn, die Bandage beim Aufspulen zu drehen, oder ist dem Vorbesitzer beim Auflegen des Bandes evtl nur ein Fehler unterlaufen. Ich habe noch weitere Spulen mit diesem Effekt.Professionelle Bandmaschinen im europäischen Raum verwenden nicht selten die sog. "deutsche Schichtlage" mit außenliegender Magnetschicht.
Magnetbänder, die nur in einer Richtung bespielt wurden (z.B. in Halbspur Stereo), zeigen einen gewissen Vorteil bei der Archivierung: Wenn sie auf Bandanfang und mit Schichtlage außen gewickelt sind, wird ihr Kopiereffekt als weniger störend empfunden, weil das Vorecho leiser ist als das Nachecho.
Ich erlebe es aber äußerst selten, dass Heimtonbänder aus diesem Grund absichtlich schichtaußen gewickelt werden. Zur Verminderung des Kopiereffekts bietet sich bei internationaler Schichtlage ("schichtinnen") eher eine Lagerung an, wo das Programmende außen liegt ("tail out"). (Diese Wickelart war Standard z.B. beim Versand ausländischer Produktionen, von denen in Deutschland Lackfolien zur Plattenfertigung geschnitten werden sollten.)
Bei Maschinen wie der B77 und vollen 26er Spulen bereitet ein Drehen des Bandes (oft "Schränken" genannt) auf der Abwickelseite nicht unerhebliche Probleme, wegen der relativ kurzen freien Bandlaufstrecke.
Grüße, Peter
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Peter
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Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
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