Die Rückkehr der Bandmaschine
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Gibt es einen Beweis dafür, daß der Musiker "Goldohren" hatte?
Könntest Du ein Beispiel (Original/Bearbeitung) zur Verfügung stellen?


Viele Grüße

96k[/quote]

Da ich regelmäßig mit Profi-Musikern zu tun habe und ich keinen kenne, der nicht ganz exakt weiß, wie sein Instrument/ seine Band/ sein Orchester klingen muss, gehe ich mal einfach bei diesem Profi auch davon aus.

Hier zwei Beispiele, auf die Schnelle rausgesucht (knisternde Platten habe ich nicht wirklich, aber eine Ecke für Ausgesondertes...): Alan Parsons mit einigem Geknister, bei je ca. 40% decklick, decrackle und depop mit einem sehr respektablen Ergebnis, wie ich finde.
Schwieriger wird das bei rauschen: Die Liveaufnahme von Procol Herum in Edmonton rauscht vernehmlich; das Entrauschen führt hier zu minimal weniger Höhen, ist insgesamt aber angenehmer zu hören. Auch wieder ganz subjektiv. Alles in 44,1/16.

Procol Harum Original:
https://drive.google.com/file/d/1eMMutz6...sp=sharing

Procol Harum entrauscht:
https://drive.google.com/file/d/1_YSvvjK...sp=sharing

Alan Parsons Original:
https://drive.google.com/file/d/1Jc-kczl...sp=sharing

Alan Parsons declick:
https://drive.google.com/file/d/1XvuAonT...sp=sharing


Wie weiter oben beschrieben wurde: komplexe Störsignale wie das Lampenknistern oder gar Huster gehen so natürlich nicht weg. Das ist dann schon zeitraubende Handarbeit.
Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter Tonbandmusik
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cyrano de B.,'index.php?page=Thread&postID=269259#post269259 schrieb:Da ich regelmäßig mit Profi-Musikern zu tun habe und ich keinen kenne, der nicht ganz exakt weiß, wie sein Instrument/ seine Band/ sein Orchester klingen muss, gehe ich mal einfach bei diesem Profi auch davon aus.

Hier zwei Beispiele, auf die Schnelle rausgesucht (knisternde Platten habe ich nicht wirklich, aber eine Ecke für Ausgesondertes...): Alan Parsons mit einigem Geknister, bei je ca. 40% decklick, decrackle und depop mit einem sehr respektablen Ergebnis, wie ich finde.
Schwieriger wird das bei rauschen: Die Liveaufnahme von Procol Herum in Edmonton rauscht vernehmlich; das Entrauschen führt hier zu minimal weniger Höhen, ist insgesamt aber angenehmer zu hören. Auch wieder ganz subjektiv. Alles in 44,1/16.
Hallo Rainer,

nach meiner Beobachtung gibt es viele Musiker, die gar nicht mit hochwertigen Anlagen Musik hören. Die achten mehr auf die Qualität des Spielens als auf den Klang.

Danke für Deine Beispiele. Diese Beispiele bestätigen jedoch meine Erfahrung. Hier meine Meinung dazu:
Procol Harum entrauscht:
Im Vergleich zum Original fällt der Raum der Aufnahme völlig zusammen. Die entrauschte Version hört sich an, als sei ein Vorhang vor die Schallwandler geschoben worden.
Obwohl das Rauschen nicht vollständig entfernt werden konnte (es bleibt ein unnatürliches hochfrequentes Rauschen übrig), wurde die ganze Stimmung dieser Aufnahme zerstört.
Meine Vergleichsstellen waren bei 0:22 und 2:20.

Alan Parsons declick:
Hier hört man besonders ab 0:53 wie verwaschen die Impulse durch die Bearbeitung sind und wie auch hier die Stereobreite zusammen fällt. Es klingt so ähnlich wie Artefakte bei MP3 mit 192 kBit/s.
Hier würde ich die Platte waschen anstelle der Declick-Bearbeitung.


Bitte sei mir nicht böse, aber würde ich solche Aufnahmen kaufen, würde ich mich sehr ärgen und sie in den Schrank stellen, in dem auch schon die anderen kommerziellen Remaster stehen.
Es ist auch nicht so, daß ich besonders nach diesen Artefakten suchen müsste, mir fällt das sofort auf und nimmt mir die Freude an der Musik.

Kannst Du 96/24 abspielen? Falls ja, bekommst Du was per PN


Viele Grüße

96k
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Danke, 96K, für deine Einschätzung.
Ich muss gestehen, dass ich derartig bearbeitete Aufnahmen nie auf amtlichen Anlagen gehört habe. Am Studiorechner/Monitorboxen klang das heute morgen gut bis zufriedenstellend.

LPs digitalisiert und entknistert habe ich fùr mich nur sporadisch fùr den IPod, entrauschen brauchte ich privat nie, und auch für mein Aufnahmebusiness nie.

Also gut, fùr tadellos klingende Ergebnisse braucht es Handarbeit.

Die habe ich bei den unglaublich zahlreichen Hustern oder Flaschenklirren bei Liveaufnahmen gelernt...
Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter Tonbandmusik
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So, nun im Vollbesitz der geistigen Kräfte und am Studiorechner: ich kann deine gefundenen Störungen nicht hören. Das entrauschte File hat ist der Tat matter, und was man besser findet, mag man sich aussuchen. (Ich höre diese Platte sehr gern und mich stört das rauschen gar nicht!). Bei dem deklickten File höre ich außer dem weniger gewordenen Knistern keinen signifikanten Unterschied bei Stereobreite und Impulsen.

Ich würde aber auch sagen, dass es damit dann hiervon genug sein soll. Mein Jazzfreund war zufrieden, und sonst nutze ich dergleichen so gut wie nie.

Also zurück zum Thema: Bandmaschinen sind Klasse! Und was immer ich von CD nicht hören mag, wird über den Senkel "entgratet" und hörbar gemacht.

Schönen Sonntag!
Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter Tonbandmusik
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Manni, hier...
VG Jürgen
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JUM,'index.php?page=Thread&postID=269424#post269424 schrieb:Manni, hier...
VG Jürgen
Hübsches Teilchen, nie gesehen!
Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter Tonbandmusik
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.... habe ich gesehen, Jürgen; ist zu teuer. Stand auch schon bei den Kleinanzeigen drin.

Manni
meine Spielzeuge: Telefunken M 15, Philips N4520, Akai GX635D, ASC 5004, Revox A76,77,78,  Dual TG29, Uher Report4400 und RdL, National RS790S, Teac X 10 und A4300SX, Tandberg3000x und 10 XD, Kenwood KW5066, Sony TC640A, Pioneer RT71,  Denon DP 30L, Teac TN300,  Saba 9241 T+A t160, Elac EL75 u.a.
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Dann hier...("...man kann reden...").
VG Jürgen
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Jürgen; vielen Dank ! Das Angebot kenne ich ebenfalls. Hamburg ist arg weit und 750 sind mir noch zu viel Moos. Ist anscheinend ein gepflegtes Gerät.

