Frage: Bei DVD-Playern Layerwechsel nur On-Screen bedienbar?
#1
Selbst hochwertige Multiplayer im oberern Preissegment , z. B. der Marantz DV 12 S2, lassen sich anscheinend auch bei reinen Audio-Anwendungen nicht bedienen, ohne das der Fernseher eingeschaltet wird. Beim Wechsel von z. B. CD-Betrieb auf SACD- oder Multikanal-Betrieb erfolgt die Umschaltung mit einem On-Screen-Menu auf dem Fernseh-Bildschirm. Bei einem Modell der Fa. Denon ist es anscheinend ebenso.

Wäre das nur bei Video-Anwendungen so, fände ich das o.K. Aber was macht jemand, der sich nur eine hochwertige Musik-Maschine kaufen will?

Gibt es hochwertige Player, bei denen das etwas audiofreundlicher gelöst ist? Oder muss man sich einen Fernseher kaufen um Musik hören zu können?
Michael(F)
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#2
Nun, ich denke, wer sich eine hochwertige Musikmaschine kaufen will wird einen reinen CD-Player nehmen müssen. Die Hersteller dieser Multiformat Kisten setzen heute wohl den TV voraus. Beispiel: Panasonic DVD Player mit CD-Text. Trotzdem das das Ding ein alphanumerisches Displey hat zeigt es den CD-Text nur auf dem TV an. So ein Unsinn! Es geht aber auch anders: Denon DNC615. CD-Player mit CD-Text und MP3. Der zeigt allen Krempel im Display an, kann aber natürlich nicht DVD-A. Übrigens stehe ich SACD kritisch gegenüber. Es ist ein propietäres (richtig geschreibt?) Verfahren das lediglich gut vermarktet wird aber fragwürdige Eigenschaften aufweist. Nur die DVD-A ist eine Alternative, da selbst Brennbar und vielseitig verwendbar. Aber wenn Phonomax schreibt man hört die höhere Abtastrate garnicht... Nimm doch einen CD-Player.

MfG Matthias
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#3
Das Gerät ist nicht für mich, sondern ein Mitarbeiter von mir wollte es heute bei ebay ersteigern. War mit 2400.-- angesetzt, kostet normalerweise mehr und ging trotzdem nicht weg. Er möchte ein universelles Gerät, das alles abspielen kann, aber eben nur ein Gerät. Auf sehr guten Stereo-CD-Klang will er nicht verzichten.

Das erste, was stört: Das Gerät hat einen Area-Code. Für schlappe 50 Euro kann man den lahmlegen lassen. Das ist sogar authorisiert und kostet nicht die Garantie. Auch diverse Kopierschutzmechanismen muss man zuerst umgehen, und wenn man dann alles erledigt hat, und denkt, das wars dann, findet man raus, daß man wichtige Funktionen nur in Zusammenhang mit der Glotze nutzen kann.

Ich weiss, warum ich mir sowas nicht kaufe.....aber mein Mitarbeiter ist auf der Suche. Und weil er auch 2 Bandmaschinen hat, hab' ich seine Frage mal hier reingestellt!
Michael(F)
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#4
Hier drängt sich erstmal die Frage auf was er machen will. CDs hören? DVDs kucken? Ein neumodernes Sonderformat das keiner braucht wie DVD-A oder SACD hören? Alles auf einmal? Wenn er alles will hat er ja einen TV. Wenn er SACD nicht will, was ich verstehen kann, kann er den reinen 2 Kanal Kram bis 24/96 mit dem Computer machen. Da Computer aber Nervenaufreibend sind ist das nur bedingt zu empfehlen.
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#5
Sofern man noch über einen Röhrenfernseher verfügt, tut mir zumindest jedes Einschalten weh, das eigentlich nur 'Spielerei' ist. Bei einem TFT-Bildschirm hoffe ich, daß die Lebensdauer erheblich größer ist und häufiges Ein- und Ausschalten kein großes Problem darstellen - TFT sollte sich in ein oder 2 Jahren endgültig durchgesetzt haben.

