29.11.2004, 09:42
Hier ein erster Überblick aus wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Riemenarten
Riemenarten
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Riemengetriebe im klassischen Sinn des Maschinenbaus nutzen verschiedene Riemenarten zur Kraftübertragung.
Man unterscheidet im wesentlichen Flach-, Keil-, und Zahnriemen. Daneben gibt es auch Mischformen, sowie weitere Riemenarten (zum Beispiel Gummiringe).
Inhaltsverzeichnis [AnzeigenVerbergen]
1 Flachriemen
2 Keilriemen
3 Zahnriemen
4 Keilflach-/Zahnflachriemen
5 Rundriemen
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Flachriemen
Diese waren ursprünglich aus Leder geschnittene Streifen, die an den Enden miteinander verschraubt wurden. Lederriemen werden heute praktisch nicht mehr verwendet. Sie haben jedoch gute Reibwerte.
Heute werden die Riemen meist aus Textilien hergestellt und an den Enden entweder verklebt, verschweißt oder vernäht. Die Flachriemen nutzen die Haftreibung auf den Riemenscheiben aus. Als so genannte Transmission stellen sie eine der einfachsten Formen eines Getriebes dar. Sie haben den Vorteil gegenüber Keilriemen, dass sie auf flachen Riemenscheiben seitlich verschoben werden können. So können sie von einer auf der Welle befestigten Scheibe auf eine daneben befindliche durchdrehende Scheibe verschoben werden und stellen dadurch eine einfache Kupplung dar. Durch die kleine Materialstärke sind sie biegsamer und der Scheibendurchmesser kann kleiner als bei Keilriemen sein.
Um zu verhindern, dass der Riemen von den Scheiben lauft, sind diese ballig ausgeführt: der Riemen zentriert sich automatisch.
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Keilriemen
Da die Reibung in einer keilförmigen Rille wesentlich höher ist, als bei einer flachen Auflage, entstanden die Keilriemen. Diese bestehen aus Gummi mit einer Textil oder Stahlseileinlage und werden endlos gefertigt. Sie können bei gleichen Platzbedarf wesentlich größere Drehmomente als Flachriemen übertragen. Durch die höhere Reibung sind die Kräfte auf die Lager wesentlich geringer.
Man kann auch mehrere Keilriemen nebeneinander anordnen. Bei Antrieben mit mehreren parallelen Keilriemen ist aufgrund der Ausdehnung jedoch wichtig, daß alle Riemen zugleich getauscht werden sollen.
Der Keilriemen ist wohl der bekannteste Vertreter der Antriebsriemen. Er findet in Kraftfahrzeugen Verwendung um die Lichtmaschine, häufig auch den Ventilator und die Wasserpumpe oder die Hydraulikpumpe für die Servolenkung anzutreiben. Aber ebenso findet er im Haushalt in Waschmaschinen zum Drehen der Trommel verwendet.
Normalerweise werden Keilriemen auf Riemenscheiben mit einem fixen Durchmesser verwendet. Man kann jedoch auch zwei konische Scheiben weiter zusammen oder auseinder schieben, so dass der Riemen weiter innen oder außen läuft. Es entsteht so ein verstellbares Getriebe. Eine dieser Bauformen, die sich selbst drehzahlabhängig selbst nachstellt, ist auch unter der Bezeichnung Variomatic bekannt und wird bei Motorrollern eingesetzt..
Während Flachriemen nicht genormt sind, sind die Keilriemen weitgehend standardisiert, sodass sie Herstellerneutral verwendet und getauscht werden können. Da es Unterschiede in der Normung gibt, DIN 7753 Teil 1/ISO 4184 Europäisch und RMA/MPTA Amerikanisch, wird ein Umrechnungsfaktor [1] (http://www.kettenkugellagerkorsten.de/ta...belle.html) Ld auf La benutzt.
Da der Keilriemen relativ hoch (dick) ist, kommt es bei der Umlenkung zu einer Stauchung innen und somit zur Erwärmung. Man kann den Keilriemen nun zahnen um kleine Scheibendurchmesser zu erlauben oder die Verluste zu verringern. Jedoch ist auch ein gezahnter Keilriemen immer noch ein Keilriemen, da er kraftschlüssig durch die Keilwirkung an den Flanken arbeitet.
Der Keilrippenriemen ist eine Mischform aus Flachriemen und Keilriemen. Der Riemen besitzt Rippen, die in Längsrichtung verlaufen. Die Riemenscheibe weist entprechende Rillen auf.
