Gleichlaufprobleme Akai GX 630 DB
#1
Hallo Zusammen,

ich bin neu hier. Zwar schon länger im Analog Forum unterwegs, durfte aber mit Begeisterung feststellen das es ein eigenes Bandmaschinen Forum gibt.

Ich habe mir kürzlich eine Akai GX 630 DB geholt. Passte auch alles soweit, bis am Sonntag Abend der Gleichlauf verloren ging. Das Ganze ging soweit dass das Band stehen bleibt weil es die Bandmotoren nicht mehr schaffen. Warum meine ich zu wissen das es die Bandmotoren sind? Weil der Capstan sehr kräftig läuft, die Andruckrolle weich und auch von der Anpresskraft her augenscheinlich passt. Zudem habe ich das Problem auch beim Spulen der Bänder, in diesem Fall ist der Capstan ja nicht im Eingriff.

So, dadurch das ich auch Plattenspieler revidiere und mir auch schon selber Lautsprecher gebaut habe, besitze ich keine Berührungsängste was das technische betrifft. Ich habe die Maschine gestern zerlegt und denke das der obige mittlere Kondensator evtl. dafür verantwortlich ist (Die Kabel der Motore gehen als erstes in den Kondensator). Ich habe bis Dato keine Messmöglichkeit bzgl. der Werte des Kondensators. Ich selbst komme vom Maschinenbau bin Elektrotechnisch aber affin.

Vielleicht kann mir jemand den Verdacht bestätigen oder widerlegen.? Evtl. hatte jemand schon das selbige Problem?

Zudem habe ich darüber nachgedacht ob ich mir einen neuen Satz Transistoren und Elkos kaufe um diese an dem ja schon älteren Gerät auszutauschen. Man sollte dazu sagen das ich schon Wert auf bestmögliche Aufnahme und Wiedergabe Qualität lege. Macht das Sinn, oder reiner Unsinn ?

→ Platine wird zu sehr gestresst (Löten)?

→ Elkos trocknen nicht zwingend aus?

→ Ältere Bauteile sind von der Qualität her elektrisch stabiler?

Hoffe auf Expertenabschätzung Eurerseits,

Thomas
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#2
Hallo Thomas,

bist du versehentlich hier in der Verstärkerabteilung gelandet ?
Die Frage wäre besser unter Hilfe bei Tonbandgeräten aufgehoben.

Davon mal abgesehen wundert mich an deiner Beschreibung etwas:
Wenn der Capstan sehr kräftig läuft und die Andruckrolle kräftig drückt, würde ich erwarten, daß immer noch Band von links abgewickelt wird, rechts aber in Schlaufen rausgeschmissen wird, wenn der rechte Wickelmotor nicht mehr zieht. Es sei denn dieses Gerät hat dagegen eine Schutzmaßnahme, die dann den Transport abschaltet.

1-2 Ersatz-Motorkondensatoren sind idR immer noch billiger, als ein Multimeter mit Kapazitätsmessbereich.
Bei Pollin und anderswo gibt es fast alles, was so vorkommt.

MfG Kai
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#3
Hallo Thomas,

die Akai-Maschinen dieser Generation sind bekannt dafür, daß die Motor-Kondensatoren gerne mal ausfallen. Nach schlechtem Gleichlauf und schlappem Spulen knallt und stinkt es dann meist schnell. Sad

Hast Du zu Deinem Verdächtigen mal die Bezeichnung und den Namen der dazugehörigen Platine? Für mich als Elektronik-Deppen kommen C1 (linker Motor) und C2 (rechter Motor), jeweils MP-Kondensatoren mit 250 V/47 μF, auf dem "Relay P.C. Board TE-2002" oder der (vermutlich freistehende und recht große) Doppelkondensator C5 in Frage.

   

   

Für letzten gibt es leider keinen Ersatz mehr, da muss man in der Regel zwei Einzelkondensatoren nehmen.

Zitat:Man sollte dazu sagen das ich schon Wert auf bestmögliche Aufnahme und Wiedergabe Qualität lege. Macht das Sinn, oder reiner Unsinn ?

Was Bauteile im Signalweg angeht, heißt es allgemein, daß ein Pauschal-Tausch ohne anschließende Neueinmessung nichts bringt.

Gruß,
Timo
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#4
Hallo Zusammen,

Ups, BITTE einen Admin darum das Thema zu verschieben.

@Timo: das ist genau das Board um das es sich handelt. Dann lass ich das vorerst mal mit dem Pauschal-Tausch. Danke.