In diesem Fall finde ich es gut, wenn die Geräte ihr eigenes Display zugunsten eines gemeinsamen vernachlässigen! Aber ich hoffe inständig, das die von Michael beschriebenen Geräte nicht in ein paar Jahren einen Windows-basierenden Miniatur-Wohnzimmer-Zentral-PC voraussetzen, auf dem dann Denon- und Marantz-Software konkurrieren...
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#6
Zitat:highlander postete
Aber ich hoffe inständig, das die von Michael beschriebenen Geräte nicht in ein paar Jahren einen Windows-basierenden Miniatur-Wohnzimmer-Zentral-PC voraussetzen, auf dem dann Denon- und Marantz-Software konkurrieren...
Aber genau darauf läuft es doch hinaus! Du kriegst schon bei jedem Kistenschieber die kleinen PCs. Theoretisch können die viel mehr, aber praktisch stellt man sich etwas hin das man nicht versteht und das den Nutzer letztendlich bevormundet. (siehe Region Code, CSS und User Prohibitions bei DVD, all die "Rights Management" Kacke bei den Datenreduzierten Digitalformaten und das was mir noch alles jetzt nicht einfällt.) Und das alles von einer Industrie die für ihre nicht vorhandene Investitionssicherheit bekannt ist. Und genau dagegen wehre ich mich in dem ich nurnoch den alten Kram kaufe.
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#7
Zitat:highlander postete
TFT sollte sich in ein oder 2 Jahren endgültig durchgesetzt haben.
Würde ich auch sagen. Plasmabildschirme sind ein tot geborenes Kind, da sie schnell altern und dann unbrauchbar werden. TV Geräte werden jedoch als LCD Geräte bezeichnet, ich weiß aber nicht, ob sie mit TFT Technik funktionieren wie Computerbildschirme. Ein TFT ist eine Art eines LCDs, aber eine LCD ist nicht unbedingt ein TFT.
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.
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#8
Ob nun DVD oder MD, viele moderne Geräte sind mit ihrer Menü-Führung eben nur für Sehende gemacht. Nicht nur die kleinen fummeligen Tasten der Fernbedienung, ohne die es ja meistens auch nicht geht. Da gibt es manchmal eben nur die Lösung: Man muß die Reihe der Bedienschritte auswendig lernen(zum Bespiel: Fünfmal "Menü, zweimal "nach links", einmal "nach unten" an dann "OK") um einen bestimmten Befehl auszuführen. Wenn man sich dann doch mal "verlaufen" hat, "Delete" und alles von vorn. Für Sehende ohne Fernseher gewöhnungsbedürftig, für meiner einer meist anders garnicht möglich.

Fazit: Bleibt bei der geliebten Bandmaschine, die geht auch ohne Menü und Fernseher. :grins:
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#9
Aber Bandmaschine MIT Menü...das wäre auch nicht zu verachten, nette Spielerei Big Grin
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#10
Zitat:Matze postete
Es ist ein propietäres(richtig geschreibt?)
MfG Matthias
Moin , Matthias ,
nein , nicht "richtig geschreibt" , sondern richtig "geschrieben "! Aber wenn du nicht mal weißt , wie ein Wort richtig geschrieben wird , woher kennst du denn seine genaue Bedeutung? Ich jedenfalls weiß nicht ,was ein "propietäres" Verfahren ist ,sorry, klär mich doch mal bitte auf...
Die andere Sache mit dem SACD, DVD-Audio und was es da sonst noch alles so gibt :Braucht kein Mensch , der nur gute Stereo-Musik hören will . Ist sowieso überflüssig entwickelt worden und wird sich nicht durchsetzten können , genau wie damals mit Beta 2000 Video (was wirklich nicht schlecht gewesen sein soll) und auch mit DAT & DCC (wobei DAT mein Lieblingsaufnahmemedium ist und auch bleibt!). Und nicht zu vergessen das super DSR!Confusedad:
Nicht alles , was technisch machbar ist, wird auch vom Verbrauchern uneingeschränkt angenommen , das ist auch gut so.Sonst hätten wir ja jedes Jahr zu Weihnachten ein neues Audio-Datenträgerformat..... bei den Surround-Formaten ist das ja schon teilweise der Fall (Pro Logic, Dolby Digital (EX), DTS, DTS-ES gesteigert dann noch mal mit "discrete", das ganze dann nochmal THX-(oder Ultra!)zertifiziert, 5.1, 7.1, 9.1 usw,usw....). Mag ja für verspielten Videofreund recht interressant sein , für einem reinen Musikliebhaber (High-Ender) überflüssig wie ein Kropf.

==>Highländer Ja, das wäre eine nette Spielerei , man müßte ja nur eine Bandmaschine mit einem "DCC"-Kopf ausrüsten......und diesen dann natürlich mit dem entsprechenden Digital-Equipment ansteuern.

Also Michael , wenn du gute Stereomusik hören willst, kauf dir einen hochwertigen CD oder noch besser , einen gebrauchten Sony aus der ES-Serie (7xxES) und schicke den dann nach Swoboda http://www.swobodaaudio.de/ der macht da einen richtigen "High-End"-CD-Player draus , da kann kein Format der Welt mithalten! Dummerweise modifiziert der auch schon SACD-Player, der Mann schwimmt mit dem Strom....aber was der mit den reinen CD-Player'n veranstaltet , ist der Hit!
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#11
Zitat:high-end-fidi postete
........
Also Michael , wenn du gute Stereomusik hören willst, kauf dir einen hochwertigen CD oder noch besser , einen gebrauchten Sony aus der ES-Serie (7xxES) und schicke den dann nach Swoboda http://www.swobodaaudio.de/ der macht da einen richtigen "High-End"-CD-Player draus , da kann kein Format der Welt mithalten! Dummerweise modifiziert der auch schon SACD-Player, der Mann schwimmt mit dem Strom....aber was der mit den reinen CD-Player'n veranstaltet , ist der Hit!
......
Solche Empfehlungen (swobodaaudio) sind doch sehr fraglich, vor allem wenn sie von Menschen mit Halbfachwissen und Freunden von Verschwörungstheorien über die Naturwissenschaften einhergehen. Aber vieleicht haben wir hier unter den Audio-Freunden auch einige Geomanten o.ä.!

