17.01.2020, 00:27
Ach ja... ...die bösen fernasiatischen "Kopierer"... Die machen immer "alles" kaputt! 8)
Wie kann man nur aus einer zeitlich begrenzten Handlungsweise, die ihren Ursprung im Übrigen zunächst darin hatte, dass die hier als Erfindernationen gepriesenen Staaten die Asiatischen Staaten zunächst als verlängerte Werkbank "installiert" haben, so verklären! Kopiert und abgekupfert wurde zu jeder Zeit der Menscheit - zumindest, seit Kulturen Handel mit einander treiben. Wer erfand das Speiseeis, die Spaghetti, das Schwarzpulver? Historiker verorten deren Ursprünge im heutigen China... ...aber ok - damals gab es noch keine Patentanwälte. Kehrt man der Antike den Rücken (...die Chinesen hatten im Übrigen zu dieser Zeit schon hochentwickelte Gesellschaftsstrukturen, da hat man auf dem Gebiet des heutigen Deutschland noch ins Erdloch geschissen...) und wendet sich der industriellen Neuzeit zu, dann ist das sicher richtig, dass viele der aktuellen technischen Erfindungen in Europa gemacht wurden. Na und? Wenn die Europäer (und mit ihnen die Amerikaner) aus Kostengründen die Produktion in ein anderes Land verlagern (=verlängerte Werkbank), müssen die sich nicht wundern, wenn dort jemand auf die Idee kommt, das Geschäft auch mal selbst in die Hand zu nehmen. Und wenn der "Mist" nun mal gekauft wird, dann wächst Kapital an, mit dem der Wettbewerber dann in der Lage ist, auch qualitativ Hochwertiges und Innovatives auf die Beine zu stellen. Natürliich ist es für eine heimische Industrie bitter, wenn sich anderswo harter Wettbewerb entwickelt aber so ist das nun mal. Nichts ist für die Ewigkeit... ...auch kein Unternehmen, kein Weltkonzern, keine Wirtschaftsmacht. Die Gründe für den Niedergang eines Unternehmens sind im Übrigen so vielschichtig, wie nur was... ...Matthias M hat es ja schon treffend formuliert. Von sich veränderndem Verbraucherverhalten über Eigentümerstreitigkeiten (Finanzierungsproblemen) bis hin zu veränderten Produktionsbedingungen (steigende Fertigungskosten) ist alles Mögliche denkbar, was ein Unternehmen auf Sicht dahin rafft, wenn es dumm läuft. Vor allem, wenn mehrere solcher Kriterien zusammen kommen. Den Niedergang also an einem einzelnen Parameter festzumachen (unfähige Ingenieure... oder strategische Fehler... oder hässliches Design... oder jugendliche Verbraucher nicht ernst genommen...) halte ich für vermessen. Tatsache ist jedenfalls, dass selbst ein Überleben des hier zitierten Unternehmens dazu geführt hätte, dass von "Loewe" ausser dem Unternehmensmantel nichts übrig geblieben wäre. Die Produkte wären wahrscheinlich andere (...Hifi ist nun mal "tot", TV in seiner klassischen Form demnächst wohl auch...) und damit wären auch die Mehrzahl der Arbeitsplätze dahin oder eben von anderen Menschen besetzt. Aber da sich das Leben nun mal nicht im Konjunktiv abspielt, musste Loewe (wie so viele andere Hersteller auch, sowohl in Europa/USA als auch mittlerweile in Fernasien...) dahinscheiden. Für den Fan der Marke traurig, wenn ein Stück "Industriegeschichte" verschwindet aber letzten Endes dem natürlichen Zyklus folgend, dass alles mal ein Ende hat - aus Gründen, die man als "Aussenstehender" in der Regel allenfalls ansatzweise erahnen kann.
Mein Fazit deshalb: traurig, ein weiteres Stück "Industriegeschichte" zu verlieren. Die Gründe dafür: vielschichtig und schwer in einer Ecke verortbar. Panta rhei...
Und der Automobilindustrie wird es natürlich genauso ergehen... ...eigentlich schon vor Jahren vorhersehbar auch wenn es durch hysterisches Verhalten zur Zeit etwas beschleunigt wird, weitere "Sargnägel einzuschlagen".