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Zahnriemen
Eine Sonderform des Riemens, der für eine formschlüssige Kraftübertragung sorgt, ist der Zahnriemen (auch Synchronriemen). Dabei sind auf der Innenseite des Riemens, ähnlich einer Kette, Zähne aus Gummi (Neopren) oder Kunststoff (Polyurethan) angeordnet, die in ein spezielles Zahnrad eingreifen.
Vorteil bei dieser Form ist, dass der Umschlingungswinkel des Riemens auf dem Zahnrad nicht so groß sein muss wie bei den Keil- oder Flachriemen, und dass diese Form der Kraftübertragung keinen Schlupf aufweist. Eine typische Anwendung für Gummiriemen ist der Antrieb der Nockenwelle von der Kurbelwelle in Kolbenmotoren beziehungsweise für Kunststoffriemen ist der Antrieb von Positioniersystemen (über Servomotoren) wie zum Beispiel Verpackungsmaschinen oder Roboter.
Durch die Möglichkeit von hohen Drehzahlen, seiner Laufruhe und nicht zuletzt durch den Preis ist der Zahnriemen eine Alternative zu Antriebsketten.
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Keilflach-/Zahnflachriemen
Keilflach-/Zahnflachriemen sind eine Mischform aus Keil- beziehungsweise Zahnriemen und Flachriemen. Die Kraftübertragung funktioniert bei kleinen Riemenscheiben wie ein Keil- beziehungsweise Zahnriemen, bei großen Riemenscheiben wie bei Flachriemen.
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Rundriemen
Für kleine Kräfte werden häufig auch Rundriemen verwendet. Früher aus Lederstreifen hergestellt (zum Beispiel bei Nähmaschinen), kommen heute runde Kunststoffriemen zur Anwendung. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr flexibel anwendbar sind. Sie werden beispielsweise bei Textilmaschinen verwendet. Sie vertragen hohe Geschwindigkeiten, haben eine ähnlich hohe Reibung wie Keilriemen, sind aber leichter zu kreuzen. Die Riemenscheiben müssen nicht unbedingt fluchten.
Siehe auch: Getriebe, Verbindungsart, Riemengetriebe
http://de.wikipedia.org/wiki/Riemenarten
Riemenarten
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Riemengetriebe im klassischen Sinn des Maschinenbaus nutzen verschiedene Riemenarten zur Kraftübertragung.
Man unterscheidet im wesentlichen Flach-, Keil-, und Zahnriemen. Daneben gibt es auch Mischformen, sowie weitere Riemenarten (zum Beispiel Gummiringe).
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1 Flachriemen
2 Keilriemen
3 Zahnriemen
4 Keilflach-/Zahnflachriemen
5 Rundriemen
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Flachriemen
Diese waren ursprünglich aus Leder geschnittene Streifen, die an den Enden miteinander verschraubt wurden. Lederriemen werden heute praktisch nicht mehr verwendet. Sie haben jedoch gute Reibwerte.
Heute werden die Riemen meist aus Textilien hergestellt und an den Enden entweder verklebt, verschweißt oder vernäht. Die Flachriemen nutzen die Haftreibung auf den Riemenscheiben aus. Als so genannte Transmission stellen sie eine der einfachsten Formen eines Getriebes dar. Sie haben den Vorteil gegenüber Keilriemen, dass sie auf flachen Riemenscheiben seitlich verschoben werden können. So können sie von einer auf der Welle befestigten Scheibe auf eine daneben befindliche durchdrehende Scheibe verschoben werden und stellen dadurch eine einfache Kupplung dar. Durch die kleine Materialstärke sind sie biegsamer und der Scheibendurchmesser kann kleiner als bei Keilriemen sein.
Um zu verhindern, dass der Riemen von den Scheiben lauft, sind diese ballig ausgeführt: der Riemen zentriert sich automatisch.
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Keilriemen
Da die Reibung in einer keilförmigen Rille wesentlich höher ist, als bei einer flachen Auflage, entstanden die Keilriemen. Diese bestehen aus Gummi mit einer Textil oder Stahlseileinlage und werden endlos gefertigt. Sie können bei gleichen Platzbedarf wesentlich größere Drehmomente als Flachriemen übertragen. Durch die höhere Reibung sind die Kräfte auf die Lager wesentlich geringer.