Wenn ich den hier dokumentierten Schwachsinn und Selbstbeweihräucherung lese kann das nur von jemanden verfasst worden sein der die Elektrotechnik nicht begreift.

http://www.swobodaaudio.de/3player/ModifikationA+.pdf

1)
Dort ist z.B. von hochohmigen Strömen die Rede!
Was soll dies denn bitte sein?
Der Strom wird meines bescheidenen Wissens immer noch in Ampere gemessen. Hochohmig können nur Widerstände sein diese werden dann in Ohm klassifiziert.

2)
Auch ist zu Lesen das hier der tolle Audioverbesserer sich einige Styroflexkondensatoren auf Lager gelegt hat, da Styroflexkondensatoren nicht mehr gefertigt werden.
Was für ein Unsinn, diese Kondensatortechnologie gibt es weiterhin und kann zum Anfassen als echter Kondensator bei allen namhaften Elektronikvertrieben gekauft werden.


alles was Frauen u. Männern, bestimmt keinen Spaß macht sind Gardinen-Popos und Freunde von Verschwörungstheorien oder
leben, achten, respektieren und leben lassen.....
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#12
Zitat:highlander postete
Sofern man noch über einen Röhrenfernseher verfügt, tut mir zumindest jedes Einschalten weh
Mir auch. Da sowohl mein Videorecorder als auch mein DVD-Player sich größtenteils nur Onscreen bedienen lassen, habe ich mir auf anderem Wege beholfen: In meinem Haupt-PC, der eigentlich eh fast immer läuft, steckt nun eine billige Fernsehkarte, an deren Videoeingang über einen Scart-Umschalter die beiden oben genannten Geräte angeschlossen sind. Wenn ich nun etwas onscreen bedienen muß, mache ich das in einem kdetv-Fenster und schone den Fernseher.
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#13
@Andreas

Bandmaschine mit Menü = Bandsalat Smile
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#14
Hallo high-end-fidi

Als "proprietär" wird gemeinhin ein nicht-offenes und/oder herstellergebundenes Format und/oder Verbindung bezeichnet, die inkomatibel zu anderen Formaten ist. CD, LP, MC, DAT etc. sind z.B keine proprietären Formate, da jeder Hersteller entsprechende Geräte entwickeln kann.

Proprietär hingegen sind MiniDisc und SACD. Proprietäre Lösungen gibt es häufig. Z.B. der Denon-Link ist proprietär, TASI bei T+A und noch andere Lösungen.

Gruss
Etienne
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#15
=> Gyrator

Der Name Swoboda ist mir schon seit Jahren geläufig. Auch wenn es Dir nicht passt: Eine große Zahl zufriedener Kunden spricht für ihn. Diese alle für Idioten zu halten ist Dir zwar unbenommen, zeugt aber nicht gerade von Weitblick. Warum sollte ausgerechnet die Fa. Sony ein Produkt auf den Markt bringen, das nicht mehr verbessert werden kann? Und warum sollte ein Herr Swoboda nicht in Handarbeit am Einzelstück schaffen, was eine Großfirma in der Serie vernachlässigen muss? Ich halte das nicht für so abwegig, ohne zu wissen, was er genau macht und wie er das begründetl

Mag sein, daß seine Herleitungen für Dich abstrus klingen. Das alleine reicht für eine Beurteilung der Gesamtleistung nicht aus. Nicht jeder kann das, was er tut, auch richtig verkaufen. Mancher lässt sich herab, und hängt nicht den großkotzigen Experten raus, sondern formuliert für ein Publikum, dem diese Materie fremd ist. Da geht manches schief, und das ist dann natürlich willkommens Fressen für diejenigen, die sich im Besitze der naturwissenschaftlichen Wahrheit wähnen.

Hast Du so einen Player schon mal im Vergleich unter nachvollziehbaren Bedingungen gehört? Gibt es Ergebnisse, die einer statistischen Betrachtung standhalten? Bis das geklärt ist, steht eine Meinung gegen die andere, und das sollte man so stehen lassen, ohne den jeweils anderen als Anhänger von Verschwörungstheorien zu diffamieren.

Du kannst davon ausgehen: Wenn ich Interesse an so einem Gerät habe, dann höre ich mir das sehr genau und ausführlich an. Dann werde ich mich auch intensiv mit der Herleitung dessen beschäftigen, was ich höre oder andere angeblich hören. Das Urteil, ob warme Luft oder willkommenes Phänomen möchte ich erst dann fällen. Bis dahin bleibt so ein Angebot für viele immerhin eine Option.

Übrigens: Würde ich nur aufgrund des Geschriebenen umfassend auf die Person und dessen Leistung schliessen, kämst Du nicht gut weg. Deine Schlußbemerkung ist unzulässig verallgemeinernd, unscharf und diffus, darüberhinaus entweder falsch forumliert oder in der Ausage in totalem Gegensatz zu dem stehend, was für ein sachlich-konstruktives Miteinander notwendig ist. Man könnte auch sagen: Unoriginell in der sich wiederholenden Aussage, etwas wirr und recht dürftig im Inhalt.
Michael(F)
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#16
=> Etienne

Es wird wieder sachlich, danke! Wink

Ich bin überrascht, daß die MD proprietär sein soll. Das ist doch ein über viele Hersteller verbreitetes Format. Selbst wenn nur noch Sony da wäre (mit der HiMD ist das ja so) so könnten andere Hersteller das doch auch tun.

