Cassetten-Schätze, Teil 7
(14.09.2025, 22:46)mischel schrieb:
(14.09.2025, 14:59)jonnyK schrieb: Ich bitte um Hilfe... usw.).

Hi,
tolle ...

Ansonsten habt ihr einen neuen Registrierten! ... bzw. hättet beinahe einen gehabt. Registrieren geht nicht - Server Error 500

Geht immer noch nicht.
Tschüß
der Michael


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.......wie man's macht, iss nix......
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Ich habe heute ein kleines Sony Paket bekommen. 

Und obwohl da ein paar verschiedene Metal dabei waren hab ich mich über die UCX und CHF am meisten gefreut. 

   

Aber ist es richtig das die alten Hüllen alle so einen braunen Stich haben? Oder sind die etwas verraucht? 

   

Und was macht ihr mit den Resten so einer Sammlung? Wegwerfen? Aufheben? Tauschen? Oder komplettieren? 

   

Ich hab jetzt wieder 3 UCX über ohne Einleger. Dafür 2 Hüllen mit Einleger CD alpha. Und einmal Metal-ES 90 mit Einleger und Sticker.

Gibt es irgendwo eine Tauschbörse dafür? Alles immer aufzuheben nimmt auch Platz weg und braucht System. 

Andreas
Andreas 

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Hallo Andreas,

der braune Stich in der alten Hülle, die Du einzeln fotografiert hast, kommt entweder von Rauch oder von zu viel UV-Licht. Die Metal-XR und Metal-S dagegen hatten ab Werk dunkel getönte Hüllen, das war ab Ende der 80er Jahre hip.

Die nicht kompletten Exemplare würde ich tatsächlich aufheben, denn so selten sind diese Sony-Modelle alle nicht, irgendwann findest Du bestimmt passende Gegenstücke. Wenn Dir das aber zu viel Gerümpel im Haus ist, dann stelle doch ein Tauschangebot ein, z.B. hier im Forum weiter unten im Bereich "Suche, Biete, Tausch". Irgendjemand freut sich immer darüber, oder hat vielleicht sogar ein paar der fehlenden Einleger oder Cassetten für Dich.

Viele Grüße,
Martin
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(15.09.2025, 10:22)mischel schrieb:
(14.09.2025, 22:46)mischel schrieb:
(14.09.2025, 14:59)jonnyK schrieb: Ich bitte um Hilfe... usw.).

Hi,
tolle ...

Ansonsten habt ihr einen neuen Registrierten! ... bzw. hättet beinahe einen gehabt. Registrieren geht nicht - Server Error 500

Geht immer noch nicht.

@jonnyK

Geht immer noch nicht... Ich hab mal via Angabe der dortigen Kontaktmöglichkeit versucht, da einen Fortschritt zu erzielen. War aber bisher erfolglos.
Tschüß
der Michael


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Gestern im Paket war noch eine Memorex HB II 90. 

   

Aber anders als bei 45cat oder ez647 ist hier die 90 rot statt gelb/orange ähnlich der 60er. Auch der Einleger ist etwas anders gedruckt.
Andreas 

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Findet man wenig drüber. Optisch schon eine (in meinen Augen) schöne Kassette. Lustigerweise die wahrscheinlich zwanzigste mit Brothers in Arms.

   

Denon DXM
Andreas 

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Ja, diese DXM mit dem Goldglanz auf Etikett und Einleger sind hübsch! Wahrscheinlich findet man so wenig darüber, weil das Modell nur 1-2 Jahre lang angeboten wurde, als Typ IV noch sehr teuer war und daher nur in geringen Stückzahlen verkauft wurde. Noch dazu waren Denon-Cassetten zu der Zeit Anfang der 80er überhaupt sehr ungewöhnlich bei uns. Die waren erst so ab Mitte der 80er einigermaßen präsent in den Läden.