Man kann auch mehrere Keilriemen nebeneinander anordnen. Bei Antrieben mit mehreren parallelen Keilriemen ist aufgrund der Ausdehnung jedoch wichtig, daß alle Riemen zugleich getauscht werden sollen.
Der Keilriemen ist wohl der bekannteste Vertreter der Antriebsriemen. Er findet in Kraftfahrzeugen Verwendung um die Lichtmaschine, häufig auch den Ventilator und die Wasserpumpe oder die Hydraulikpumpe für die Servolenkung anzutreiben. Aber ebenso findet er im Haushalt in Waschmaschinen zum Drehen der Trommel verwendet.
Normalerweise werden Keilriemen auf Riemenscheiben mit einem fixen Durchmesser verwendet. Man kann jedoch auch zwei konische Scheiben weiter zusammen oder auseinder schieben, so dass der Riemen weiter innen oder außen läuft. Es entsteht so ein verstellbares Getriebe. Eine dieser Bauformen, die sich selbst drehzahlabhängig selbst nachstellt, ist auch unter der Bezeichnung Variomatic bekannt und wird bei Motorrollern eingesetzt..
Während Flachriemen nicht genormt sind, sind die Keilriemen weitgehend standardisiert, sodass sie Herstellerneutral verwendet und getauscht werden können. Da es Unterschiede in der Normung gibt, DIN 7753 Teil 1/ISO 4184 Europäisch und RMA/MPTA Amerikanisch, wird ein Umrechnungsfaktor [1] (http://www.kettenkugellagerkorsten.de/ta...belle.html) Ld auf La benutzt.
Da der Keilriemen relativ hoch (dick) ist, kommt es bei der Umlenkung zu einer Stauchung innen und somit zur Erwärmung. Man kann den Keilriemen nun zahnen um kleine Scheibendurchmesser zu erlauben oder die Verluste zu verringern. Jedoch ist auch ein gezahnter Keilriemen immer noch ein Keilriemen, da er kraftschlüssig durch die Keilwirkung an den Flanken arbeitet.
Der Keilrippenriemen ist eine Mischform aus Flachriemen und Keilriemen. Der Riemen besitzt Rippen, die in Längsrichtung verlaufen. Die Riemenscheibe weist entprechende Rillen auf.
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Zahnriemen
Eine Sonderform des Riemens, der für eine formschlüssige Kraftübertragung sorgt, ist der Zahnriemen (auch Synchronriemen). Dabei sind auf der Innenseite des Riemens, ähnlich einer Kette, Zähne aus Gummi (Neopren) oder Kunststoff (Polyurethan) angeordnet, die in ein spezielles Zahnrad eingreifen.
Vorteil bei dieser Form ist, dass der Umschlingungswinkel des Riemens auf dem Zahnrad nicht so groß sein muss wie bei den Keil- oder Flachriemen, und dass diese Form der Kraftübertragung keinen Schlupf aufweist. Eine typische Anwendung für Gummiriemen ist der Antrieb der Nockenwelle von der Kurbelwelle in Kolbenmotoren beziehungsweise für Kunststoffriemen ist der Antrieb von Positioniersystemen (über Servomotoren) wie zum Beispiel Verpackungsmaschinen oder Roboter.
Durch die Möglichkeit von hohen Drehzahlen, seiner Laufruhe und nicht zuletzt durch den Preis ist der Zahnriemen eine Alternative zu Antriebsketten.
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Keilflach-/Zahnflachriemen
Keilflach-/Zahnflachriemen sind eine Mischform aus Keil- beziehungsweise Zahnriemen und Flachriemen. Die Kraftübertragung funktioniert bei kleinen Riemenscheiben wie ein Keil- beziehungsweise Zahnriemen, bei großen Riemenscheiben wie bei Flachriemen.
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Rundriemen
Für kleine Kräfte werden häufig auch Rundriemen verwendet. Früher aus Lederstreifen hergestellt (zum Beispiel bei Nähmaschinen), kommen heute runde Kunststoffriemen zur Anwendung. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr flexibel anwendbar sind. Sie werden beispielsweise bei Textilmaschinen verwendet. Sie vertragen hohe Geschwindigkeiten, haben eine ähnlich hohe Reibung wie Keilriemen, sind aber leichter zu kreuzen. Die Riemenscheiben müssen nicht unbedingt fluchten.
Siehe auch: Getriebe, Verbindungsart, Riemengetriebe
Michael(F)
