30.04.2014, 15:20
Tipp:
unbedingt auf 240V umstellen!
Grund:
Nicht nur aufgrund Bauteilealterung hat auch die heute Netzspannung von 235V zur Folge, dass alte Kondensatoren nicht mehr so spannungsfest sind wie frische.
Auch vertragen die Röhren nicht auf Dauer die höhere Heiz und Gitterspannung, letztere ist mehr bei Endstufenröhren (Pentoden) und der 405V Gitterspannungen beachtenswert, die auf über 433V steigt, Gitter durchschlagen lässt und Ausgangsübertrager zerstört (die man dann in iiBäh angedreht bekommt).
Röhrenschaltungen wurden für exakt 220V Betriebsspannung gebaut, auch die 6,3V Heizspannung der E-Röhren, sowie die Hilfsphasen-ELKOs der Motoren.*
An 235V betrieben stimmt das Gefüge nicht mehr und jede Erhöhung der 6,3V auf 6,75V = 7% führt zu einer Verkürzung der Röhrenlebensdauer, überfordert die Netzteil-Siebung und kann nach feuchter Lagerung sogar den Netztrafo abrauchen lassen, alles schon da gewesen!
Meine TAB V76 knisterten bei 235V, Röhrengitter glühten und der bei 220V geringe Netzbrumm war deutlich hörbar.
Thema Andruckrolle;
Einmal kommt ein starker Anzugsstrom, der per Relaise auf einen schwächeren "Haltestrom" umgeschaltet wird, da würde ich suchen.
Alternativ kann die Andruckrolle knüppelhart sein. Etwas Abhilfe schaft Ultraschallbad von mind. 1-2 Stunden, macht jeder Optiker gegen Spende.
Wichtig ist eine saubere Tonwelle, Isopropanol oder Azeton macht das prima, Reinigungsbezin taugt da wenig.
Dieser Chemiekalien dürfen aber nicht auf Gummi oder die Tasten kommen, die sind danach hinüber!
*Prüfe bei einer unbekannten Maschine gleich die Themperatur der Motoren. Sollten die nach 30 Minuten heiß werden, kann das an verharztem Lagerfett und der Schwergängigkeit liegen oder an tauben Hilfsphasen-Kondensatoren.
Ohne Werkzeuge (Tentelometer) bitte auch nichts an den Bremsen machen, das kann nur schlimmer werden bis hin zu Bandsalat!
Viel Erfolg!
Rudolf
unbedingt auf 240V umstellen!
Grund:
Nicht nur aufgrund Bauteilealterung hat auch die heute Netzspannung von 235V zur Folge, dass alte Kondensatoren nicht mehr so spannungsfest sind wie frische.
Auch vertragen die Röhren nicht auf Dauer die höhere Heiz und Gitterspannung, letztere ist mehr bei Endstufenröhren (Pentoden) und der 405V Gitterspannungen beachtenswert, die auf über 433V steigt, Gitter durchschlagen lässt und Ausgangsübertrager zerstört (die man dann in iiBäh angedreht bekommt).
Röhrenschaltungen wurden für exakt 220V Betriebsspannung gebaut, auch die 6,3V Heizspannung der E-Röhren, sowie die Hilfsphasen-ELKOs der Motoren.*
An 235V betrieben stimmt das Gefüge nicht mehr und jede Erhöhung der 6,3V auf 6,75V = 7% führt zu einer Verkürzung der Röhrenlebensdauer, überfordert die Netzteil-Siebung und kann nach feuchter Lagerung sogar den Netztrafo abrauchen lassen, alles schon da gewesen!
Meine TAB V76 knisterten bei 235V, Röhrengitter glühten und der bei 220V geringe Netzbrumm war deutlich hörbar.
Thema Andruckrolle;
Einmal kommt ein starker Anzugsstrom, der per Relaise auf einen schwächeren "Haltestrom" umgeschaltet wird, da würde ich suchen.
Alternativ kann die Andruckrolle knüppelhart sein. Etwas Abhilfe schaft Ultraschallbad von mind. 1-2 Stunden, macht jeder Optiker gegen Spende.
Wichtig ist eine saubere Tonwelle, Isopropanol oder Azeton macht das prima, Reinigungsbezin taugt da wenig.
Dieser Chemiekalien dürfen aber nicht auf Gummi oder die Tasten kommen, die sind danach hinüber!
*Prüfe bei einer unbekannten Maschine gleich die Themperatur der Motoren. Sollten die nach 30 Minuten heiß werden, kann das an verharztem Lagerfett und der Schwergängigkeit liegen oder an tauben Hilfsphasen-Kondensatoren.
Ohne Werkzeuge (Tentelometer) bitte auch nichts an den Bremsen machen, das kann nur schlimmer werden bis hin zu Bandsalat!
Viel Erfolg!
Rudolf