Manni
meine Spielzeuge: Telefunken M 15, Philips N4520, Akai GX635D, ASC 5004, Revox A76,77,78,  Dual TG29, Uher Report4400 und RdL, National RS790S, Teac X 10 und A4300SX, Tandberg3000x und 10 XD, Kenwood KW5066, Sony TC640A, Pioneer RT71,  Denon DP 30L, Teac TN300,  Saba 9241 T+A t160, Elac EL75 u.a.
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Also Beispiele für dynamisch klingende Aufnahmen, die komprimiert sind... Till Brönner z.B., speziell fällt mir da „In my Secret Life“ ein.

Klar hört man so Entrauschungen und Entknackungen meistens, aber ich sehe doch in den allermeisten Fällen einen Mehrwert darin. Gerade bei so K-tel und Arcade Samplern ist da oft mehr Rauschen und Noise Floor als Musik und wenn man da seltene Stücke hat - Auf dem Sampler „Auf Gut Deutsch“ von Arcade ist z.B. eine Version von Stephan Sulke‘s „Der Mann aus Russland“, die ich sonst noch nie gehört habe, genau so wie „Liberte“ von Adamo offenbar nur auf dieser Platte auffindbar ist, da bin ich echt dankbar, dass es solche Filter gibt, die Stücke wären über Kopfhörer sonst ungenießbar und die Arcade Cassetten klingen leider auch eher rotzig. Da hab ich auch mal mit ganz viel Mühe und Not Timothy Touchton mit „Daddy was a Boxer“ von Hit Rider runter gerettet. Da hab ich extrem am Equalizer gedreht und das wäre ohne Rauschfilter gar nicht hörbar. Ist dann so auf Schwarzwaldradio gelaufen. Alan Woerner - Warten (bis irgendwas passiert), das gibt es bei Spotify ganz mies mit zischelnden Sibilanten und Knacken von der Platte. Ich habe eine Promo Cassette von CBS von 1985. Die habe ich mal in einem Plattenladen verpackt gefunden. Auch da hab ich das digitalisiert, die Cassette ist noch gut erhalten, habe einfach einen leichten Rauschfilter drauf gelegt und den Azimut noch mal korrigiert, das klingt jetzt echt richtig gut, während die Cassette ziemlich laut rauscht, wenn man das Fade Out geschickt macht und das Lied um etwa 5 Sekunden kürzt, hört man auch am Ende kein Rauschen, genau wie man am Anfang ein steiles Fade In setzen kann, also so, dass man es nicht hört, dann klingt das ganz sauber.

Sowas gibts halt leider nicht auf Goldohren Records und ich hab jetzt auch keine Connections zu Plattenfirmen und deren Masterbändern. Da muss man damit leben, dass das nicht ganz so geil klingt, aber man kann das so „tunen“, dass es zumindest ganz gut wird. Und ich finde Cyrano hat hier gute Arbeit geleistet. Ich würde mir das auch lieber so anhören, als mit Original Noise Floor, allerdings gebe ich mir die Mühe nur bei Aufnahmen, die sonst unwiderbringlich verloren wären.

Alles was es bei Spotify oder digital gibt, digitalisiere ich nicht, außer die Qualität ist schlecht. Kim Merz z.B.... beide Alben gibt es auf den Musik Streaming Diensten, aber das Eine ist so mit einem Kompressor zerschossen, dass es nicht hörbar ist und beim Anderen hatte die Tonbandmaschine wohl einen Massefehler am Tonkopf, da ist die ganze Zeit ein abartiges Masseknacken zu hören, da sind mir meine gut gepflegten Versionen von Schallplatte lieber.

LG Tobi

LG Tobi
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DOSORDIE,'index.php?page=Thread&postID=270026#post270026 schrieb:Kim Merz z.B....

Oh, da hast Du ja eine ganz alte Erinnerung reaktiviert. "Der Typ neben ihr", irgendwann 1983 oder so. War (glaube ich) von einem englischsprachigen Original gecovert. Den hatte ich immer in der Schublade "Eintagsfliege" abgelegt. Hätte nicht gedacht, daß der zwei Alben gemacht hat. Smile
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Kim Merz ist doch deutlich mehr als eine "Eintagsfliege", das hier

https://www.youtube.com/results?search_q...n+charline

ist er ja auch. Die MSV- Hymne, die auch heute noch im Stadion gespielt wird, ist auch von ihm. Daneben stammt ja auch Wolle Petrys "Wahsinn" aus seiner Feder.

Gruß Ulrich
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Daß er fleißig für andere Künstler geschrieben hat, war mir noch in Erinnerung. Das "Eintagsfliege" bezog sich nur auf seine Karriere als Interpret. Wallenstein und MSV wusste ich allerdings nicht.
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Naja Kim Merz war vorher Sänger der Band Wallenstein. Dieser typische „Typ neben ihr“ Beat kommt in vielen Schlagern aus der Zeit vor, war irgendwie son Trend, klingt aber find ich auch super und wenn man dann mal bei discogs oder Hitparade.ch guckt dann fällt auf, dass solche Songs ganz oft bei Coconut Records erschienen sind... genau wie Kim Merz. Die Platten würde ich aber insgesamt doch eher in Deutsch Rock/Pop einordnen, da sind musikalisch hervorragende Stücke drauf. Und Wahnsinn rockt ja auch total. Zu der Zeit hat Wolfgang Petry gute Sachen gemacht, Der Himmel brennt ist auch son Knaller. Von Kim Merz gabs übrigens noch den kleinen Post NDW Hit „saumässig stark“, würde ich auch eher unter Party Rock oder zumindest Power Pop einordnen.

LG Tobi
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... dass die Macher vermeintlich "billiger" Musik geniale Musiker, Komponisten oder Arrangeure sind. Und wenn man sich diese "billige" Musik mal vorurteilsfrei anhört, entdeckt man ganz oft echte Virtuosität.

Einer der schönsten Aspekt am Alter ist - wenn man die Pubertät einige Jahrzehnte hinter sich gelassen hat, braucht man nicht mehr cool zu sein, und darf sich ganz offen eingestehen, dass z.B. Heino oder James Last richtig gute Musik gemacht haben, und dass es überhaupt kein Problem ist, ganz viel verschiedene Musik gleichzeitig gut zu finden.

Eigentlich bin ich schon immer ein Fan des sogenannten Easy Listening gewesen, auch hier, bei Musik, die oft abfällig als "Muzak" bezeichnet wird, gibt es geniale Sachen zu finden.

Ehrlich gesagt ist meine musikalische Offenheit auch der Grund, weshalb ich mich nie in High-End-HiFi verstiegen habe. Auf einem ollen Dual mit Shure M75 klingt fast jede Schallplatte anhörbar gut, während man sich bei Goldohren Laufwerken den Musikgeschmack von Goldohren Labels diktieren lassen muss. Herbert von Karajahn hat seine eigenen Platten auf einer Dual Anlage der siebziger Jahre probegehört und für gut oder schlecht befunden, auch hat er bei der Feinabstimmung der Dual Geräte mitgearbeitet. Was sollen das für Geräte sein, auf denen ich Karajahn Schallplatten besser hören kann als eine Dual Anlage, die ich gebraucht für 200 Euro kaufen kann ?