Deine Memorex HB II ist ein spätes Exemplar, das so nicht lange verkauft wurde, und eine Art Übergangs-Serie, die schon ein paar Design-Elemente der nächsten Serie aufweist, insbesondere den schwarzen Einleger. Das Farbschema der Spielzeiten wurde da tatsächlich nochmal geändert, nur um kurze Zeit später komplett wegzufallen (d.h. alle Spielzeiten wurden später in der gleichen Farbe gedruckt). Auch das verschraubte Gehäuse ist schon nicht mehr von Memorex selbst, sondern von SKM (Korea) - was design-mäßig etwas langweiliger/billiger wirkt, aber technisch ein Segen war. Denn endlich waren diese unsäglichen Memorex-Schaumstoffkissen Geschichte, die SKM-Gehäuse haben klassische Andruckfilze auf Metallfeder.

Viele Grüße,
Martin
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Hab diverse geschenkte Pakete bekommen, fast alles die typischen Maxell und TDK. Die beiden waren aber auch dabei.

Zu der Fuji konnte ich hier schon mal was finden, gibt es ja i diversen Längen. Die That's VX100ist recht neu aus 1990, nix gefunden hier aber die Forensuche ist etwas bescheiden.


   
Andreas 

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Wahnsinn!!! Was muß man machen. damit einem sowas widerfährt? ;-)
Tschüß
der Michael


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Hallo zusammen,

die Thats VX ist ein Ferro-Cobalt Type II, also kein Chromdioxid.
Die VX ist die Einstiegskassette von Thats in die Type II Klasse gewesen. Kein besonders aufregendes Bandmaterial. Die Kassette hat es m.M.n. nur einen kurzen Zeitraum gegeben ca. 2-3 Jahre.
Ich kenne diese auch nur als C-90. C-60 und C-100 sind mir noch nie begegnet. Die hatte mein Kassettendealer in Solingen mal im Angebot auf einem Kundenfänger gestapelt und haben weit unter 3,- DM gekostet. Habe ein paar davon mitgenommen, bin aber bei TDK SA und SA-X geblieben (~ 3,99 DM und 4,99 DM)

LG Oliver
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Die erste Version der VX war sehr gut, durchaus vergleichbar mit SA und XL II, und sogar eher etwas teurer. Hier ganz oben auf der Seite:
https://www.ez647.sk/cc/thats_vx.html

Die zweite und die dritte, die in Transparentgehäusen steckten, haben weniger gutes Band, wahrscheinlich kam das nicht mehr von Taiyo Yuden selbst, sondern von General Magnetics, von denen auch die Gehäuse hergestellt wurden. Ja, der Preis ging spürbar nach unten.

Viele Grüße,
Martin
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Danke Oliver und Martin! Und Sorry an Michael, kommt nicht mehr vor das ich sowas "Stinknormales" hier einstelle.

Andreas
Andreas 

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Andreas, ich denke Michael wollte sich nur mit Dir freuen, vielleicht mit Spuren von anerkennendem Neid, daß Du sowas einfach geschenkt bekommst :-)

Was man dafür machen muß? Anderen Leuten, die man regelmäßig trifft (Kollegen, Nachbarn, Vereine...) sein Hobby nicht verheimlichen, ihnen aber auch nicht damit auf den Wecker gehen. Manche merken sich dann, daß Du was mit so altem Hifi-Krempel machst und Cassetten magst. Und wenn Du am wenigsten damit rechnest, steht mal eine kleinere oder größere Kiste mit solchen Sachen vor der Tür. Oder Du wirst gefragt, ob Du sowas brauchen kannst, bevor es weggeworfen wird, und darfst dann mal eben zehn Umzugskartons mit Tonträgern aus dem Keller eines verstorbenen Musiksammlers tragen. Gerüchteweise funktioniert das sogar mit Tonbandgeräten, deren Anzahl sich irgendwann fast ohne eigenes Zutun vermehrt.

Viele Grüße,
Martin
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Mal etwas anderes, hier ein Artikel über Datenspeicherung in einer DNA, die man dann wie in einer Kassette aufwickelt. Da sind auch kleine Grafiken, muss man ein bisschen scrollen.

https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.ady3406
Gruß
Lorenz
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Ich habe mal wieder so ein "keine Ahnung was drin ist" Koffer gekauft. War sichtlich ein That's- und generell Metal-Fan hat die Tapes aber auch alle sichtlich benutzt.

