Pioneer CT 656 Mark-II - Rec Level Poti kratzt
#1
Hallo und allen ein schönes Weihnachtsfest!

Ich habe vor einigen Wochen ein Pioneer CT 656 Mark-II Deck aus bekannter Quelle bezogen. Einer dieser Spontankäufe: kurz nachgeschaut, Preis abgeschätzt und zugeschlagen. Offensichtlich ist das Deck wenig gelaufen, es finden sich kaum Abnutzungserscheinungen sowohl außen als auch innen auf den Köpfen, Andruckrolle etc.

Vor Verkauf hat der Verkäufer das Deck wohl kurz ausprobieren wollen und vorher die Köpfe nicht gereinigt: da innen eine schöne, grobe Staubschicht lag, wurden die Köpfe wohl kurz "angeschliffen" als die Wiedergabe gestartet wurde, optisch sind jedoch keine Beschädigungen zu erkennen. Trotzdem naja... :thumbdown: ist nicht gerade der Weisheit letzter Schluss.

Nach einer gründlichen Reinigung habe ich zunächst kurz die wichtigsten mechanischen Funktionen getestet (Vor-, Rücklauf sowie Abspielfunktion) und es läuft alles soweit einwandfrei. Da ich Anfang Dezember keine Zeit für genauere Tests und Benutzung des Decks hatte, wanderte es zunächst gut eingepackt in den Schrank - als kleines Weihnachtsgeschenk für mich selbst sozusagen.

Heute Morgen war es dann nun soweit: ausgepackt, aufgestellt und angeschlossen. Die Klangqualität finde ich persönlich gut, wobei sich keine ausgeprägte Charakteristik feststellen lässt: alles in allem sehr ausgewogen. Das Deck lief (im Wiedergabebetrieb) seit dem schon mehrere Stunden ohne Probleme zu machen, insofern denke ich, dass es kein Fehlkauf gewesen ist...

Heute Mittag wollte ich dann also mit einer kleinen Aufnahme weitermachen, leider will das Deck jedoch nicht mitspielen: Das Aussteuerungspoti (Rec Level) funktioniert so gut wie gar nicht, es kratzt und knistert. Der rechte Kanal funktioniert je nach Stellung ab und zu, der linke Kanal jedoch bleibt stumm. Das dieses Problem nicht besonders selten auftritt ist ja bekannt, jedoch habe ich einige Fragen:

1. Ist das Problem spezifisch für Pioneer-Decks? (d. h. tritt der Fehler häufiger, auch bei anderen Fabrikaten des Herstellers auf)

2. Gibt es mehrere in Frage kommende Gründe für die Fehlfunktion oder lässt sich eindeutig sagen, woran es liegt?

3. Wie lässt sich der Fehler beheben? (am Besten ohne den Austausch von Teilen)

Aus beruflichen Gründen habe ich nicht immer die Zeit, mich mit der Technik und den allgemeinen technischen Problemen von Cassettendecks auseinanderzusetzen, auch wenn ich gerne mehr Zeit für mein Hobby investieren würde. Insofern bitte ich zu entschuldigen, wenn die Fragen eher "einfach" sind.

Viele Grüße und angenehme Feiertage

Edit: das Bild ist etwas zu hell geworden und zeigt unbarmherzig jegliche Flecken, die mir bei der Reinigung entgangen sind Smile


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#2
hallo,

Bis jetzt hatte ich noch keine Probleme mit Potis bei Pioneer Decks, zuerst das Poti mindestens 10mal schnell von Anschlag zu Anschlag drehen sollte es dann noch Probleme geben muss es ausgebaut zerlegt und gereinigt werden einsprühen mit irgendwelchen Mittelchen kann ich nicht empfehlen.

mfg 8)
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#3
Hmm das mehrmalige Bewegen des Reglers habe ich bereits versucht. Das Ergebnis ist zwar, dass der zweite Kanal jetzt nicht mehr stumm ist, jedoch setzen beide nach wie vor immer wieder aus. Da werde ich wohl zwischen den Jahren mal den Schraubendreher schwingen müssen.

Zur Reinigung: habt ihr Tipps oder Hinweise für mich? Welche Mittel sind zu empfehlen und was sollte man vermeiden? Klar, verharzende Ölsprays werde ich dem Gerät nicht zumuten^

Viele Grüße
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#4
Ich nehmeKontaktfett oder Vaseline um die schleifer und die Wiederstandsbahn zu schmieren, die Schleifkontakte reinige ich vorsichtig mit nem Radiergummi wichtig die Potiachse nicht reinigen sonst läuft es später viel zu leicht.

mfg 8)
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#5
Danke für die Hinweise! Dann werde ich in den kommenden Tagen mal in das Gerät "hineinkriechen" und über Erfolg oder Misserfolg berichten.

Viele Grüße
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#6
garlock,'index.php?page=Thread&postID=153833#post153833 schrieb:wichtig die Potiachse nicht reinigen sonst läuft es später viel zu leicht.
Wenn das Poti zu leicht läuft, kann man schön zähes/klebriges Silikonfett auf die Achse schmieren damit beim Drehen wieder ein gewisser Widerstand spürbar ist.
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
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#7
Hallo,
kannst Du mal ein geeignetes zähes Fett benennen? Ich suche so etwas für Linearpotentiometer.
Viele Grüße,
Hagen
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#8
Ich hab ja ne Weile mit zähen Silikonölen experimentiert das dumme daran ist das das Zeug gerne Kriecht es bleibt nicht an Ort und Stelle sondern verteilt sich mit der zeit, dann habe ich versucht irgendwo noch Silikonfett für die im Modellbau teilweise verwendeten Friktionsdämpfer zu bekommen das gibts leider nicht mehr und so zähes Fett mit einem CST über 1500000 habe ich noch nicht gefunden.

mfg 8)
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#9
Ich hatte von der Reparatur einer Revox A700 einen Rest des Silikonfetts für die Dämpferdosen an den Banzugfühlhebeln übrig. Das Fett heisst Unisilikon L 643 und ist in kleinen Mengen beim Revox Zentralservice zu bekommen, mit Versand ca. EUR 20,00. Silikonöl hatte ich auch erst probiert, das zäheste das Conrad für Modellautodifferentiale anbietet, aber das zeigte erstens keine Dämpferwirkung und dann kam es aus den Dämpferdosen wieder herausgelaufen.

MfG, Tobias
Strom kann erst fließen, wenn Spannung anliegt
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#10
Hallo Tobias,
danke für den Tip! Dann werde ich mal bei Herrn Klüber ein Fass bestellen....
Viele Grüße,
Hagen
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