Meiner Meinung nach sollten sich die Käufer von Masterband Kopien und neuen Abspielgeräten für fünfstellige Beträge wirklich mal das Märchen "Des Kaisers neue Kleider" ganz genau durchlesen. Wem eine Bohrinsel mit Goldohren Schallplatten nicht exklusiv genug ist, der stellt sich jetzt eine > 15000 Euro Bandmaschine ins Wohnzimmer, die nicht mal aufnehmen kann, spielt damit Masterbandkopien ab, von denen ein Album 300 Euro und mehr kostet, und glaubt, dass das jetzt der absolute Klang ist. Mal sehen, was als nächstes kommt - es gab früher zu Schellackzeiten Alben von Konzerten, wo eine Sinfonie, die eine halbe CD füllt, auf zehn Schellacks gepresst werden musste. Es gibt schon irgendwo ein Jazz Studio, wo wieder Platten in 78UPM und in mono aufgenommen werden, vielleicht wird das der nächste Trend.

Gruß Frank

Edit: Wallenstein muss ich auch mal wieder hören und werde das gleich tun - Amazon Music sei Dank
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Das sehe ich genau so. Es gibt viele Schlagerplatten, wo ich einzelne Songs eher in Richtung Pop einordnen würde, wo dann aber auch für mich unhörbarer Schrott drauf ist. Man muss sich eben die Rosinen raus picken und im Schlager gibt es eben viele die „nur“ Interpreten sind. Wenn Jemand wie Roland Kaiser oder Nino De Angelo ne Platte mit Dieter Bohlen macht dann kommt da für mich nichts gutes raus, mit einem anderen Produzenten wenn das musikalische und das Playback stimmt, dann kann das aber was werden. Über die 90er hat sich der Schlagersound insgesamt sehr negativ für mich verändert, weshalb ich damit eigentlich gar nix mehr anfangen kann, ist mit Pop aber nicht anders, trotzdem bleiben die tollen alten Sachen und pauschal kann man das eh nie sagen, weil es immer wieder Ausnahmen gibt und auch die Leute die dahinter stecken, können echt liebenswert sein. Hab neulich mal einen Beitrag zu Hans Blum gesehen, als der (ich glaub) 90 geworden ist und der war so herzig, dass ich echt nasse Augen bekommen habe. Ganz viel Liebe einfach nur! Und James Last auch, Happy Music ist nicht mein Ding, aber der hat Jazz Platten gemacht, in der Starparade tolle Arrangements mit junger, moderner Musik gemacht (John Miles - Music, das war Wahnsinn, hatte ich mal in ner Wiederholung bei zdf.Kultur gesehen) und Songs für große Künstler wie Elvis komponiert. Der Mann hat das, was er gemacht hat einfach geliebt und der hatte immer Respekt vor jungen Künstlern und neuer Musik, vor Allem Hard Rock und Heavy Metal oder auch Hip Hop hat den total begeistert, er hat ja auch mal ein Feature mit Fettes Brot gemacht. Und wenn man sich mal anguckt was der auf seinen ganzen Happy Music Platten in ein Arrangement verpackt hat, das moderne junge Musik auch zugänglich für ein ganz anderes Publikum gemacht hat sieht man ja schon daran, wie vielseitig der war. Deshalb großer Typ, sehr sehr liebenswert und voll dabei. Schade, dass er gestorben ist, aber ich glaube der war glücklich, dankbar und im Einklang mit sich selbst.

Und letztendlich geht es ja immer nur um Image. Wenn ich mich für Musik interessiere, die in bestimmten Kreisen als „anspruchsvoll“ oder „gut“ definiert wird, darf ich nicht Stock Aitken Waterman hören, weil das ist ja dann schlecht. Wenn man sich aber mal so einen Rick Astley Hit anhört und ein Bisschen Ahnung von Harmonie hat, müsste man eigentlich merken, dass das keine 0815 Kompositionen sind, die haben meistens ein paar Akkorde mehr oder besondere Kniffe, die weit über die 3 Akkorde hinaus gehen und keinesfalls dumm sind, während es genau so Indie Songs gibt, die das ganze Lied aus 2 Akkorden bestehen, in Intellektuellenkreisen dann aber darüber geredet wird wie schlau und musikalisch gut das gemacht hast, dabei ist das ganz oft total minimalistisch und musikalisch gar nicht mal so ausgefeilt, aber es ist dann plötzlich True, weil die Band so authentisch ist und die ja voll ihr eigenes Ding machen. Komisch... als Ende des letzten Jahrzehnts, so um 2007/2008 plötzlich Alle Indie Bands gleichzeitig aufhörten sich für schrabbelige Gitarren zu interessieren und plötzlich lieber Musik mit Synthesizern machen wollten um zu klingen wie Joy Division in den 80ern, was lange Zeit als seelenlos galt hat sich Niemand beschwert, dass das ein bisschen eigenartig ist, dass das plötzlich Alle so machen und jeder fand’s gut, ein paar Jahre davor wäre das undenkbar gewesen. Da hätten alle Alternatives/Indies gesagt „das ist doch totaler Schrott.“.

Und es ist auch häufig so, dass Leute, die nie selbst Musik gemacht haben behaupten, es sei was musikalisch gut, aber nicht mal verstanden haben, wie eine Kadenz funktioniert. Dann hör ich mir das an und denk mir „naja geht so...“, wenn ich denen dann aber n Schlager von Peggy March aus den 60ern mit Orchester Arrangement vorspiele, wo dann Swing und Jazz Elemente drin sind und was wirklich auf nem hohen Niveau ist stoße ich komplett auf Ablehnung. Wenn man das Wort Schlager in den Mund nimmt, dann reagieren manche Leute sogar schon richtig aggressiv, so antrainierte Abwehrhaltung und das hat dann auch nix mit Geschmack zu tun. Die meisten Leute sind nämlich einfach nicht musikalisch. Die rutschen in irgend ne Sozialisierung rein und machen sich dann keine Gedanken mehr, hören was Ihnen vorgesetzt wird und sagen dann halt „das ist gut“, weil sie es so gelernt haben und dementsprechend wissen die auch, was sie Scheisse finden müssen. Ich hab ja Kontakte zum Radio, der Mensch, der mir da meinen kleinen Sendeplatz eingesteht hat auch so seine Barrieren, die ich nicht nachvollziehen kann. Münchener Freiheit, Pur oder die Prinzen lehnt er ab, Punk Bands wie Wizo mag er auch nicht. Wenn ich ihn frage warum, sagt er, dass das scheiss Musik ist. Begründen warum es scheiss Musik ist will er nicht. Es gibt aber Songs von Udo Jürgens, die gehen immer, Schlager soll aber nicht gespielt werden... neulich wollte ich einen Song der Guppe H+N aus dem Osten spielen „Flic Flac in die Nacht“, klingt wie Bad Boys Blue aber besser, ist hervorragend gemacht. Problem: Der Song klingt definitiv wie ein Schlager, das sagt auch die Musikredaktion. Komisch, Bohlen wird gespielt, natürlich Modern Talking, das ist dann aber ok, schlechter produziert aber ist ja nicht deutsch. Genau wie Tony Christie, George Baker oder so Mädchenbands wie Maywood, Luv, Arrabesque... was ist denn das Bitte Anderes als teilweise sogar furchtbar billiger Schlager, eben nur englisch?! Tja, kann mir Niemand begründen, aber offenbar gehts auch hier nicht um die tatsäschlich Qualität der Musik, sondern darum, wie Image den Einfluss auf den Durchschnittshörer prägt.