Im Koffer war auch diese MR-X 90 PRO in silber, leider ohne Einleger. Dazu finde ich nichts weiter, nur einmal als C60 in Japan 1987. 

   


@Martin und der ein oder andere, ihr wisst da sicher mehr...

Andreas
Andreas 

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Wow, toller Fang. Die MR-X Pro ist eine meiner Lieblingscassetten. Mach darauf mal eine Aufnahme, das Band verträgt sehr hohe Pegel. Die MG-X ist auch nicht von schlechten Eltern.

Die silberene Version ist die frühe Ausgabe. Später war das Gehäuse schwarz. Die Einleger waren im Prinzip identisch, nur fehlen bei der späten Ausgabe die Spielzeitangaben, aber sonst paßt das Design. Hier kannst Du ihn runterladen und ausdrucken:
https://www.ez647.sk/cc/thats_mrxpro.html

Viele Grüße,
Martin
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Ja der Koffer war eine tolle Überraschung. Von 29 Kassetten waren 13 Metal und viele EM-X 60/90.

Auch in alter und neuerer Version. 

   
Andreas 

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Grad erst gesehen: Die alten Sony CHF liebe ich ja auch, die leuchten so schön. Auch wenn sie ziemlich laut rauschen klingen sie ganz gut.
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Und wieder was in einem Päckchen gehabt.

Ist wie ladenneu, keinerlei Kratzer. Ich denke eine Kassette für Anrufbeantworter. Nur wir hatten gar keine AB in der DDR, die meisten hatten nicht mal Telefon. 

   

   
Andreas 

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Vielleicht für Telefonanlage als Wartemelodie?
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Die Cassette könnte für einen AB gewesen sein (es gab auch welche mit Endlosband für die Ansage), die gabs in der DDR Ende der 80er auch, allerdings wohl nicht für Privatpersonen. Soweit mir bekannt (genaueres weiss ich leider nicht), konnte das Gerät selbst nur ansagen und benötigte zusätzlich noch einen Cassettenrecorder zum Aufzeichnen der Anrufe.
Solche Kurz-Cassetten kamen in den 80ern auch bei der Datenspeicherung für Homecomputer (KC 85/x, Z1013 etc.) zum Einsatz.

Gruß Holger
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Hallo zusammen!
Hat jemand Ahnung, welches Band man bei den Tracks 2 Kassetten aus Schweden verwendet hat? Von der Farbe her ist es Echtchrom, jedoch im Vergleich zu BASF Echtchrombändern lässt sich Track 2 super einmessen und bespielen. Kein Pegelverlust nach Jahrzehnten!
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Track hat selbst Bandmaterial hergestellt. Ob allerdings nur Typ I oder auch Typ II, weiß ich nicht. Das Band in der Track 2 ist auf jeden Fall FeCo. Memorex HB II sieht ähnlich aus. Ich muß mal meine Track 2 und ein paar potentielle Vergleichstypen aus der Zeit raussuchen.

Viele Grüße,
Martin
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Oh, das ist aber interessant! Also doch kein Echtchrom? Dann ist es kein Wunder, das das Band so gut ist!
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Echtchrombänder haben über die Jahrzehnte alle gelitten, die haben Pegelverlust (Dolby funktioniert nicht mehr) und taugen nur noch für Dudelmusik, Hifi Aufnahmen sind damit nicht mehr möglich. TypII Bänder, die heute noch einwandfrei sind (und es wohl auch bleiben), sind alle FeCo, nur die sind langzeitstabil. Deshalb sind die meisten Japaner noch gut, im Gegensatz zu alten BASF, Agfa &Co.

Gruß Holger
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Da bin ich anderer Meinung. Ich habe hier noch zahlreiche Echtchrombänder, die ausgezeichnet performen. BASF Maxima etwa, auch PDM CD und CD-X, Philips UC II und MC II oder AGFA SR-XS.