@Kai: Ja, versehentlich falsche Abteilung. Ich denke auch das es sich um die Kondensatoren der Motore handelt. Wieso sich nichts unkontrolliert abrollt kann ich nicht sagen.

Würden die zwei Einzelkondensatoren einfach parallel miteinander verbunden werden? Oder gibt's da ´ne Grucks an der Geschichte?

Sobald ich zuhause bin gebe ich die Bezeichnung und den Namen der dazugehörigen Platine preis, bzw. bestätige meine Aussage.

Vielen Dank für die Hilfe,
Thomas
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#5
Tommylion,'index.php?page=Thread&postID=196763#post196763 schrieb:Würden die zwei Einzelkondensatoren einfach parallel miteinander verbunden werden? Oder gibt's da ´ne Grucks an der Geschichte?

Hallo Thomas,

ich würde an Deiner Stelle erst mal die beiden MP-Kondensatoren tauschen. Ich hatte das gleiche Problem mal mit einer GX-260 D und habe vorher einen Akai-Experten zu Rate gezogen. Seiner Aussage zufolge gehen die Doppelkondensatoren nur selten kaputt. Der Fehler war nach dem Tausch der beiden anderen dann auch behoben.

Aber um die Frage zu beantworten: Nein, es sind einfach zwei Kapazitäten in einem Gehäuse, entsprechend sind auch die Anschlüsse dann doppelt vorhanden.

(edit) Gerade noch ein Bild der Platine in einer eBay-Auktion gefunden:

http://i.ebayimg.com/00/s/MTIwMFgxNjAw/z...#36;_1.JPG

Die beiden silbernen Kondensatoren (von Hitachi) vorne rechts sind es. Bitte unbedingt auf passende Ersatztypen achten, MP-Kondensator ist wichtig!

Gruß,
Timo
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#6
Hallo zusammen,

@Timo: brauchst du eine Brille ?
Ich lese links von den Haupt-Motor-Wicklungen 0.47 µF also auf Deutsch 0,47 µF und nicht 47 µF.
Man sieht auf dem Ausschnitt zwar nicht, wieviel Spannung da von links kommt, würde aber mit 47 µF parallel sicher ungemütlich werden.
Dies dürften nur Entstörkondensatoren sein.

Die Motor-Kondensatoren sind die rechts von den Wicklungen. Das sieht aus nach 4 µF bei 50 Hz bzw 3 µF bei 60 Hz.

MfG Kai
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#7
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=196765#post196765 schrieb:@Timo: brauchst du eine Brille ?

Eigentlich hab' ich schon eine, vielleicht wird's mal wieder Zeit für mehr Dioptrien. Smile

Zitat:Ich lese links von den Haupt-Motor-Wicklungen 0.47 µF also auf Deutsch 0,47 µF und nicht 47 µF.

Asche auf mein Haupt, und danke für die Korrektur.

Thomas, am besten die alten Kondensatoren mit zum Elektronikladen nehmen oder exakt nach der aufgedruckten Bezeichnung bestellen, dann kann nichts schiefgehen.

Zitat:Dies dürften nur Entstörkondensatoren sein.

Auch hier: Richtig, es sind Entstörkondensatoren. Bei meiner letzten Akai waren aber die für die Probleme beim Spulen verantwortlich. Ich bleibe dabei, daß ich die zuerst tauschen würde, zumal es, verglichen mit dem Motorkondensator, mit relativ wenig Aufwand verbunden ist und sie eh in absehbarer Zeit ausfallen werden.

Gruß,
Timo
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#8
Hallo Zusammen,

Danke für die rege Anteilnahme, ich habe mich heute Nachmittag getäuscht. Anscheinend sind dort doch andere Kondensatoren als vermutet verbaut.
Anbei ein paar Bilder.


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#9
Hallo Thomas,

der silberne Kondensator im zweiten Bild ist der Doppelkondensator, also der tatsächliche Motorkondensator für die Spulenmotoren. Die aufgedruckten Daten passen zu "3 + 1 X2 250 WV" im Schaltplan. Den würde ich aber, wie gesagt, erst mal nicht anfassen.

Der silberne im vierten Bild könnte der Motorkondensator für den Capstanmotor sein. Habe den Schaltplan leider nicht mehr griffbereit.

Der schwarze Kondensator ist keiner der beiden besagten Entstorkondensatoren C1 und C2, die ich für die Fehlerquelle halte. Die Kapazität von 470 µF passt nicht, und es ist m.E. auch kein MP-Kondensator.

