Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Aktueller Stand:
Nach dem Fehlschlag der Grub-Installation konnte man zwischen 2 Optionen wählen: Installation ohne Grub fortsetzen oder Installation abbrechen. Beide führten jedoch nicht aus diesem Fenster heraus. Damit hat also offenbar der Programmierer nicht ernsthaft gerechnet. Es blieb nur Abwürgen des Systems übrig.
Nach dem nächsten Boot hab ich die Option "Disk überprüfen" gewählt. Lief durch, ohne ein Problem zu melden.
Beim nächsten Start habe ich versucht, nochmal auf Disk zu installieren. Das System hat erkannt, daß Lubuntu 16.10 bereits auf Harddisk installiert war. Habe gewählt "Disk löschen und dann installieren". Es gab eine kurze Aktivität, dann kam das gleiche Auswahlmenü wieder.
Dann bin ich CTRL-Alt-F1 in den Textbildschirm gegangen, um mal was anderes zu sehen. Da stand was von "PiiX4-SMBus... not enabled". Daran hatte ich keine Freude und hab ich dem widerspenstigen Teil vorerst den Saft abgedreht.
Dagegen ist das Installieren einer Windows XP System-Harddisk aus einem ganz anderen PC ein Kinderspiel.
MfG Kai
Noch ein Schmankerl: "Um dem Faß noch eine Krone auszuschlagen", befand sich auf den letzten Installationsbildschirmseiten der "Weiter/Continue"-Button jenseits des rechten Bildschirmrandes (800x600 Pixel Modus), war also mit der Mouse garnicht erreichbar. Ob das wohl mal einer der Programmierer ausprobiert hat ?
Beiträge: 1494
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2009
Hallo Kai,
das sind offensichtlich alte Hardwareteile wie BUS-Treiber, die von neueren Distributionen nicht mehr unterstützt werden. Algemein wird die Entwicklung für 32bit-Versionen zurückgefahren, ich glaube, sogar gelesen zu haben, das Debian von einer seiner Varianten nur noch 64bit Anbieten will. D.h. nur noch mit moderneren Treibern ausgestattet. Ich habe es jetzt nicht im Kopf, aber es gibt im Netz die eine oder andere Nischendistribution ("Damn Small Linux" u.a.), die für ältere Rechner gedacht ist, das läuft dann vielleicht auch etwas schneller und hat noch alte Treiber. Ein weiteres Problem ist, das viele der alten Treiber nicht mehr unterstützt werden, also die Anpassungen in modernere Distributionen nicht mehr gemacht werden und damit rausfallen. Aber leider ist es unterm Strich so, wie ich oben schrieb, alte Hardware die weit mehr als 10 Jahre auf dem Buckel hat, läuft nicht mehr gut, die Entwicklung geht immer Hand in Hand mit Software. Auch die Windowssysteme die da noch drauf laufen würden, haben keinen Support mehr. Auf meinem alten Toshiba, ging nur eine ältere Xubuntu 12.04 LTS zu installieren, neuere Ausgaben brachen mit ähnlichen Fehlermeldungen auch ab. :S
Gruß André
Beiträge: 1116
Themen: 123
Registriert seit: Mar 2016
Hi Kai,
ich hatte es gespeichert, das Notebookangebot war hier:
Biete Notebook Samsung X20
Gruß Hannes
Meine Elektronik-Kenntnisse: Ich löte nach Zahlen
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Linux-Füchse,
es gibt was Positives zu berichten:
In meinem CD/DVD Fundus hab ich eine DVD der Zeitschrift com! von 12/2010 gefunden mit Ubuntu 10.10 als Live-System und Installationsmedium. Da ich keinen Grund sah, mir weitere Zurückhaltung aufzuerlegen, hab ich gleich Installation inkl. 3rd Party Software aber ohne Internet-Anschluß befohlen. Und obwohl auch die notorische Meldung "PiiX4-SMBus Host Controller not enabled" kam, sogar in rot, lief die Installation durch und scheint geklappt zu haben. Nur die Uhrzeit ist trotz angegebenem Heimathafen Berlin 2 Stunden voraus.
Der Monitor wird mit 1024x768 bei 75 Hz Bildfrequenz betrieben, obwohl er nicht als Koreaner von LG erkannt wurde. Sieht für mich alles sehr ungewohnt aus, aber das gibt sich ja vielleicht noch.
Wichtigste Fragen, die mir dazu einfallen:
1. Kann ich auf Basis dieses Systems aus dem Internet aktualisieren oder ist das zu alt ?
2. Brauch ich noch Firewall und Virenscanner, bevor ich ins Netz kann ?
3. Ist sowas schon enthalten und muß nur noch aufgeweckt werden ?
4. Ist eine andere Partitionierung als "nimm alles" sinnvoll ?
Es handelt sich um eine alte IBM 40 GB Disk. (Hoffentlich kommen euch nicht die Tränen ob dieser opulenten Ausstattung). Dann mach ichs gleich nochmal übungshalber. Der Disk kann ein bischen Bewegung nur gut tun.
Da ich den Karton mit der CD-Sammlung schon mal gefunden hatte, hab ich mal alles rausgesucht, was nach ...ux & ...ix aussah:
1. ct 13/2005: Suse Linux 9.3 Personal Edition
2. ct 25/2006: Ubuntu Linux 6.10
3. ct 07/2007: Knoppix 5.2
4. ct 04/2009: OpenSuse 11.1
5. ct 06/2009: Knoppix 6.1
6. ct 06/2011: Debian 6.0
7. ct 26/2011: ct Surfix: Sicher ins Internet
8. ct 20/2012: ct Surfix 2013, bootet von DVD
9. ct 07/2014: ct Bankix
Ist davon noch irgendwas Beachtung wert nach der o.a. Installation ?
MfG Kai
Beiträge: 129
Themen: 2
Registriert seit: Jun 2014
Die Version wird nicht mehr unterstützt. 10er sind eh eher zum Rumprobieren, ohne Langzeitservice...
Aktuell ist 16.04 LTS steht für Long Term Support.
Firewall oder Virenscanner brauchst Du nicht.
Du müsstest mind. eine 14.04 nehmen. Mit aktueller 16.04 müsstest Du probieren, ob die Hardware geht... z.B. funktionierts nicht mehr mit alter IBM Grafik.
Du könntest noch Fedora probieren....
Ansonsten ... hust ... würde ich mal die Zeitschriften zum Altstoff bringen. :-)
MfG Mario
Beiträge: 1638
Themen: 71
Registriert seit: May 2007
Hallo Kai,
dann war der SMBus wohl eine falsche Fährte - letztlich scheint ja alles eine Grafik-Unverträglichkeit zu sein...
Zu Deine Fragen:
1. online Aktualisieren:
Wie schon verschiedentlich angedeutet gibt es im Ubuntu-Versionsschema (und damit bei allen Derivaten) immer im April gerader Jahre eine "Long Term Stable"-Version (LTS) - die aktuell noch unterstützen sind 12.04, 14.04 und 16.04. Es wird dabei immer der Update-Weg von einer LTS zur nächsten unterstützt. Für die übrigen Releases ist normalerweise nur das Update auf das folgende Release möglich.
Dir steht damit also eigentlich schon der Weg 10.10 -> 11.04 -> 11.10 -> 12.04 -> 14.04 -> 16.04 offen. Verfügbar sollten sie alle noch sein - aber ich würde bei mehr als zwei Updates nicht mehr wollen. Gerade auf älterer Hardware ist das schon wegen der Dauer kein Vergnügen. Und wo hört man dann auf? Wenn der Installer von 16.10 Probleme mit dem Grafiktreiber hat, wird es nach einem Update auf die gleiche Version nicht besser aussehen.
Da Du ja fast nichts zu verlieren hast, könntest Du natürlich einen "shot to nothing" machen und direkt von 10.10 auf 14.04 versuchen - aber mir wäre es die Zeit nicht wert, Ausgang ungewiss.
2. und 3. Sicherheit:
Virenscanner brauchst Du keinen, Firewall für Desktop-Zwecke auch nicht. Wichtig ist aber, dass die Distribution aktiv mit Sicherheitsupdates versorgt wird, und aktuelle Browser enthält. Deswegen würde ich auf 10.10 keinen Surf-Rechner aufsetzen.
4. Partitionierung:
Für Deine Zwecke würde ich nichts anderes machen - die Gefahr, dann immer auf einer der Partitionen zu wenig Platz zu haben, ist zu groß. Eine Swap-Partition wird der Installer wahrscheinlich selbstständig eingerichtet haben - erst bei neuzeitlich großem RAM kann man darauf oft verzichten. Wenn Du es intensiver oder als Haupt-System benutzt, würde ich dann System und Daten trennen (/ und /home getrennt).
