06.01.2015, 18:33
Moin, moin,
wenn ich das richtig sehe, gibt es eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Märkte.
Die Ge- oder vielleicht sogar Verbrauchsmusik ... heute gedudelt, morgen vergessen ... wird gestreamt. Und hier wird der Druck der "Verteiler" zunehmen, inkompatible Systeme zu schaffen. Mit dem Ziel, bestimmte Produktionen halt nur über die Hardware oder die Cloud des Produzenten abspielen zu können. Man erwirbt kein Eigentum mehr am Datenträger oder an der Datei, sondern darf für jedes Abhören bezahlen.
Dann gibt es die "Internet-Künstler", die wohl weiterhin Downloads anbieten werden.
Die dritte Gruppe besteht aus den Künstlern, die ihr Geld mit Live-Auftritten verdienen. Für die ist es wichtig, dem Konzert-Besucher einen Datenträger in die Hand geben, also sofort in der Konzert-Pause verkaufen zu können. Und hier scheint, zumindest momentan, die Schallplatte für viele Künstler interessanter, als die CD.
Das könnte daran liegen, das sie schwerer zu kopieren ist. Vor allem aber denke ich, dass sich eine Infrastruktur für Kleinauflagen entwickelt hat, die bei den CDs nicht in dem Umfange bestanden hatte.
Und dann gibt es da noch den Nimbus, den die Schallplatte inzwischen erreicht hat, etwas Besonderes zu sein. Das hebt genauso den Künstler wie den Käufer aus der Masse der "anderen" hervor und schafft auch die Vorstellung einer besonderen Beziehung.
Die vierte Gruppe besteht aus denen, die die Platte wegen ihres Nimbus oder ihrer Haptik kaufen. Da ist viel Ideologie und viel Des-Information (die von der unfähigen Wissenschaft bisher unentdeckten Frequenz- und Qualitätsbereiche) dabei. Und viel "Elite"-Bewußtsein: Man hebt sich halt von den "Download-Trotteln" ab.
Seitens des Handels ist die Platte die derzeit einzige Überlebens-Chance. Denn kein Laden hat eine Perspektive in der nahen Zukunft noch mit der CD relevante Umsätze erzielen zu können. Und warum sollte man zum "Kauf" einer Datei in einen Laden gehen?
Wir werden sicherlich das Entstehen neuer Verkaufs-Strukturen erleben: Streaming-Bars und -Cafe's zum Beispiel. Aber das wird eine neue Unternehmer-Generation sein, die so etwas betreibt. Den heutigen CD-Händler bleibt für seine letzten Jahre halt nur die Platte. Und wo Angebot ist, da wird auch - zumindest auf niedrigem Niveau - gekauft ...
Tschüß, Matthias
wenn ich das richtig sehe, gibt es eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Märkte.
Die Ge- oder vielleicht sogar Verbrauchsmusik ... heute gedudelt, morgen vergessen ... wird gestreamt. Und hier wird der Druck der "Verteiler" zunehmen, inkompatible Systeme zu schaffen. Mit dem Ziel, bestimmte Produktionen halt nur über die Hardware oder die Cloud des Produzenten abspielen zu können. Man erwirbt kein Eigentum mehr am Datenträger oder an der Datei, sondern darf für jedes Abhören bezahlen.
Dann gibt es die "Internet-Künstler", die wohl weiterhin Downloads anbieten werden.
Die dritte Gruppe besteht aus den Künstlern, die ihr Geld mit Live-Auftritten verdienen. Für die ist es wichtig, dem Konzert-Besucher einen Datenträger in die Hand geben, also sofort in der Konzert-Pause verkaufen zu können. Und hier scheint, zumindest momentan, die Schallplatte für viele Künstler interessanter, als die CD.
Das könnte daran liegen, das sie schwerer zu kopieren ist. Vor allem aber denke ich, dass sich eine Infrastruktur für Kleinauflagen entwickelt hat, die bei den CDs nicht in dem Umfange bestanden hatte.
Und dann gibt es da noch den Nimbus, den die Schallplatte inzwischen erreicht hat, etwas Besonderes zu sein. Das hebt genauso den Künstler wie den Käufer aus der Masse der "anderen" hervor und schafft auch die Vorstellung einer besonderen Beziehung.
Die vierte Gruppe besteht aus denen, die die Platte wegen ihres Nimbus oder ihrer Haptik kaufen. Da ist viel Ideologie und viel Des-Information (die von der unfähigen Wissenschaft bisher unentdeckten Frequenz- und Qualitätsbereiche) dabei. Und viel "Elite"-Bewußtsein: Man hebt sich halt von den "Download-Trotteln" ab.
Seitens des Handels ist die Platte die derzeit einzige Überlebens-Chance. Denn kein Laden hat eine Perspektive in der nahen Zukunft noch mit der CD relevante Umsätze erzielen zu können. Und warum sollte man zum "Kauf" einer Datei in einen Laden gehen?
Wir werden sicherlich das Entstehen neuer Verkaufs-Strukturen erleben: Streaming-Bars und -Cafe's zum Beispiel. Aber das wird eine neue Unternehmer-Generation sein, die so etwas betreibt. Den heutigen CD-Händler bleibt für seine letzten Jahre halt nur die Platte. Und wo Angebot ist, da wird auch - zumindest auf niedrigem Niveau - gekauft ...
Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch
