FeCr und EE im Vergleich zu Fe2O3
#51
timo,'index.php?page=Thread&postID=200625#post200625 schrieb:...Was ist denn mit dieser Firma ATR geworden?

Hallo Timo,

das Internet "denkt", die gibt es noch: https://atrtape.com/

Die letzten "News" datieren "two weeks ago"

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch
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#52
Könnte einer der Mods mal hier bitte etwas aufräumen. Es geht eigentlich um eine neue Bandmaschine, aber auch mehere Hinweise hier scheinen nicht zu helfen um vom Thema Tapes zurückzukommen.

Micha
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#53
Noch eine kleine Ergänzung zum Sony Fe-Cr Band, welche ich hier gefunden habe.

Test von Ulrich Wienforth, HiFi exclusiv 7/1980 schrieb:Auf 13/18-cm-Plastikspule oder 27er Metallspule, im Karton verpackt.
Ohne Chargennummer. Sony-FeCr ist das einzige Band, das von
der herkömmlichen Eisenoxidbeschichtung abweicht. Wie bei
FeCr-Cassetten ist auf die Eisenoxidschicht zusätzlich
eine Oberfläche aus Chromdioxid aufgetragen. Spektakuläre
Ergebnisse liefert dieses Band dennoch nicht. In der Gesamtwertung
liegt es sogar einen Punkt unter dem Sony ULH. Gute Aussteuerbarkeiten,
geringe Pegelschwankungen. Bei der Kopierdämpfung bildet
dieses Band das Schlußlicht, auch die Wickeleigenschaften
können nicht überzeugen. Das Band kann aber mit guten
Ergebnissen auf DIN-Geräten verwendet werden. Aussteuerung:
0,5 dB über DIN-Band.


Mittlerer Handelspreis für 1100 m: 68,50 DM Punktzahl:
85
Gruß André
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#54
Hallo,

ich habe die Beiträge mal nach hier ausgelagert. Vielleicht passt der Titel nicht wirklich, aber da nehme ich nohc Vorschläge entgegen Wink

Was meinen angedrohten Test mit Sony FeCr auf Uher SG631 angeht, läßt sich aus meiner Sicht ein Fazit ziehen: kannze vergessen.

Nachdem ich dann erstmal die 631 umrüsten musste, weil die Fe-FeCr Umschaltung nicht so implementiert war ... Ich muss mal etwas ausholen ...
Die Realisierung der Ferro/Ferro-Chrom Umschaltung bei der SG630/631 wie hier im Schaltungsauszug:

   

Das Ganze funktioniert so: in Stellung Fe werden zu den Kondensatoren C1 und C2 bei 19 cm/s die Kondensatoren C3 und C4 parallel geschaltet, um die Vormagnetisierungsspannung zu erhöhen. Funktioniert so gut wie es simpel ist. In Stellung FeCr passiert das bei allen Geschwindigkeiten. Macht m.E. ebenfalls Sinn, weil die Bänder ja eine höhere VM Spannung benötigen. Ich hätte mir ja noch gedacht, da ist noch eine Umschaltung in der Entzerrung - ist aber nicht. Der Umschalter ist tatsächlich nur einpolig und hat nirgendwo eine Verbindung ins Gerät, wo evtl. noch ein Relais versteckt wäre. Nichts. Bei meiner 631 fehlten übrigens T18 und R011 und der Umschalter war falsch verdrahtet. (Ich höre Holgi schon lästern Wink ) BTW: bei meiner anderen 631 funktionierte das von Haus aus so, wie geplant. Aber das sind alles Kleinigkeiten. Dann die Frequenzgangtests. Allen Bändern, es war ein LPR35, ein Sony FeCR und ein Maxell XLII-EE, war gemeinsam, dass um die 10 kHz eine +3 dB Beule auftrat. Da muss also in der Entzerrung noch was faul sein. Andererseits kommt das dem altersentsprechenden Hören entgegen, so dass ich noch nicht weiß, ob ich das tatsächlich ändern soll Wink Bezugsfrequenz war 333, bzw. 1000 Hz, Pegel lag bei -20 dB bez. auf 320 nWb/m.

