18.06.2019, 19:15
Naja,
Viele alteingesessene Radio und Fernsehtechniker erzählen Alle das Gleiche. Es wird immer über die bösen Japaner geschimpft, die jede Technologie von uns geklaut haben, dann geht’s immer nur um die Vorteile der Deutschen Geräte und die Japanischen werden mies geredet, wo es nur geht.
Grundig Videorecorder waren ja auch hervorragend, spätere VHS Recorder konnten über Videotext programmiert werden, dazu war es möglich die Cassetten zu katalogisieren. Es gab ein Archivsystem mit EEPROM, dass die Texteinträge speicherte und anzeigte was auf welche Cassette aufgenommen war. Nach Einlegen der Cassette konnte man dann mit dem Cursor die Sendung auswählen und der Recorder spulte automatisch hin. Und von Video 2000 wurde das Feature übernommen, dass der Recorder Bandlänge und Restzeit anzeigen konnte. Doof nur: Die Dinger waren Mega anfällig, da half auch das tolle Laufwerk nix. Ständig war was Anderes kaputt, während die Panasonics meistens 20 Jahre ohne Ausfall liefen.
Was Grundig im HiFi Bereich Alles nicht hatte verglichen mit Akai, Denon, Pioneer und Co. darüber wird dann aber geschwiegen und das dann irgendwie so gerückt, als wäre das Alles unnötig gewesen. Das habe ich schon oft erlebt. Es kommen dann auch oft Sprüche wie „auf der Funkaustellung 19xx,
fielen die Japaner vor Erfurcht auf die Knie...“... und japanische Innovation ist dann immer von Deutschen geklaut oder schlecht durchdacht.
Und es heißt auch oft bei japanischen Tonbandgeräten z.B. es seien Blender und da wäre mehr Luft als Technik drin und die Werte würden die eh nur auf dem Papier erreichen. In den meisten Fällen hat man halt einfach auf viel Mechanik verzichten können, weil ein 3 Motoren Laufwerk zum Einsatz kam. Die Grundigs sind eben bis obenhin voll gebaut, weil man den einen Motor eben durch Mechanik kompensieren muss, aber Beides hat seine Berechtigung, japanische Geräte waren nämlich auch deutlich teurer als einmotorige deutsche Heimtonbandgeräte, also kann man schlecht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Naja das mit dem VCR System stimmt nicht ganz. Ich kann mir - wie bei Beta I ebenfalls vorstellen, dass das Bild anfangs besser war, aber eben auf Kosten der Spieldauer. Für den Konsumer war das total unpraktikabel, weil teuer und es passte weder ein Film noch ein Fußballspiel auf eine Cassette.
Sony bot für den SL C5 und den SL C7 einen Wechsler Aufsatz an, der wenn man im Urlaub war erlaubte über längere Zeit automatisch auf mehrere Cassetten hintereinander aufzunehmen. Am Ende gingen auf eine Beta Cassette immerhin 3 1/2 Stunden.
Es war eben ein Kompromiss zwischen Bildqualität und Spieldauer.
Trotzdem: Aufs VCR System passten nur 65 Minuten. Es gab dann noch VCR Longplay und SVR. Das waren Recorder, die die selben Cassetten verwendeten aber Alle komplett inkompatibel zueinander waren. Eine SVR oder VCR Longplay Cassette machte auf einem VCR Recorder kein Bild und umgekehrt ebenfalls nicht, die Trommeln und Spurwinkel so wie die Bandgeschwindigkeiten unterschieden sich.
So konnte man auf VCR Longplay tatsächlich 3 Stunden aufnehmen und mit SVR sogar 5 Stunden und mehr aber ich denke darunter litt die Bildqualität und am Ende war das Bild dann entweder genau so schlecht oder noch schlechter als bei den anderen Systemen, wenn es tatsächlich mal besser ausgesehen haben sollte, ich denke aber nicht, aber wie gesagt VCR Longplay und SVR sind NICHT VCR, nur die Cassetten sind die gleichen, es bleiben also 65 Minuten. Frühe U-Matic Recorder sehen auch nicht deutlich besser aus, als VHS, das wird erst später besser.
