08.02.2017, 17:15
Ein lockerer Kernmagnet kann unter Umständen wieder festgelegt werden, wenn man über folgende Dinge verfügt:
- Nerven wie Drahtseile
- eine ruhige Hand
- Geduld
- eine gute Lichtquelle
- ein gutes Auge, respektive eine gute Lesebrille
- dünnflüssigen Cyanacrylatkleber
- ein oder zwei Zahnstocher
Das Vorgehen ist einfach geschildert, in der Praxis aber oft sehr knifflig, denn es ist kein Platz in dem Drehspulinstrument, der Magnet will sich immer anders hindrehen, als er soll und man darf auf keinen Fall die Rückstellfedern beschädigen oder den Zeiger verbiegen! Über die Rückstellfedern läuft die Spannungszuführung zur Drehspule!
Es geht so: Instrument öffnen. Magneten mit kleinen Fummel-Instrumenten (Zahnstocher, Uhrmacherschraubenzieher...) in die korrekte Position bringen, so dass die Drehspule auf ihrem gesamten Drehweg nicht an ihm schleift (Luftspalt meist nur einige Zehntel Millimeter) und die Pole N/S richtig liegen. Dafür haben die meisten Magneten eine kleine Kerbe am Umfang, die genau nach vorn, respektive oben, zeigen muss. Ist diese Kerbe nicht vorhanden, kann man die Arbeit gleich einstellen, denn dann ist es reiner Zufall, wie der runde Magnet zu liegen kommt... Wenn der Magnet verdreht eingeklebt wird, stimmt die Charakteristik der Anzeige nicht mehr. Der Ausschlag entspricht dann nicht mehr der angelegten Spannung, sodern wird z.B. in der rechten Hälfte der Skala geringer, als er sein müsste, was zu Übersteuerung führt. Oder die Empfindlichkeit des Instruments nimmt insgesamt ab.
Also: Kerbe nach vorn ausrichten (der Magnet möchte sich allerdings immer wieder verdrehen, deshalb gut festhalten!), ein kleines Tröpfchen Sekundenkleber mit der Zahnstocherspitze zwischen den Magneten und den rundlichen Messing- oder Alublechteil applizieren, auf dem er sitzen soll. Fertig.
Hinterher muss man hoffen und bangen, dass sich die Drehspule auch nach dem Erhärten des Klebers noch über den gesamten Drehbereich ungehindert bewegen kann.
Instrument wieder schließen.
Viel Erfolch!
Holgi
- Nerven wie Drahtseile
- eine ruhige Hand
- Geduld
- eine gute Lichtquelle
- ein gutes Auge, respektive eine gute Lesebrille
- dünnflüssigen Cyanacrylatkleber
- ein oder zwei Zahnstocher
Das Vorgehen ist einfach geschildert, in der Praxis aber oft sehr knifflig, denn es ist kein Platz in dem Drehspulinstrument, der Magnet will sich immer anders hindrehen, als er soll und man darf auf keinen Fall die Rückstellfedern beschädigen oder den Zeiger verbiegen! Über die Rückstellfedern läuft die Spannungszuführung zur Drehspule!
Es geht so: Instrument öffnen. Magneten mit kleinen Fummel-Instrumenten (Zahnstocher, Uhrmacherschraubenzieher...) in die korrekte Position bringen, so dass die Drehspule auf ihrem gesamten Drehweg nicht an ihm schleift (Luftspalt meist nur einige Zehntel Millimeter) und die Pole N/S richtig liegen. Dafür haben die meisten Magneten eine kleine Kerbe am Umfang, die genau nach vorn, respektive oben, zeigen muss. Ist diese Kerbe nicht vorhanden, kann man die Arbeit gleich einstellen, denn dann ist es reiner Zufall, wie der runde Magnet zu liegen kommt... Wenn der Magnet verdreht eingeklebt wird, stimmt die Charakteristik der Anzeige nicht mehr. Der Ausschlag entspricht dann nicht mehr der angelegten Spannung, sodern wird z.B. in der rechten Hälfte der Skala geringer, als er sein müsste, was zu Übersteuerung führt. Oder die Empfindlichkeit des Instruments nimmt insgesamt ab.
Also: Kerbe nach vorn ausrichten (der Magnet möchte sich allerdings immer wieder verdrehen, deshalb gut festhalten!), ein kleines Tröpfchen Sekundenkleber mit der Zahnstocherspitze zwischen den Magneten und den rundlichen Messing- oder Alublechteil applizieren, auf dem er sitzen soll. Fertig.
Hinterher muss man hoffen und bangen, dass sich die Drehspule auch nach dem Erhärten des Klebers noch über den gesamten Drehbereich ungehindert bewegen kann.
Instrument wieder schließen.
Viel Erfolch!
Holgi