Wie sieht denn das "Relay P.C. Board" in Deiner Maschine aus? Sind da keine Kondensatoren an der gekennzeichneten Stelle?

Gruß,
Timo

P.S. + Edit: Ich berufe mich mit meinem Geschreibsel lediglich auf Erfahrungen und habe, wie ich weiter oben schon unter Beweis gestellt habe, keine wirkliche Ahnung von der Materie. Jeder, der welche hat, möge sich aufgefordert fühlen, mir zu widersprechen.
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#10
Hallo Timo,

meinst Du das?

Danke u. Grüße,
Thomas


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#11
Tommylion,'index.php?page=Thread&postID=196780#post196780 schrieb:meinst Du das?

Hallo Thomas,

genau das! Die beiden liegenden silbernen Kondensatoren da sind C1 und C2, die habe ich dringend im Verdacht.

Warte bitte im Sinne meines Nachtrags in Beitrag 9 noch mal bis morgen ab, ob einer der Experten eine bessere Idee hat. Wenn nicht, dann tausch' die mal bitte aus.

Gruß,
Timo
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#12
Moin!

Bevor ich an das Austauschen sämtlicher Motorkondensatoren gehe, würde ich als allererstes die Frage klären, auf die ich in diesem Fred bisher vergeblich gewartet habe: was für Bandmaterial hast du benutzt? Hast du dich davon überzeugt, dass das Band keinen Abrieb an den Bandführungen hinterlässt?
Bei klebrigen Bändern kann der beste Motor nichts mehr ausrichten. Wahrscheinlich hast du das ja schon überprüft oder du benutzt sowieso neue Bänder, aber fragen kost ja nüscht! Wink

LG Holgi
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#13
Servus Holgi,

Danke der Anteilnahme. Habe mich, bevor ich hier geschrieben habe schon ein wenig eingelesen. Bänder sind neue Maxell und schmieren tun sie auch nicht. Maschine ist gereinigt worden und weißen auch keine Verschmutzungen an den Führungsrollen etc. auf.
Ich gehe den Rat vom Timo mal nach und besorg mir für ein paar € die Kondensatoren und schau was passiert. Schaden tut das generell nicht,...

Danke an alle, ich werden berichten.

Etwaige Ideen sind natürlich immer willkommen.

Danke u. Grüße,
Thomas
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#14
Tommylion,'index.php?page=Thread&postID=196784#post196784 schrieb:Ich gehe den Rat vom Timo mal nach und besorg mir für ein paar € die Kondensatoren und schau was passiert. Schaden tut das generell nicht,...

Sicher nicht. Selbst wenn ich falsch liegen würde, macht der Austausch Sinn. Die Dinger haben es nach rund 40 Jahren irgendwann hinter sich, und es stinkt wirklich teuflisch, wenn sie platzen.
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#15
Hallo zusammen,

noch ne Frage! Ist es egal ob ich anstatt eines MP einen MKP oder MKT benutze?

Danke,
Thomas
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#16
Hallo Thomas,

als Ersatz für diese Entstörkondensatoren sollten MKP Kondensatoren mit der zusätzlichen Spezifikation X2 und 275V~ Prüfspannung verwendet werden.

MfG, bitbrain2101
Strom kann erst dann fliessen, wenn Spannung anliegt.
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#17
Wenn diese C1 & C2 Kapazität verloren haben, wird man wenig davon merken und mit dem Drehmoment der Motore haben sie nix zu tun.
Wenn sie niederohmig geworden wären, würden R3, R4 und R5 sehr heiß werden. Das müssen die drei Leistungwiderstände auf der Platine sein. Sind mit 10, 15 und 20 W spezifiziert. Die Hauptaufgabe von C1 C2 wird sein, beim Umschalten der Motor-Relais hohe Induktionsspannungen an den Motorwicklungen zu verhindern. Die würden sonst beim Öffnen der Schalter entstehen.
Da kann man sicher auch MKP verwenden. Man sollte aber nicht bei der Spannungsfestigkeit knausern.

Der Mehrfachkondensator mit 3+1 uF erzeugt an der zweiten Motorwicklung die nötige um 90° verschobene Spannung für das Drehfeld und damit für das Drehmoment.

