29.02.2016, 16:23
kaimex,'index.php?page=Thread&postID=186780#post186780 schrieb:Nimmst du für die Messungen ein gekauftes Gerät oder hast du dafür was gebastelt ?Das ist ein Prüfgerät, das eigentlich aus dem Elektro-Installationsbereich kommt und das ich auch für diesen Zweck besitze. Für den Hobby-Bereich sonst preislich eher uninteressant (neu ein runder Tausender oder auch mehr). Gebrauchtgeräte können deutlich billiger sein, haben aber oft nur 500 V Prüfspannung oder maximal 250 und 500 (mein 2012 neu gekauftes Vorführmodell hat 125, 250, 500 und 1000 V).
Dazu hast du die Kondensatoren ja sicher nicht nur einbeinig abgeklemmt, sondern aus Sicherheitsgründen gleich ganz ausgebaut.
Dann fällt natürlich die Entscheidung, was Neues einzubauen, leichter.
Es gibt aber auch eine Bastellösung irgendwo im Netz, die speziell für Kondensatoren vorgesehen ist, sagt jedenfalls meine Erinnerung. War mir persönlich aber zu kompliziert zum Nachbau, vor allem nachdem meine Lösung hinreichend genau zur Unterscheidung Schrott/noch gut zu sein scheint. Und ja, ich teste beidseitig ausgelötet. Ich wurde von erfahrenen Elektronikbastlern sozialisiert, die Papierkondensatoren pauschal tauschen, insofern waren die Messungen bei mir nur mehr nachträgliche Neugier zur Bestätigung der Vorgehensweise.
Die ziegelroten EROs kann ich so von der Beschreibung nicht zuordnen, hast du eventuell ein Foto von denen? ERO100 gab es in rot, würde ich aber eher als blassrot bis fast rosa beschreiben und ist außen Papier. Die gehören auf alle Fälle raus! Da steht aber klipp und klar ERO100 drauf. Prinzipiell können auch MP-Kondensatoren in die Luft fliegen, bestens bekannt bei X2- und Y-Entstörkondensatoren. Bei Motorkondensatoren im Becher eher selten so spektakulär, sie sterben aber auch mitunter.
Philips hatte ab ungefähr 1960/61 zunehmend beige-gelbliche bonbonförmige Folienkondensatoren, die von der Form den WIMA-Hustenbonbons ähneln, aber bei mir durchgehend noch völlig in Ordnung waren. Die lasse ich natürlich drin.