CDs:
Nichts, was ins Auge springt. Am ehesten noch Debian 6.0 - aber auch die ist nicht mehr unterstützt, und mischt sich dann doch nicht 1:1 mit der leicht anderen Ubuntu-Welt.
Ich würde Dir auch zu einer 14.04-Version raten, die wird noch zwei Jahre unterstützt, ist aber vielleicht alt genug, um nicht die gleichen Probleme wie 16.10 zu erzeugen. Das Minimal-Ubuntu-Image (läd alles weitere bei der Installation nach) hat auch nur 31 MB und ist schnell heruntergeladen. Text-Mode-Installer, dann das Paket "lubuntu-desktop" nachinstallieren, das zieht dann alle Abhängigkeiten und installiert Dir einen kompletten Desktop. Oder aber doch zu einem Rechner <10 Jahre (meiner ist auch schon 7 Jahre alt).
Viele Grüße
Andreas
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo,
ich habe gerade eben schon Lubuntu 14.04.5 ausprobiert.
Wenn man keinen VGA Modus vorgibt oder die mit 1024x768 Pixeln, schaltet das System wieder auf die zu hohe Vertikal-Frequenz. Mit 800x600 und vga=789 bekam ich die Live-Version eingerichtet, konnte dann aber wieder nicht in eine höhere Bildschirmauflösung wechseln. Vielleicht gibt es dann bei nachfolgender Installation auf Disk wieder das Problem mit dem "Weiter"-Button rechts außerhalb des Bildschirms. Gegenüber dem Ubuntu 10.10 sehen die Menü-Inhalte von Lubuntu 14.04.5 recht mager aus. Ich kann keinen Vorteil gegenüber der auch nicht recht brauchbaren Version 16.10 erkennen.
Mir ist etwas altes, das nicht mehr supported wird, lieber als etwas neues, das nicht funktioniert.
Kann man den fehlenden Sicherheitssupport des älteren Systems dann nicht doch durch Firewall und Scanner kompensieren oder gibt es sowas unter Linux garnicht ?
Ubuntu hat offenbar drei Partitionen eingerichtet, eine Swap mit 1,7 GB, eine ?Dummy? mit ebenfalls 1,7 GB und eine große mit 39 GB, von der 2 GB belegt wurden.
Wenn man im Netz nach der ominösen Fehlermeldung "PiiX4- SMBus Host Controller not enabled" sucht, findet man allerlei Hinweise zu Auftreten bei Ubuntu im Zusammenhang mit VMware oder ähnlichem. Es gibt auch Hinweise , wie man das wegbekommt, aber auch Meinungen, daß das ignorierbar sei.
Meine Begeisterung für Linux hält sich nach diesen Erfahrungen noch sehr in Grenzen...
MfG Kai
Beiträge: 1638
Themen: 71
Registriert seit: May 2007
Hallo Kai,
wenn 14.04 die gleichen Video-Probleme wie 16.10 produziert, müssen wir die an der Wurzel packen.
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200780#post200780 schrieb:Mit 800x600 und vga=789 bekam ich die Live-Version eingerichtet, konnte dann aber wieder nicht in eine höhere Bildschirmauflösung wechseln.
Kannst Du in diesem Zustand mal ein Terminal-Fenster aufmachen, xrandr eingeben und die Ausgabe posten? Es kann sein, dass die Kombination aus Monitor und Grafikkarte dem System nicht wirklich sagt, welche Modi sie nun kann und welche nicht. Das kann man notfalls von Hand beheben. Mehr dazu steht im Ubuntu-Wiki zu RandR, im Abschnitt Auflösung.
Viele Grüße
Andreas
Beiträge: 3587
Themen: 503
Registriert seit: Dec 2012
Moin,
ich denke, das Problem sind weniger die Treiber, denn die 4 MB Grafikspeicher. 800x600 bei 16 bit Auflösung gibt schon einen Speicherbedarf von 8 MB. Reduzierung auf 8 bit Farbtiefe halbiert zwar den Speicherbedarf, aber auch den Komfort. Es wäre evtl. noch einen Versuch wert, anstatt VGA Modus 789 mal 771 zu nutzen. Mehr als 800x600x8 geht mit 4 MB nicht in Farbe.
Zitat:...wieder das Problem mit dem "Weiter"-Button rechts außerhalb des Bildschirms.
Diesen Blödsinn hab ich auf meinen Tablet, FullHD Bildschirm, 4 Monate alt, Windows 10. Das ist kein spezifisches Linux Problem.
Falls du noch ne alte Grafikkarte mit etwas mehr Speicher hast, würde ich die mal installieren.
Gruß
Michael
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Freunde,
im Moment kann ich nichts ausprobieren, weil ich vor einiger Zeit eine Installation von Ubuntu-12.04.5-desktop-i386.iso gestartet habe.
Bis zum Ausprobier-Desktop kam es ohne Probleme durch. Nach dem Start der Installation auf Harddisk sah es auch einige Zeit lang gut aus. Dann blieb es einige Zeit unbeobachtet, während ich mit dem Android Tablet eine PN schrieb. Als ich wieder hinkam: schwarzer Bildschirm, außer gleichmäßigem Sirren vom DVD-Laufwerk und HDDisk keine Aktivitätsgeräusche mehr zu hören. Nach Mouse-Bewegung zeigt das Display wieder den letzten Bildschirminhalt mit der Abfrage der Keyboard-Einstellung. Reagiert weder auf "Back" noch "Continue" und zeigt nur das kreisende Wartezeichen. Hängt also ohne jedes Indiz warum. Da bleibt wohl nur das Drücken auf den Reset-Knopf und ein zweiter Versuch unter permanenter Beobachtung.
Was den Grafikspeicher betrifft muß ich leider widersprechen. Hab selbst noch garnicht drüber nachgedacht, sondern mich auf die DELL-Doku verlassen. Da steht sinngemäß, die 4 MB reichen bis zu 1024x768 Pixel True-color (32Bit). Mit 8 MB könne der Grafik Adapter auch noch 1280x1024 (32Bit) oder 1600x1200 (16Bit) realisieren. Wenn ich nun mal nachrechne, ergibt 1024 * 768 * 4 Byte = 3.145.728 Byte, also tatsächlich weniger als 4 MB. Überdies wird nur ein 24Bit Modus (3 Byte pro Pixel) per vga=xxx erlaubt. Der 4 Byte Modus vga=824 wurde als nicht verfügbar moniert.
Da es grafisch nicht weiter geht, hab ichjetzt mal CTRL-ALT-F1 gedrückt. Das DVD-Laufwerk hat etwas gerödelt und das Display zeigt jetzt eine Text-Console , darüber steht irgendwas von "Hardware Enablement Stack (HWE) supported till April 2017".
Jetzt weiß ich erstmal nicht weiter als Reset-Drücken. Mit einem freundlichen "boot" konnte die Console nix anfangen.
MfG Kai
Nachtrag: Zweiter Installationsversuch läuft, ist schon deutlich weitergekommen als beim ersten mal, hat "schon" alle Files kopiert, ist jetzt am Checken, Scannen, Configurieren, etc.
Hab gestern aus Ungläubigkeit mal im Netz nach Firewalls & Virenscannern für Linux gesucht und auch was gefunden. Firewalls scheinen wohl Adminkenntnisse vorauszusetzen über lptables und VPN, etc.... , überschreitet damit meine Konfigurationsfähigkeiten.
Unter den kostenlosen Virenscannern wurde nach einem Chiptest nur der Sophus AntiVirus für Linux für gut befunden. Der Download war ca. 380 MB groß. Kostenpflichtig gibt es den noch besseren ESED NOD32 Antivirus.
Beiträge: 3587
Themen: 503
Registriert seit: Dec 2012
Mist. Ich hab mich wieder mit Bit und Bytes verrechnet.
Warum installierst du jetzt Ubuntu? Für den Desktop ist deine CPU m.E. zu schwach. Warum bleibst du nicht bei Lubuntu mit Xfce oder Linux Mint mit MATE. Das sind Desktopumgebungen, die speziell für schwache CPUs optimiert sind. Allein die Animationen bei den modernen Distris fressen die CPU Leistung von zweien deiner CPUs. Das bringt doch nichts. Es sind doch genügend Hinweise gegeben worden. Warum wohl?
Schwarzer Bildschirm = Bildschirmschoner. D.h. der Desktop verhält sich völlig normal.
Das kreiisende Wartezeichen ist ein Zeichen dafür, dass der Rechner arbeitet. Abstürze sind selten und dann sollte das Zeichen auch nicht mehr kreisen, sondern still stehen. Denn es wird durch Software animiert. Das kann aber nur funktionieren, wenn der Rechner normal arbeitet. Also ist doch alles gut. Du wirst dich bei deiner Hardwareausstattung auf einige Wartezeiten einrichten müssen. Insbesondere, wenn du den Standard Desktop verwenden willst. Bist die grafischen Dinge alle gerendert sich, hat sich die CPU einen Wolf gearbeitet.