MfG Kai
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#18
Denke ich da möglicherweise falsch, weil bei meiner GX-260 D die Motorkondensatoren als einzelne MP-Kondensatoren statt als Doppelkondensator ausgeführt waren?
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#19
Die Frage versteh ich garnicht, weil ich zwischen der Funktion eines Kondensators und der Tatsache, ob zwei in einem Gehäuse stecken, (wenn du das mit Doppelkondensator meinst) oder jeder sein eigenes Häuschen hat, keinen direkten Zusammenhang sehe.
Bei Motorkondensatoren, für Produkte die sowohl in die 50 Hz als auch in die 60 Hz Welt geliefert wurden, ist es natürlich naheliegend, daß ein netter Hersteller die beiden nötigen Kapazitätswerte von 4 und 3 uF als 3+1 uF in einen Becher steckt, der dann nur mit einer Schraube befestigt werden muß.

MfG Kai
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#20
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=196796#post196796 schrieb:Die Frage versteh ich garnicht, weil ich zwischen der Funktion eines Kondensators und der Tatsache, ob zwei in einem Gehäuse stecken, (wenn du das mit Doppelkondensator meinst) oder jeder sein eigenes Häuschen hat, keinen direkten Zusammenhang sehe.

Wie gesagt, ich habe bei der GX-260 D einen dieser axialen MP-Einzelkondensatoren (die bei der GX-630 DB offenbar nur als Entstörkondensatoren eingesetzt werden) ausgetauscht und sie damit wieder zum Leben erweckt. Wenn Du sagst, daß Entstörkondensatoren als Fehlerquelle ausfallen, dann kann ich mir das nur damit erklären, daß bei der 260 diese Kondensatoren auch als Motorkondensatoren eingesetzt werden. Ich meine auch, mich zu erinnern, daß es von den Doppelkondensatoren dort nur einen einzigen gab, und das war der Motorkondensator des Capstanmotors.

Mal anders überlegt: Sind die Spulenmotoren denn überhaupt von der Netzfrequenz abhängig?
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#21
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=196796#post196796 schrieb:Die Frage versteh ich garnicht, weil ich zwischen der Funktion eines Kondensators und der Tatsache, ob zwei in einem Gehäuse stecken, (wenn du das mit Doppelkondensator meinst) oder jeder sein eigenes Häuschen hat, keinen direkten Zusammenhang sehe.
Bei Motorkondensatoren, für Produkte die sowohl in die 50 Hz als auch in die 60 Hz Welt geliefert wurden, ist es natürlich naheliegend, daß ein netter Hersteller die beiden nötigen Kapazitätswerte von 4 und 3 uF als 3+1 uF in einen Becher steckt, der dann nur mit einer Schraube befestigt werden muß.

MfG Kai


Hallo Kai u. Timo,



ich fasse mal zusammen.

→ Generell schadet es nicht die Entstör Kondensatoren gleich mit zu wechseln. Vorausgesetzt die Durchschlagsfestigkeit und Spannungslage passt. → Spezifikation X2 und 275V~ Prüfspannung

→ Ich lese aus deiner Antwort raus das Du davon ausgehst das der Motorkondensator der für die Phasenverschiebung zuständig ist der Schuldige ist? Dadurch das ich ja nur im 50Hz Netz unterwegs bin, bräuchte ich ja nur einen Kondensator an der Stelle ersetzen? → Welchen, und geht das? Wenn ja, was muss ich mit den losen Kabeln des verlorenen anstellen?



Wenn die Kiste schon auf ist wechsel ich gleich alle Drei. Spricht da was dagegen?