Ist es mit der SACD nicht ähnlich?
Michael(F)
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#17
Zitat:Michael Franz postete
=> Gyrator

Der Name Swoboda ist mir schon seit Jahren geläufig. Auch wenn es Dir nicht passt: Eine große Zahl zufriedener Kunden spricht für ihn. Diese alle für Idioten zu halten ist Dir zwar unbenommen, zeugt aber nicht gerade von Weitblick. Warum sollte ausgerechnet die Fa. Sony ein Produkt auf den Markt bringen, das nicht mehr verbessert werden kann? Und warum sollte ein Herr Swoboda nicht in Handarbeit am Einzelstück schaffen, was eine Großfirma in der Serie vernachlässigen muss? Ich halte das nicht für so abwegig, ohne zu wissen, was er genau macht und wie er das begründetl

Mag sein, daß seine Herleitungen für Dich abstrus klingen. Das alleine reicht für eine Beurteilung der Gesamtleistung nicht aus. Nicht jeder kann das, was er tut, auch richtig verkaufen. Mancher lässt sich herab, und hängt nicht den großkotzigen Experten raus, sondern formuliert für ein Publikum, dem diese Materie fremd ist. Da geht manches schief, und das ist dann natürlich willkommens Fressen für diejenigen, die sich im Besitze der naturwissenschaftlichen Wahrheit wähnen.

Hast Du so einen Player schon mal im Vergleich unter nachvollziehbaren Bedingungen gehört? Gibt es Ergebnisse, die einer statistischen Betrachtung standhalten? Bis das geklärt ist, steht eine Meinung gegen die andere, und das sollte man so stehen lassen, ohne den jeweils anderen als Anhänger von Verschwörungstheorien zu diffamieren.

Du kannst davon ausgehen: Wenn ich Interesse an so einem Gerät habe, dann höre ich mir das sehr genau und ausführlich an. Dann werde ich mich auch intensiv mit der Herleitung dessen beschäftigen, was ich höre oder andere angeblich hören. Das Urteil, ob warme Luft oder willkommenes Phänomen möchte ich erst dann fällen. Bis dahin bleibt so ein Angebot für viele immerhin eine Option.

Übrigens: Würde ich aufgrund des Geschriebenen umfassend auf die Person und dessen Leistung schliessen, kämst Du nicht gut weg. Deine Schlußbemerkung ist unzulässig verallgemeinernd, unscharf und diffus, darüberhinaus entweder falsch forumliert oder in totalem Gegensatz zu dem stehend, was für ein sachlich-konstruktives Miteinander notwendig ist. Man könnte auch sagen: Unoriginell in der sich wiederholenden Aussage, etwas wirr und recht dürftig im Inhalt.
Diese Art der Darstellung von Swoboda ist nicht seriös, auch wenn dieser Name in vieler Munde ist, bedeutet es noch lange nicht das was hier gemacht wird generell etwas bringt. Es mag ja zutreffen das durch Zufall eine scheinbare Verbesserung der Klangeigenschaften an einem Gerät geschaffen wurde. Doch nur weil viele auf diesen Werbezug aufspringen bedeutet es noch lange nicht das auch was Solides dahintersteckt. Es ist jedem freigestellt seine Geldbörse zu erleichtern für was auch immer.
Auch das menschliche Klangerlebnis ist sehr subjektiv, wenn es durch Austausch von analogen Filtern gelingt z.B. harmonische Verzerrungen dem Signal hinzuzufügen so mag das für viele sich netter anhören als ein unverfälschteres Signal. Nicht alles was in einer Hifi-Zeitschrift abgedruckt wird ist frei von Störgrößen.
Dies genannte Unternehmen überzeugt mich einfach nicht und es erweckt in meinen Augen eher ein Zauberladen zu sein.

An sonsten sei Dir Deine Meinung natürlich ungenommen.
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#18
So forumliert liest sich das schon ganz anders ... Smile
Michael(F)
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#19
Hallo Michael Franz

Die MD wurde von Sony erfunden und auf den Markt gebracht. Soweit ich weiss, ist das kein offener Standard. Neben Sony gab es noch Sharp, welche ebenfalls MD-Geräte gebaut haben. Sharp soll eine Tocher von Sony sein, habe ich mal gehört. Evtl. hat dazu jemand genauere Infos. Sony wollte auf jeden Fall Geld für Lizenzen.

Nach meinem Verständnis ist das proprietär. Evtl. hat jemand eine bessere Definition für proprietär.

Aber um bei MD zu bleiben: Die MD verwendet ATRAC. Die ist ein pröprietäres Format, da es niemand kennt und ein Programm mit entsprechender Funktionalität schreiben kann, da die Spezifikationen nicht offen zugänglich sind - währeddem es für (LAME-) MP3 Dutzende von Programmen und Anwendungen gibt.

Gruss
Etienne
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#20
MDs gab es von
Sony
Onkyo
Denon
Technics
Sharp
Aiwa
Yamaha (?)
....
war also recht weit verbreitet

Meines Wissens - und ist jetzt keine gesicherte Erkenntnis - schrieben die Hersteller ihre eigenen Atrac-kompatiblen Dialekte. Standards wie bei der CD sind mir jedoch nicht bekannt.
Michael(F)
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#21
Proprietär
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Proprietär (v. lat.: proprius eigen) bedeutet zugehörig, eigen, eigentumsförmig.