Ich mache selbst Musik, wenn ich was höre, analysiere ich es und natürlich gibts auch einfach gestrickte oder rotzige Songs, die eben einfach geil sind. Mir ist und war das aber schon immer scheissegal. Entweder ich mag was oder eben nicht. Ich hab neulich ne Platte vom Ehepaar Rink gekauft, christliche Familie, da ist ein total schmalziger Song drauf, den ich aber super schön finde und das im Moment auch sehr oft höre.

Heute ist Sozalisierung, Subkultur und Musik nicht mehr so eng miteinander verknüpft, früher war das aber so. Wenn du Punk sein wolltest musstest du Punk Rock hören und möglichst nicht die Ärzte oder Wizo sondern Schleimkeim Rotz auf der Wiese und son Kram. Wenn du was Anderes gehört hast warst du halt kein Punk und so war das in ganz vielen Bereichen, jede Subkultur hatte ihre Marken (Punk: Doc Martens oder vielleicht noch Boots & Braces, wenn man nicht so viel Geld hatte, Alpha Industries Bomberjacke und son Kram..., die Bandpullies waren oft von Fruit of the Loom), Nieten und sowas wurden meist bei Nix-gut bestellt oder bei EMP.

Mir war das immer egal. Eigentlich fand ich den Style immer toll, aber erstens hatte ich ein recht liberales Elternhaus, das mir so ziemlich Alles erlaubt hat und mit dem ich keinen Streit haben wollte (so rumlaufen hätte ich nämlich nicht gedurft) und ich hab auch keinen Grund zum rebellieren gesehen, denn es ging mir gut. Die Punks meinten aber sie müssten Häuser besetzen, schnorren gehen, unter der Brücke schlafen und dumme Sachen machen, die dem System eigentlich nicht geschadet haben, sondern eher Ihnen selbst. Heute weiß ich, dass die Alle n Haufen Pseudos waren, ihre Jugendmacke exzessiv ausgelebt haben und heute BWL studiert haben, n dicken Job und die größten Spießer von Allen, verheiratet, 2 Kinder, bürgerlich sind... eigentlich genau wie die „Wendehälse“ hätte man 1989/90 in diversen Gruppierungen vielleicht gesagt. Von Denen wurde mir auch immer gesagt ich kann kein Punk sein, weil ich zu lieb dazu bin und mir sowas gar nicht stehen würde, ich dann eher wie ein Pseudo aussehen würde... aber eigentlich sind ja am Anfang sowieso Alle erst mal Mitläufer und entwickeln sich dann in der Gruppe entweder zu Akzeptierten oder Ausgestoßenen und das funktioniert in jeder Subkultur so. Hohle Parolen nachquatschen fand ich jedenfalls damals schon doof, denn ne eigene Meinung hab ich nur dann, wenn ich nicht Alles nachquatsche und eigentlich heißt Punk ja auch das machen, wonach einem ist, wenn ich aber dazu gehören will muss ich genau wie im Mainstream oder in anderen Gruppierungen so sein, wie Alle Anderen meinen, dass es sein muss.

Und wenn Alle bestimmte Kleidung tragen und Merkmale, Einstellungen und Geschmäcker haben müssen, dann ist das ja auch wieder nicht was Eigenes.

Ich hole nun Alles nach, was ich in meiner Jugend verpasst habe. Nun habe ich sie, die 14 Loch Doc Martens, die Bomberjacke, die Nietenhalsbänder, den FCK NZS Pulli und so weiter... aber nicht weil ich so sein will, wie die Deppen von damals, sondern weil ich es mag und mir denke irgendwann bin ich zu alt für den Quatsch und dann ist es zu spät, aber jetzt grad tut mir das gut, weil ich merke, dass ich mich dadurch mehr mag und irgendwie mehr auf mich achte. Aber es gibt mir auch irgendwie das Gefühl, dass ich verstanden habe, dass diese ganzen Subkulturen genau so verlogen sind wie der Mainstream, denn Doc Martens und Co ist Kommerz und war’s auch damals schon und sich punkig kleiden ist ganz schön teuer. Diese Schuhe, die nun schon seit fast 20 Jahren in Thailand gefertigt werden kosten nämlich über 200 Euro und die Qualität war wohl auch in der englischen Originalfassung gar nicht mal so gut, wie gerne behauptet wird. Meine halten bisher, ich trage sie super gerne, sie sind wider meinen Erwartungen super bequem und man kann sie auch im Sommer anziehen, ohne zu schwitzen. Aber trotzdem: Erst mal finde ich es sowas von nicht Punk, dass erwartet wird, dass man sich als Jemand, der gegen das System sein soll oder will Schuhe kaufen muss, die von einem Unternehmen hergestellt werden, das schon vor Jahrzehnten in einer chinesischen Holding aufgegangen ist und systemkonformer nicht sein könnte und dann ist diese Symbolik insgesamt auch sehr gefährlich, denn ursprünglich wurden Doc Martens durch die Arbeiterbewegung in die Skinheadkultur und damit auch im Punk etabliert, von da aus splitteten sich die Skins in links, oi und rechts, und später dann auch Hools und Neonazis und auch Goths und Alternative, Metalheads und Rocker, die Alle trugen Doc Martens (meist mit unterschiedlichen Schnürsenkelfarben), genau so wie Viele auch die Alpha Industries Jacke. Es gibt sogar viele Behauptungen, dass Alpha Industries rechte Organisationen unterstützt. Soweit ich weiß ist das aber eigentlich ein amerikanischer Hersteller für militärische Produkte. Wie kann denn ein Punk, der gegen das System ist, denn einen Hersteller für militärische Arbeitskleidung unterstützen? Das ergibt Alles wenig Sinn. Vor Allem ist das kein Stück besser, als was von Nike, Adidas oder von mir aus auch New Yorker und H&M zu kaufen, vor Allem weil die Alle irgendwo in Asien oder Afrika fertigen und man nirgendwo mehr sicher sein kann, dass da keine Kinderarbeit drin steckt...