Und der Befehl für einen Reboot lautet "reboot" und muss vom Root ausgeführt werden.
Gruß
Michael
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Die Lubuntu-Installationen hatten doch nicht funktioniert.
Inzwischen ist die zweite Installation von Ubuntu 12.04.5 erfolgreich abgeschlossen.
Leider ist es so wie du sagst. Es reagiert sehr zähflüssig im Vergleich mit Windows XP.
Mint hab ich noch nicht probiert.
Übe Nachsicht.
Kleine Kinder müssen auch einmal auf die heiße Herdplatte fassen, bevor sie Mama glauben, daß das gefährlich ist.
Außerdem hat man mir 1966-68 in der Schule der Nation beigebracht : "Glauben ist gut - Wissen ist besser". (Unter uns: es wurde sogar nicht-Kirchen-konform formuliert: "Glauben heißt Nicht-Wissen". Formulierung 1 war eine Variante des auch eingebläuten "Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser")
Ich muß jetzt erstmal Nachschub an DVDs kaufen, wenn ich noch weitere Light-Distributionen ausprobieren sollte.
Kannst du ein Linux-Kompendium empfehlen, in dem alles Wesentliche für Newbies knapp beschrieben ist ala "Linux für Dummies" ?
MfG Kai
Beiträge: 3587
Themen: 503
Registriert seit: Dec 2012
Hallo Kai,
bevor du DVDs kaufst, probier doch einfach mal systematisch aus, was wir dir in den vorhergehenden Beiträgen empfohlen haben. Eigene Erfahrungen in allen Ehren, aber wenn hier mehrere Leute Dinge empfehlen, du aber stur deinen eigenen Stiefel machst, endet das in Frustration - auf beiden Seiten. Und bislang ist auch noch nicht einmal geklärt, warum Lubuntu nicht lief. Hast du mal probiert, um was Andreas in #58 bat?
Linux ist eigentlich nur ein Kernel, ohne irgendwas. Noch nicht mal die Shell. Wie weiland DOS. Daher gibt es bei Linux auch keine grafische Oberfläche. Das sind ebenfalls Programme, die separat gestartet werden müssen. Die Summe aus Kernel, Shell, anderen Anwendungen und Displaymanager ergibt die Distribution, aka Ubuntu, Lubuntu, Xu..., Fedora, Mint, etc. Dabei läuft grundsätzlich alles mit jedem. Ausnahmen gibt es überwiegend durch die Hardware, wie bei dir jetzt. Und darauf gilt es zu reagieren. Das findest du aber nicht in irgendwelchen Büchern (wo die Autoren meistens sowieso nur abschreiben), sondern nur in den Köppen langjähriger Linux User. Durch diese Dinge, wie du sie gerade erfährst, sind alle schon mal durch, die längere Zeit Linux nutzen.
Problemkind dürfte der Displaymanager sein. Gnome3, Cinnamon und KDE setzen richtig starke Hardware voraus. Dafür ist dein GX1 ungeeignet (und, soweit ich weiß, nutzt Ubuntu Gnome3). Da es eben auch noch alte Rechner gibt, wurden von vielen Entwicklern alternative Displaymanager entwickelt, bzw. alte Versionen weiter gepflegt. MATE, Xfce stehen dafür. Diese werden in spezielle Distris gepackt. Linux Mint, Lubuntu, etc. Es nutzt dir also überhaupt nichts, ein Ubuntu 12 mit Gnome zu installieren. Das Ding tötet deine CPU. Wurde aber alles schon mehrfach geschrieben.
Ein Kompendium, wie du es suchst, gibt es nicht. Da werden nur die neuen Distris in Verbindung mit leistungsfähiger Hardware beschrieben. Und das geht bei dir eben nicht. Es macht sich heute niemand mehr wirklich Gedanken, wie z.B. ein Linux auf einem 486er noch zum Laufen gebracht werden soll. Im Zweifel 486er in die Tonne und einen neuen PC kaufen. Ferdsch.
Gruß
Michael
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
MichaelB,'index.php?page=Thread&postID=200788#post200788 schrieb:Problemkind dürfte der Displaymanager sein. Gnome3, Cinnamon und KDE setzen richtig starke Hardware voraus. Dafür ist dein GX1 ungeeignet (und, soweit ich weiß, nutzt Ubuntu Gnome3).
Worum geht's genau, um Display Manager oder um Desktop-Umgebungen?
Als Display-Manager nutzen m.W. alle Ubuntu-Abkömmlinge außer Kubuntu LightDM.
Als Desktop-Umgebung nutzt das "Standard-Ubuntu" nicht GNOME 3, sondern das unter eigenem Dach entwickelte Unity. Das ist nicht ganz so hungrig, aber trotzdem nicht unbedingt erste Wahl für alte Rechner (und zudem sehr gewöhnungsbedürftig in Sachen Bediengung).
Zitat:Da es eben auch noch alte Rechner gibt, wurden von vielen Entwicklern alternative Displaymanager entwickelt, bzw. alte Versionen weiter gepflegt. MATE, Xfce stehen dafür. Diese werden in spezielle Distris gepackt. Linux Mint, Lubuntu, etc.
Vorsicht bei Linux Mint, da gilt im Prinzip nichts anderes als bei Ubuntu auch: Der Quasi-Standarddesktop ist inzwischen Cinnamon, und wie Du ja selbst oben schreibst, ist der (als GNOME-3-Abkömmling) keine Empfehlung für alte Hardware. Also muss man auch hier auf die Versionen mit MATE oder XFCE ausweichen.
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Inzwischen hab ich Andreas' Frage nach der Ausgabe von xrandr umgesetzt:
Unter lubuntu 14.04.5 nach Boot-Option vga=789
[size=10]xrandr: Failed to get size of gamma for output default
[/size][size=10]Screen 0: minimum 800 x 600, current 800 x 600, maximum 800 x 600
[/size][size=10]default connected 800x600+0+0 0mm x 0mm
[/size] [size=10] 800x600 75.0* [/size]
Ohne die Boot-Option meldet der Monitor nach kurzer Zeit "Video signal out of range, H: 31 kHz, V. 86 Hz".
Die 86 Hz sind 1 Hz zuviel für ihn.
Unter Ubuntu 12.04.5 :
xrandr: Failed to get size of gamma for output default
Screen 0: minimum 320 x 240, current 1024 x 768, maximum 1024 x 768
default connected primary 1024x768+0+0 0mm x 0mm
1024x768 75.0* 70.0 60.0
832x624 75.0
800x600 75.0 72.0 60.0 56.0
720x450 60.0
640x480 75.0 73.0 67.0 60.0
720x400 70.0
680x384 60.0
576x432 60.0
512x384 75.0 70.0 60.0
416x312 75.0
400x300 75.0 72.0 60.0 56.0
320x240 75.0 73.0 60.0
MfG Kai
Beiträge: 1638
Themen: 71
Registriert seit: May 2007
Hallo,
um Arbeit zu sparen zumindest noch der Hinweis: Wenn 12.04 zumindest mal installiert, ist das ein ausgezeichneter Ausgangspunkt! Der Wechsel von einem Desktop auf den anderen ist vollständig ohne Neuinstallation möglich: Z.B. durch Installation des Pakets "lubuntu-desktop", oder "xubuntu-desktop". Das geht auch prima von der Textkonsole. Wenn X nicht läuft (falsche Auflösung etc), dann betrifft das sowieso alle Desktop-Umgebungen.
Also: 12.04 nicht herunterwerfen, um eine andere Variante mit anderem Desktop auszuprobieren - das geht ohne Neuinstallation viel einfacher.
Zum xrandr-Output: Dann scheint ja unter 12.04 das Ideal erreicht zu sein: 1024x768 bei 75 Hz. Damit wissen wir, dass zwischen da und 14.04 sich irgendwas an X getan hat, das den passenden Modus nicht mehr zugänglich macht. Wenn wir jetzt unbedingt nach 14.04 wollen, müsste man dort dieses Problem so oder so lösen - und das geht vielleicht mit einer eigens erzeugten Modeline, wie oben angedeutet.
Aber: Auch 12.04 wird noch ein halbes Jahr unterstützt. Ich würde für die nächste Schritte dazu raten, dabei zu bleiben und einen der leichten Desktops auszuprobieren (lubuntu, xubuntu). Wenn das alles zur Zufriedenheit verläuft, und Du eine dauerhaftere Lösung willst, wäre mein Rat ein modernerer Gebrauchtrechner (<100 Euro) und die Installation von 16.04 mit dem gleichen Desktop.