Man muss beim Aufnehmen halt etwas zurückhaltender auspegeln. Wird durch das niedrigere Grundrauschen ja wieder wettgemacht.

LG
Manuel
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Ja, auf die Originaldynamik kommen sie nicht mehr ganz, aber trotzdem sind sie noch besser, als die Meisten Typ I Bänder und wenn man sie eingemessen kriegt, dann kann man das mit Dolby eh ausgleichen und dann haben die Meisten das Niveau von FeCo Bändern. Ausserdem habe ich vermehrt FeCo Bänder, die sich nicht mehr löschen lassen. Betroffen sind nicht nur ganz alte, sondern mittlerweile auch Maxell XL II(S) bis zur Black Magnete Serie. Wenn der Pegelverlust von Echtchrom stagniert kann es passieren, dass sie mit Ferro dann die Einzigen Bänder sind, die sich in Zukunft noch vollständig löschen lassen und FeCo nur noch richtig gut performt, wenn man Unbenutzte hat.
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Ja gut, wenn man ein Deck mit automatischer Einmessung hat, ist das noch was anderes, da kann man auch aus den alten Echtchrombändern noch mehr rausholen. Hat aber nicht jeder, ich auch nicht.
Dass sich FeCo Bänder überhaupt nicht löschen ließen, hatte ich noch nicht, ich habs zwar schon erlebt, dass der Löschkopf sie nicht ganz sauber bekam, mit einer Löschdrossel hab ich (manchmal mit etwas längerem drübergehen) aber immer alles wegbekommen.
Etwas anderes macht mir mehr zu schaffen: Bei den Echtchrombändern hab ich beim Neuaufnehmen einen relativ starken Kopiereffekt. Bei lauter Wiedergabe hört man in den Titelpausen leise Nachechos des vohergehenden und Vorechos des folgenden Titels. Bei TypI und FeCo Bändern ist das nicht so ausgeprägt.

Gruß Holger
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Echtchrom macht einfach kein Spaß mehr, da absolut Russisch-Roulette. Vielleicht holen manche Tapedecks da noch was raus, aber bis -20dB Aufnehmen (250nWb) ist schon echt grenzwertig. Es gibt reichlich sehr gute und vergleichsweise günstige Typ 1 Bänder, oder auch späte Typ 2, mit denen man hervorragende Aufnahmen hin bekommt. So z.B. kaufe ich gerne für recht kleines Geld Kassetten von Axia (Fuji) direkt in Japan. Die haben noch bis in die 2000er sehr gute Kassetten produziert. Dolby benutze ich gar nicht mehr, da es meist auf einem anderen Kassettendeck miserabel klingt. Da nehme ich lieber etwas Rauschen in Kauf.
Ich habe noch äußerlich nahezu neuwertige BASF Chrome Maxima, die aber alle durchgehend schon bei -20 bis 0b dB Dropouts produzieren. Ne, da bleibe ich diesem Glücksspiel lieber fern. Ach ja, hier meine aktuellen Tapedecks mit denen ich aufnehme: Akai GX-75 MK II, Fisher CR-9070, Denon DRM-740 und Nakamichi DR-10. Dazu ist noch ein altes Alpage AL-300 dazu gekommen, aber muss noch revidiert werden. Bei Echtchrom ist hier der Nakamichi noch am fähigsten. Das Fisher Tapedeck mit Automatik kriegt es auch noch einigermaßen hin. Akai versagt hier völlig.
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Die Chrome Maxima nehme ich gerne und dann gucke ich mal, ob ich die eingemessen kriege. Oft verschiebt sich da der Bias Punkt so, dass sie dann mit dem Setting des Tapedecks underbiased sind und dann geht halt nix mehr. Aber selbst meine alten CR-E II oder Chromdioxid und Chromdioxid II schaffen alle noch so um die -6 dB. Wenn man zeitgemäßes Material mit eher weniger Bass nimmt, dann kommt man auch noch etwas höher. Mehr als -1 bis 0 dB Peak schaffen sie bei mir aber Alle nicht mehr. Selbst wenn sich Musik findet bei der man es nicht hört, die man höher aussteuern kann fängt die Cassette dann an zu komprimieren. Vorband schafft die Pegelanzeige dann +4 dB und Hinterband bleibt als bei +1 oder 2 stehen. Wenn das passiert drehe ich den Pegel so weit zurück, bis vor und Hinterband identisch sind, auch wenn es mir vom Hören her nicht auffällt.

Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht den Eindruck habe, dass die Bänder sich noch verschlechtert haben. Alles was ich in den letzten 20 Jahren auf BASF Echtchrom aufgenommen habe, scheint noch so zu sein, wie es bei der Aufnahme war.

Ich habe aber auch unabhängig vom Bias Bänder, von denen ich Jahre dachte, die sind komplett im Eimer und die ich nur wegen der Sammelei aufgehoben hab. In meinem GX75 und auch in anderen Geräten hatten sie Dropouts ohne Ende. In einem ollen Cassettenrecorder oder im alten Sharp Ghettoblaster liefern aber selbst die alten grauen BASF LH (die ältesten die ich habe sind so von 1969) Ergebnisse, die schon fast HiFi artig sind. Es scheint also sehr viel mit der Oberfläche des Kopfes zu tun haben.
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Hmm, das ist wirklich sehr "geheimnisvoll" mit diesen Evhtchrom-Kassetten. Meine Aufnahmen aus Anfang bis Mitte der 90er klingen ebenfalls noch wie am ersten Tag. Die Probleme kommen offenbar nur beim Überschreiben und auch generell beim Aufnehmen auch auf NOS Chrom BASF. Ist ist ja auch ein offenes Geheimnis, dass Echtchrom schon zu Anfang einige dB verliert und dann angeblich pro Jahr weitere 0,1dB. Auf welchem Deck nehmt ihr auf? Mein Fisher mit 160nWb geht bei Echtchrom bis auf +2dB ohne hörbar zu verzerren. Beim Akai GX-75 MK2 mit 250nWb ist bei ca. -10dB Schluss.
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Track tapes are expensive collector's items, so I only had them on loan.
EZ


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Weil wir es gerade von Echtchrombändern haben: Heute herrscht hier dicker Nebel - ideal, um mal wieder ein Tape zu bespielen. Zur Abwechslung mal ein südkoreanisches Echtchromband aus dem 92er-Lineup:

   

Mein B215-Deck lässt nach der automatischen Einmessung Peaks von allerhöchstens 0 dB zu. Das Grundrauschen dürfte für ein Chromdioxidband vielleicht noch etwas niedriger sein (kennt jemand Messergebnisse über SKC-Kassetten?). Ansonsten gibt es nicht viel zu meckern. Einmessen klappt auf Anhieb, Dropouts hat dieses (gebrauchte) Exemplar keine, und die Mechanik der Kassette macht auch einen sehr anständigen Eindruck.

Von den Ferro- und FeCo-Bändern von SKC lasse ich inzwischen aufgrund der zunehmenden Meldungen über Probleme eher die Finger; die CrO2-Bänder hingegen kann man durchaus verwenden.

LG
Manuel
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Ich habe diese SKC als Kendo (Expert). Typisch für koreanisches Band klanglich na-ja. Oft haben Koreaner Defekte Stellen mitten im Band. Ist sehr enttäuschend, wenn nach angeblich gelungener Aufnahme man feststellen muss, daß es an manchen Stellen plötzliche gravierende Fehler auftreten.
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Habt ihr schonmal probiert die Echtchrombänder als Typ1 zu bespielen, ggf. die Quelle dann mit einem Equalizer anpassen?
Gruß
Lorenz
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Naja Anfang Mitte der 90er waren die Bänder ja noch neu. Sie müssen also schon an Pegel verloren haben, außer du hast damals schon ältere benutzt. Es fällt ja auch nur der Pegel über den gesamten Frequenzbereich ab. Da das Rauschen auch etwas absinkt, ist der Dynamikverlust normalerweise verschmerzbar. Wenn du also nicht mit Dolby aufgenommen hast oder grundsätzlich ohne Dolby abspielst ist der Pegelverlust eigentlich nur durch erhöhtes Grundrauschen und Talkthroughs hörbar, allerdings entstehen die bei mir auf Echtchrom immer schon unmittelbar nach der Aufnahme.

