21.03.2017, 07:58
Da ich dieses Thema gerade gefunden habe...
Es stimmt, ein Toning von Analogforum hatte mir in einem Gespräch auch bestätigt, das die Zeiten, wo die Rundfunkstudios einem die M15er nachgeworfen hatten, vorbei sind. Was sie an den Maschinen noch haben, rücken sie nicht mehr raus. Mehr noch, nach Rundfunkstandards professionell gewartete M15 werden von den Studios zeitweise sogar für Produktionen angemietet.
Daten wandern. Das ist so, seit sie es gibt. Datenträgerformate laufen auch aus. Schon aus Kompatiblitätsgründen ist man früher oder später zu Datenkopie gezwungen, diese auf ein aktuelles Datenträgerformat zu überspielen. Wer hat heute noch 5-1/4"-Disketten? Oder ein ZIP-Laufwerk mit serieller Schnittstelle. Auch wenn die heute noch funktionieren... NAS-Laufwerke haben sich aktuell wegen ihrer internen Redundanz bewährt, ist zwar Aufwand, dann noch mehrere NAS-Kopieen verteilt zu haben, aber derzeit am sichersten. Gepflegt müssen alle Datenträger werden, gleich ob nun Analog oder Digital. Wenn digitale Magentbandrekorder teils Jahre unbenutzt stehen, braucht man sich auch nicht wundern, wenn sie beim Eninschalten streiken, denn von ihrer Technik sind das auch "nur" Bandmaschinen. Ich empfehle auch meinen Kunden, wenigstens einmal im Monat was abzuspielen, wollen sie Standschäden vermeiden.
Die Schallplatte ist ein billiger Massentonträger, aber abgesehen von Wärmeeinwirkung in der Tat ein sehr beständiger Tonträger. Meine als Lehrling erste gekaufte Schallplatte von 1978 spielt heute genauso gut wie damals. Schon von Anfang an habe ich jegliche Beschädigungen vermieden, also Kratzer und Staub. Aber auch Kassettenaufnahmen aus dieser Zeit sind immer noch gut abspielbar, den teilweisen Höhenverlust schreibe ich der unterschiedlichen Einmessung zu, seltener dem Alter. Bei Tonbändern sehe ich für die Lebzeit eines Menschen weniger die Entmagnetisierung als Mangel, als die chemische Beständigkeit, die sich nachteilig in Stauben oder Schmieren zeigt. Bei bewährten Bandsorten ist das aber auch kein Problem, nur das man "nachher" oft schlauer ist...
Allgemein wird die Analogtechnik nicht mehr in dem Umfang zurückkehren wie sie einmal war, sie ist ein Nischenprodukt für Genießer geworden und verlängert sich dadurch etwas ihr Leben. Die weiterentwickelte Digitaltechnik im HD-Format (ab 96kHz/24bit und höher) macht der Analogtechnik schon mächtig Konkurrenz. Die fehlenden Magnetbandverzerrungen sind auch bereits auf einige modernen HD-Aufnahmen auf Schallplatte hörbar, die hier ähnlich einem Direktschnitt wirken. Ein Direktschnitt kann sich von einer HD-Aufnahme kaum noch absetzen. Um abschließend den oben schon zitierten Bob Ludwig zu erwähnen, man muß stets die Vorteile der jeweiligen Technik kennen, um die Technik optimal nutzen zu können, gleich ob nun analog oder digital.
Es stimmt, ein Toning von Analogforum hatte mir in einem Gespräch auch bestätigt, das die Zeiten, wo die Rundfunkstudios einem die M15er nachgeworfen hatten, vorbei sind. Was sie an den Maschinen noch haben, rücken sie nicht mehr raus. Mehr noch, nach Rundfunkstandards professionell gewartete M15 werden von den Studios zeitweise sogar für Produktionen angemietet.
Daten wandern. Das ist so, seit sie es gibt. Datenträgerformate laufen auch aus. Schon aus Kompatiblitätsgründen ist man früher oder später zu Datenkopie gezwungen, diese auf ein aktuelles Datenträgerformat zu überspielen. Wer hat heute noch 5-1/4"-Disketten? Oder ein ZIP-Laufwerk mit serieller Schnittstelle. Auch wenn die heute noch funktionieren... NAS-Laufwerke haben sich aktuell wegen ihrer internen Redundanz bewährt, ist zwar Aufwand, dann noch mehrere NAS-Kopieen verteilt zu haben, aber derzeit am sichersten. Gepflegt müssen alle Datenträger werden, gleich ob nun Analog oder Digital. Wenn digitale Magentbandrekorder teils Jahre unbenutzt stehen, braucht man sich auch nicht wundern, wenn sie beim Eninschalten streiken, denn von ihrer Technik sind das auch "nur" Bandmaschinen. Ich empfehle auch meinen Kunden, wenigstens einmal im Monat was abzuspielen, wollen sie Standschäden vermeiden.
Die Schallplatte ist ein billiger Massentonträger, aber abgesehen von Wärmeeinwirkung in der Tat ein sehr beständiger Tonträger. Meine als Lehrling erste gekaufte Schallplatte von 1978 spielt heute genauso gut wie damals. Schon von Anfang an habe ich jegliche Beschädigungen vermieden, also Kratzer und Staub. Aber auch Kassettenaufnahmen aus dieser Zeit sind immer noch gut abspielbar, den teilweisen Höhenverlust schreibe ich der unterschiedlichen Einmessung zu, seltener dem Alter. Bei Tonbändern sehe ich für die Lebzeit eines Menschen weniger die Entmagnetisierung als Mangel, als die chemische Beständigkeit, die sich nachteilig in Stauben oder Schmieren zeigt. Bei bewährten Bandsorten ist das aber auch kein Problem, nur das man "nachher" oft schlauer ist...
Allgemein wird die Analogtechnik nicht mehr in dem Umfang zurückkehren wie sie einmal war, sie ist ein Nischenprodukt für Genießer geworden und verlängert sich dadurch etwas ihr Leben. Die weiterentwickelte Digitaltechnik im HD-Format (ab 96kHz/24bit und höher) macht der Analogtechnik schon mächtig Konkurrenz. Die fehlenden Magnetbandverzerrungen sind auch bereits auf einige modernen HD-Aufnahmen auf Schallplatte hörbar, die hier ähnlich einem Direktschnitt wirken. Ein Direktschnitt kann sich von einer HD-Aufnahme kaum noch absetzen. Um abschließend den oben schon zitierten Bob Ludwig zu erwähnen, man muß stets die Vorteile der jeweiligen Technik kennen, um die Technik optimal nutzen zu können, gleich ob nun analog oder digital.
Gruß André