Ach ja, Virenscanner und Firewall: Die iptables-Lösungen etc. sind dann gut und nötig, wenn Du einen Server oder Router aus dem System machen willst. Für reinen Desktop-Gebrauch ist das weder üblich noch nötig - ist ja kein Windows. Und die verfügbaren Virenscanner untersuchen meines Wissens nach die Dateien auf Viren, die dann unter Windows Schaden anrichten würden - z.B. um von einer Linux-CD zu booten und ein Windows-System zu scannen. Auch darauf kannst Du gerne verzichten.
Jetzt erstmal viel Vergnügen beim Ausprobieren
Viele Grüße
Andreas
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Andreas,
bei dem letzten Absatz, sehe ich die Dinge anders:
Der Linux-PC soll mein Tor ins Internet werden. Arbeiten werde ich weiterhin vornehmlich mit meinen Windows-PCs, es sei denn, es wäre attraktiv, deine oder andere Python-Software direkt auf einem Linux-Meß-PC auzuführen.
Datenaustausch wird gelegentlich per Memorystick zwischen dem Linux und den Win-Rechnern stattfinden. Da auf denen keine Virenscanner laufen, bin ich darauf angewiesen, daß das vorgesetzte Linux-System auch Windows-Viren/Trojaner erkennt und abwehrt.
Das soll der Sophos Antivirus ganz gut leisten und der andere noch besser. Angeblich kann man sich nicht darauf verlassen, daß sich auf einem Linux-System keine Windows-Schädlinge einnisten und auf eine Gelegenheit zum Wirtswechsel warten.
Bei meinem gegenwärtigen Android-Tablet mit Avast-Scanner scheint das bislang ausreichend funktioniert zu haben.
Mit Desktopwechsel über Ubuntu 12.04 bin ich noch nicht vertraut. Weiß also weder wie es geht noch was ich da genau runterladen muß. Nach Timo's Anmerkungen scheinen Mint oder Xfc/Xubuntu ja auch nicht das "optimalste" für ne alte Kiste zu sein oder hab ich da was mißverstanden ?
Vielleicht sollte ich mir doch noch mal das (auch schon ältere) ct-Surfix anschauen, was ja wohl die gleiche Intention bedienen sollte.
Die Ubuntu Anmerkung bezüglich HWE hab ich so eingeordnet, daß die Version noch bis April 2017 supported wird, das wären ja allenfalls noch 10 Wochen aber kein halbes Jahr.
Lubuntu scheint die möglichen Video-Modi garnicht zu erkennen. Auf die 800x600 mußte es ja hingewiesen werden.
MfG Kai
Beiträge: 3587
Themen: 503
Registriert seit: Dec 2012
timo,'index.php?page=Thread&postID=200790#post200790 schrieb:Vorsicht bei Linux Mint Mein Hinweis bezog sich auf Linux Mint mit MATE. Ich hatte es nur nicht explizit erwähnt. Und bei den "Displaymanagern" meinte ich das Richtige, allein mir fehlten die richtigen Worte  Sorry.
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Ich sehe hier
http://www.chip.de/downloads/Linux-Mint-...64345.html
ein Linux Mint mit Mate von nur schlappen 32 MB.
Ist das so ein Desktop Aufsatz/Wechsel-Paket wie von Andreas erwähnt
oder oder ist es nur ein "Bootstrap"-Loader für das typische 700+MB Linux-Paket,
das dann über erforderliche Internet-Verbindung zur Installation nachgesogen wird ?
MfG Kai
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200796#post200796 schrieb:Ich sehe hier
http://www.chip.de/downloads/Linux-Mint-...64345.html
ein Linux Mint mit Mate von nur schlappen 32 MB.
Ich nicht, wenn ich ehrlich bin. "Dateigröße: 1,6 GByte".
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Gut, daß du das sagst.
Mit der richtigen Brille wär das nicht passiert, da hab ich wohl die 32 Bit als 32 MB wahrgenommen.
Da sträuben sich mir aber die restlichen Haarbüschel:
Wieso muß ein "schlankes" Paket für ältere Rechner doppelt so groß sein wie eine volle Ubuntu 12 Version ?
Ich weiß garnicht, wieviel GB ich im niedrigsten Vodafone/KD Internet-Tarif pro Monat oder Woche downloaden darf. Hab jetzt schon mindesten 2,5... 3 GB in 2-3 Tagen runtergesaugt, nebenbei läuft rund um die Uhr Internetradio. Womöglich dreht da bald einer den Hahn zu für den Rest des Monats. Da kann man nur froh sein, daß der Februar etwas kürzer ist und gerade kein Schaltjahr
Hat einer von Euch das auf DVD rumliegen oder gibts das gerade irgendwo als absatzfördernde Zeitschriftenbeilage ?
MfG Kai
Beiträge: 1638
Themen: 71
Registriert seit: May 2007
Hallo Kai,
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200794#post200794 schrieb:Angeblich kann man sich nicht darauf verlassen, daß sich auf einem Linux-System keine Windows-Schädlinge einnisten und auf eine Gelegenheit zum Wirtswechsel warten.
da hast Du natürlich Recht - den Anwendungsfall gibt es bei mir mangels Wirt praktisch nicht. Ich meinte, dass es quasi keine Linux-Schädlinge gibt, nach denen man scannen möchte, und deswegen auch keine Virenscanner gegen Linux-Schädlinge. Zumindest ist es nicht üblich, sowas zu haben.
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200794#post200794 schrieb:Mit Desktopwechsel über Ubuntu 12.04 bin ich noch nicht vertraut.
Das Prinzip ist so: Der Desktop ist nur die oberste Schicht, die bestimmt, welchen Rahmen ein Fenster bekommt, welche Leisten eingeblendet werden, Tastaturkürzel anbietet etc. Im Detail zerfällt das in Session-Manager, Fenster-Manager, Panel, und so weiter (kann ich auswendig gar nicht aufzählen). Letztlich unterscheiden sich Ubuntu, Xubuntu, Kubuntu und Lubuntu fast nur dadurch.
Die Schichten darunter sind durch die Bank gleich: Kernel, Libraries, Kommandozeilentools, Anwendungen (auch die mit Fenster), und sogar der X-Server: Das ist die Schicht, mit der Du verhandeln musst, wenn Auflösung oder Frequenz nicht stimmen.
Die Desktop-Umgebung ist am Ende in einem Metapaket zusammengefasst, z.B. lubuntu-desktop. Das enthält selbst kaum oder keine Dateien und ist nur 30 kb groß, sondern hängt einfach rund 300 anderen Paketen ab, die teilweise schon installiert sind, teilweise auch nicht. Wenn ich jetzt bei mir "aptitude install lubuntu-desktop" eingebe, würde er 95 Pakete herunterladen, insgesamt 31.3 MB, und installieren. Das kann der Paketmanager ganz alleine. Der Großteil des Systems ist schon installiert. Du kannst auch mehrere Desktops gleichzeitig installieren, und dann bei jeder Anmeldung auswählen, welchen Du starten willst.
Die verschiedenen ISO-Images, die Du herunterladen kannst, haben jeweils andere Installer, und eine andere Default-Auswahl an Paketen. Sonst eigentlich nix. Deswegen ist mein üblicherweise bevorzugter Weg, das kleinste Image zu laden, was man bekommen kann (ca. 30 MB), im Textmodus zu installieren, und danach meine Pakete auszuwählen. Ob ich am Anfang ein großes ISO herunterlade, oder während der Installation genau die Pakete, die ich brauche, kommt auf ein ähnliches Volumen. Einen Link zu so einem Minimal-Image habe ich weiter oben schon gepostet.
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200794#post200794 schrieb:noch bis April 2017 supported
Da hast Du Recht - ich hatte es falsch im Kopf. Heißt: Auch bei mir besteht bald Handlungsbedarf, ich mache dann eine Sicherungskopie und eine Neuinstallation auf 16.04. - ist mir lieber als das Doppel-Update über 14.04.
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200794#post200794 schrieb:Lubuntu scheint die möglichen Video-Modi garnicht zu erkennen. Auf die 800x600 mußte es ja hingewiesen werden.
Das hat nichts mit Lubuntu zu tun, sondern mit 14.04 oder 16.10, die Du ausprobiert hast. Das wäre unter Ubuntu, Kubuntu, xubuntu ganz genauso, weil es ja die gleiche Software zum Ansprechen der Grafikkarte ist.