Insofern: Ich trage es, weil es schön ist (für mich) und Weils mir sicher auch Spaß macht mit der Symbolik in die richtige Richtung zu spielen, eine politische Message damit zu verbreiten oder etwas auszudrücken, außer mit dem FCK NZS Pulli vielleicht, der aber auch nicht Fair Trade ist... fände ich irgendwie vermessen, weil sich Alles irgendwie widerspricht und für mich einfach nur verlogen ist.

Und genau so ist es mit diesen Goldohren Anlagen. Die Elite, die den 15.000 Euro Transrotor mit 5000 Euro System hat, der aber nix besser macht, als ein 300 Euro Plattenspieler mit einem vernünftigen Feinschliff, aber behauptet wird es wäre so und man könnte jedes Teil am Plattenspieler hören und am Ende wird der Gesang der Buckewale in Halbschnitt gehört, weil das so gut klingt... und wenn man selbst irgendwie sagt, dass das Alles Quatsch ist wird man dafür belächelt, weil man einfach nicht fähig ist Unterschiede zu hören, die nicht mal messbar sind aber angeblich da... da fängts dann für mich an, dass ich innerlich verzweifle. Denn auch es ist es so, dass die Leute sich eine Exklusivität aufbauen. Es geht nur darum in eine Gruppe zu gehören und wenn Alle das Gleiche sagen kann man sich so seinen eigenen Glauben aufbauen, dass man selbst besser ist, Als das erbärmliche Fußvolk. Und genau so ist es mit Subkultur... egal ob Punk oder Golf Club, es ist immer eine Elite im positiven oder Negativen Sinn, die meint sie wäre anders, besser oder schlechter, als der Rest.

Es geht immer um Image und Ansehen und da mache ich nicht mit. Ich will gute Hardware in allen Anwendungsbereichen, das kann auch ein guter Ghettoblaster oder Walkman, eine Kompaktanlage oder ein Bluetooth Lautsprecher sein. Ich bin mit über deren klangliche Unterschiede bewusst aber dennoch werden hier oft Äpfel mit Birnen verglichen, es wird oft mit so Dingen wie „Blindvergleich“ argumentiert, oft geht es auch um HiRes und angeblich hörbare Unterschiede zur 44.1 Aufnahme. Ich habe noch Niemandem beim Blindvergleich gesehen, das wird immer nur erzählt und funktionieren tut das ja auch nur, wenn ich nicht selbst derjenige bin, der das Alles steuert. Im Prinzip muss ich in einem am Besten mit Unbekannten Raum sitzen und bis auf 2 Boxen darf da nix stehen. Gesteuert werden, muss das aus nem anderen Raum.

Ich höre auch keinen Unterschied zwischen mp3 (oberhalb 160) und wav File, weder über Boxen noch über Kopfhörer, selbst bei 128 kbps wird es schwierig, ich hab aber auch keine Lust mein Gehör auf Artefakte zu trainieren und den ganzen Tag zu vergleichen, ob da evtl. Was schlechter ist. Ich weiß dass digital analog überlegen ist und die Qualität der Aufnahmen auf meiner Kompaktanlage und meinen Einstiegscassettendecks jeder gut gemachten mp3 Datei stark unterlegen ist, es ist also in jedem Fall mehr als ausreichend, was juckt es mich Also? Ich will Musik hören und Spaß daran haben und mir nicht den Kopf zerbrechen, dass das MFSL HiRes Master für 70 Euro in der Limited Edition von 2016 vielleicht besser klingt als die Version bei Spotify, dafür ist mir mein Leben einfach zu kurz und das ist mir auch Alles viel zu teuer. Deshalb war ich weiter oben auch so wütend. Für mich ist das Alles immer etwas widersprüchlich, vor Allem, wenn Leute dann wesentliche Dinge nicht hören oder ignorieren, wie die Brummschleife im 10.000 Euro Röhrenamp, aber es klingt ja saugut, komisch, dass solche Probleme nicht mal meine JVC Kompaktanlage oder mein Sharp Ghettoblaster mit Chipendstufe haben... oder dass Leute nicht merken, dass sie ihre Boxen gegenphasig angeschlossen haben, aber die Flöhe auf ihrer High End Pressung hören wollen.... und ich werde dann ausgelacht, weil meine Linn Nexus Boxen sind ja absoluter Einsteigerbereich, für 1400 Mark bekommt man natürlich noch Nichts was so hoch auflöst, dass man solche Nuancen damit hören würde. Genau wie der ganze Quatsch mit irgendwelchen externen DACs und so.

LG Tobi
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timo,'index.php?page=Thread&postID=270027#post270027 schrieb:Oh, da hast Du ja eine ganz alte Erinnerung reaktiviert. "Der Typ neben ihr", irgendwann 1983 oder so. War (glaube ich) von einem englischsprachigen Original gecovert.

Die Single von Kim Merz habe ich auch (hat irgendwas von Marianne Faithful's Lucy Jordan), aber das kommt nicht an das Original heran:
https://www.youtube.com/watch?v=OO2LCmNKAOc aus dem Album Le Chat Bleu Wink

Gruß
Hörbie
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wie war das thema des threats nochmal ?(
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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djhoerbie,'index.php?page=Thread&postID=270142#post270142 schrieb:Die Single von Kim Merz habe ich auch (hat irgendwas von Marianne Faithful's Lucy Jordan), aber das kommt nicht an das Original heran:

Stimmt, das Original klingt spannender und weniger glattgebügelt.

Ich fand die Version von Kim Merz damals ganz gut, aber als ich sie mir gestern noch mal angehört habe, hielt sich meine Begeisterung doch eher in Grenzen. Sad

https://www.youtube.com/watch?v=AnmieBEkTqE

(Genau durch den Auftritt im WWF-Club hatte ich das Lied damals kennengelernt.)

reginald bull,'index.php?page=Thread&postID=270146#post270146 schrieb:wie war das thema des threats nochmal ?(

Danke für den Hinweis, zu spät gelesen. Ich bekenne mich schuldig und bin raus.
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Ist eigentlich im Original von Mink DeVille, finds von Kim Merz aber tatsächlich besser. Stimmt schon, hat Ähnlichkeit mit Marianne Faithful, aber das ist ja schön ein Bisschen genialer, wenn man mal bedenkt, dass das von 1979 ist. Eigentlich ist das seiner Zeit soundtechnisch ein bisschen voraus, während Kim Merz 1984 schon fast wieder „drüber“ ist, aber dieser Sequenzer Bass ist so geil.

https://youtu.be/GD7KV9r5r3c

Edit: da war ich wohl nicht schnell genug und hab ein Posting übersehen.
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reginald bull,'index.php?page=Thread&postID=270146#post270146 schrieb:wie war das thema des threats nochmal ?(

... war das Thema ein Versuch einer Online-Zeitschrift, nach dem Vinyl- jetzt auch einen Tonband-Hype zu erzeugen. Der Artikel, auf den sich der Ursprungspost bezog, ist übrigens nicht mehr aufrufbar. Zum Teil ist es ja sogar gelungen, immerhin gibt es ja Leute, die 15000 Euro und mehr für reine Abspielgeräte ausgeben und 300 Euro und mehr für ein einziges Album als Masterband Kopie. Meine letzte Äußerung dazu war zusammengefasst, dass ich fest davon überzeugt bin, dass es auch Leute geben würde, die audiophile Schellackplatten oder Grammofonwalzen kaufen würden, wenn man diese Medien als das ultimative Klangerlebnis pushen und entsprechend sauteure Geräte und Medien anbieten würde.

