16.10.2016, 16:13
uk64,'index.php?page=Thread&postID=195120#post195120 schrieb:Wiedergabe über den LöschkopfEcht? ?(
Das hab ich ja noch nie gehört.
Aber warum macht man sich bei der Höhenjustage dieser Köpfe eigentlich das Leben unnötig schwer?
Wahrscheinlich hängt bei mir wieder mal der Pragmatiker zu weit irgendwo raus
, aber: wenn ich einen abnehmbaren oder anderweitig wunderbar von vorn zugänglichen Kopfträger habe, der sogar noch Bandführungen beinhaltet, ist es doch ein Vergnügen, die Kopfhöhe mittels Klarband und Augenmaß einzustellen! Dafür benötige ich keine Messbänder. Ich kann die Kopfsysteme doch durch das Klarband hindurch sehen und stelle die Kopfhöhe einfach so ein, dass der obere Spalt mit der Bandkante abschließt. Beim Löschkopf, wo die Spalte etwas höher sind, muss der obere meist einen Zehntel Millimeter über die Kante hinausschauen. Vorher stelle ich die Köpfe durch Längspeilung in der Neigung so ein, dass die Spiegel genau parallel zu den Führungsbolzen stehen. Das Auge ist sehr empfindlich gegen nicht-parallele Ausrichtung und das geht nach meinen langjährigen Erfahrungen sehr genau, einwandfrei und ohne wenn und aber.Wenn man das sorgfältig macht, sind die Köpfe in Höhe und Neigung hinterher meist genauer eingestellt, als werksseitig! Da sind mir nämlich schon ganz schöne Klopfer untergekommen. Kürzlich habe ich ein Uher 22 Special restauriert, bei dem der originale, noch verlackte Wiedergabekopf rund 0,3 mm zu hoch justiert war. Die Spuren wurden deshalb nur auf einer Breite von 1,7 mm abgetastet. Nach meiner optischen Korrektur schließt jetzt das obere Kopfsystem mit der Bandkante ab und alles ist in Butter! Natürlich ist der Kopf vorher geläppt worden, was bei dem eingefahrenen Zustand dieses mit Kunstharz verfüllten Bogen-Teils ohnehin nötig war.
LG Holgi