Dass hier nur 800x600 auftaucht könnte auch genau an der Boot-Option liegen - Du hast ihn gezwungen, genau diese zu verwenden. Es wäre interessant, was da stünde, wenn Dein Monitor nicht streiken würde. Wahrscheinlich könnte man recht leicht sagen "nimm einen anderen, die Frequenz passt nicht", wenn man es nur sehen könnte und ohne die Boot-Option hochfährt. Wenn keine Video-Modi da wären, würde X einfach garnicht starten.
Was ist denn jetzt Dein nächster Schritt? Neuere Version zum Laufen bringen? Mini-Iso-Image für 16.04 finden? Oder erstmal 12.04 ausprobieren? Ich habe den Überblick nicht mehr...
Viele Grüße
Andreas
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Andreas,
ich hätte Lust, den Mint mit Mate auszuprobieren, möchte dafür aber keine 1,6 GB downloaden.
Falls du eine Quelle kennst, bei der ich nur den Desktop-Aufsatz bekomme, wäre das hilfreich.
Mit der Methode, über ein Meta-Paket zu installieren, das nur eine Liste downzuloadender Files abarbeitet, kann ich mich noch nicht anfreunden, weil ich nicht so recht glauben mag, daß man da keinen Angriffen aus dem Netz ausgeliefert ist.
Ans Netz möchte ich lieber erst, wenn ein Virenscanner läuft. In dem Test der Zeitschrift Chip wurden für die beiden empfohlenen Scanner Virenerkennungsraten in Prozent für Windows- und Linux-Viren angegeben. Demnach muß es ja wohl letztere auch geben.
Bei Lubuntu war es nicht möglich, ohne eine vga=xxx Vorgabe zu installieren, weil sonst kurz nach dieser Phase der Monitor wegen zu hoher Vertikal/Bildfrequenz von 86 Hz dunkel schaltete. Ich glaube nicht, daß man zu zivilen Preisen einen LCD-Monitor findet, der so hoch geht. Von meinen dreien geht nur einer bis 85 Hz. Der neueste tut es auch nicht.
Das werte ich als Indiz, daß noch nicht mal erkannt wurde, daß es sich um einen LCD-Monitor handelt, bei dem solche Frequenzen unüblich sind. Für Röhrenmonitore wurden früher Frequenzen >85 Hz empfohlen, um das Flimmern zu reduzieren. Bei den LCDs war das wegen ihrer längeren Nachleuchtdauer erstens überflüssig, zweitens (jetzt nur negativ formuliert) wegen ihrer Trägheit garnicht möglich.
Ich habe inzwischen einen geeigneteren Laptop für die geplante Anwendung "in Aussicht", nutze aber gerne die Gelegenheit, mich durch Testen mit dem GX1 mal mit was anderem als nicht-spurenden Tonbandgeräten zu beschäftigen.
MfG Kai
Beiträge: 1638
Themen: 71
Registriert seit: May 2007
Hallo Kai,
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200800#post200800 schrieb:Mit der Methode, über ein Meta-Paket zu installieren, das nur eine Liste downzuloadender Files abarbeitet, kann ich mich noch nicht anfreunden, weil ich nicht so recht glauben mag, daß man da keinen Angriffen aus dem Netz ausgeliefert ist.
Du kommst nicht weit, wenn Du dem Paketmanager nicht von Anfang an - also schon während der Installation - Netzzugang gibst. Die Repositories sind signiert, er lässt sich keine manipulierten Pakete unterjubeln. Es ist absolut unüblich (und nicht leicht), die Pakete manuell herunterzuladen. Jedes Sicherheitsupdate macht der Paketmanager, jede Programminstallation. Das Konzept mit den Trusted Repositories ist viel sicherer, als wenn Du von Hand bei jedem Download eines Binärpakets "vorsichtig bist".
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200800#post200800 schrieb:Ans Netz möchte ich lieber erst, wenn ein Virenscanner läuft.
Das ist unter Windows richtig - unter Linux überflüssig. Die Installation mit Netzzugang von Anfang an ist absolut gängige Praxis.
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200800#post200800 schrieb:Bei Lubuntu war es nicht möglich, ohne eine vga=xxx Vorgabe zu installieren, weil sonst kurz nach dieser Phase der Monitor wegen zu hoher Vertikal/Bildfrequenz von 86 Hz dunkel schaltete.
Ich bin auch nicht so sicher, ob er wirklich 86 Hz liefert, oder ob das der Monitor nur so anzeigt. Kommt vielleicht einfach eine höhere Auflösung raus? Wir wissen nur: Es läuft ein Modus (Auflösung und Frequenz), mit dem die Kombination aus Grafikkarte und Monitor nicht umgehen können. Ein xorg-Logfile vom betroffenen Startvorgang wäre hier aufschlussreich. Oder Du rekonstruierst aus dem VGA-Signal, was wirklich los ist
Beim installierten System würde ich versuchen, entsprechend 1024x768 bei 60 Hz durch die Config zu erzwingen, wenn dieser Modus nicht automatisch gefunden wird. Ob das auch während der Installation oder im Live-System geht, weiß ich nicht wirklich.
Was hast Du denn jetzt gerade installiert? Mein Rat wäre imernoch: Minimal-Image 16.04 (48 MB) laden, brennen und aus dem Netz im Text-Modus installieren, dann lubuntu-desktop installieren und die Sache mit dem Monitor lösen. Dann kannst Du immernoch alle anderen Desktops der Welt durchprobieren...
Edit: siehe https://help.ubuntu.com/community/Instal.../MinimalCD
Viele Grüße
Andreas
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Im Moment ist Ubuntu 12.04.5 auf Harddisk installiert.
Die Info über xrandr unter Lubuntu hatte ich danach per "Live-Installation" von DVD erzeugt.
Das mit der Virengefahr beim Download hatte ich etwas anders gemeint.
Als Laie denke ich bislang, es sei möglich, daß auch bei Download signierter Pakete eines Installationsvorganges sich nebenbei Schädlinge ins System schleichen können. Da laufen doch ständig diverse Streams hin und her, nicht nur der Download für die Installation.
Natürlich ist unklar, ob es sich wirklich um 86 Hz handelt. Der Monitor merkt nur daß es nicht geht. Hilft es einem, die Frequenz genauer zu wissen ?
Ich fände es nützlicher zu wissen, warum die Erkennung möglicher Video-Moden oder des Monitor-Typs in den neueren Disributionen nicht mehr funktioniert. Meine Windows-Tools wissen genau, welche Monitore angeschlossen sind und welche Modi sie beherrschen.
MfG Kai
Beiträge: 1638
Themen: 71
Registriert seit: May 2007
Hallo Kai,
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200809#post200809 schrieb:Im Moment ist Ubuntu 12.04.5 auf Harddisk installiert.
Die Info über xrandr unter Lubuntu hatte ich danach per "Live-Installation" von DVD erzeugt.
ok, alles klar
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200809#post200809 schrieb:Als Laie denke ich bislang, es sei möglich, daß auch bei Download signierter Pakete eines Installationsvorganges sich nebenbei Schädlinge ins System schleichen können. Da laufen doch ständig diverse Streams hin und her, nicht nur der Download für die Installation.
Hm, diese Gefahr sehe ich nicht: Alles, was auf dem Rechner zum Installationszeitpunkt läuft, kommt entweder von der Installations-CD oder aus den signierten Paketquellen. Verwundbare Serverdienste, über die von außen Schädlinge eindringen könnte, laufen zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch keine. Die strukturelle Gefahr an dieser Stelle ist also klein. Klar, wenn Dir jemand ein präpariertes ISO-Image unterjubelt, ist nichts mehr sicher. Deswegen würde ich diese auch immer direkt bei der Distribution und nicht aus anderen Quellen laden.
Das potentielle Einfallstor ist vor allem der Browser, der ja dann auch Code aus dem Netz ausführen darf. In Form von JavaScript ist das ja heute (leider) alltäglich. Deswegen ist es ja wichtig, immer aktuelle Browser-Versionen zu verwenden, bei denen die Lücken geschlossen werden.
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200809#post200809 schrieb:Hilft es einem, die Frequenz genauer zu wissen ?
Nein. Eigentlich ist nur interessant, ob die Hypothese stimmt, dass xorg glaubt, einen falschen Modus verwenden zu können, und diesen dann auch wählt.
Das wäre wahrscheinlich am besten über ein Logfile möglich. Mögliches Vorgehen (keine Erfolgsgarantie):
- von der Live-CD booten, ohne den vga=xxx-Parameter zu setzen
- wenn der Monitor dann nix mehr zeigt, mit Strg+Alt+F1 auf die Textkonsole wechseln und anmelden (wenn das geht), notfalls auch die anderen Konsolen (Str+Alt+F2...) versuchen
- schauen, ob die Datei /var/log/Xorg.0.log existiert - und wenn nicht, was sonst so in /var/log herumliegt
- Kopie davon ziehen (könnte nicht trivial sein - z.B. auf die Platte kopieren, wenn man sie einhängen kann, oder übers Netz irgendwohin, wenn es an ist; geht alles auch ohne Oberfläche - bei Problemen nachfragen)
Darin stehen so Sachen wie:
Code: [ 8.608] (II) RADEON(0): Supported established timings:
[ 8.608] (II) RADEON(0): 640x480@60Hz
...
