Studiobänder: Vorlaufband/Kennungsband - korrekte Lage?
#1
Hallo liebe Tonbandfreunde,

ich habe eine kurze Frage an die Studiobandexperten:

Es geht um das korrekte Anbringen von Kennungsband an das Magnetband.
Das Kennband hat ja eine bedruckte Seite (z.B. rot-weiss für 38cm/s) und eine unbedruckte Seite (weiss).

Wie wird nun das Kennungsband für Studiobänder korrekt in Bezug auf Bedruckung am Bandanfang angeklebt?
Soll die bedruckte Seite auf gleicher Seite mit der Magnetschicht sein, oder soll die bedruckte Seite mit der Magnetbandrückseite übereinstimmen?

Oder einfacher ausgedrückt: Soll die bedruckte Seite oder die unbedruckte Seite an den Tonköpfen anliegen?

Gibt es da eine feste Norm?

Ich verwalte gerade eine große Sammlung von Studiobändern, bei denen manche nach deutscher- und manche nach internationaler Schichtlage gewickelt sind.
Die Kennunsbänder sind dabei dummerweise willkürlich angebracht, so das man vom Kennband leider nicht auf die Schichtlage schließen kann und ich oft die Bänder erneut gedreht einlegen muss.


Danke für Eure Hilfe,

Silvio
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#2
Hallo Silvio,

ich halte es so: die bedruckte Seite stimmt mit der Magnetbandrückseite überein. Bei mir kommt nur die Magnetschicht mit den Köpfen in Berührung.



Gruß luedre
Fostex R8; REVOX B77; Uher 4200 Report IC, Uher 4000 L, Tesla B115; Tesla B90; Technics RS AZ7; Mirano Echo Chamber T-4;
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#3
Die bedruckte Seite liegt (lag) auch bei Studio- oder Rundfunkbändern mit deutscher Schichtlage immer außen, damit sie bei Entnahme des Wickels zweifelsfrei zu erkennen ist. In diesem Fall liegt dann natürlich diese Seite auch in Richtung der Tonköpfe.

LG Holgi
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#4
hannoholgi,'index.php?page=Thread&postID=200674#post200674 schrieb:Die bedruckte Seite liegt (lag) auch bei Studio- oder Rundfunkbändern mit deutscher Schichtlage immer außen, damit sie bei Entnahme des Wickels zweifelsfrei zu erkennen ist.
Korrekt.

Ein Problem entsteht regelmäßig, wenn ursprünglich nach dt. Rundfunknorm gewickelte Studiobänder (schichtaußen - Kennung außen) später schichtinnen archiviert werden, zum Beispiel weil sie nur noch auf Maschinen mit internationaler Schichtlage abgespielt werden sollen (oder umgekehrt).

Hier bietet sich die Lösung an, sämtliche betroffenen Bänder konsequent mit einheitlicher Schichtlage zu archivieren.

Grüße, Peter
Grüße
Peter


_____________________

Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
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#5
Ich in ja gerade bei den einfachen Aussagen immer etwas schwer von Begriff:

Gilt:

1. Die bedruckte Seite des Vorlaufbandes ist immer auf der Seite der Magnetschicht.

oder

2. Die bedruckte Seite des Vorlaufbandes liegt immer außen.


niels

Edit: Unter 1. das "immer" nachgetragen.
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#6
Hallo Niels,

also je nachdem sozusagen. Deutscher Schichtlage oder Internationaler Schichtlage.
Punkt 2 ist schon richtig.Nur wenn ein Band mit deutscher Schichtlage umgedreht wird,
ist das Vorlaufband auf einer Maschine nach internationaler Schichtlage mit der bedruckten
Seite innen.

Beste Grüße!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#7
Och, dann muss/darf/kann ich meine Vorlaufbänder meiner international gewickelten Bänder umdrehen.

(Fein, kann ich wieder etwas schnippeln)

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#8
niels,'index.php?page=Thread&postID=200705#post200705 schrieb:Och, dann muss/darf/kann ich meine Vorlaufbänder meiner international gewickelten Bänder umdrehen.
Wer kommt denn auf die dusselige Idee, das Vorlaufband bei internat. Schichtlage mit der Bedruckung nach innen anzukleben? Du etwa? Big Grin
Na, wer keine Arbeit hat, der macht sich welche. Viel Freude dabei!
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#9
Den geäußerten Gedanken, die Bedruckung verweise auf die Schichtlage, fand ich eben nicht ganz abwegig. Zumal mir dies die Schlussfolgerung aus einer ähnlichen Frage vor einigen Jahren zu sein schien.