Verschiedene Bedeutungen
Im juristischen Sinne ist der Begriff „proprietär“ gleichbedeutend mit „urheberrechtlich geschützt“.
Davon abweichend benutzt die Freie-Software-Bewegung den Begriff für Dinge, die nicht „frei“ sind. „Proprietäre Software“ ist jegliche Software, die keine „freie Software“ ist. Mit dem urheberrechtlichen Schutz (siehe 1.) hat diese Definition jedoch wenig zu tun: So ist z.B. ein urheberrechtlich geschütztes Programm, das unter der GPL lizenziert ist, hiernach „frei“, ein urheberrechtlich nicht geschütztes Programm ohne Quellcode hingegen „proprietär“. Bekannte Beispiele proprietärer Software sind: Microsoft Windows, Adobe Photoshop, AutoCad, Macromedia Flash oder PhotoLine 32.
Man bezeichnet im IT-Bereich traditionell solche Dateiformate, Protokolle usw. als „proprietär“, die nicht allgemein anerkannten Standards entsprechen, also sozusagen „hauseigene“ Entwicklungen sind.
Davon abweichend bezeichnet die Freie-Software-Bewegung Dateiformate, Protokolle usw. als „proprietär“, die nicht „offenen“ oder „freien“ Standards entsprechen, d.h. solchen Standards, die mit freier Software implementierbar sind. Beispiele für proprietäre Dateiformate sind das MS-Word-Format oder das WMA-Format. Beispiele für nicht proprietäre, offene Formate sind Ogg Vorbis, das Portable Network Graphics-Format oder das HTML-Format.
Zudem ist „der Proprietär“ eine veraltete Bezeichnung für einen Eigentümer im allgemeinen Sinne.
Unterschiede zwischen Definition 3 und 4:

Das Audiokompressionsformat „MPEG-1 Audio Layer-3“ („MP3“Wink ist nach 4. ein proprietäres Format, da es durch aktiv geltend gemachte Softwarepatente belastet und somit nicht länger frei implementierbar ist, nicht jedoch nach 3., da es ein ISO-Standard ist.
Das patentfreie Gegenstück Ogg Vorbis hingegen ist zwar ein „freies Format“ nach 4., jedoch bisher von keiner großen Standardisierungsorganisation übernommen.
Oft sind hauseigene Entwicklungen auch undokumentiert und patentbelastet und somit proprietär nach beiden Definitionen, so das WMA-Format.
[bearbeiten]
Sicherheitshinweise
Proprietäre Software und proprietäre Datenformate (im Sinne von 2. und 4.) bergen potentiell eine Reihe von Gefahren, denen sich der Benutzer aussetzt:

Die technischen Einzelheiten sind oft gar nicht oder nur unzureichend dokumentiert, so dass beispielsweise die Qualität/Sicherheit von Verschlüsselungsalgorithmen nicht überprüft werden kann und die Anwender allein auf die Angaben des Herstellers vertrauen müssen.
Beim Wechsel auf eine neuere Version einer Software können unvorhersehbare Änderungen auftreten, einerseits in der Software selbst, andererseits in den Datenformaten.
Beim Datenaustausch mit Programmen anderer Hersteller (s. Interoperabilität) können Probleme auftreten.
Der Benutzer wird an eine bestimmte Software gebunden.
[bearbeiten]
Etymologie
Das Wort proprietär kommt vom französischen proprietaire, vom lateinischen proprietarius. Siehe auch lat. proprietas, Eigentum, und proprius, eigen.




Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Propriet%C3%A4r"
Michael(F)
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#22
Diverses...

Sharp ist keine Sony Tochter. War zeitweise der einzige andere MD Laufwerk Hersteller neben Sony. Sharp MD Laufwerke wurden sehr oft verbaut, bei tragbaren MD Playern war Sharp (ist vielleicht immer noch) Marktführer.

DTS macht auch für Stereohörer Sinn. In den USA gibt's einige DTS 2.0 CDs und darüber hab ich nie etwas negatives gelesen, ganz im Gegenteil. Ich hab nur ein DTS Album (Sheryl Crow) und das klingt besser als die "normale" CD (ja, ich bilde es mir wahrscheinlich nur ein Wink )

"Meines Wissens - und ist jetzt keine gesicherte Erkenntnis - schrieben die Hersteller ihre eigenen Atrac-kompatiblen Dialekte. Standards wie bei der CD sind mir jedoch nicht bekannt.
"

Dem widerspräche die Lizensierungspolitik von Sony. Zumindest bei den neuen Atrac Varianten geht's ohne Sony nicht. Ich denke aber mal, dass Sony es von Anfang an so gehandhabt hat.
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#23
Zitat:Gyrator postete
Solche Empfehlungen (swobodaaudio) sind doch sehr fraglich, vor allem wenn sie von Menschen mit Halbfachwissen und Freunden von Verschwörungstheorien über die Naturwissenschaften einhergehen. Aber vieleicht haben wir hier unter den Audio-Freunden auch einige Geomanten o.ä.!