[ 8.608] (II) RADEON(0): 1024x768@70Hz
[ 8.608] (II) RADEON(0): 1024x768@75Hz
[ 8.608] (II) RADEON(0): Manufacturer's mask: 0
[ 8.608] (II) RADEON(0): Supported standard timings:
[ 8.608] (II) RADEON(0): #0: hsize: 640 vsize 480 refresh: 60 vid: 16433
[ 8.608] (II) RADEON(0): #1: hsize: 800 vsize 600 refresh: 60 vid: 16453
...
[ 8.671] (II) RADEON(0): Printing probed modes for output DVI-0
[ 8.671] (II) RADEON(0): Modeline "1280x1024"x60.0 108.00 1280 1328 1440 1688 1024 1025 1028 1066 +hsync +vsync (64.0 kHz)
[ 8.671] (II) RADEON(0): Modeline "1024x768"x75.0 78.75 1024 1040 1136 1312 768 769 772 800 +hsync +vsync (60.0 kHz)
[ 8.671] (II) RADEON(0): Modeline "1024x768"x70.1 75.00 1024 1048 1184 1328 768 771 777 806 -hsync -vsync (56.5 kHz)
...
[ 8.671] (II) RADEON(0): Modeline "800x600"x60.3 40.00 800 840 968 1056 600 601 605 628 +hsync +vsync (37.9 kHz)
[ 8.671] (II) RADEON(0): Modeline "800x600"x56.2 36.00 800 824 896 1024 600 601 603 625 +hsync +vsync (35.2 kHz)
...
[ 8.672] (II) RADEON(0): Output VGA-0 disconnected
[ 8.672] (II) RADEON(0): Output DVI-0 connected
[ 8.672] (II) RADEON(0): Using exact sizes for initial modes
[ 8.672] (II) RADEON(0): Output DVI-0 using initial mode 1280x1024
...
Und so weiter. Damit müsste man herausfinden können, ob die neuere Version zur Zusammenarbeit mit Grafikkarte und Monitor zu überreden ist.
Viele Grüße
Andreas
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Andreas,
gefährlich kann alles werden, was Makros ausführen kann.
Deshalb wurde sogar mal der Acrobat Reader als Schwachstelle genannt.
Ganz zu schweigen von Flash & Co.
Wenn man dauernd am Internet hängt und keine speziellen Überwachungstools verwendet, bekommt man garnicht mit, welche Programme zB mit dem Internet kommunizieren.
Bei manchen merkt man, daß da was im Busch ist, wenn sie sich, obwohl komplett als Download vorhanden, nicht ohne Internetanschluß installieren lassen oder zum Hochkommen verdächtig lange brauchen. Das liegt nämlich manchmal daran, daß sie mit "zu Hause" Kontakt aufnehmen wollen, bis ein Time-out abläuft. Ich hab mal ein Programm zur Kamera-Steuerung gefunden, das kostenlos war, garnicht besonders groß, aber bei jedem Start ins Internet wollte. Ich hab den südafrikanischen Autor per EMail gefragt, ob nicht eine Version verfügbar wäre ohne dieses "Feature", damit ich es auch draußen in Wald & Flur auf einem Netbook ohne Internet benutzen könne. Es kam keine Antwort. Das war mir dann zu suspekt. Man kann nicht mehr sicher sein, daß manches nette kostenlose Tool für den Autor auf andere Weise lukrativ werden soll.
Solche Betriebssystem/Code-Forschung hab ich früher auch in der Windows-Umgebung getrieben (eigentlich schon seit den Zeiten des Apple ][ Mitte der 80er Jahre, später unter CP/M und DOS) . Von Linux weiß ich zuwenig, um da mit angemessenem Zeitaufwand voran zu kommen.. Ich kenne momentan ja noch nicht mal die Befehle, die man in der Text-Console absetzen kann.
MfG Kai
Beiträge: 1638
Themen: 71
Registriert seit: May 2007
Hallo Kai,
das ist schon richtig - alles, was Code ausführen kann, ist ein Sicherheitsrisiko, besonders wenn der ausgeführte Code unkontrolliert aus dem Netz kommen kann.
Gerade hier sehe ich eine große Schwachstelle der (unter Windows und Mac OS üblichen) Praxis, Software als Download von irgendwelchen Webseiten zu holen und dann (oft mit dafür nötigen Admin-Rechten) zu installieren. In den meisten Fällen liegt diese Software nur binär vor - was sie wirklich tut, kann man also nur sehr schwer herausfinden, oder eben im laufenden Betrieb beobachten (Dein Beispiel mit der Kamera-Software).
Im Gegensatz dazu finde ich es deutlich besser, wenn möglichst alle installierten Programme aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen (der Distribution, in diesem Fall Ubuntu) und zudem im Quelltext vorliegen. Der Paketmanager holt sie von dort, prüft die Signaturen und installiert sie. (Mal ganz abgesehen davon, dass er Abhängigkeiten auflösen und Libraries nicht nur nachinstallieren, sondern auch wieder wegräumen kann, wenn sie nicht mehr gebraucht werden!). Wenn es ein Programm für meine Distribution gibt (und das ist eher die Regel als die Ausnahme), dann ist die Installation mit einem Befehl erledigt. Ein unglaublicher Komfort!
Natürlich ist das keine Garantie - ich lese nicht jeden Quelltext (fast keine, nur Ausnahmen), eine bösartige Distribution könnte mir alles als Kompilat eines bestimmten Programms ausgeben, ohne das ich es merke. Und natürlich schützt auch das Viele-Augen-Prinzip nicht davor, dass krasse Sicherheitslücken in Open-Source-Software stecken ( Heartbleed-Bug). Trotzdem ist das Problem für mich eine Größenordnung kleiner als in der anderen Welt, wo es völlig normal ist, binäre Software von irgendwo mal auszuführen. Deswegen ärgern mich auch die Druckertreiber so, die nicht quelloffen sind.
Ich erhebe nicht den Anspruch, dass jeder seine Software verschenken oder im Quelltext veröffentlichen muss. Aber wenn ich die Wahl habe, solche zu verwenden, dann bevorzuge ich das eigentlich immer.
Nun gut, diese Grundsatzdiskussion hilft Dir jetzt auch wenig...
Ich kann mich nur wiederholen: Installation aus dem Netz ist normal und sicherheitstechnisch unkritisch, Virenscanner (außer mit Ziel Windows-Schädlinge) unter Linux kein üblicher oder besonders zu empfehlender Teil eines Alltagssystems. Theoretisch kann ich Deine Bedenken natürlich nicht widerlegen. Praktisch kann ich aus Erfahrung berichten: Nicht nötig.
Falls Du konkret in Richtung Auflösung und xorg-Logfile was unternehmen willst und Hilfe mit der Shell brauchst, gerne auch per PN oder Telefon.
Viele Grüße
Andreas
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Danke Andreas,
aber mich plagen gerade andere Sorgen.
Vor 2 Tagen hab ich noch was im Internet bestellt und mit PayPal bezahlt.
Vor einer Stunde wollte ich jemandem Geld per PayPal schicken.
Statt das einfach vom vereinbarten Bankkonto zu tun, verlangte es bei drei Versuchen nach einer Kreditkarte.
Inzwischen hab ich rausgekriegt, daß mein Guthaben nach der letzten Zahlung von knapp 30 € auf einmal auf Null steht, obwohl nach den letzten Kontoauszug knapp 700 € drauf sein müßten.
Jetzt weiß ich nicht, ob ich ausgeplündert wurde oder ob das mit geänderten AGBs zu tun hat.
Bei PayPal ist niemand mehr per Telefon zu erreichen, eine EMail Adresse sucht man auf deren Internetseiten vergeblich.
MfG Kai
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Zu deinen Installationsprinzipien:
Die laufen dann aber auf eine große Einschränkung bezüglich einsetzbarer Software hinaus. Wenn du nur Code vertraust, bei dem du "im Prinzip" die Sources einsehen könntest, bleibt ja nur Open Source übrig und was mit den einschlägigen Compi!ern bei Installation transient erledigt werden kann. Die Vielfalt der Compi!er und Erzeugungswege von Executables unter Windows wird dann nie erreichbar. Da assoziiere ich schon Kloster-ähnliche Selbstbeschränkung. Auch die Betriebssystem-spezifischen Schädlinge müssen sich weitgehend einschlägiger API-Calls bedienen, um kompakt und damit unauffälliger zu sein. Damit wird das Treiben im PC und aus ihm heraus aber auch wieder bei Executables durch spezielle Wächtertools beobachtbar.
