04.12.2004, 00:00
Nun, an meinen Sohn (Baujahr 1988) habe ich das Interesse für dieser Art historische (hostirisierende?) Sichten weder im Bereich der Künste, noch im Bereich der Technik herantragen können, es interessiert ihn dies als Angehöriger der die Welt der nächsten 40 Jahre gestaltenden Generation schlicht nicht. Dass seine Sichten aber nicht zuletzt aufgrund von Denkart und Befähigung voraufgehender Generationen durch Traditionen fixiert wurden, wird er sicher auch noch begreifen lernen, auch wenn ich in seinem Alter in die 'Sphären' bereits leidenschaftlich lebte, ohne damals den Fortschritt zu verdammen.
Heute sehe ich -ein wenig sammelnd- die Sache etwas lockerer als damals, als ich 16 Jahre alt war, denn heute realisiere ich 'Qualität' auf anderen Wegen. 1967 jedoch stand ich angesichts der qualitativen Grenzen des PhonoRex von 1952 an der Grenze zum Wahnsinn. Dies kurz vor dem Ende in der Psychiatrie zu vermeiden, lag ich das Jahr über meinem Vater in den Ohren, nun endlich auf eine (Revox)G36 umzusteigen, was dann auch Anfang Dezember -exakt in diesen Tagen vor 37 Jahren- Realität wurde. Mit dem Ableben des ersten Kopfsatzes und einer eingelaufenen Tonwelle fünf Jahre später erreichte ich dann (nach ähnlicher 'Überzeugungsarbeit') das Ziel einer G36HS, die es heute noch -und prinzipiell betriebstüchtig- gibt.
Generell beobachte ich, dass heute im 'normalen' zivilisatorischen Umgang historische Erfahrung ("Erfahrung" ist immer ein historisches Phänomen und als solches ja Grundlage einer urteilsfähigen Gegenwartsbetrachtung), historische Analyse nichts, zumindest aber sehr wenig gilt. Es gilt stattdessen, was 'in' oder 'cool' ist, und das wird in anderen Etagen entschieden als dort, wo nicht auf vordergründige 'Erfolge' schielend gefaselt, sondern um einen soliden Weg durchs Dasein gerungen wird. Selten genug ist dies geworden.
Hans-Joachim
Heute sehe ich -ein wenig sammelnd- die Sache etwas lockerer als damals, als ich 16 Jahre alt war, denn heute realisiere ich 'Qualität' auf anderen Wegen. 1967 jedoch stand ich angesichts der qualitativen Grenzen des PhonoRex von 1952 an der Grenze zum Wahnsinn. Dies kurz vor dem Ende in der Psychiatrie zu vermeiden, lag ich das Jahr über meinem Vater in den Ohren, nun endlich auf eine (Revox)G36 umzusteigen, was dann auch Anfang Dezember -exakt in diesen Tagen vor 37 Jahren- Realität wurde. Mit dem Ableben des ersten Kopfsatzes und einer eingelaufenen Tonwelle fünf Jahre später erreichte ich dann (nach ähnlicher 'Überzeugungsarbeit') das Ziel einer G36HS, die es heute noch -und prinzipiell betriebstüchtig- gibt.
Generell beobachte ich, dass heute im 'normalen' zivilisatorischen Umgang historische Erfahrung ("Erfahrung" ist immer ein historisches Phänomen und als solches ja Grundlage einer urteilsfähigen Gegenwartsbetrachtung), historische Analyse nichts, zumindest aber sehr wenig gilt. Es gilt stattdessen, was 'in' oder 'cool' ist, und das wird in anderen Etagen entschieden als dort, wo nicht auf vordergründige 'Erfolge' schielend gefaselt, sondern um einen soliden Weg durchs Dasein gerungen wird. Selten genug ist dies geworden.
Hans-Joachim