Ist alles irgendwie nur noch bekloppt, was heute passiert. Da hat die Menschheit jahrzehntelang darauf hingearbeitet, hochwertige Musikwiedergabe für jedermann unabhängig vom Bankkonto verfügbar zu machen, und wenn diese Utopie dann quasi erreicht ist, kommen Leute her, und machen die ganz große Rolle rückwärts. Und um nicht falsch verstanden zu werden, ich meine damit nicht die Mehrzahl der hier Anwesenden, die das Tonbandeln und historisches HiFi wie ich als nostalgisches Hobby betreiben, sondern die, die vor der Pusherei durch die Goldohren-Presse noch nie was von Tonbandgeräten gehört haben, und die sich jetzt das 15000 Euro Abspielgerät für Masterbänder neben die 10000 Euro Bohrinsel und den 30000 Euro Röhrenverstärker auf den audipophil optimierten 5000 Euro Hausaltar pflanzen. Das hat übrigens nichts mit Neid auf reiche Leute zu tun, falls dieses Argument kommen sollte. Es gibt viele HiFi-Nerds, die sich für eine "Kette" zum Neupreis einer Eigentumswohnung hoch verschulden, und dann nicht mehr zugeben können, dass sie ins Klo gegriffen haben.

Gruß Frank
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Alter ich liebe dich! Genau das versuche ich seit 3 Seiten auszudrücken und werde die ganze Zeit nur beleidigt. Offensichtlich hast du verstanden, was ich sagen wollte...
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Zitat: Es gibt viele HiFi-Nerds, die sich für eine "Kette" zum Neupreis einer
Eigentumswohnung hoch verschulden, und dann nicht mehr zugeben können,
dass sie ins Klo gegriffen haben.
Ich glaube, das sind zudem auch eher Leute mit viel Geld. Ich war mal bei Bekannten, die etwas mehr Geld haben und Freunde haben, die noch mehr Geld haben. Ich konnte nicht glauben das da die Frau(!) des Bekannten anfing über Kabel zu reden. Und irgendwelche Vodoo Geschichten. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte.
Gruß
Lorenz
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Kitty,Daisy und Lewis haben mindestens zwei ihrer Alben neben CD und LP auch als 78er Album veröffentlicht. Die Platten haben 25cm Durchmesser, sind aus Vinyl, haben Microrillen und laufen mit 78 upm. Ein Titel pro Plattenseite. Die Platten befinden sich in einem ausklappbaren Album, genau so wie früher ein Schellack-Album.
Witzige Idee, kleine Auflage.
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In Verbindung mit Vinyl und Stereo machen 78 RPM aber auch Sinn, weil sich dann die Qualität enorm steigern lässt, allerdings braucht man dann natürlich auch einen Plattenspieler der die Geschwindigkeit unterstützt und muss wahrscheinlich auch um eine deutlich höhere Abnutzung seiner Nadel bangen. Es gab wohl in den 50ern schon Jazz Veröffentlichungen in der Kombination.

Und es gibt ja auch Anwendungsbereiche wo es schon Sinn macht aufs Kabel zu achten. Ich hatte z.B. mal ein ganz lausiges Scart Kabel, das immer Krissel im Bild erzeugte, zu schlecht geschirmte und zu lange Digitalkabel wie z.B. HDMI oder Coax für Audio erzeugen regelmäßige Aussetzer, Kabel für sehr niedrige Spannungen (Tonabnehmer, Plattenspieler, E-Gitare, Mikrofon) können kapazitive Effekte auslösen und dadurch Brummschleifen und Frequenzgangverbiegungen erzeugen. Ich habe meinen Plattenspieler testweise mal an einem ungeschirmten 10 m Cinch Verlängerungskabel betrieben, das klang wie aus der Hölle, ich dachte da wäre irgendwas anderes kaputt bis ich gemerkt habe dass es „bloß“ am Kabel liegt. Aber wir reden hier von Preisbereichen zwischen 3 und 50 Euro - je nach Anwendung, Länge usw, kann ein HDMI oder Scart Kabel ja schon mal teurer sein. Und es macht auch Sinn - wenn man oft aus und einstöpselt mal das teurere Cinch oder Klinkenkabel zu kaufen, das dann statt 2,50 eben 25 Euro kostet, aber das ist weit entfernt von Voodoo und Kabeln für 500 oder 1000 Euro den Meter, die eine Jungfrau bei Mondlicht auf einem Felsen bearbeitet hat und die thermisch behandelt sind und Richtungsangaben haben... wer sich da echt einbildet Unterschiede zu hören braucht selbst ne Behandlung.
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was ich meinte, sind nicht die Versuche mit schneller laufenden Mikrorillenplatten, sondern Leute, die ganz ernsthaft anfangen, Normalrillenplatten neu zu produzieren. Was ich meine, ist z.B. sowas hier:

https://www.moonshinerecords.de/

Nicht, weil ich so ein Studio nicht cool finde, sondern, weil hier in einem Zeitungsartikel tatsächlich geschrieben wurde, dass nur mit 78UPM und in mono perfekt klingende Jazz-Aufnahmen möglich wären, und dass hierfür z.B. eine Schneidemaschine von 1945 zur Verfügung steht - wohlgemerkt, nicht aus Spaß an einer Zeitreise, sondern aus klanglichen Gründen. Ich habe das vor zwei Jahren irgendwo gelesen, finde aber leider den Artikel nichtmehr wieder - auf jeden Fall warte ich seitdem darauf, dass die ersten Schellackplatten neu im Laden stehen. Plattenspieler mit 78 gibt es ja schon wieder neu, und mono hören als Philosophie geistert auch schon länger in den Goldohren Kreisen rum.

Und dass es bei Kabeln durchaus hörbare Unterschiede gibt, das ist auch unbestritten. Die Beispiele, die Du aufführst, lassen sich aber alle technisch erklären. Hinter dem ganzen Kabel-Schwachsinn steckt aber eigentlich was ganz anderes - natürlich ist es Firmen wie Oehlbach bewusst, dass nur extrem wenige Leute Kabel für 2000 Euro je Meter kaufen. Man schafft sich mit solchen "Superkabeln" aber einen Namen, und wenn dann bei Saturn edel gestylte Kabel von Oehlbach für 30 oder 40 Euro hängen, fragt niemand mehr, ob es nicht auch die Strippe für zwei Euro fünfzig tun würde. Und damit wird dann Geld verdient, mir hat mal ein Saturn Verkäufer gesagt, dass an den Geräten oft gar nichts mehr verdient wird, und die Verkäufer die Aufgabe haben, den Kunden überteuertes Zubehör zu verkaufen.