Zumal mir rot-weiß mit Bedruckung außen und blau-weiß mit Bedruckung innen in die Hände gefallen war. Da war mein Gedanke, blau-weiß, 19 cm/s stereo, mobiler Einsatz, int. Schichtlage.

niels

Edit: Vorlaufband- Lage

Dies war der Auslöser meines Klebeverhaltens.
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#10
Interessant.So kenne ich das nicht,es muss sich dort um eine Insellösung handeln.
Also um eine eigene Auffassung darüber,wie Vorspannbänder montiert werden.
Nein,die gehören nach aussen,müsste eigentlich auch im Weber stehen,nebst allen Kennungen.
Ich habe aber auch Profibänder wo nur Gelbband montiert wurde.
Das heisst aber gar nichts,im doppelten Sinn.
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#11
Laetitia,'index.php?page=Thread&postID=200767#post200767 schrieb:müsste eigentlich auch im Weber stehen,nebst allen Kennungen.
Bin für einige Wochen nicht zu Hause, kann also nicht nachsehen.
Würde mich aber überrraschen, wenn das im Webers erwähnt würde, daran kann ich mich nämlich nicht erinnern.

Grüße, Peter
Grüße
Peter


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Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
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#12
Laetitia,'index.php?page=Thread&postID=200767#post200767 schrieb:Ich habe aber auch Profibänder wo nur Gelbband montiert wurde.
Das heisst aber gar nichts,im doppelten Sinn.

Doch, Gelbband vorne heißt schon etwas: „Nicht sendefertig!“


Gekennzeichnete Grüße

TSD
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#13
Wieder was gelernt! Die meisten davon waren auch Zuspielbänder.
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
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#14
Agfa und BASF haben in Zusammenarbeit des Institut für Rundfunktechnik (IRT) und Zusammenarbeit der ARD folgende Norm geschlossen mit Farbcode auf der Beschichtungsseite / Nutzschichtseite.

(Liste entnommen aus meinen Schulungsunterlagen "Tonstudiotechnik ZDF")

Es fehlt "Grau" für 76cm.


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#15
Ist dies wirklich eine DIN also Norm (wie ist deren Kennzeichnung?) oder meinst Du eine Vereinbarung unter den genannten Instituten?

Gruß

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#16
Das ist ein Pflichtenheft des IRT, also ARD/ZDF-Hausnorm und nicht mit „echten“ DIN-Weihen geschmückt. Zuletzt festgestellt in Technische Richtlinie 3/9: Vorspann-, Zwischen- und Endbänder für Schaltzwecke im Studio (Datum: Febr. 1987). Aber nichtsdestoweniger genauso verbindlich.


Geregelte Grüße

TSD
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#17
Es gilt:

niels,'index.php?page=Thread&postID=200699#post200699 schrieb:2. Die bedruckte Seite des Vorlaufbandes liegt immer außen.
Die Kennung ist ja eben dazu da, sofort die betrieblichen Eigenschaften des Bandes zu offenbaren. Ein nach innen gewickeltes rot-weißes Vorlaufband (38 cm/s stereo) brächte Dich zunächst auf die falsche Fährte 76 cm/s mono.


Eindeutige Grüße

TSD
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#18
Liebe Freunde,

ich habe das selbe Problem wie Silvio, nämlich Maschinen mit deutscher und internationaler Schichtlage. Jenen, die nur eine Schichtlage bei ihren Geräten haben, wird das Thema nicht bewußt. Ich bekam von verlässlicher Quelle die Information, dass - wie auch schon erwähnt - die Farbseite des Vorspannbandes immer zu den Köpfen zu zeigen hat. Bei korrekter Anbringung weiß man damit sofort, wie das Band "daherkommt", also die Schichtlage ist.

Man könnte noch die Längen der Vorspannbänder ergänzen. Auch diese sind genormt mit 2 Meter bei 38 cm/s und 1.5 Meter bei 19 cm/s.


Frohes Hören wünscht

Rudi
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