Gruß
Gruß
Wie kann man nur aus einer zeitlich begrenzten Handlungsweise, die ihren Ursprung im Übrigen zunächst darin hatte, dass die hier als Erfindernationen gepriesenen Staaten die Asiatischen Staaten zunächst als verlängerte Werkbank "installiert" haben, so verklären! Kopiert und abgekupfert wurde zu jeder Zeit der Menscheit - zumindest, seit Kulturen Handel mit einander treiben. Wer erfand das Speiseeis, die Spaghetti, das Schwarzpulver? Historiker verorten deren Ursprünge im heutigen China... ...aber ok - damals gab es noch keine Patentanwälte. Kehrt man der Antike den Rücken (...die Chinesen hatten im Übrigen zu dieser Zeit schon hochentwickelte Gesellschaftsstrukturen, da hat man auf dem Gebiet des heutigen Deutschland noch ins Erdloch geschissen...) und wendet sich der industriellen Neuzeit zu, dann ist das sicher richtig, dass viele der aktuellen technischen Erfindungen in Europa gemacht wurden. Na und? Wenn die Europäer (und mit ihnen die Amerikaner) aus Kostengründen die Produktion in ein anderes Land verlagern (=verlängerte Werkbank), müssen die sich nicht wundern, wenn dort jemand auf die Idee kommt, das Geschäft auch mal selbst in die Hand zu nehmen. Und wenn der "Mist" nun mal gekauft wird, dann wächst Kapital an, mit dem der Wettbewerber dann in der Lage ist, auch qualitativ Hochwertiges und Innovatives auf die Beine zu stellen. Natürliich ist es für eine heimische Industrie bitter, wenn sich anderswo harter Wettbewerb entwickelt aber so ist das nun mal. Nichts ist für die Ewigkeit... ...auch kein Unternehmen, kein Weltkonzern, keine Wirtschaftsmacht. Die Gründe für den Niedergang eines Unternehmens sind im Übrigen so vielschichtig, wie nur was... ...Matthias M hat es ja schon treffend formuliert. Von sich veränderndem Verbraucherverhalten über Eigentümerstreitigkeiten (Finanzierungsproblemen) bis hin zu veränderten Produktionsbedingungen (steigende Fertigungskosten) ist alles Mögliche denkbar, was ein Unternehmen auf Sicht dahin rafft, wenn es dumm läuft. Vor allem, wenn mehrere solcher Kriterien zusammen kommen. Den Niedergang also an einem einzelnen Parameter festzumachen (unfähige Ingenieure... oder strategische Fehler... oder hässliches Design... oder jugendliche Verbraucher nicht ernst genommen...) halte ich für vermessen. Tatsache ist jedenfalls, dass selbst ein Überleben des hier zitierten Unternehmens dazu geführt hätte, dass von "Loewe" ausser dem Unternehmensmantel nichts übrig geblieben wäre. Die Produkte wären wahrscheinlich andere (...Hifi ist nun mal "tot", TV in seiner klassischen Form demnächst wohl auch...) und damit wären auch die Mehrzahl der Arbeitsplätze dahin oder eben von anderen Menschen besetzt. Aber da sich das Leben nun mal nicht im Konjunktiv abspielt, musste Loewe (wie so viele andere Hersteller auch, sowohl in Europa/USA als auch mittlerweile in Fernasien...) dahinscheiden. Für den Fan der Marke traurig, wenn ein Stück "Industriegeschichte" verschwindet aber letzten Endes dem natürlichen Zyklus folgend, dass alles mal ein Ende hat - aus Gründen, die man als "Aussenstehender" in der Regel allenfalls ansatzweise erahnen kann.
Mein Fazit deshalb: traurig, ein weiteres Stück "Industriegeschichte" zu verlieren. Die Gründe dafür: vielschichtig und schwer in einer Ecke verortbar. Panta rhei...
Und der Automobilindustrie wird es natürlich genauso ergehen... ...eigentlich schon vor Jahren vorhersehbar auch wenn es durch hysterisches Verhalten zur Zeit etwas beschleunigt wird, weitere "Sargnägel einzuschlagen".
Gruß
Gruß
