15.09.2016, 02:04
Hallo Volkmar,
vielleicht hat den Verantwortlichen ja auch etwas Phantasie gefehlt, wie man verborgene Werte aus den scheinbar wertloses alten Fotos bergen kann: Beim HVV (Hamburger Verkehrs Verbund für alle Nichthamburger) gab es in der jüngeren Vergangenheit eine Imagekampagne, die hervorragend zusammenmontierte Straßenszenen aus vermutlich dem Ende des 19.ten Jahrhunderts mit aktuellen und darin den neuesten Fahrzeugen des HVV in großformatigen Bildern zeigte. Das waren richtige Blickfänger und damit sicher Geld wert im Rahmen der Kunden-Aquise.
Das hier hauptsächlich Bänder erwähnt werden, liegt sicher daran, daß die Verfechter der Analogtechnik mit der digitalen "wenig am Hut haben" und vielleicht garnicht mitgekriegt haben, daß Bänder bei den meisten Computern garnicht verwendet werden und ein diesbezüglicher Vergleich völlig an der Praxis vorbeigeht. Von den In Rechnern angewandten Maßnahmen zur Daten-Integrität wissen sie idR auch nichts.
Die Qualität der digitalen Speicherung ist eigentlich bereits gut genug, da muß nichts mehr optimiert werden. Wenn man sich das Reproduktionsergebnis analoger Speicherung meßtechnisch anschaut, sieht man sehr viele Schwächen/Nachteile/Probleme, die bei der digitalen Speicherung nicht mehr vorhanden sind.
Wenn du die Aufnahmeseite ansprichst, sollte man sicher unterscheiden zwischen klassischer Musik & Jazz einerseits und Pop/ Rockmusik andererseits. In letzterer gibt es viele Produktionen, die in der technischen Qualität weit unter dem Niveau der digitalen Speicherung bleiben. Das ist dort aber vielfach auch weder das Ziel der Produzenten/ Musiker noch das Interesse der Kunden.
Manchmal liegt es vielleicht auch an mangelndem technischen Knowhow derjenigen, die das Mastering gemacht haben. Ich habe schon CDs gehört, die klangen wie mit einem übersteuerten Cassettenrekorder aufgenommen, also matschig komprimiert mit Bass-modulierten Höhen. Bei Betrachtung mit Audacity zeigte sich, daß zur Lautheitsmaximierung einfach nur das Audiosignal kräftig hochgedreht und an der + - 32767 Grenze von 16 Bit geclippt worden war.
Da gilt auch, was Rudy van Gelder schon in den 90er Jahren in einem Interview u.a. zum Verschwinden der LPs sagte: die LP ist der größte Verzerrer überhaupt, die CD ist das bessere Medium. Wenn eine CD nicht gut klingt, liegt es nicht am Medium, sondern am Aufnahme-Ton-Ingenieur oder an dem, der den Mix gemacht hat oder an dem Masteringhaus...
MfG Kai
PS: Daß es auch an den Musikern liegen könnte, kam ihm nicht in den Sinn, weil er es nur mit ganz hervorragenden Jazzmusikern zu tun hatte.
vielleicht hat den Verantwortlichen ja auch etwas Phantasie gefehlt, wie man verborgene Werte aus den scheinbar wertloses alten Fotos bergen kann: Beim HVV (Hamburger Verkehrs Verbund für alle Nichthamburger) gab es in der jüngeren Vergangenheit eine Imagekampagne, die hervorragend zusammenmontierte Straßenszenen aus vermutlich dem Ende des 19.ten Jahrhunderts mit aktuellen und darin den neuesten Fahrzeugen des HVV in großformatigen Bildern zeigte. Das waren richtige Blickfänger und damit sicher Geld wert im Rahmen der Kunden-Aquise.
Das hier hauptsächlich Bänder erwähnt werden, liegt sicher daran, daß die Verfechter der Analogtechnik mit der digitalen "wenig am Hut haben" und vielleicht garnicht mitgekriegt haben, daß Bänder bei den meisten Computern garnicht verwendet werden und ein diesbezüglicher Vergleich völlig an der Praxis vorbeigeht. Von den In Rechnern angewandten Maßnahmen zur Daten-Integrität wissen sie idR auch nichts.
Die Qualität der digitalen Speicherung ist eigentlich bereits gut genug, da muß nichts mehr optimiert werden. Wenn man sich das Reproduktionsergebnis analoger Speicherung meßtechnisch anschaut, sieht man sehr viele Schwächen/Nachteile/Probleme, die bei der digitalen Speicherung nicht mehr vorhanden sind.
Wenn du die Aufnahmeseite ansprichst, sollte man sicher unterscheiden zwischen klassischer Musik & Jazz einerseits und Pop/ Rockmusik andererseits. In letzterer gibt es viele Produktionen, die in der technischen Qualität weit unter dem Niveau der digitalen Speicherung bleiben. Das ist dort aber vielfach auch weder das Ziel der Produzenten/ Musiker noch das Interesse der Kunden.
Manchmal liegt es vielleicht auch an mangelndem technischen Knowhow derjenigen, die das Mastering gemacht haben. Ich habe schon CDs gehört, die klangen wie mit einem übersteuerten Cassettenrekorder aufgenommen, also matschig komprimiert mit Bass-modulierten Höhen. Bei Betrachtung mit Audacity zeigte sich, daß zur Lautheitsmaximierung einfach nur das Audiosignal kräftig hochgedreht und an der + - 32767 Grenze von 16 Bit geclippt worden war.
Da gilt auch, was Rudy van Gelder schon in den 90er Jahren in einem Interview u.a. zum Verschwinden der LPs sagte: die LP ist der größte Verzerrer überhaupt, die CD ist das bessere Medium. Wenn eine CD nicht gut klingt, liegt es nicht am Medium, sondern am Aufnahme-Ton-Ingenieur oder an dem, der den Mix gemacht hat oder an dem Masteringhaus...
MfG Kai
PS: Daß es auch an den Musikern liegen könnte, kam ihm nicht in den Sinn, weil er es nur mit ganz hervorragenden Jazzmusikern zu tun hatte.
