04.10.2020, 10:16
... dass die Macher vermeintlich "billiger" Musik geniale Musiker, Komponisten oder Arrangeure sind. Und wenn man sich diese "billige" Musik mal vorurteilsfrei anhört, entdeckt man ganz oft echte Virtuosität.
Einer der schönsten Aspekt am Alter ist - wenn man die Pubertät einige Jahrzehnte hinter sich gelassen hat, braucht man nicht mehr cool zu sein, und darf sich ganz offen eingestehen, dass z.B. Heino oder James Last richtig gute Musik gemacht haben, und dass es überhaupt kein Problem ist, ganz viel verschiedene Musik gleichzeitig gut zu finden.
Eigentlich bin ich schon immer ein Fan des sogenannten Easy Listening gewesen, auch hier, bei Musik, die oft abfällig als "Muzak" bezeichnet wird, gibt es geniale Sachen zu finden.
Ehrlich gesagt ist meine musikalische Offenheit auch der Grund, weshalb ich mich nie in High-End-HiFi verstiegen habe. Auf einem ollen Dual mit Shure M75 klingt fast jede Schallplatte anhörbar gut, während man sich bei Goldohren Laufwerken den Musikgeschmack von Goldohren Labels diktieren lassen muss. Herbert von Karajahn hat seine eigenen Platten auf einer Dual Anlage der siebziger Jahre probegehört und für gut oder schlecht befunden, auch hat er bei der Feinabstimmung der Dual Geräte mitgearbeitet. Was sollen das für Geräte sein, auf denen ich Karajahn Schallplatten besser hören kann als eine Dual Anlage, die ich gebraucht für 200 Euro kaufen kann ?
Meiner Meinung nach sollten sich die Käufer von Masterband Kopien und neuen Abspielgeräten für fünfstellige Beträge wirklich mal das Märchen "Des Kaisers neue Kleider" ganz genau durchlesen. Wem eine Bohrinsel mit Goldohren Schallplatten nicht exklusiv genug ist, der stellt sich jetzt eine > 15000 Euro Bandmaschine ins Wohnzimmer, die nicht mal aufnehmen kann, spielt damit Masterbandkopien ab, von denen ein Album 300 Euro und mehr kostet, und glaubt, dass das jetzt der absolute Klang ist. Mal sehen, was als nächstes kommt - es gab früher zu Schellackzeiten Alben von Konzerten, wo eine Sinfonie, die eine halbe CD füllt, auf zehn Schellacks gepresst werden musste. Es gibt schon irgendwo ein Jazz Studio, wo wieder Platten in 78UPM und in mono aufgenommen werden, vielleicht wird das der nächste Trend.
Gruß Frank
Edit: Wallenstein muss ich auch mal wieder hören und werde das gleich tun - Amazon Music sei Dank
Einer der schönsten Aspekt am Alter ist - wenn man die Pubertät einige Jahrzehnte hinter sich gelassen hat, braucht man nicht mehr cool zu sein, und darf sich ganz offen eingestehen, dass z.B. Heino oder James Last richtig gute Musik gemacht haben, und dass es überhaupt kein Problem ist, ganz viel verschiedene Musik gleichzeitig gut zu finden.
Eigentlich bin ich schon immer ein Fan des sogenannten Easy Listening gewesen, auch hier, bei Musik, die oft abfällig als "Muzak" bezeichnet wird, gibt es geniale Sachen zu finden.
Ehrlich gesagt ist meine musikalische Offenheit auch der Grund, weshalb ich mich nie in High-End-HiFi verstiegen habe. Auf einem ollen Dual mit Shure M75 klingt fast jede Schallplatte anhörbar gut, während man sich bei Goldohren Laufwerken den Musikgeschmack von Goldohren Labels diktieren lassen muss. Herbert von Karajahn hat seine eigenen Platten auf einer Dual Anlage der siebziger Jahre probegehört und für gut oder schlecht befunden, auch hat er bei der Feinabstimmung der Dual Geräte mitgearbeitet. Was sollen das für Geräte sein, auf denen ich Karajahn Schallplatten besser hören kann als eine Dual Anlage, die ich gebraucht für 200 Euro kaufen kann ?
Meiner Meinung nach sollten sich die Käufer von Masterband Kopien und neuen Abspielgeräten für fünfstellige Beträge wirklich mal das Märchen "Des Kaisers neue Kleider" ganz genau durchlesen. Wem eine Bohrinsel mit Goldohren Schallplatten nicht exklusiv genug ist, der stellt sich jetzt eine > 15000 Euro Bandmaschine ins Wohnzimmer, die nicht mal aufnehmen kann, spielt damit Masterbandkopien ab, von denen ein Album 300 Euro und mehr kostet, und glaubt, dass das jetzt der absolute Klang ist. Mal sehen, was als nächstes kommt - es gab früher zu Schellackzeiten Alben von Konzerten, wo eine Sinfonie, die eine halbe CD füllt, auf zehn Schellacks gepresst werden musste. Es gibt schon irgendwo ein Jazz Studio, wo wieder Platten in 78UPM und in mono aufgenommen werden, vielleicht wird das der nächste Trend.
Gruß Frank
Edit: Wallenstein muss ich auch mal wieder hören und werde das gleich tun - Amazon Music sei Dank