Eine erste Kontrolle sollte immer sein, ob ein Programm ohne diesbezügliche Hinweise und nachvollziehbare Begründung in seiner Doku ins Internet geht. Falls ja, ist mindestens erhöhte Wachsamkeit angesagt.
Wenn ich nur das benutzen wollte, was ich selbst kompilieren kann, dann würde mir sehr viel Nützliches fehlen. Andersherum, wenn man alle Autoren zur Offenlegung verpflichten würde, würde vielen schlauen Köpfen ihre Erwerbsquelle genommen, weil sie ihr KnowHow ungeschützt verschenken müßten. Da fällt es schwer, Egoismus nötigen Eigennutz und wünschenswerten Altruismus fair abzuwägen.
MfG Kai
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Andreas,
zu deinen Hinweisen in #76 war ich gestern abend nicht mehr aufnahme-fähig.
Deshalb erst jetzt die Nachfrage:
Ist der Inhalt von Xorg.0.log eine Parameterliste, die der Installaller im voraus benötigt, um nach Identifizieren des Grafik-Adapters die zulässigen Betriebsmodi nachschlagen zu können,
oder ist es das Ergebnis von Infos, die der Installer während des Vorgangs vom Adapter bekommen hat ?
Im ersten Fall müsste er ja auch schon im iso-File vorhanden sein.
Dann könnte ich ja in einem Tool, das den Zugriff auf iso-Inhalte als virtuelles Laufwerk erlaubt, nachsehen, was da drin steht und ob Einträge für ATI Rage Pro fehlen.
MfG Kai
Beiträge: 1638
Themen: 71
Registriert seit: May 2007
Hallo Kai,
das ist ein Logfile, was beim Start des X-Servers geschrieben wird. Darin kann man lesen, was denn jetzt genau mit dem Monitor verhandelt wurde, und welche Modi zur Verfügung stehen. Es steht also nicht im ISO-Image, sondern entsteht erst beim Startversuch.
Viele Grüße
Andreas
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Freunde,
dank eurer Ratschläge bin ich jetzt erstmals aus Linux Ubuntu 12.04.5 mit FireFox im Internet. Der Anschluß war ganz problemlos.
Allerdings bin ich noch ganz schutzlos, weder durch Scanner, noch durch vorsichtige Konfigurationen des Routers. Davon hab ich nämlich keine Ahnung.
Der gerade dazu benutzte PC ist ein uralter DELL GX1 mit PIII 450 MHz, 768 BM Speicher und 40 GB Platte. Es funktioniert, hat aber ein Feeling wie mit Esslöffel im Honigglas rühren.
Kann man in der GUI noch entbehrliche grafische Gimmicks beim Rendering abschalten, um etwas höhere Flüssigkeit zu gewinnen ?
MG Kai
Beiträge: 1328
Themen: 32
Registriert seit: Feb 2006
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200894#post200894 schrieb:Der gerade dazu benutzte PC ist ein uralter DELL GX1 mit PIII 450 MHz, 768 BM Speicher und 40 GB Platte. Es funktioniert, hat aber ein Feeling wie mit Esslöffel im Honigglas rühren.
Kann man in der GUI noch entbehrliche grafische Gimmicks beim Rendering abschalten, um etwas höhere Flüssigkeit zu gewinnen ?
MG Kai Benutze XFCE.
Grüße
96k
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
96k,'index.php?page=Thread&postID=200900#post200900 schrieb:Benutze XFCE.
Kann man bei Ubuntu einfach über das Paket "xubuntu-desktop" nachinstallieren. Solange Du Unity und XFCE parallel installiert hast, musst Du dann beim Anmeldedialog bei Situngstyp "Xubuntu-Sitzung" auswählen (aus dem Kopf, da ich gerade auf der Arbeit an Windows 8.1 sitze - kann alles auch irgendwie ähnlich heißen).
Beiträge: 1494
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2009
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200894#post200894 schrieb:Allerdings bin ich noch ganz schutzlos, weder durch Scanner, noch durch vorsichtige Konfigurationen des Routers. Davon hab ich nämlich keine Ahnung. Wenn Du nicht gerade völlig dubiose Seiten bzw. Links anklickst, kann nichts passieren. Ich habe mir noch nie einen Virus, Wurm, Trojaner oder Web-Hijacker in Linux eingehandelt. Noch ein Tip: Lege Dir einen Userkonto an, als Admin nur anmelden, wenn was zu schrauben ist, Surfen nur als User, dann ist es noch sicherer, denn als User kannst Du nicht in den Systemdateien herumwuseln.
Gruß André
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Ich würde das gerne mit Xfce ausprobieren, habe aber noch nicht gefunden, wo ich den Desktop bzw. die GUI passend aber ohne das bereits installierte Ubuntu 12.04.5 zum Download bekomme.
Könnt ihr Hinweise geben ?
MfG Kai
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
Terminalfenster öffnen und dann jeweils mit Enter abschließen:
sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade
sudp apt-get install xubuntu-desktop
Vorausgesetzt, Dein Ubuntu-Server hat noch Pakete für diese alte Version.
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Timo,
ist das dann Xfce ?
Ich habe gerade (zugegebenermaßen nach erstmaliger Suche) Xfce 4.12 von 2015 gefunden.
Versehentlich auch schon downgeloaded. Sind zu meiner Verwunderung nur 14 MB.
Das kann ja wohl kaum der ganze Desktop / die GUI für alles sein.
Ist ein ...tar.bz2 Archiv.
Was ist bessser bzw. erfolgssicherer ?
Das verfolgen oder deine drei sudos ?
MfG Kai
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
Wenn's funktioniert, ist meins besser, weil es auch gleich alle Abhängigkeiten installiert. "xubuntu-desktop" ist nur ein sogenanntes Metapaket, da hängt noch etliches hinter. Nur Deine 14 MB zu installieren bringt also erst mal nichts (man kann die Abhängigkeiten zwar auch nachher automatisch auflösen lassen, aber warum dann nicht gleich aus dem Repository installieren?).
tar.bz2 klingt zudem eher nach Quelltext als nach Binärpaket für eine bestimmte Distribution. Ubuntu-Paketdateien haben die Endung .deb.
apt-get update -> Paketlisten neu holen
apt-get dist-upgrade -> Alle verfügbaren Aktualisierungen installieren
apt-get install xubuntu-desktop -> Erklärt sich wahrscheinlich selbst.
Das vorangestellte "sudo" (Superuser-Do) bewirkt, daß die Befehle mit Administratorrechten ausgeführt werden (geht nur so, natürlich musst Du danach noch Dein Passwort eingeben).
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Timo,
ich hab das vor ca. 10 Minuten versucht zu tun, damit es weitergeht.
Es scheiterte aber daran, daß der einfache User, den ich auf Anraten von Captn Difool eingerichtet habe, nicht im "sudoer File" drinsteht.
Weiß weder was, noch wo das ist, noch was da genau rein muß.
MfG Kai
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
Hallo Kai,
fügt Ubuntu den während der Installation angelegten Benutzer nicht automatisch zu /etc/sudoers hinzu? Oder hast Du den Benutzer nach der Installation zusätzlich angelegt? (Habe den Thread zwischendurch aus Zeitgründen nicht mehr verfolgt.)
Egal, wenn Du kein sudo ausführen darfst, dann mach es so:
Code: su
apt-get update
apt-get dist-upgrade
apt-get install xubuntu-desktop
su wechselt zum Root-Benutzer. Wenn Du mit dem die drei folgenden Befehle ausgeführt hast, kannst Du mit
wieder zu Deinem normalen Benutzerkonto wechseln.
Gruß,
Timo
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Den einfachen User habe ich erst nach Installation angelegt, weil ich diese Empfehlung "aus den Augen verloren" hatte.
Die Methode mit su hab ich auch gerade gelesen und wie man den sudoer File ändert. Das war aber auch so sehr überladen mit Details, daß ich das Wesentliche nicht mehr sicher erkennen konnte. Vor allem hat's mir vor der Verwendung von visudo gegraust, denn ich erinnere vi als den kryptischsten Editor, dem ich je begegnet bin, bzw. dessen Befehlskürzel ich mir nie merken konnte, obwohl vielleicht CP/M ähnlich.
Dann stürz ich mich mal ins Abenteuer.
Ich komm mir fast vor wie der, der auszog, das Fürchten zu lernen.