Vielen Dank für die Hilfe,

Thomas
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#22
Moin moin Timo,

ich habe nicht behauptet, daß C1 & C2 nicht als Fehlerquelle in Frage kommen, sondern nur versucht zu erklären, daß sie ziemlich wenig mit der Zugkraft der Wickelmotore zu tun haben. Wenn einer von denen allerdings Kurzschluß macht oder zumindest sehr nieder-ohmig geworden ist, hat es natürlich doch dramatische Auswirkungen, die dann meist mit Gestank, Qualm etc. einhergehen. Kapazitätsverlust wäre aber vermutlich völlig unauffällig.
Die Motore selbst sind wenig frequenzabhängig. "Nur" die Erzeugung des Drehfeldes über den aus Motor-Kondensator und Impedanz (Widerstand und Induktivität) der zweiten Motorwicklung bestehenden 90°-Phasenschiebers ist frequenz-abhängig, allerdings auch nicht furchtbar kritisch. Ob das nun 70° oder 110° Grad werden statt 90° ist nicht "Kriegs"-entscheidend. Dort machen sich aber sowohl starker Kapazitätsverlust als auch Nieder-Ohmigkeit nachteilig bemerkbar. Ob es nun aber genau 4 µF sind oder nur 3,x oder gar 5 µF wirkt sich nicht so dramatisch aus. Diese Elkos haben vermutlich ohnehin Toleranzen in der 20% Größenordnung hinsichtlich Nennwert und zB Temperaturabhängigkeit. Insofern muß man sich beim Ersatz nicht mit der Suche nach exakt gleichen Werten quälen.
Mir sind in diesem Sommer zwei Rasenmäher ausgefallen (gleiches Billigmodell an zwei Standorten). Der eine wollte nicht anlaufen, tat es erst nach Anwerfen des Messers. Beim anderen schaltete "vom einen Tag auf den anderen" einige Sekunden nach dem Einschalten der Schütz im Netzschalter wieder ab. Als Ursache stellten sich die Motorkondensatoren heraus. Der im ersten hatte fast keine Kapazität mehr, der im zweiten hatte fast Kurzschluß und führte dazu, daß der Motor exzessiv Strom zog. Bei P... fand ich günstig passenden Ersatz. Beim Rasenmäher-Service des Herstellers wollte man mir einen neuen Rasenmäher verkaufen und einreden, es sei unanständig, solche (geerbten) Geräte aus dem vorigen Jahrhundert noch zu benutzen und nach Ersatzteilen zu fragen.

MfG Kai
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#23
Hallo Thomas,

ich kann nicht hellsehen. Ob die Motorkondensatoren kaputt sind oder C1 & C2 Probleme machen, oder die drei Widerstände davor, das mußt du schon selbst rauskriegen oder die Teile auf Verdacht wechseln, wenn du sowas nicht ausmessen kannst.
Wenn du ein AC-Voltmeter hättest, könntest du indirekt durch Spannungsmessungen klären, ob die richtigen Werte zu finden sind und daraus Schlüsse ziehen. Die Versorgungsspannung kommt wohl auch nicht direkt vom Netzanschluß sondern von Trafo-Abgriffen. Wenn das Manual da Werte an einigen Punkten nennt, hilft Nachprüfen oft weiter.

Für die Motorkondensatoren sind bei 50 Hz offenbar 4 µF vorgesehen.

MfG Kai
PS: Die einfachsten Tests fallen mir immer etwas später ein: Wenn der linke Wickelmotor noch richtig zieht, könntest du mal Test-halber dessen Motor-Kondensator bei rechten Motor verwenden. Wenn der dann wieder zieht, ist der Fall geklärt.
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#24
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=196803#post196803 schrieb:Für die Motorkondensatoren sind bei 50 Hz offenbar 4 µF vorgesehen.
Genau. Der größere Wert gilt immer für die niedrige Netzfrequenz, was ja auch logisch ist.

Wir sollten Thomas noch auf den Versender P... hinweisen, wo er vermutlich für wenig Geld fündig wird, sowohl was die MPs, als auch, was die X2-Entstörkondis betrifft.
P... heißt eigentlich Pollinund der Link führt gleich zu dem 0,47 µ-Teil Smile .

Die anderen findet man unter Kondensatoren --> Motorkondensatoren. Von dem 4 µF-Typ gibt es sogar drei Versionen: mit 10mm-Bohrung und Anschlussdrähten, mit M8-Gewindeansatz und ebensolchen und mit M8-Gewindeansatz und Steck-/Lötanschlüssen.

LG Holgi
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#25
Hallo Zusammen,

so, einiges geprüft und ausprobiert.

Vorab für mich erstmal:

→ auf dem großen silbernen C sind ja vier Werte angegeben. 2x 3uF und 2x 1uF. Die 3uF und 1uF sind pro Seite für das Motordrehmoment zuständig.?
→ bedeuted das für 60Hz die 3uF sind und wenn ich den Schalter hinten am Gerät auf 50Hz schalte der 1uF zum 3uF addiert wird um 4uF zu erfahren?

Als erstes habe ich mal den einfachsten Versuch gestartet und die 3uF Motorkondensatoren gegeneinander getauscht (geniale Idee)! Dabei stellte sich heraus das dass Rückspulen nicht mehr von selbst aufgrund von fehlender Motorleistung stoppte. Wieder getauscht, stoppt von selber. Perfekt, der ist schon mal hinüber. Auch kristallisierte sich heraus das der noch bessere 3uF C auch nicht mehr der fitteste ist (1uF habe ich jetzt garnicht mehr getauscht), da ich das Rückspulen einst bei meinem Vater mit besserer Leistung in Erinnerung hatte.