Wenn ich den hier dokumentierten Schwachsinn und Selbstbeweihräucherung lese kann das nur von jemanden verfasst worden sein der die Elektrotechnik nicht begreift.

http://www.swobodaaudio.de/3player/ModifikationA+.pdf

1)
Dort ist z.B. von hochohmigen Strömen die Rede!
Was soll dies denn bitte sein?
Der Strom wird meines bescheidenen Wissens immer noch in Ampere gemessen. Hochohmig können nur Widerstände sein diese werden dann in Ohm klassifiziert.

2)
Auch ist zu Lesen das hier der tolle Audioverbesserer sich einige Styroflexkondensatoren auf Lager gelegt hat, da Styroflexkondensatoren nicht mehr gefertigt werden.
Was für ein Unsinn, diese Kondensatortechnologie gibt es weiterhin und kann zum Anfassen als echter Kondensator bei allen namhaften Elektronikvertrieben gekauft werden....
So abwegig finde ich das gar nicht! Ich habe schon teure Stücke vorgeführt bekommen, da habe ich den Verkäufer gefragt, ob da wohl etwas kaputt ist Wink Die Antworten waren immer dieselben 'Der ist Testsieger, was besseres finden Sie kaum, was soll denn da kaputt sein?' usw. Manches teure High-End-Gerät entpuppt sich hinterher als Werbeblase. Ich glaube auch nicht an die heilsbringenden Zeitschriften und ihre Testurteile. Ich halte mich lieber gänzlich aus dem Highend-Bereich heraus!

Wenn ein Unternehmen, das sich selbst als Topveredler in der Unterhaltungselektronik sieht, dann derart laienhaft von 'hochohmigen Strömen' spricht, ist das ganze wenig vertrauenswürdig. Natürlich kann man Werbetexter ranlassen, die dann solche Zeilen verfassen, aber fachlich muß es trotzdem stimmen.

Die Menge an Käufern sagt nichts über die Qualität des Produktes aus - oder gibt es jemanden, der z.B. Windows mehr als die Note 'Befriedigend' geben würde?
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#24
Zitat:snzgl postete
@Andreas

Bandmaschine mit Menü = Bandsalat Smile
ist zwar nicht ganz sachlich, aber.....zum Thema Bandsalat......: Wink

ACHTUNG ! DER NACHFOLGENDE LINK IST NICHT JUGENDFREI ! ANKLICKEN AUF EIGENEN GEFAHR ! DAS MIR BITTE KEINE GRUENEN BESCHWERDEN KOMMEN !

https://tonbandforum.de/bildupload/Bandsalat%2001.JPG
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#25
Hallo Gyrator & Highlander ,

Zum Thema Swoboda möchte ich noch hinzufügen:

Ich hatte das Vergnügen (vor ewigen Zeiten) einen Sony 779ES sowie einen weiteren 707ES (beide damals in schwarz) zu besitzen , zudem bekam ich einen 707ES in champagner und diesen habe ich dann bei Herrn Swoboda auf 2+ modifizieren lassen.
Also hatte ich (sowie auch einige mir bekannte "High-Ender") die einmalige Gelegenheit , ausgiebig und über einem längeren Zeitraum diese Geräte zu Hause an einer doch einigermaßen guten Anlage zu testen. Das Ergebnis war überwältigend! Das , was Herr Swoboda da aus dem Gerät an Klang gezaubert hat, ist für mich unbeschreiblich gut. Und ob dieses nach Meinung anderer Leute "bischen" mehr Klangqualität den doch sehr moderaten Preis berechtigt, ist eine andere Frage.....

Danach haben wir hier bei einem weiteren "High-Ender" einen ca. 2stündigen Vergleichstest an einer auch sehr guten Anlage (MBL Boxen , Plinius Vorverstärker , Bryston Endstufe) zwischen seinem 707ES Modifikation 2 und meinen 707ES Modifikation 2+ durchgeführt ; mit dem Ergebnis, das mein Kumpel seinen 707 sofort (!) zur Aufrüstung zum 2+ nach Swoboda geschickt hat .

Desweiteren war ich auch glücklicher Besitzer zweier 2000er DAT-Recorder ( ACHTUNG ! DER NACHFOLGENDE LINK IST NICHT JUGENDFREI ! ANKLICKEN AUF EIGENEN GEFAHR ! https://tonbandforum.de/bildupload/Swobi...0%20ES.JPG ), einen "Serienmodell" sowie einen Modifizierten , und auch hier das selbe Ergebnis: der "getunte" DAT klingt einiges (ein bischen oder Welten? eine Frage des Standpunktes!) besser als der andere , aber auch hier ist die Frage: lohnt sich der Aufwand bzw. die Kosten für die von verschiedenen Personen vielfältig beurteilten Klangunterschiede wirklich?
Für mich persöhnlich war es ein großer Klangewinn und damit auch mehr "High-End-Musikalität" , andere sehen (oder hören) das (berechtigt?!) mit anderen Augen bzw. Ohren....
Und es ist mir als Laie auch völlig schnurz , wie Herr Swoboda seine Tuningmaßnahmen beschreibt ( hochohmigen Strömen , Styroflexkondensatoren ) , hab ich sowieso keine Ahnung von, Haupsache ich kann die Unterschiede mit meinem Equipment nachvollziehen und höre eine (positive!) musikalische Steigerung.