LG Tobi
Viele alteingesessene Radio und Fernsehtechniker erzählen Alle das Gleiche. Es wird immer über die bösen Japaner geschimpft, die jede Technologie von uns geklaut haben, dann geht’s immer nur um die Vorteile der Deutschen Geräte und die Japanischen werden mies geredet, wo es nur geht.
Grundig Videorecorder waren ja auch hervorragend, spätere VHS Recorder konnten über Videotext programmiert werden, dazu war es möglich die Cassetten zu katalogisieren. Es gab ein Archivsystem mit EEPROM, dass die Texteinträge speicherte und anzeigte was auf welche Cassette aufgenommen war. Nach Einlegen der Cassette konnte man dann mit dem Cursor die Sendung auswählen und der Recorder spulte automatisch hin. Und von Video 2000 wurde das Feature übernommen, dass der Recorder Bandlänge und Restzeit anzeigen konnte. Doof nur: Die Dinger waren Mega anfällig, da half auch das tolle Laufwerk nix. Ständig war was Anderes kaputt, während die Panasonics meistens 20 Jahre ohne Ausfall liefen.
Was Grundig im HiFi Bereich Alles nicht hatte verglichen mit Akai, Denon, Pioneer und Co. darüber wird dann aber geschwiegen und das dann irgendwie so gerückt, als wäre das Alles unnötig gewesen. Das habe ich schon oft erlebt. Es kommen dann auch oft Sprüche wie „auf der Funkaustellung 19xx,
fielen die Japaner vor Erfurcht auf die Knie...“... und japanische Innovation ist dann immer von Deutschen geklaut oder schlecht durchdacht.
Und es heißt auch oft bei japanischen Tonbandgeräten z.B. es seien Blender und da wäre mehr Luft als Technik drin und die Werte würden die eh nur auf dem Papier erreichen. In den meisten Fällen hat man halt einfach auf viel Mechanik verzichten können, weil ein 3 Motoren Laufwerk zum Einsatz kam. Die Grundigs sind eben bis obenhin voll gebaut, weil man den einen Motor eben durch Mechanik kompensieren muss, aber Beides hat seine Berechtigung, japanische Geräte waren nämlich auch deutlich teurer als einmotorige deutsche Heimtonbandgeräte, also kann man schlecht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Naja das mit dem VCR System stimmt nicht ganz. Ich kann mir - wie bei Beta I ebenfalls vorstellen, dass das Bild anfangs besser war, aber eben auf Kosten der Spieldauer. Für den Konsumer war das total unpraktikabel, weil teuer und es passte weder ein Film noch ein Fußballspiel auf eine Cassette.
Sony bot für den SL C5 und den SL C7 einen Wechsler Aufsatz an, der wenn man im Urlaub war erlaubte über längere Zeit automatisch auf mehrere Cassetten hintereinander aufzunehmen. Am Ende gingen auf eine Beta Cassette immerhin 3 1/2 Stunden.
Es war eben ein Kompromiss zwischen Bildqualität und Spieldauer.
Trotzdem: Aufs VCR System passten nur 65 Minuten. Es gab dann noch VCR Longplay und SVR. Das waren Recorder, die die selben Cassetten verwendeten aber Alle komplett inkompatibel zueinander waren. Eine SVR oder VCR Longplay Cassette machte auf einem VCR Recorder kein Bild und umgekehrt ebenfalls nicht, die Trommeln und Spurwinkel so wie die Bandgeschwindigkeiten unterschieden sich.
So konnte man auf VCR Longplay tatsächlich 3 Stunden aufnehmen und mit SVR sogar 5 Stunden und mehr aber ich denke darunter litt die Bildqualität und am Ende war das Bild dann entweder genau so schlecht oder noch schlechter als bei den anderen Systemen, wenn es tatsächlich mal besser ausgesehen haben sollte, ich denke aber nicht, aber wie gesagt VCR Longplay und SVR sind NICHT VCR, nur die Cassetten sind die gleichen, es bleiben also 65 Minuten. Frühe U-Matic Recorder sehen auch nicht deutlich besser aus, als VHS, das wird erst später besser.
LG Tobi