Ich bin da aber über die Jahre milder in meinem Urteil geworden. Früher haben alle an Gott geglaubt, und sich hier ihr Seelenheil geholt, heute sind es halt die verschiedenen esotherischen Ausprägungen, die die Religion ersetzen. Und wenn es die Leute glücklich macht, wenn sie ihre Lautsprecherkabel auf kleine "Klangholzwürfel" für 2000 Euro legen können, dann ist es doch ok. Ich finde es nur absurd, wenn dem ganzen Kram zugeschrieben wird, dass er die wahre Zukunft des Musikhörens ist - so wie es jetzt teilweise von den Masterband-Abspielern betrieben wird. Immer, wenn mir irgendwas furchtbar teures und kompliziertes als das "einzig wahre" verkauft wird, kriege ich Zuckungen. Das war schon bei den "Bohrinseln" so, und ist bei den Tonband-Abspielgeräten für zigtausende Euros nicht anders.

Gruß Frank
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Interessant.
Wenn ich mich nicht irre, ist bei 78 U/min jedoch selbst bei einer 12"-Schellack nach ca. 6 min. die Auslaufrille erreicht.
Ich denke, bei Normalrille gab es noch keine Rhein'sche Füllschrift?

Gibt es denn sachliche Argumente für einen klanglichen Vorteil der Normalrille ggü. Mikrorille?
Am spannendsten finde ich bei der Normalrille nach wie vor die Fähigkeit, mit einem rein mechanischen Abspielgerät in angemessener Lautstärke lauschen zu können, insbes. bei Geräten mit berechnetem Trichter.

Schöne Grüße
Frank
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wie war der titel des freds nochmal ?
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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Oh, in der Tat, pardon.
Hatte beim Lesen den Threadtitel glatt vergessen...
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Alles schön und Gut !!
Was macht aber eine Neue Bandmaschine ??
War wohl der Anfang !
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@ reginald bull: du hast jetzt im mehrjährigen Verlauf dieses Threads 5 oder 6mal gefragt, welchen Titel er denn habe.

Lies doch bitte ein einziges mal nach, dann weisst du´s.

Die Mitwirkenden hier verfassen teils sehr lange und wirklich mit "Herzblut" geschriebene Beiträge.
Ich empfinde es als Affront, diesen mMn spannenden Schlagabtausch periodisch von deiner überflüssigen Zwischenfrage torpediert zu sehen.

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Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin


Meine Tapes laufen auf:   AKAI GX-620, AKAI GX-630 PRO, AKAI GX-635, AKAI GX-650, ASC 6002 S, AUREX PR-9020,
BRAUN TG-1000, DOKORDER 1140, GRUNDIG TS-1000 DOLBY, OTARI MX-5050 4-Kanal, PHILIPS N-4520,
PIONEER RT-909, PIONEER RT-1050 H, PIONEER RT-2022, REVOX A-77 MK IV, REVOX B-77 LS, REVOX B-77,
REVOX B-77 MK II, SANSUI SD-7000, SONY TC-756-2, SONY TC-758, SONY TC-765-2, SONY TC-766-2, STUDER B-67,
TANDBERG 10-XD , TANDBERG TD-20A, TANDBERG TD-20A-SE, TEAC A-3300 SX-2T, TEAC A-3340 S, TEAC A-7030 SL,
TECHNICS RS-1500, TECHNICS RS-1506, VICTOR TD-4000, VICTOR TD-5000, WEGA B-4610.
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Kann ja passieren, dass man sich in einem Thread mal "verrennt" ... und wenn man dann zum Thema zurückkehrt, ist es ja auch gut. Trotzdem interessant zu lesen. Das wollen wir hier doch haben, oder ? Wenn das andere Thema weiter ausgeführt werden soll, warum keinen neuen Thread starten ?

Manni
meine Spielzeuge: Telefunken M 15, Philips N4520, Akai GX635D, ASC 5004, Revox A76,77,78,  Dual TG29, Uher Report4400 und RdL, National RS790S, Teac X 10 und A4300SX, Tandberg3000x und 10 XD, Kenwood KW5066, Sony TC640A, Pioneer RT71,  Denon DP 30L, Teac TN300,  Saba 9241 T+A t160, Elac EL75 u.a.
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Ja, sehe ich genauso. Vorübergehendes Abschweifen in andere Themen ist völlig natürlich, da sollten wir nicht sofort mit den Regeln wedeln. Wenn sich daraus eine längere Diskussion ergibt, dann können wir diese in einen neuen Thread abzweigen. Ein wenig Ordnung soll ja schon sein.

Viele Grüße,
Martin
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In einer Diskussion ist es sehr wichtig, daß die verwendeten Begriffe eindeutig definiert sind. Deshalb möchte ich gerne wissen was "Goldohren" sind? Warum wird hier immer wieder von ihnen gesprochen, anstatt Argumente wie z.B. ein anders Mastering der Masterbandkopie anstelle der CD-Ausgabe zu betrachten?


Viele Grüße

96k
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Das liegt wohl daran, daß zum einen nicht immer hundertprozentig rational und wissenschaftlich korrekt diskutiert wird, und daß zum anderen komplexere Zusammenhänge, die einigen selbstverständlich erscheinen mögen, anderen nicht unbedingt beim Schreiben bewußt sind.

Beides ist menschlich und läßt sich im Rahmen einer gerne auch mal intensiveren Diskussion verbessern, so daß am Ende viele Beteiligte für sich was daraus mitnehmen können. Auch wenn es dafür mehrere Anläufe brauchen sollte.

Viele Grüße,
Martin

PS: Habe tatsächlich ein Goldohr gefunden!
https://www.youtube.com/watch?v=i8z9iZOiMEw
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jetzt hört aber auf - immerhin habe ich am Ende meines Statements wieder zum Thema zurückgefunden - was in Exklusiv-HiFi-Kreisen als "Rückkehr der Bandmaschine" gefeiert wird, ist doch nichts anderes als die Vorstellung von unbezahlbar teuren Masterband-Abspielmaschinen.

Und Goldohr ist eine nette Umschreibung - boshafter formuliert könnte man auch Aluhut-Träger sagen. Das sind Leute, die z.B. glauben, ein 500 Euro teures Kästchen mit Sandfüllung in die Stromleitung eingeschliffen harmonisiere den Fluß und lasse die 100000 Euro Anlage "analoger" klingen. Oder eben welche, die glauben, eine 500 Euro teure Masterbandkopie auf einem 30000 Euro teuren neuen Tonband-Abspielgerät sei die einzig adäquate Art, guten Klang zu genießen - wo ja mittlerweile fast jeder eine Bohrinsel zuhause hat, und es immer schwerer wird, sich als wahrer HiFi-Kenner zu inszenieren.

