Uher SG562 Reparaturaufbau
#1
Hallo Gemeinde,
ich habe neuerdings eine einzige SG562, bei der ich einige Wartungsarbeiten machen möchte.
RdLs und Variocords habe ich schon oft zum Reparieren aufgemacht, aber bei diesem schwarzen Monster blicke ich irgendwie nicht durch. Die RdL - typische Reparaturstellung (seitlich hinstellen und aufklappen) funktioniert jedenfalls nicht. Hmmm..
Wie gehe ich vor? - Ich kann mir eigentlich nur ein Aufklappen in liegender Stellung vorstellen, aber was brauche ich dann, um die Maschine am Zufallen und Umkippen zu hindern? Wie macht Ihr das?
Für Hinweise und Tipps bedankt sich
Heinz
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#2
Guten Morgen Heinz,
nachstehende Erfahrungen mit der Gehäusedemontage einer SG 561 sind vielleicht übertragbar:

Gehäusedemontage: Zunächst habe ich von oben die Abdeckung demontiert. Darunter befand sich ein massives Alu-Gehäuse. Bis auf die Tonköpfe und etwas Schaltgestänge sieht man von oben nicht viel. Das Gerät lässt sich aus seinem Gehäuse ausschwenken. Dazu befinden sich den seitlichen Schmalseiten rechts und links Aushebeaussparungen. Zwei Kreuzschlitzschrauben unter den vorderen Ecken der Rauchglasabdeckung müssen gelöst werden. Der Tragbügel und die dahinter befindlichen Schrauben müssen ebenfalls demontiert werden um das Gehäuse komplett nach oben wegzuheben. Achtung vorsichtig wegklappen, da dabei die vorderseitig platzierte Platine mit der gesamten Verkabelung freigelegt wird. Das Klappscharnier lässt sich aushängen und nach innen drücken (Zunge nach innen drücken). Die Kabelstecker von den Lautsprechern lassen sich ziehen.

Viel Erfolg,
Martin
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#3
Hallo!
Soweit ich erinnere, ist der Ausbau eines SG5xx ähnlich dem einer RdL.
Es gibt aber Unterschiede:
1) schräg links unterhalb der Aufnahmetaste muß (zusätzlich zu den beiden seitlichen oberen dicken Schrauben) die kleine Kreuzschlitzschraube entfernt werden.

   

2) ACHTUNG! Die Scharniere sind nicht geschlossen, wie bei der RdL. Plötzliches einseitiges Ausklinken ist möglich. Und dann hat man ein Problem...

Darum baue ich alle SG 5xxx und RdL so auseinander:

Gerät mit der Front auf eine weiche Unterlage legen.
Bei den SG5xx vorher die kleine Schraube (s. o.) entfernen, da man sonst nicht mehr dran kommt.
Jetzt die seitlichen Hohlschrauben (nun sind es die unteren!) entfernen.
Das Kabelfach öffnen, damit man das Netzkabel nachschieben kann.
Das Plastikgehäuse beidseitig im Bereich der Hohlschrauben anfassen und ganz vorsichtig anheben.
Dabei auf festhakende Kabel im Bereich der gesamten Vorderfront achten, und diese ggf. befreien (Abrißgefahr!).
Das Gehäuse so weit aufklappen, daß die LS-Kabel abgezogen werden können.
Dann die Netzschnur durch die Öffnung im Gehäuse komplett ausfädeln.
Nun vorsichtig das komplette Plastikgehäuse aus den Scharnieren aushängen und beiseite stellen.
Das funktionsfähige Chassis liegt nun frei und kann "beackert" werden...

Viel Erfolg bei der Fehlersuche/-behebung.

Gruß
Wolfgang
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#4
Vielen Dank Euch Beiden für Eure Antworten!
Mein Gerät stammt von einer Schule: vor vielen Jahren gekauft, zwei Mal verwendet und danach vergessen. Bis ich es von einem freundlichen Kollegen aus dem Dual - Forum angeboten bekommen habe. Die Kiste ist sensationell gut erhalten, alle bisher getesteten Funktionen sind ok, und sogar der Frequenzgang ist bis 20 kHz fast ohne Abweichungen vom Soll und auch nicht zwischen den Kanälen. Das ist gut zu wissen, auch wenn ich von den Frequenzen über 13 kHz nichts habe. Das Alter...
Auch wenn alles schön und gut ist, so gibt es doch - wie so oft - ein Aber. Nichts Besorgniserregendes, aber ich muss in die Kiste hinein, und zwar in Echtzeit. Der Bandzug ist links zu hoch. Das ist einerseits gut gegen Dropouts, führt aber andererseits zu Gleichlaufschwankungen, und das ist nicht so gut. Den Uherschen Bandzug habe ich ganz gut im Gefühl, und das sollte fürs erste Nachstellen reichen. Im Bekanntenkreis ist aber ein Tentelometer für später vorhanden.
Ja, so ist die Situation. Gestern habe ich ein Öffnen a la RdL versucht und bald gemerkt, dass es dabei ein Scharnierproblem gibt. Hätte der Mensch drei Arme und drei Hände, würde es die Sache sehr erleichtern.
Danke für Eure Tipps; ich werde es schon hinbekommen.
Gruß
Heinz
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