MfG Kai
Nachtrag: Hab es probiert. Geht leider auch nicht. Nach su wird bei der Passwort-Abfrage weder das von root noch das des Users akzeptiert. ;(
Beiträge: 1328
Themen: 32
Registriert seit: Feb 2006
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200928#post200928 schrieb:Vor allem hat's mir vor der Verwendung von visudo gegraust, denn ich erinnere vi als den kryptischsten Editor, dem ich je begegnet bin, bzw. dessen Befehlskürzel ich mir nie merken konnte, obwohl vielleicht CP/M ähnlich. Als Editor kannst Du Dir mal "Joe" ansehen, oder für einfache Aufgaben den internen Editor vom "Midnight Commander" ("Norton Commander"-Kopie).
Grüße
96k
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200928#post200928 schrieb:Den einfachen User habe ich erst nach Installation angelegt, weil ich diese Empfehlung "aus den Augen verloren" hatte.
Ohne Dich komplett verwirren zu wollen (und ohne die alten Beiträge nachzulesen): Ich glaube, als Capt'n Difool Dir geraten hat, einen "einfachen User" anzulegen, ist er von einem anderen Linux (oder sonstigen Unix) ausgegangen als Ubuntu.
Normalerweise ist es so, daß während der Installation der sogenannte root-Benutzer angelegt wird. Das ist der Superuser, der auf dem System alles darf und den man deshalb auch tunlichst nur für administrative Aufgaben nutzen sollte, die es erfordern.
Ubuntu geht da einen Sonderweg, denn diesen Root-Benutzer gibt es standardmäßig erst mal nicht in seiner expliziten Form (man kann ihn aktivieren, aber das sprengt hier den Rahmen). Stattdessen legt es bei der Installation einen normalen Benutzer an, der über sudo-Rechte verfügt. Und für administrative Aufgaben nutzt man dann eben sudo. Du musst also nicht nicht noch einen Benutzer anlegen. Nimm den, den Du während der Installation angelegt hast.
Zitat:Vor allem hat's mir vor der Verwendung von visudo gegraust, denn ich erinnere vi als den kryptischsten Editor, dem ich je begegnet bin, bzw. dessen Befehlskürzel ich mir nie merken konnte, obwohl vielleicht CP/M ähnlich.
Die Datei /etc/sudoers kannst Du auch mit einem beliebigen anderen Editor bearbeiten. Mein Favorit ist seit meinen ersten Linux-Erfahrungen "joe" (Joe's Own Editor). Ist zwar, wenn man den MS-DOS-Editor gewöhnt ist, auch nicht unbedingt selbsterklärend, aber dafür im Vergleich zu vi und Emacs schnell zu erlernen. "nano" ist auch recht einfach und m.W. sogar schon in der Standardinstallation von Ubuntu enthalten (joe kannst Du mit "apt-get install joe" installieren).
Beiträge: 1494
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2009
Ok, liegt daran, das ich meine xubuntus mit einem echten Root ausgestattet habe, wobei der Sudoer immer noch bestehen bleibt.
Gruß André
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Bei der Installation hab ich nicht weiter eingegriffen.
Es wurde ein User vom Typ "administrator" mit automatischer Anmeldung angelegt.
Die Automatik hab ich vorhin auf "OFF" gesetzt.
Dann hab ich einen "Standard" User Account eingerichtet, ebenfalls mit Passwort-Abfrage.
Beide Passworte werden nach su nicht akzeptiert. Ein weiterer Root-User wird mir nicht angezeigt. Wird es auch nicht geben, denn wer sollte den und sein Passwort kennen ? Das wäre unlogisch.
Ich bin jetzt ratlos, warum die Vorgehensweise mit su nicht funktioniert.
Bleibt dann nur übrig, das ganze als Admin auszuführen oder ist das zu gefährlich ?
MfG Kai
Nachtrag: Inzwischen is es nach zwischenzeitlichem frustrierten Shutdown doch gelungen, unter dem Admin Account die drei sudo Befehle in einem Terminal (das vor dem Shutdown auch garnicht zu finden war) abzusetzen. Bei dem ersten und dritten Befehl wurde nach dem Admin Passwort gefragt. Im Moment wird noch der dritte Befehl abgearbeitet. Wird dann automatisch zum Xfce gewechselt oder muß ich das irgendwie befehlen ?
Es gab zwischendurch bei einem Vor-Versuch leider doch ein Indiz dafür, daß noch ein richtiger Superuser "Root" existiert. Ich glaube, als ich unter dem Admin Account versuchte, den su Befehl einzusetzen, kam die Rückfrage, ob ich denn Root sei und nach dessen Passwort. Davon weiß ich aber nichts. Wird bei durchlaufender Installation automatisch ein "Root" mit Standard-Passwort eingerichtet ?
21:38 Uhr: So nu isser fertisch. Start des Ganzen war um 20:26, fertig mit Befehl 2 um 21:18 Uhr
Nix weiter passiert, also muß ich wohl wieder ran, aber womit ?
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200933#post200933 schrieb:Wird dann automatisch zum Xfce gewechselt oder muß ich das irgendwie befehlen ?
Hallo Kai,
abmelden, und beim erneuten Anmelden im Dialog den Sitzungstyp auf "Xubuntu-Sitzung" umstellen. Neustart sollte nicht nötig sein, aber kann auch nicht schaden.
Ein "root" im technischen Sinne existiert natürlich (auf dessen Account wechselst Du ja, indem Du "su" eingibst), aber Du kannst Dich bei Ubuntu nicht direkt mit diesem Benutzer anmelden.
Gruß,
Timo
Beiträge: 9440
Themen: 259
Registriert seit: Dec 2015
Hallo Timo,
hab inzwischen im Netz dies Rezept gesehen :"einmal auslogen, wieder einlogen und vom Drop-Down-Menü Xfce wählen".
Ging aber nicht, gab kein Dropdownmenü. Dann sah ich oben in der Leiste einen Kringel, Mouse drauf -> Meldung : Restart nötig.
Gemacht. Da kam dann einmal beim Shutdown und wieder beim Booten ein ganzseitiges Xubuntu Bild.
Auf dem Log-in- Bildschirm kein Drop-Down-Menü, aber in der rechten oberen Ecke dieses Drehknopf-ähnliche Icon. Drauf geclickt und schon kam ein Auswahlmenü, aber leider mehr als reichlich, nämlich
1. Ubuntu
2. Ubuntu 2D
3. Xfce
4. Xubuntu
Nr 3 hab ich gerade mal versucht. Zeigt in Bildschirmmitte ne kleine Schattenmaus über XFCE.
Was unterscheidet Xfce und Xubuntu , bzw.die beiden Session-Typen 3 und 4 ?
Zu root: nach dessen Passwort wurde aber gefragt, dann muß ich als Herr und Meister dieses Rechners das doch auch mal erfahren.
Das geht bei einer fast unbeaufsichtigten Installation nur dadurch, daß erst mal ein allgemein bekanntes Standard-Passwort benutzt wird, das danach schnellstens zu ändern ist.
MfG Kai
PS: Den Unterschied zwischen Ubuntu und Ubuntu 2D kenn ich auch nicht.
Beiträge: 19209
Themen: 977
Registriert seit: Apr 2004
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=200947#post200947 schrieb:Nr 3 hab ich gerade mal versucht. Zeigt in Bildschirmmitte ne kleine Schattenmaus über XFCE.
Was unterscheidet Xfce und Xubuntu , bzw.die beiden Session-Typen 3 und 4 ?
Stimmt, das wird ja unterschieden. Soweit ich mich erinnere, hast Du bei der Xfce-Sitzung ein unangepasstes Xfce, während Du bei der Ubuntu-Sitzung ein etwas Ubuntu-gepatchtes bekommst (sieht hübscher aus). Sonst m.W. kein Unterschied.
Zitat:Zu root: nach dessen Passwort wurde aber gefragt, dann muß ich als Herr und Meister dieses Rechners das doch auch mal erfahren.
Das geht bei einer fast unbeaufsichtigten Installation nur dadurch, daß erst mal ein allgemein bekanntes Standard-Passwort benutzt wird, das danach schnellstens zu ändern ist.
Das root-Passwort ist, wenn Du es nicht ausdrücklich änderst, das Passwort des bei der Installation von Dir angelegten Benutzers. Das ist eine Ubuntu-Eigenart. Setzt Du ein neues root-Passwort, wird root zum eigenständigen Benutzer.
Zitat:PS: Den Unterschied zwischen Ubuntu und Ubuntu 2D kenn ich auch nicht.
Soweit ich mich erinnere, nutzte Ubuntu 2D eine speziell für Netbooks angepasste Version des Unity-Desktops. Das war als Option aber nur kurzlebig, in den neueren Versionen erkennt Unity selbst die Hardware-Fähigkeiten.
|