So, das war jetzt bewusst bissig formuliert, aber hoffentlich exakt genug.

Gruß Frank
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lieber moxx,

dann bräuchte man den fred auch überhaupt nicht zu benennen.
wenn ich nach neuen beiträgen suche in einem bestimmten fred und dann was ganz anderes zu lesen kriege erinnert mich das irgendwie an die schulzeit.
" aufsatz über das pferd: .... das pferd ist ein nutztier, genau wie das schwein... " dann folgt ein aufsatz über das schwein.
thema verfehlt, setzen 6 !
bleib einfach beim thema.

thx reginald
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )
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Frank, das war überhaupt nicht gegen Dich gerichtet! Wahrscheinlich habe ich mich ungschickt ausgedrückt, wenn ich meinen Beitrag jetzt nochmal lese - also, mir geht es eigentlich darum, daß es zwar gut ist, wenn eindeutig definierte Begriffe verwendet werden, wir das aber nicht überall als hundertprozentigen Anspruch erheben sollten. Wir sind hier immernoch in einem Thread zum Gedankenaustausch, und nicht in einer wissenschaftlichen Abhandlung.

Mit den Goldohren bin ich ganz bei Dir :-) und kann mir trotzdem vorstellen, daß man auf einer Masterband-Kopie noch Dinge hört, die auf normal käuflichen Formaten nicht hörbar sind, was aber oft nicht an den Tonträgern oder Dateiformaten selbst, sondern eher an den vorherigen Bearbeitungsschritten liegt.

Viele Grüße,
Martin
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Das Definieren einer Guppe zu "Goldohren" und deren wiederholte Abwertung bringt das Thema nicht vorwärts.
Ich z.B. habe weder eine Bohrinsel noch Kabel für EUR 2000,- je Meter, bin also kein Goldohr. Bin jedoch an Masterbandkopien interessiert, die ich allerdings gerne als hochauflösende 1:1 Kopie hätte.
Über diese Gründe könnte man sich hier austauschen, wenn nicht nur Befindlichkeiten eingekippt werden. Diese Diskussionen enden leider immer gleich ...


Viele Grüße

96k
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(10.11.2020, 18:34)Bin jedoch an Masterbandkopien interessiert, die ich allerdings gerne als hochauflösende 1:1 Kopie hätte. schrieb: Viele Grüße

96k

Welche gute Bandkopie hätte diese Auflösung nicht? Meinen sagen die Rezensenten dies nach, egal, von welchem Master.
Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter Tonbandmusik
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Das fehlt leider ein Wort:
Bin jedoch an Masterbandkopien interessiert, die ich allerdings gerne als hochauflösende digitale 1:1 Kopie hätte.
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wie definiert man ein Masterband?
Gruß Ulf
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Hi Ulf,

gute Frage: da ich von alten Aufnahmen nur digitale Vorlagen habe, nenne ich die Kopien davon 
„Master-Bandkopie“. Von analogen Originalaufnahmen (erst deren zwei, Corona verhinderte bisher die große Ausweitung) ganz klassisch „Masterbandkopie“. 

Originale „Masterbänder“ habe ich schon mal gesehen, du kaufst also das Original, von dem sonst Kopien gezogen worden wären. Weit über 1 k€.
Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter Tonbandmusik
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Hallo!

Eine Masterbandkopie muss ja nicht auf Tonband sein, das kann ja auf einem beliebigem Medium sein.

Nur habe ich eine Frage dazu:

Der Master bzw. das Masterband stellt ja, für mich zumindest, die fertiggestellte Aufnahme da, die ich dann weiter ans Presswerk geben kann. Was genau unterscheidet dann eine Masterbandkopie von einer normalen Veröffentlichung die dann im Presswerk erstellt oder digital verbreitet wurde? Das fehlen der Bearbeitung (Vinylmastering etc.) im Presswerk? Oder das Fehlen weiterer Zwischenkopien, die verteilt werden?
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertrauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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(11.11.2020, 09:22)The_Wayne schrieb: Hallo!

Eine Masterbandkopie muss ja nicht auf Tonband sein, das kann ja auf einem beliebigem Medium sein.

Nur habe ich eine Frage dazu:

Der Master bzw. das Masterband stellt ja, für mich zumindest, die fertiggestellte Aufnahme da, die ich dann weiter ans Presswerk geben kann. Was genau unterscheidet dann eine Masterbandkopie von einer normalen Veröffentlichung die dann im Presswerk erstellt oder digital verbreitet wurde? Das fehlen der Bearbeitung (Vinylmastering etc.) im Presswerk? Oder das Fehlen weiterer Zwischenkopien, die verteilt werden?

A) Das ist richtig, ich habe auch schon Original-Bänder auf CD überspielt.

B) Das Masterband geht ins Presswerk, jedenfalls früher einmal. Die Kopie davon ist insofern besser als die LP, als die Band-Kopie den Beschränkungen der LP-Produktion nicht unterliegt. (Das "Vinyl-Mastering" ist ja keine Verbesserung.) So wird die Dynamik erheblich höher sein können (wenn es denn eine gibt). 
Das Fehlen jedweder Kopie wird sich nirgendwo auswirken, denke ich. Big Grin

C) Wenn ich heute eine Analog-Aufnahme mache und im Studio beschneide und das "Mastering" mache, dann habe ich wieder ein Bandmaster. Das ich aber nur für die weitere Kopie auf Band benutze, da ich mit LPs nur im Ausnahmefall zu tun habe.
Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter Tonbandmusik
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Der Vorteil von der Masterbandkopie war damals, dsss man mit weniger Generation Loss zu tun hat, als zum Beispiel bei einer Schallplatte oder gar Kaufkassette, wo die x-fach runtergenudelte Kopie von der Kopie von der Kopie des Masterbands als Basis diente. Im Zeitalter vin digitalen Mastern wird das aber zunehmend irrelevanter. Trotzdem hat das natürlich immernoch seinen Charme, eine direkte Kopie des Masters auf Tonband in den Händen zu halten.

Apropos Mastering: Es ist heute durchaus noch üblich in der Musikproduktion, das Lied komplett digital zu produzieren und im Verlauf des Masterings einmal durch eine Bandmaschine zu jagen, um Charakter (besonders Sättigung) in die Musik zu bekommen. Selbst bei vielen Pop-Produktionen ist mehr Tonband drin als man denkt.
Revox: Modell 36 (A36), F36, A77, A77 High Speed, B77
Uher: Variocord 263, Report 4200 Stereo IC
Grundig: TK23L, TK145, TS320, TK8
Telefunken: Magnetophon 300
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Das kann sein, da gibt's ja auch digitale Plugins, die das ersetzen können sollen.

Ich bewege mich ausschließlich im Klassik-/Jazz-Sektor mit meinen Aufnahmen, da bin ich auf solche Tricks nicht angewiesen, bzw. mach das ganz ohne Effekte.
Schöne Grüße

Rainer

Unterwegs als Tonkünstler unter Tonbandmusik
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