Danke an Etienne und Michael für die umfassenden Erklärungen zu dem Begriff "proprietär" ! Und wenn ihr netterweise schon mal dabei seid... was sind in diesem Zusammenhang -Zitat Gyrator- "Geomanten" ? :duden:
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#26
Hallo Fidi,

"Geomanten" sind so was in der Richtung "Wünschelrutengänger" und spüren Erdstrahlen und Energielinien auf...

* no comment *

Gruß,
Klaus
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#27
Zitat:Michael Franz postete
MDs gab es von
Sony
Onkyo
Denon
Technics
Sharp
Aiwa
Yamaha (?)
....
war also recht weit verbreitet

Meines Wissens - und ist jetzt keine gesicherte Erkenntnis - schrieben die Hersteller ihre eigenen Atrac-kompatiblen Dialekte. Standards wie bei der CD sind mir jedoch nicht bekannt.
In dieser Aufstellung fehlen Pioneer und Kenwood, deren Geräte auch heute noch im Handel zu finden sind.
Zum Atrac ist auch eine Anmerkung zu machen:
Anscheinen machen einige Firmen (z.B. Sharp) da doch irgendwie ihr eigenes "Ding".
Sharp hat einen MD Rekorder mit der Atrac Version 5.0 angeboten, als es bei Sony nur Geräte mit der Version 4.5 gab.
Hat jemand dafür eine plausible Erklärung?
Gruß, Enno
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#28
Zitat:MrBean postete
Hallo Fidi,

"Geomanten" sind so was in der Richtung "Wünschelrutengänger" und spüren Erdstrahlen und Energielinien auf...

* no comment *

Gruß,
Klaus
Die interpretation des Begriffs "Geomanten" kann ich hiermit bestätigen.

Im Duden konnte ich leider keine Definition bzw. Interpretation von einem "High-Ender" finden.

Wann kann sich Mensch als solcher definieren?

Welche Kriterien gibt es hier?
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#29
Zitat:Michael Franz postete
MDs gab es von
[...]
Yamaha (?)
Gab es, und gibt es immer noch - zumindest laut deutscher Webseite:

http://www.yamaha-hifi.de/products.php?l...t=&newsset=

Gruß,
Timo
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#30
Hallo wolkrott

Meines Wissens wurde bei Sony die Version ATRAC(1) 5 "Type R" genannt. Keine Ahnung warum. Darum gibt eine keine Geräte von Sony mit ATRAC(1) 5.

Siehe dazu:
http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...ht=Etienne
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#31
Zitat:Gyrator postete
Im Duden konnte ich leider keine Definition bzw. Interpretation von einem "High-Ender" finden.

Wann kann sich Mensch als solcher definieren?

Welche Kriterien gibt es hier?
Hier habe ich eine Definition gefunden, die zwar nicht ganz ernstzunehmen ist, aber IMHO ein gutes Stück Wahrheit enthält Big Grin

Gruß,
Klaus
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#32
Zitat:MrBean postete
http://www.authentic-fidelity.ch/06_zur_...ition.html
Hier habe ich eine Definition gefunden, die zwar nicht ganz ernstzunehmen ist, aber IMHO ein gutes Stück Wahrheit enthält Big Grin

Gruß,
Klaus
Sehr interessant.
Wenn ich es richtig verstanden habe bedarf es ein "high-ender" zu sein keinerlei Ausbildung.
Damit ist ein "high-ender" nicht vergleichbar mit einem Geomanten.
Den diese verfügen zwar über keine staatlich anerkannten Bildungs- und Ausbildungsinstitute jedoch kann sich Mensch in Wünschelrutenkreisen nicht einfach als solchen bezeichnen, da hier entsprechende Seminare zu absolvieren sind. Auch wenn bei beiden der Glaube eine dominierende Rolle spielt.
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#33
Zitat:highlander postete So abwegig finde ich das gar nicht! Ich habe schon teure Stücke vorgeführt bekommen, da habe ich den Verkäufer gefragt, ob da wohl etwas kaputt ist Wink Die Antworten waren immer dieselben 'Der ist Testsieger, was besseres finden Sie kaum, was soll denn da kaputt sein?' usw. Manches teure High-End-Gerät entpuppt sich hinterher als Werbeblase. Ich glaube auch nicht an die heilsbringenden Zeitschriften und ihre Testurteile. Ich halte mich lieber gänzlich aus dem Highend-Bereich heraus!

Wenn ein Unternehmen, das sich selbst als Topveredler in der Unterhaltungselektronik sieht, dann derart laienhaft von 'hochohmigen Strömen' spricht, ist das ganze wenig vertrauenswürdig. Natürlich kann man Werbetexter ranlassen, die dann solche Zeilen verfassen, aber fachlich muß es trotzdem stimmen.

Die Menge an Käufern sagt nichts über die Qualität des Produktes aus - oder gibt es jemanden, der z.B. Windows mehr als die Note 'Befriedigend' geben würde?
Es gibt kaum ein Produkt, das man nicht durch sachgerechtes Feintuning verbessern könnte, und sei es nur durch die Anpassung an individuelle Bedürfnisse und Vorlieben. Der Grundgedanke hinter der Tätigkeit von Swoboda - anbieten von Modifikationen - leuchtet mir daher auf Anhieb ein.

