21.02.2014, 22:12
So, liebe Gemeinde des Bandsalats
Nun habe ich also erstmalig mein Schätzchen zerlegt und mich ihm lediglich 2 1/2 Stunden gewidmet, schon läuft es wieder wie am ersten Tag!
Und da mich Forenbeiträge nerven, die lediglich "Gelöst" aussagen, ohne zu erklären, wie denn eine Lösung zustandekam, werde ich mich jenen geistlosen Zeitgenossen nicht anschließen, sondern hier bisschen aus dem halblaienhaften Nähkästchen plaudern.
Die Erfahrenen unter den Tonbandbastlern habens sicher gleich gewusst: da gibt es bei der GX-215D diese Bandführung rechts vom Capstan und somit oberhalb der Andruckrolle. Wenn dieser Bandführungsstift nicht 100%ig exakt in der richtigen Höhe justiert ist, läuft einem das Band von der Rolle. Zur Justierung nimmt man einen sehr dünnen Imbusschlüssel, löst die winzige Imbusschraube in der Bandführung und kann letztere dann durch Drehung nach links oder rechts höhenjustieren, dann die Impusschraube wieder gefühlvoll festziehen. Vorsicht, da genügen schon feine Drehungen und das Band wandert plötzlich nach außen bzw. nach innen, bzw, wenn man es dann geschafft hat, nirgendwohin außer geradeaus!
Das zweite Problem ließ sich tatsächlich allein mit Kontaktreiniger beheben. Wenn man die Maschine aus dem Gehäuse entnommen hat, sieht man auf der Rückseite auf Höhe des Wiedergabekopfs einen gut 4cm langen dünnen Umschalter, erkennbar an einer weißen Plastiknase, die hinten heraussteht. Da hab ich bisschen durchgespült mit Kontakt WL und nach Trocknen nochmal mit 60, und schon war (wiederum nach Trocknung) das Problem gänzlich behoben!
Ein dritter Fehler ist mir ebenfalls noch begegnet, der problemlos behoben werden konnte: Am Bandende bei normalem Lauf schaltete die Maschine nicht in den Pausemodus, um das Band anzuhalten. Die Mechanik wurde zwar ausgelöst, aber die Pausetaste rastete nicht ein, sondern wanderte wieder nach unten, was zur Folge hatte, dass der Bandwickel endlos herumschleuderte. Dies ließ sich einfach beheben, indem ich eine kleine Metallfahne, an der die "Pausenmechanik" einrastet, mit dem Schraubenzieher noch etwas mehr aufbog, als sie ohnehin gebogen war.
Mein Schätzchen läuft nun im Alter von geschätzten 36 Jahren (waren die Dinger nicht Baujahr 1978?) wieder einwandfrei und macht mich glücklich.
So. Nun ist das hier ein Monolog geworden. Sorry dafür, aber vielleicht haben ja andere ein ähnliches Problem und können mit meinem Geschreibsel was anfangen.
Danke fürs Zuhören!
Stiftenkopf alias Robert
Nun habe ich also erstmalig mein Schätzchen zerlegt und mich ihm lediglich 2 1/2 Stunden gewidmet, schon läuft es wieder wie am ersten Tag!
Und da mich Forenbeiträge nerven, die lediglich "Gelöst" aussagen, ohne zu erklären, wie denn eine Lösung zustandekam, werde ich mich jenen geistlosen Zeitgenossen nicht anschließen, sondern hier bisschen aus dem halblaienhaften Nähkästchen plaudern.
Die Erfahrenen unter den Tonbandbastlern habens sicher gleich gewusst: da gibt es bei der GX-215D diese Bandführung rechts vom Capstan und somit oberhalb der Andruckrolle. Wenn dieser Bandführungsstift nicht 100%ig exakt in der richtigen Höhe justiert ist, läuft einem das Band von der Rolle. Zur Justierung nimmt man einen sehr dünnen Imbusschlüssel, löst die winzige Imbusschraube in der Bandführung und kann letztere dann durch Drehung nach links oder rechts höhenjustieren, dann die Impusschraube wieder gefühlvoll festziehen. Vorsicht, da genügen schon feine Drehungen und das Band wandert plötzlich nach außen bzw. nach innen, bzw, wenn man es dann geschafft hat, nirgendwohin außer geradeaus!
Das zweite Problem ließ sich tatsächlich allein mit Kontaktreiniger beheben. Wenn man die Maschine aus dem Gehäuse entnommen hat, sieht man auf der Rückseite auf Höhe des Wiedergabekopfs einen gut 4cm langen dünnen Umschalter, erkennbar an einer weißen Plastiknase, die hinten heraussteht. Da hab ich bisschen durchgespült mit Kontakt WL und nach Trocknen nochmal mit 60, und schon war (wiederum nach Trocknung) das Problem gänzlich behoben!
Ein dritter Fehler ist mir ebenfalls noch begegnet, der problemlos behoben werden konnte: Am Bandende bei normalem Lauf schaltete die Maschine nicht in den Pausemodus, um das Band anzuhalten. Die Mechanik wurde zwar ausgelöst, aber die Pausetaste rastete nicht ein, sondern wanderte wieder nach unten, was zur Folge hatte, dass der Bandwickel endlos herumschleuderte. Dies ließ sich einfach beheben, indem ich eine kleine Metallfahne, an der die "Pausenmechanik" einrastet, mit dem Schraubenzieher noch etwas mehr aufbog, als sie ohnehin gebogen war.
Mein Schätzchen läuft nun im Alter von geschätzten 36 Jahren (waren die Dinger nicht Baujahr 1978?) wieder einwandfrei und macht mich glücklich.
So. Nun ist das hier ein Monolog geworden. Sorry dafür, aber vielleicht haben ja andere ein ähnliches Problem und können mit meinem Geschreibsel was anfangen.
Danke fürs Zuhören!
Stiftenkopf alias Robert
