03.02.2017, 18:22
lukas,'index.php?page=Thread&postID=199613#post199613 schrieb:Ich kann ja auch ein Drehspulinstrument als Peakmeter auslegen.Was ich mir bei einer solchen Maschine zu diesem Preis auch gewünscht hätte.
Abgesehen von diversen ungenauen Angaben und zahlreichen Druckfehlern - bei "Chinch" rollen sich mir regelmäßig die Fußnägel - scheinen mir einige der technischen Datenangaben etwas, sagen wir, vollmundig geraten zu sein. Der Reihe nach:
Bei einem Zählwerk mit 1/100 Sekunde Anzeigeauflösung (wer genau braucht das?) würden mich auch der Anzeigefehler und vor allem die Wiederkehrgenauigkeit interessieren.
Die Maximalabweichung der mittleren Geschwindigkeit von der Sollbandgeschwindigkeit ist mit 0,5 ‰ angegeben. Das wäre eine echte Sensation, die letzten Studiomaschinengenerationen "schafften" allenfalls 2 ‰.
Auch die Tonhöhenschwankungen mit max. 0,4 ‰ bei 9,5 cm/s sind beachtlich niedrig, wenn die Angaben stimmen (wobei ich auch eine Angabe des Messverfahrens sehr begrüßen würde).
Bei einer Maschine dieser Klasse wäre ich überaus dankbar für eine stufenlose Umspulgeschwindigkeit, wie auch für eine Option mit 0,75 mm Trennspur.
Auch die Angabe des Übertragungsbereichs bei 9,5 cm/s mit 16 kHz ±2dB auf SM 911 erscheint mir auf den ersten Blick ambitioniert. Hier würde mich eine zusätzliche Angabe der WK-Spaltbreite interessieren.
Ein Geräuschspannungsabstand 70 dB bei VA und 19 cm/s lässt stark vermuten, dass dieser nach der "milden" Messmethode (Effektivwert, A-bewertet nach DIN 45633 bzw. IEC Publ 179) ermittelt wurde.
Der Pegelbezug auf 1020 nWb/m ist zumindest ungewöhnlich. Man muss schon die Banddaten bemühen um zu ermitteln, dass damit nichts anderes gemeint ist als die Vollaussteuerung des SM 911 (k3=3%). Der korrekte Ausdruck wäre dann wohl eher "maximaler Geräuschspannungsabstand (Dynamik)".
Eine Übersprechdämpfung von >43 dB bei 1 kHz ist für eine Bandmaschine Zweispurköpfen relativ schwach (Druckfehler?). Technisch möglich sind 55 dB für Stereo- und 65 dB für Zweispurgeräte.
Eine Löschdämpfung von 75 dB ist ebenfalls als eher mittelmäßig zu bewerten. Üblich waren früher Werte von 80…85 dB.
Zum Schluss noch ein paar "praktische" Anmerkungen:
Zum Schneiden eigens eine Edit-Taste drücken zu müssen kann mit der Zeit ziemlich nervend werden, besonders wenn es schnell gehen muss und viele Schnitte zu absolvieren sind.
Die eigentümliche AEG-Kernbefestigung per Schraubklemmen wurde hier schon erwähnt, das ist eine echte Geschwindigkeitsbremse für reales Arbeiten an der Maschine.
Interessant hingegen finde ich das Stillsetzen des Capstan bei Stopp & Umspulen, und zwar nicht nur wegen der Bandschonung. Ein solches Konzept habe ich so zum letzten Mal bei einer Telefunken T9 verwirklicht gesehen (mit einer Hochlaufzeit von 0,5 Sekunden an guten Tagen :whistling: ). Der Hauptvorteil besteht in völliger Geräuschlosigkeit der Maschine beim Cueing (Schnitteinstellung), wenn gleichzeitig die mechanischen Bremsen gelöst sind. Wie das bei der M 063 im "Edit" Betrieb gehandhabt wird, hat sich mir bislang noch nicht ganz erschlossen.
Zwei Aussagen verstehe ich in ihrer Kombination nicht ganz:
1) "Durch die flache Front geht das Einlegen des Bandes selbst (U)ngeübten von der Hand: Der Bandpfad um die Rollen herum ist selbsterklärend … " (gemeint war vermutlich "leicht von der Hand").
2) "Automatisches Einfädeln bis Bandanfang…"
Grüße, Peter
Grüße
Peter
_____________________
Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
Peter
_____________________
Ich bin, wie ich bin.
Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)
