ich habe eine kurze Frage an die Studiobandexperten:
Es geht um das korrekte Anbringen von Kennungsband an das Magnetband.
Das Kennband hat ja eine bedruckte Seite (z.B. rot-weiss für 38cm/s) und eine unbedruckte Seite (weiss).
Wie wird nun das Kennungsband für Studiobänder korrekt in Bezug auf Bedruckung am Bandanfang angeklebt?
Soll die bedruckte Seite auf gleicher Seite mit der Magnetschicht sein, oder soll die bedruckte Seite mit der Magnetbandrückseite übereinstimmen?
Oder einfacher ausgedrückt: Soll die bedruckte Seite oder die unbedruckte Seite an den Tonköpfen anliegen?
Gibt es da eine feste Norm?
Ich verwalte gerade eine große Sammlung von Studiobändern, bei denen manche nach deutscher- und manche nach internationaler Schichtlage gewickelt sind.
Die Kennunsbänder sind dabei dummerweise willkürlich angebracht, so das man vom Kennband leider nicht auf die Schichtlage schließen kann und ich oft die Bänder erneut gedreht einlegen muss.
Die bedruckte Seite liegt (lag) auch bei Studio- oder Rundfunkbändern mit deutscher Schichtlage immer außen, damit sie bei Entnahme des Wickels zweifelsfrei zu erkennen ist. In diesem Fall liegt dann natürlich diese Seite auch in Richtung der Tonköpfe.
hannoholgi,'index.php?page=Thread&postID=200674#post200674 schrieb:Die bedruckte Seite liegt (lag) auch bei Studio- oder Rundfunkbändern mit deutscher Schichtlage immer außen, damit sie bei Entnahme des Wickels zweifelsfrei zu erkennen ist.
Korrekt.
Ein Problem entsteht regelmäßig, wenn ursprünglich nach dt. Rundfunknorm gewickelte Studiobänder (schichtaußen - Kennung außen) später schichtinnen archiviert werden, zum Beispiel weil sie nur noch auf Maschinen mit internationaler Schichtlage abgespielt werden sollen (oder umgekehrt).
Hier bietet sich die Lösung an, sämtliche betroffenen Bänder konsequent mit einheitlicher Schichtlage zu archivieren.
Grüße, Peter
Grüße
Peter
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Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. (Konrad Adenauer)
also je nachdem sozusagen. Deutscher Schichtlage oder Internationaler Schichtlage.
Punkt 2 ist schon richtig.Nur wenn ein Band mit deutscher Schichtlage umgedreht wird,
ist das Vorlaufband auf einer Maschine nach internationaler Schichtlage mit der bedruckten
Seite innen.
Beste Grüße!
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
niels,'index.php?page=Thread&postID=200705#post200705 schrieb:Och, dann muss/darf/kann ich meine Vorlaufbänder meiner international gewickelten Bänder umdrehen.
Wer kommt denn auf die dusselige Idee, das Vorlaufband bei internat. Schichtlage mit der Bedruckung nach innen anzukleben? Du etwa?
Na, wer keine Arbeit hat, der macht sich welche. Viel Freude dabei!
Den geäußerten Gedanken, die Bedruckung verweise auf die Schichtlage, fand ich eben nicht ganz abwegig. Zumal mir dies die Schlussfolgerung aus einer ähnlichen Frage vor einigen Jahren zu sein schien.
Zumal mir rot-weiß mit Bedruckung außen und blau-weiß mit Bedruckung innen in die Hände gefallen war. Da war mein Gedanke, blau-weiß, 19 cm/s stereo, mobiler Einsatz, int. Schichtlage.
Interessant.So kenne ich das nicht,es muss sich dort um eine Insellösung handeln.
Also um eine eigene Auffassung darüber,wie Vorspannbänder montiert werden.
Nein,die gehören nach aussen,müsste eigentlich auch im Weber stehen,nebst allen Kennungen.
Ich habe aber auch Profibänder wo nur Gelbband montiert wurde.
Das heisst aber gar nichts,im doppelten Sinn.
Klobürsten werden wieder wie neu, wenn man sie mit in die Spülmaschine gibt.
Laetitia,'index.php?page=Thread&postID=200767#post200767 schrieb:müsste eigentlich auch im Weber stehen,nebst allen Kennungen.
Bin für einige Wochen nicht zu Hause, kann also nicht nachsehen.
Würde mich aber überrraschen, wenn das im Webers erwähnt würde, daran kann ich mich nämlich nicht erinnern.
Grüße, Peter
Grüße
Peter
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Laetitia,'index.php?page=Thread&postID=200767#post200767 schrieb:Ich habe aber auch Profibänder wo nur Gelbband montiert wurde.
Das heisst aber gar nichts,im doppelten Sinn.
Doch, Gelbband vorne heißt schon etwas: „Nicht sendefertig!“
Agfa und BASF haben in Zusammenarbeit des Institut für Rundfunktechnik (IRT) und Zusammenarbeit der ARD folgende Norm geschlossen mit Farbcode auf der Beschichtungsseite / Nutzschichtseite.
(Liste entnommen aus meinen Schulungsunterlagen "Tonstudiotechnik ZDF")
Das ist ein Pflichtenheft des IRT, also ARD/ZDF-Hausnorm und nicht mit „echten“ DIN-Weihen geschmückt. Zuletzt festgestellt in Technische Richtlinie 3/9: Vorspann-, Zwischen- und Endbänder für Schaltzwecke im Studio (Datum: Febr. 1987). Aber nichtsdestoweniger genauso verbindlich.
niels,'index.php?page=Thread&postID=200699#post200699 schrieb:2. Die bedruckte Seite des Vorlaufbandes liegt immer außen.
Die Kennung ist ja eben dazu da, sofort die betrieblichen Eigenschaften des Bandes zu offenbaren. Ein nach innen gewickeltes rot-weißes Vorlaufband (38 cm/s stereo) brächte Dich zunächst auf die falsche Fährte 76 cm/s mono.
ich habe das selbe Problem wie Silvio, nämlich Maschinen mit deutscher und internationaler Schichtlage. Jenen, die nur eine Schichtlage bei ihren Geräten haben, wird das Thema nicht bewußt. Ich bekam von verlässlicher Quelle die Information, dass - wie auch schon erwähnt - die Farbseite des Vorspannbandes immer zu den Köpfen zu zeigen hat. Bei korrekter Anbringung weiß man damit sofort, wie das Band "daherkommt", also die Schichtlage ist.
Man könnte noch die Längen der Vorspannbänder ergänzen. Auch diese sind genormt mit 2 Meter bei 38 cm/s und 1.5 Meter bei 19 cm/s.