30.11.2004, 10:43
Lieber Hans-Joachim, lieber Michael, liebe Tonbandfreunde,
vielen Dank für Euere Mühe und die sehr hilfreichen Hinweise. Schön, daß Ihr nicht müde werdet immer wieder auf das Wesentliche hinzuweisen. Das gefällt mir und unterstützt mich in meinen eigenen Überzeugungen und Bemühungen die Qualität von Bandmaschinen einerseits zu beurteilen, anderseits, wenn nötig, zu verbessern. Ich weiß daß meine aufgeworfene Frage unmittelbar die jüngst profund und lebhaft geführten Diskussionen zum großen und komplexen Thema Einmessen von Bandmaschinen tangiert und dadurch in Teilen auch schon beantwortet wird. Danke auch für die erneut genannten Links, die für wirklich Interessierte unverzichtbar sind. Ich druckte mir inzwischen alles Wertvolle aus (die DW wird das Material nicht ewig vorhalten), brauche jedoch Muße und Zeit das dort Gesagte konzentriert zu lesen und zu verstehen. Daraus ergeben sich für mich als Novizen sicher noch Fragen für deren Beantwortung im Forum ich mich heute schon bedanke.
Nun, vom Einsatz der Test-CD halte ich, bestärkt durch die Kommentare, auch nicht viel - es führt bei Laien schnell zu Irritationen und sorgt u. U. für schlechten Schlaf. Es war halt eine spontane Idee an einem Sonntagnachmittag mitten vor der Bandmaschine sitzend, die mich partiell verwirrte. Um das Einmessen, will man denn per se Gewissheit, oder sei es, daß das Aufgenommene und Gehörte leise Zweifel an der Qualität aufkommen lassen, kommt man nicht herum. Das ist so. Vielen Forumteilnehmern ist das auch klar und diese sehen sich mit zwei Alternativen konfrontiert: erledige ich das selbst, oder gebe ich das Gerät in erfahrene Hände. Eine tiefe Befriedigung erfährt mit Sicherheit derjenige, der sich in den Stand versetzt es selbst zu machen. Das bedeutet, meist zuhause, das nötige Equipment vorzuhalten (nachdem es angeschafft wurde) und Erfahrungen damit zu sammeln. Welche Ausrüstung dafür nötig ist wurde auch schon gesagt, ich werde das noch mal nachlesen. Doch wahrscheinlich kommt für mich realistischerweise eher die zweite Alternative in Betracht. Hier stellt sich dann gleichzeitig die Frage, wer kann das mit der nötigen Sorgfalt durchführen? Ich wohne z. B, im Raum Mainz und kenne diesbezüglich niemand (Empfehlungen sind stets willkommen). Auch hierzu gibt es wohl schon Beiträge.
Eine Frage, die mit obigem Thema nicht unmittelbar zu tun hat, will ich hier zum Schluß noch stellen.
Hängt man als Liebhaber analoger Tonaufzeichnung (mit Bandgeräten) einer Technik nach, deren Nachfolger in Form der Digitalisierung eine definitiv bessere Alternative darstellt? Welche entscheidenden Gesichtspunkte ebneten der Digitaltechnik in dem Bemühen Musik zu reproduzieren ihren Weg und machten sie erfolgreich? Waren und sind es in erster Linie praktische Dinge, wie unkompliziertere Handhabung (sicher), bessere Bedienbarkeit, einfachere Nachbearbeitung/Manipulation usw., oder hat die Qualität (weiniger Rauschen) der Aufzeichnung/Wiedergabe hier zu den Punktsiegen geführt? Mußten Kompromisse eingegangen werden?
Hans-Joachim vielleicht, welchen Wert hat für Deine Arbeit die Digitaltechnik vergleichend zu früher? Ich nehme an, Du würdest nur ungern darauf verzichten.
Am Ende geht es mir persönlich um den Klang und die Qualität des Aufgenommenen und die Zufriedenheit des engagierten und interessierten Hörers. Zuletzt las ich über die aktuell über uns anhaltend hereinbrechende MP3-Welle (an der ich keinerlei Interesse habe), daß die Datenreduktion zu messbarer Unruhe beim Hörer führt, da er neurophysiologisch durch "Auffüllen der Lücken" mehr zu leisten hat, was ihm möglicherweise die erhoffte Entspannung vorenthält.
Zum Thema analog versus digital sind bestimmt schon ganze Bücherregale voll Material erstellt worden - ich kenne es aber eigentlich nur wenig und man verzeihe mir diese uralte, vielleicht langweilige und häufig polemisch verarbeitete, polarisierende Frage. Daß das Thema weiterhin (für eine Minderheit) virulent ist, sehe ich daran, daß Vinyl (inkl. resp. Laufwerke) wieder etwas zulegt - die Magnettonaufzeichnung leider nicht.
