29.11.2004, 16:59
Lieber Helmut,
dies ist ein endloses Thema und leider nicht mit einer CD allein zu lösen. Wenn jene Zeitschrift dich -ich kenne den zugehörigen Artikel nicht, kann mir daher also eigentlich auch kein Urteil erlauben- mit dieser CD so allein lässt, wie ich das aus deinem Text ableite, sollte das zu denken geben.
Bandgeräteeinmesungen basieren immer zuerst auf einem soliden Abgleich des Wiedergabezuges (Spaltsenkrechtstellung, Pegel, Frequenzgangkontrolle), erst dann wendet man sich dem Aufnahmezug zu, für den die CD anstelle eines Tongenerators verwendet werden kann. Millivoltmeter und Oszilloskop benötigt man für die Pegel-, Frequenzgang- und Vormagnetisierungseinstellugnen. Schließlich gehören auch eine Entmagnetisierungsdrossel, ein Bezugsband und noch etwas Fachwissen dazu, was aber unter normalen Umständen eigentlich nicht ins Gewicht fällt und leicht zu erwerben ist.
Da allerdings wurde von dir aber schon ein wenig 'gesündigt', denn ich schließe aus deinem Posting, dass du die Frequenzgangprüfung im Bereich des Vollpegels durchführen wolltest. Das ist wegen der dramatischen Nichtlinearitäten im System 'analoge Magnetbandaufnahme' aber nicht möglich. Du wirst deshalb ein munteres Zwitschern, aber schwerlich den Gleitton (??) der CD vernommen haben. Bei 38 und modernem Bandmaterial, kann man einen Gleitton-Versuch mit 10 dB unter Vollaussteuerung wagen (ich mache das trotzdem noch immer mit 20 dB unter VA); bei 9,5 aber ist eine Frequenzgangmessung nur bei -20 dB möglich. Dazu sollte dann aber auch schon die Vormagnetisierung für das verwendete Bandmaterial nicht gerade 'nach die Heimat' stehen.
Wir haben dies Thema hier schon oft diskutiert, wobei ich immer wieder auf Info-Material zur Sache hinweise.
Zum einen war neulich hier allerlei los:
http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...readid=899
und hier
http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...eadid=1301
(Edit: Mein Upload wurde vom System um das letzte Postingdrittel gekürzt; ich versuche daher, den Kram nochmals aus der Erinnerung herzuholen...)
Die Deutsche Welle bedenkt uns auch immer noch mit Hinweisen zur analogen Tonaufnahme:
http://www9.dw-world.de/rtc/infotheque/m...agrec.html
http://www9.dw-world.de/rtc/infotheque/m...dures.html
Download empfohlen!
Ich möchte dir all dies nicht aufdrängen, man erkennt beim kursorischen Durcharbeiten aber, dass man sich schneller an der Wand als im Erfolgpool wiederfindet, wenn man allein einer CD wie der obigen folgt.
Ich predige aber im Forum nimmermüde dafür, doch die Einmessprozeduren zu lernen, der Umgang mit dem analogen Bandgerät wird damit fachlich solide, wonach du ja -so wie ich dein Posting interpretiere- ausdrücklich suchst.
Hans-Joachim
dies ist ein endloses Thema und leider nicht mit einer CD allein zu lösen. Wenn jene Zeitschrift dich -ich kenne den zugehörigen Artikel nicht, kann mir daher also eigentlich auch kein Urteil erlauben- mit dieser CD so allein lässt, wie ich das aus deinem Text ableite, sollte das zu denken geben.
Bandgeräteeinmesungen basieren immer zuerst auf einem soliden Abgleich des Wiedergabezuges (Spaltsenkrechtstellung, Pegel, Frequenzgangkontrolle), erst dann wendet man sich dem Aufnahmezug zu, für den die CD anstelle eines Tongenerators verwendet werden kann. Millivoltmeter und Oszilloskop benötigt man für die Pegel-, Frequenzgang- und Vormagnetisierungseinstellugnen. Schließlich gehören auch eine Entmagnetisierungsdrossel, ein Bezugsband und noch etwas Fachwissen dazu, was aber unter normalen Umständen eigentlich nicht ins Gewicht fällt und leicht zu erwerben ist.
Da allerdings wurde von dir aber schon ein wenig 'gesündigt', denn ich schließe aus deinem Posting, dass du die Frequenzgangprüfung im Bereich des Vollpegels durchführen wolltest. Das ist wegen der dramatischen Nichtlinearitäten im System 'analoge Magnetbandaufnahme' aber nicht möglich. Du wirst deshalb ein munteres Zwitschern, aber schwerlich den Gleitton (??) der CD vernommen haben. Bei 38 und modernem Bandmaterial, kann man einen Gleitton-Versuch mit 10 dB unter Vollaussteuerung wagen (ich mache das trotzdem noch immer mit 20 dB unter VA); bei 9,5 aber ist eine Frequenzgangmessung nur bei -20 dB möglich. Dazu sollte dann aber auch schon die Vormagnetisierung für das verwendete Bandmaterial nicht gerade 'nach die Heimat' stehen.
Wir haben dies Thema hier schon oft diskutiert, wobei ich immer wieder auf Info-Material zur Sache hinweise.
Zum einen war neulich hier allerlei los:
http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...readid=899
und hier
http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...eadid=1301
(Edit: Mein Upload wurde vom System um das letzte Postingdrittel gekürzt; ich versuche daher, den Kram nochmals aus der Erinnerung herzuholen...)
Die Deutsche Welle bedenkt uns auch immer noch mit Hinweisen zur analogen Tonaufnahme:
http://www9.dw-world.de/rtc/infotheque/m...agrec.html
http://www9.dw-world.de/rtc/infotheque/m...dures.html
Download empfohlen!
Ich möchte dir all dies nicht aufdrängen, man erkennt beim kursorischen Durcharbeiten aber, dass man sich schneller an der Wand als im Erfolgpool wiederfindet, wenn man allein einer CD wie der obigen folgt.
Ich predige aber im Forum nimmermüde dafür, doch die Einmessprozeduren zu lernen, der Umgang mit dem analogen Bandgerät wird damit fachlich solide, wonach du ja -so wie ich dein Posting interpretiere- ausdrücklich suchst.
Hans-Joachim
