19.09.2016, 11:16
Hallo Ragnar,
ich habe mal eine 4te Möglichkeit benutzt, um zwischen zwei sehr verschiedenen Rechnern Daten zu kopieren, als es noch kein Netzwerk gab, bzw. es für den älteren Rechner sowas nicht gab. Dafür gab es ein Programm-Paar, das auf beiden Rechner vorhanden sein mußte, und die dann einen Link per V24-Schnittstelle hergestellt haben. Gleiches war auch möglich über die damalige Druckerschnittstelle mit 4Bit oder 8Bit Parallel. Zugriff auf den alten Rechner erfolgte dann wie auf eine weitere Harddisk. Auf die Weise konnte man sogar Daten von einem Apple II zu einem IBM-PC rüberziehen.
Wenn die Hardware nicht richtig funktioniert, können überall Fehler passieren. Das ist kein Unterscheidungsmerkmal zwischen Analog- und Digital-Technik. Nur, wenn die Digital-Technik funktioniert, sind die Ergebnisse eben immer präzise reproduzierbar, anders als bei der Analog-Technik.
Einen sehr merkwürdigen Fehler hatte ich mal in einem ehemaligen Büro-Rechner von Dell, den ich als Tonband-Geräte-Ersatz benutzte. Das funktionierte wunderbar, bis ich eines Tages eine PCI-Karte einbaute, die größere Hardisks bedienen konnte. Von da an hatte ich in allen Musik-Aufnahmen merkwürdige Spikes. Ich hab als alter Analog-Mann zunächst natürliche Analog-mäßige Ursachen vermutet und entsprechend alle Versorgungsleitungen im PCI-Extender-Board mit Elkos gepflastert, aber es trat keine Verbesserung ein. Dann im Web nach Berichten über solche Effekte gesucht und fand schließlich einen Hinweis, sogar in der Doku von IBM oder Intel über die Chips ??xyz-Bridge?, die den PCI-Bus mit dem Rechner-Bus verbinden: da gab es einen bekannten Bug (der aber nie beseitigt wurde), der zur Folge hatte, daß bei jedem Datenblock das erste und letzte Byte vertauscht wurden (ein klassischer Adressierungsfehler). Wenn da in der Musik an der einen Stelle gerade hohes Signal war und an der anderen Stelle kleines Signal, dann gab es dadurch einen 1-Sample kurzen aber eventuell recht hohen Spike.
Das Problem ließ sich dadurch beseitigen, daß ich die Erweiterung rückgängig machte, die PCI-Karte in eine dunkle Ecke legte und mir eine NAS-Platte kaufte.
Ach so, ein paar CDs (von um die 1000), die beim letzten Abspielversuch auf dem CD-Player merkwürdige Knirschgeräusche machten, hab ich auch schon. Aber dafür knistert und knackt es af allen LPs und nicht nur einigen wenigen.
MfG Kai
ich habe mal eine 4te Möglichkeit benutzt, um zwischen zwei sehr verschiedenen Rechnern Daten zu kopieren, als es noch kein Netzwerk gab, bzw. es für den älteren Rechner sowas nicht gab. Dafür gab es ein Programm-Paar, das auf beiden Rechner vorhanden sein mußte, und die dann einen Link per V24-Schnittstelle hergestellt haben. Gleiches war auch möglich über die damalige Druckerschnittstelle mit 4Bit oder 8Bit Parallel. Zugriff auf den alten Rechner erfolgte dann wie auf eine weitere Harddisk. Auf die Weise konnte man sogar Daten von einem Apple II zu einem IBM-PC rüberziehen.
Wenn die Hardware nicht richtig funktioniert, können überall Fehler passieren. Das ist kein Unterscheidungsmerkmal zwischen Analog- und Digital-Technik. Nur, wenn die Digital-Technik funktioniert, sind die Ergebnisse eben immer präzise reproduzierbar, anders als bei der Analog-Technik.
Einen sehr merkwürdigen Fehler hatte ich mal in einem ehemaligen Büro-Rechner von Dell, den ich als Tonband-Geräte-Ersatz benutzte. Das funktionierte wunderbar, bis ich eines Tages eine PCI-Karte einbaute, die größere Hardisks bedienen konnte. Von da an hatte ich in allen Musik-Aufnahmen merkwürdige Spikes. Ich hab als alter Analog-Mann zunächst natürliche Analog-mäßige Ursachen vermutet und entsprechend alle Versorgungsleitungen im PCI-Extender-Board mit Elkos gepflastert, aber es trat keine Verbesserung ein. Dann im Web nach Berichten über solche Effekte gesucht und fand schließlich einen Hinweis, sogar in der Doku von IBM oder Intel über die Chips ??xyz-Bridge?, die den PCI-Bus mit dem Rechner-Bus verbinden: da gab es einen bekannten Bug (der aber nie beseitigt wurde), der zur Folge hatte, daß bei jedem Datenblock das erste und letzte Byte vertauscht wurden (ein klassischer Adressierungsfehler). Wenn da in der Musik an der einen Stelle gerade hohes Signal war und an der anderen Stelle kleines Signal, dann gab es dadurch einen 1-Sample kurzen aber eventuell recht hohen Spike.
Das Problem ließ sich dadurch beseitigen, daß ich die Erweiterung rückgängig machte, die PCI-Karte in eine dunkle Ecke legte und mir eine NAS-Platte kaufte.
Ach so, ein paar CDs (von um die 1000), die beim letzten Abspielversuch auf dem CD-Player merkwürdige Knirschgeräusche machten, hab ich auch schon. Aber dafür knistert und knackt es af allen LPs und nicht nur einigen wenigen.
MfG Kai