Grüße
Helmut
vielen Dank für Euere Mühe und die sehr hilfreichen Hinweise. Schön, daß Ihr nicht müde werdet immer wieder auf das Wesentliche hinzuweisen. Das gefällt mir und unterstützt mich in meinen eigenen Überzeugungen und Bemühungen die Qualität von Bandmaschinen einerseits zu beurteilen, anderseits, wenn nötig, zu verbessern. Ich weiß daß meine aufgeworfene Frage unmittelbar die jüngst profund und lebhaft geführten Diskussionen zum großen und komplexen Thema Einmessen von Bandmaschinen tangiert und dadurch in Teilen auch schon beantwortet wird. Danke auch für die erneut genannten Links, die für wirklich Interessierte unverzichtbar sind. Ich druckte mir inzwischen alles Wertvolle aus (die DW wird das Material nicht ewig vorhalten), brauche jedoch Muße und Zeit das dort Gesagte konzentriert zu lesen und zu verstehen. Daraus ergeben sich für mich als Novizen sicher noch Fragen für deren Beantwortung im Forum ich mich heute schon bedanke.
Nun, vom Einsatz der Test-CD halte ich, bestärkt durch die Kommentare, auch nicht viel - es führt bei Laien schnell zu Irritationen und sorgt u. U. für schlechten Schlaf. Es war halt eine spontane Idee an einem Sonntagnachmittag mitten vor der Bandmaschine sitzend, die mich partiell verwirrte. Um das Einmessen, will man denn per se Gewissheit, oder sei es, daß das Aufgenommene und Gehörte leise Zweifel an der Qualität aufkommen lassen, kommt man nicht herum. Das ist so. Vielen Forumteilnehmern ist das auch klar und diese sehen sich mit zwei Alternativen konfrontiert: erledige ich das selbst, oder gebe ich das Gerät in erfahrene Hände. Eine tiefe Befriedigung erfährt mit Sicherheit derjenige, der sich in den Stand versetzt es selbst zu machen. Das bedeutet, meist zuhause, das nötige Equipment vorzuhalten (nachdem es angeschafft wurde) und Erfahrungen damit zu sammeln. Welche Ausrüstung dafür nötig ist wurde auch schon gesagt, ich werde das noch mal nachlesen. Doch wahrscheinlich kommt für mich realistischerweise eher die zweite Alternative in Betracht. Hier stellt sich dann gleichzeitig die Frage, wer kann das mit der nötigen Sorgfalt durchführen? Ich wohne z. B, im Raum Mainz und kenne diesbezüglich niemand (Empfehlungen sind stets willkommen). Auch hierzu gibt es wohl schon Beiträge.
Eine Frage, die mit obigem Thema nicht unmittelbar zu tun hat, will ich hier zum Schluß noch stellen.
Hängt man als Liebhaber analoger Tonaufzeichnung (mit Bandgeräten) einer Technik nach, deren Nachfolger in Form der Digitalisierung eine definitiv bessere Alternative darstellt? Welche entscheidenden Gesichtspunkte ebneten der Digitaltechnik in dem Bemühen Musik zu reproduzieren ihren Weg und machten sie erfolgreich? Waren und sind es in erster Linie praktische Dinge, wie unkompliziertere Handhabung (sicher), bessere Bedienbarkeit, einfachere Nachbearbeitung/Manipulation usw., oder hat die Qualität (weiniger Rauschen) der Aufzeichnung/Wiedergabe hier zu den Punktsiegen geführt? Mußten Kompromisse eingegangen werden?
Hans-Joachim vielleicht, welchen Wert hat für Deine Arbeit die Digitaltechnik vergleichend zu früher? Ich nehme an, Du würdest nur ungern darauf verzichten.
Am Ende geht es mir persönlich um den Klang und die Qualität des Aufgenommenen und die Zufriedenheit des engagierten und interessierten Hörers. Zuletzt las ich über die aktuell über uns anhaltend hereinbrechende MP3-Welle (an der ich keinerlei Interesse habe), daß die Datenreduktion zu messbarer Unruhe beim Hörer führt, da er neurophysiologisch durch "Auffüllen der Lücken" mehr zu leisten hat, was ihm möglicherweise die erhoffte Entspannung vorenthält.
Zum Thema analog versus digital sind bestimmt schon ganze Bücherregale voll Material erstellt worden - ich kenne es aber eigentlich nur wenig und man verzeihe mir diese uralte, vielleicht langweilige und häufig polemisch verarbeitete, polarisierende Frage. Daß das Thema weiterhin (für eine Minderheit) virulent ist, sehe ich daran, daß Vinyl (inkl. resp. Laufwerke) wieder etwas zulegt - die Magnettonaufzeichnung leider nicht.
Grüße
Helmut