Das leiern beim Abspielen hatte ich aber immer noch. Nachdem mir mein Chef der eine Teac X2000 besitzt erzählt hat das bei ihm die Andruckrolle heruntergedrückt werden muss damit das Band richtig läuft, habe ich das auch probiert. Und siehe da, kein leiern mehr. Mag sein das wenn die Motoren wieder kraftvoller drehen das die Rolle genügend Anpressdruck mit bringt.
Ich habe jetzt einfach mal die dafür vorgesehene Vorspannfeder ein wenig mehr Vorspannung gegeben(Foto ist nach dem Nachstellen). Und siehe da, leiert nicht mehr. Federn können über einen langen Zeitraum schon mal Federkraft verlieren, zumal die Einstellmuttern auf geringst möglicher Vorspannung standen.

→ Ist es normal das der Wickelmotor und die Leistungswiderstände beim Spulen so heiß wird?
→ Danke für den Link Holgi. P.... kenn ich, wohne 15 min. entfernt. Bin öfters am Schnäppchenmarkt :thumbsup:


Ich werde Morgen direkt zum P... fahren und mir die alle möglichen verdächtigen Ersatzteile besorgen. Kiste ist schon auf, Arbeit ist überschaubar.


Danke an alle Beteiligten, werde berichten,
Thomas :thumbsup:


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#26
ich vermute mal es liegt an der Andruckrolle, verhärtet kein Grip

ist die Andruckrollen-Hebelei leichtgängig?
Gruß Ulf
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#27
Hallo Zusammen,

möchte das Thema hier für die Nachwelt zum Abschluss bringen. Die Kondensatoren waren die Fehlerquelle, nach Austausch der Motor- und Entstörkondensatoren rennt die Akai wieder wie am ersten Tag Big Grin


Vielen Dank an alle Beteiligten für Eure Mühen,
jetzt kann ich wieder Musik damit geniessen.
Thomas :thumbsup:
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#28
dann kannst Du die Federspannung der Andruckrolle wieder verringern
Gruß Ulf
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#29
sensor,'index.php?page=Thread&postID=196932#post196932 schrieb:dann kannst Du die Federspannung der Andruckrolle wieder verringern
Hab ich schon.
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#30
Hallo,
wer kann mir in Dieser Sache Helfen.
Mit meine AKAI Bandmaschine AKAI GX - 630 D habe ich ein Problem
Diese Woche hat ist mir der Kontensator explodiert.Jetzt wickelt der Bandteller nicht mehr auf.
Jetzt habe ich eine Frage. Ist es möglich das ich diesen Kondensator einsetzen kann.
Ich hänge 2 Fotos mit an wo mein sich eine Urteil bilden kan.    
Die Werte von den neuen Kondensator sind.
      
FoERO  Folienkondensatoren
MKT 1813
0,47 µF  +/- 10%  250 V-
neu, alter Bestand
Durchmesser ca. 8,5 mm / Länge ca. 18 mm
Anschlussbeine je ca. 37,5 mm



Bekomme meine Fotos nicht rein.
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#31
(20.11.2021, 08:42)Lothar schrieb: Hallo,
wer kann mir in Dieser Sache Helfen.
Mit meine AKAI Bandmaschine AKAI GX - 630 D habe ich ein Problem
Diese Woche hat ist mir der Kontensator explodiert.Jetzt wickelt der Bandteller nicht mehr auf.
Jetzt habe ich eine Frage. Ist es möglich das ich diesen Kondensator einsetzen kann.
Ich hänge 2 Fotos mit an wo mein sich eine Urteil bilden kan.    
Die Werte von den neuen Kondensator sind.
      
FoERO  Folienkondensatoren
MKT 1813
0,47 µF  +/- 10%  250 V-
neu, alter Bestand
Durchmesser ca. 8,5 mm / Länge ca. 18 mm
Anschlussbeine je ca. 37,5 mm



Bekomme meine Fotos nicht rein.
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#32
Hallo Lothar, das geht aber relativ einfach mit den Bildern, die dürfen nur nicht so groß sein.
@ die Mods, kann man diesen Beitrag nach oben versetzen, da würde er ja auch hingehören und mehr gelesen
Gruß - Theo
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#33
Das Hauptproblem von Beitrag #30 ist, daß überhaupt keine verwertbaren Informationen mitgeteilt werden.
Da nützt auch die Wiederholung nichts.

MfG Kai
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