23.03.2017, 17:05
ich persönlich glaube, dass es weniger die Langsamkeit ist als vielmehr die Beschränkung auf das Wesentliche.
Ein Tonbandgerät schaltet man ein, legt ein Band auf, und dann macht man das, wofür ein Tonbandgerät gebaut wurde - aufnehmen oder wiedergeben. Man muss sich keine Gedanken darüber machen, ob das Netzwerk des Multiroomsystems gerade mal wieder spinnt, weil das örtliche E-Werk angefangen hat, "Smart-Zähler" zu testen, oder ob der Server sich mal wieder abgeschaltet hat, weil er nach einem ungefragten Update das Hochfahren verweigert. Man muss sich auch keine Gedanken darüber machen, ob man während des Musikhörens von irgendeinem Marketing durchleuchtet wird, oder ob irgendein kleiner Mann in Kalifornien die Aufnahmen mitschneidet und auf Legalität prüft.
Und wenn die Masse an verfügbaren Medien ein überschaubares Maß verliert, was sie bei digitalen Medien fast immer tut, dann verliert die Sache auch ihren Wert. Ich sitze manchmal morgens mit dem Smartphone im Auto, auf dem über 1000 Alben direkt gespeichert sind und das Zugriff auf Amazon Music Unlimited hat, und habe trotzdem keine Idee, was ich mir auf der Fahrt ins Büro anhören soll. Und wenn ich einen Titel überspringen will, muss ich rechts ran fahren, weil man das Handy während der Fahrt nicht anfassen darf. Irgendwie ist heute alles wahr geworden, was wir Nerds uns früher vorgestellt haben, und trotzdem sind wir nicht wirklich glücklicher dabei.
Gruß Frank
Ein Tonbandgerät schaltet man ein, legt ein Band auf, und dann macht man das, wofür ein Tonbandgerät gebaut wurde - aufnehmen oder wiedergeben. Man muss sich keine Gedanken darüber machen, ob das Netzwerk des Multiroomsystems gerade mal wieder spinnt, weil das örtliche E-Werk angefangen hat, "Smart-Zähler" zu testen, oder ob der Server sich mal wieder abgeschaltet hat, weil er nach einem ungefragten Update das Hochfahren verweigert. Man muss sich auch keine Gedanken darüber machen, ob man während des Musikhörens von irgendeinem Marketing durchleuchtet wird, oder ob irgendein kleiner Mann in Kalifornien die Aufnahmen mitschneidet und auf Legalität prüft.
Und wenn die Masse an verfügbaren Medien ein überschaubares Maß verliert, was sie bei digitalen Medien fast immer tut, dann verliert die Sache auch ihren Wert. Ich sitze manchmal morgens mit dem Smartphone im Auto, auf dem über 1000 Alben direkt gespeichert sind und das Zugriff auf Amazon Music Unlimited hat, und habe trotzdem keine Idee, was ich mir auf der Fahrt ins Büro anhören soll. Und wenn ich einen Titel überspringen will, muss ich rechts ran fahren, weil man das Handy während der Fahrt nicht anfassen darf. Irgendwie ist heute alles wahr geworden, was wir Nerds uns früher vorgestellt haben, und trotzdem sind wir nicht wirklich glücklicher dabei.
Gruß Frank