Ich erwähnte auch nicht nur die Anzahl der Kunden, sondern die Anzahl der zufriedenen Kunden. Der Vergleich mit Windows passt nicht ganz. An Windows kommt man nicht vorbei, selbst wenn man möchte, und viele Anwender äussern sich kritisch und negativ über dieses Produkt. An Swoboda kommt jeder vorbei der das will, die Aussagen sind überwiegend positiv. Man kann auch sagen: Er hat es - wie auch immer - verstanden, sich einen guten Ruf zu erarbeiten. Davor habe ich grundsätzlich Respekt.

Die erwähnte Beschreibung der Modifikationen hinter dem genannten Link empfinde ich als wenig aussagekräftig, was die genaue Funktion der einzelnen Maßnahmen anbelangt. Das ist ein Text der mehr verstecken soll als preisgeben. Für den fachlich versierten Leser sicher ärgerlich, aber es ist auch nachvollziehbar und auch üblich, sein Know How nicht öfffentlich zu machen. Die von Gyrator erwähnten Verschwörungstheorien konnte ich nicht finden. Gefunden habe ich den Satz mit den "hochohmigen Strömen". Dies ist im technischen Sinne natürlich Mumpitz. Was mag gemeint sein? Strom aus hochohmigen Quellen? Keine Ahnung, wenn ich es wissen will, so frage ich danach. An der Antwort erkenne ich dann u. U. Hinweise darauf, ob der Schreiber Nebel dichtet oder einfach unglücklich formuliert hat.

Immerhin wird aufgelistet, was alles geändert wird. Das ist am Gerät nachprüfbar. Man bekommt also für sein Geld einen Gegenwert an Aufwand von Arbeitszeit und Material.

Zu prüfen wäre noch, ob der Preis für den Aufwand gerechtfertigt ist und ob der Aufwand das bringt, was man sich erhofft. Letzteres kann jeder nur persönlich für sich selber herausfinden, in dem er Hörvergleiche macht. Fidi hat das für sich gemacht, auch wenn man seine Ergebnisse nicht einfach so auf anderen übertragen kann - hier ist jeder selber gefordert, so er interessiert ist.

Was Swoboda da macht, hätte auch der Entwickler bei Sony machen können. Warum er es nicht tat? Vielleicht, weil es tatsächlich des Kaisers neue Kleider sind, die Swoboda da verkauft, aber vielleicht hatten die Sony-Leute einen Preisrahmen zu halten, passten bestimmte Dinge nicht in Entwicklungs- und Fertigungsabläufe oder das Produkt musste auf den Markt und die Zeit rannte davon. Geräteentwicklung geht bei großen Firmen oft wie Brötchenbacken.

So betrachtet stehe ich der Fa. Swoboda zwar durchaus skeptisch aber nicht prinzipiell ablehnend gegenüber. Ich sehe hier auch Chancen für kleinere Firmen, im HiFi-Sektor erfolgreich tätig zu sein ohne eine riesige Massenfertigung für die Kunden zu betreiben, die angeblich nicht doof sind.

Was die diversen Testsieger, Referenzen, mit und ohne High-End-Status anbelangt: Wenn die beim Händler "nach Schrott" klingen, so sind sie entweder defekt, oder sie werden, was sehr oft der Fall ist, miserabel vorgeführt. In den allerwenigsten Fällen sind sie wirklich schlecht. In einer Zeit, in der alles öffentlich miteinander verglichen wird kann sich kaum eine Firma einen Ausrutscher leisten. Es ist auch nicht besonders schwer, ein Gerät zu bauen das ordentlich klingt. Schrott zu produzieren und dann zu verkaufen lohnt sich nicht. Ich spreche hier von bekannten Firmen, nicht von obskuren Geheimtips vom freundlichen Bastler aus der Garage nebenan.

Was sicher sehr oft der Fall ist: Das durchaus gute Gerät wird überbewertet und hochgejubelt, so daß man ihm mit einer riesigen Erwartungshaltung gegenüber tritt. Vielleicht besticht es in dem einen oder anderen Detail, das hört man auch, wenn man sich darauf konzentriert, aber der große Überflieger, als der er verkauft wird, ist es nicht. Wenn man aber hört, daß das Gerät schlecht klingt, so sollte man sich darüber freuen, daß man Unterschiede wahr nimmt und diese Fähigkeit dazu nutzen, sich die passenden Komponenten zusammenzustellen, unabhängig vom Inhalt der Zeitschriften.

Die dort abgedruckten Tests sollte man als das nehmen was sie sind: Die Nennung eines Gerätetyps samt Preis und Ausstattung sowie eine grobe Klassifizierung. Der Rest muss in Eigenarbeit herausgefunden werden, individuellen Vorlieben darf durchaus nachgegeben werden. Wenn man dabei weiss, was man tut - um so besser. Unbedingt erforderlich ist es aber für den Spaß an der Sache nicht.

=> gyrator
High-Ender zu sein, das ist wohl eher eine innere Einstellung zu seinem Hobby, die Suche nach dem optimalen, für einen selber am besten passenden Klang aus einer HiFi-Anlage durch sorgfältige Auswahl, Kombination und Modifikation von Geräten und Hörraum. Nein, man muss keine Ausbildung machen und keine Prüfung ablegen, um High-Ender zu werden. Etwas Bildung und auch Liebe zu Musik und Klang sollte man allerdings schon mitbringen.
Michael(F)
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