LPR35:
4,75 cm/s: 333 Hz - 0 dB --> 8 kHz - 0 dB, 10 kHz - -3 dB
9,5 cm/s: 333 Hz - 0 dB --> 16 kHz - 0 dB, 18 kHz - -3 dB
19 cm/s: 1000 Hz - 0 dB --> 22 kHz - 0dB, 25 kHz - -3 dB

Sony FeCr:
4,75 cm/s: 333 Hz - 0 dB --> 10 kHz - 0 dB, 12 kHz - -3 dB
9,5 cm/s: 333 Hz - 0 dB --> 18 kHz - 0 dB, 21 kHz - -3 dB
19 cm/s: 1000 Hz - 0 dB --> 24 kHz - 0dB, 28 kHz - -3 dB

Maxell EE:
4,75 cm/s: 333 Hz - 0 dB --> 10 kHz - 0 dB, 13 kHz - -3 dB
9,5 cm/s: 333 Hz - 0 dB --> 18 kHz - 0 dB, 20 kHz - -3 dB
19 cm/s: 1000 Hz - 0 dB --> 22 kHz - 0dB, 27 kHz - -3 dB

Das ist alles unbefriedigend, d.h. die Erwartungen, die man aus den Werbetexten las, sind meßtechnisch nicht wirklich erfüllt. Mag sein, dass bei einem Gerät, welches eine "komfortablere" Umschaltung mit einer Entzerrungsanspassung besitzt, die Ergebnisse deutlicher ausfallen. Wobei ich der Meinung bin, dass bei 9,5 cm/s die sauber aufgezeichneten 16 kHz keinen Anlass geben, sich über EE oder FeCr einen Kopf zu machen. Es sei denn, man ist Fledermaus oder Hund Wink

Gruß
Michael
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#55
Ich bin heute auch auf einen Titel zu der damals 1976 neu erschienenen ELCASET gestoßen. Ich denke, man hatte das FE-Cr-Viertelzollband für ELCASET entwickelt. Damit wollte man die Cassette vom Klang überbieten ohne aber die vergleichsweise einfache Handhabung zum Tonband zu opfern. Denn auch das die EE/Fe-Cr-Tonbänder vornehmlich für 9,5cm/s auf dünneren Trägern optimiert wurden, spricht für den ELCASET-Ursprung. Aus Platzgründen konnte man hier schon keine dicken Trägerfolien nehmen, die Spielzeiten sollten sich an den Compactcassetten orientieren.

Doch der Konsument war die deutlich handlichere Compactcassette bereits gewöhnt und tat sich schwer, die klobigere ELCASET zu nehmen und wieder alles neu anzuschaffen. Die Idee kam leider gut 10 Jahre zu spät. Um die für gutes Geld entwickelte Technologie wenigstens noch etwas armotrisieren zu können, entstanden die EE-/FeCr-Bänder sozusagen als "Abfallprodukt" für die Bandmaschinen, auch hier die eher kompakteren Geräte mit 18er-Spulen und 9,5cm/s. Daher auch die relativ geringe Verbreitung von Bandmateriel wie geeigneten Bandmaschinen, bis auf die letzten Japangeräte, da der Gebrauch hierfür weniger geplant als eher eine Notlösung war.

Da ich bevorzugt mit 19cm/s arbeiten werde, haben die 9,5cm/s-EE-Bänder keinen wirklichen Mehrwert für mich und belasse es lieber bei den bewährten Fe2O3-Bändern.
Gruß André
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#56
Vielleicht noch ein Hinweis/Frage:

Ich habe Maxell EE sowohl testweise auf einer A77 (1/4) und einer B77 (1/2) aufgelegt.

Ergebnis der Testaufnahme:

A77: sehr leise, Erhöhung der Aussteuerung erbrachte nur Verzerrung, aber keinen lauteren Pegel.
B77: bei 9,5 auch eher leiser, wenngleich weniger ausgeprägt als bei der A77. Vllt weil es 1/2 Spur ist? Bei 9,5 zittriges Klangbild, verursacht gefühlt Übelkeit. Bei 19 ok, gefühlt klarere Wiedergabe als das Original (60er Jahre LP mit Popmusik).

In beiden Fällen konnten von den Maschinen die Aufnahmen selbst bei dreimaligem Durchlauf nicht gelöscht werden und klangen noch leise durch.

Thomas
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#57
Um zu klären, ob es prinzipiell möglich wäre, müßte man in Erfahrung bringen, welcher Vormagnetisierungs-Strom bzw. Feldstärke gebraucht wird und wieviel Strom/Feldstärke zur Löschung erforderlich wären. Dann müßte man überprüfen, ob die vorhanden Köpfe für diese Pegel geeignet sind (Linearität, Verlustwärme). Falls ja, muß man einen einen stärkeren HF-Oszillator realisieren. Falls nicht, erstmal nach geeigneten Köpfen suchen oder die Angelegenheit vergessen.

MfG Kai
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