Ich muss allerdings auch sagen, dass ich selten BASF Echtchrom Bänder mit massiven Aussetzern habe, während ich das bei alten FeCo Bändern öfter habe. Ist aber vielleicht auch eine „gefühlte Wahrheit“.
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(07.11.2025, 16:47)Kirunavaara schrieb: Track hat selbst Bandmaterial hergestellt. Ob allerdings nur Typ I oder auch Typ II, weiß ich nicht. Das Band in der Track 2 ist auf jeden Fall FeCo. Memorex HB II sieht ähnlich aus. Ich muß mal meine Track 2 und ein paar potentielle Vergleichstypen aus der Zeit raussuchen.

Viele Grüße,
Martin

Hallo Martin, findet man noch irgendwo Infos, dass TRACK tatsächlich das Band selbst produziert hat? Auf Telegramm ist eine Diskussion entbrannt mit Behauptung, dass die eher zugekauft haben. Entweder von Agfa oder BASF.
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Habe wohl die Antwort gefunden!
https://hifigoteborg.se/pdf/Track-tape_ad_1981-11.pdf
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Oh, danke für den Artikel, kannte ich noch nicht! Also, daß Track Tape AB selbst Cassettenband beschichtet hat, ist verbrieft, auch aus anderen Quellen (z.B. eine Doku im schwedischen Radio vor ein paar Jahren). Nur geht auch hier wieder nicht genau hervor, ob das explizit auch für die Track 2 gilt, oder nur Track 1. Die Gehäuse wurden zugekauft, kamen anfangs laut einer schwedischen Hifi-Zeitschrift "aus den USA" (ich vermute Ampex), später von Socimag in Spanien.

Sowohl Agfa als auch BASF haben definitiv nichts mit den Track-Bändern oder -Gehäusen zu tun. Die unterscheiden sich ja schon erheblich beim Drauf- bzw. Reinschauen.

Was die Werbeversprechen angeht, hat die Firma den Mund ganz schön voll genommen. Die Track-1-Bänder waren besser als die einfachen Low-Noise-Modelle der etablierten Hersteller, aber bei Maxell kamen sie schon an die UD nicht ganz heran, UD-XL I war definitiv besser. Die grüne BASF fsLH I wahrscheinlich auch. Und Track hatte die ersten ein, zwei Jahre enorme Anlaufschwirigkeiten und mehrfach die Rezeptur geändert, mußte unzufriedenen Kunden reihenweise Cassetten umtauschen. Von diesem Rückschlag hat sich die Firma finanziell nie wieder richtig erholen können. Immerhin das Design der Cassetten war ikonisch und gehört heute zum schwedischen Pop-Kulturgut.

---

Die SKM Echtchrom-Bänder waren schon im Neuzustand nicht toll. Ich hatte mir so um 1990 ein paar Kendo CD-Q gekauft, aus Neugier, kannte noch gar nicht den wirklichen Hersteller. Die Dinger ließen sich niedriger aussteuern als damals "alte" BASF chromdioxid aus den 70er Jahren und hatten eine schlechtere Pegelkonstanz. Eine schnöde Chrome Extra II war 1990 bei Aldi auch nicht teurer als die Kendo bei Expert - aber um Welten besser.

Akai GX-Köpfe und die Oberflächen von BASF-Bändern, auch Typ I, vertragen sich nicht besonders gut miteinander. Das Glasferrit-Material braucht die extrem glatt kalandrierten Japan-Bänder.

Viele Grüße,
Martin
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Vielen Dank, Martin! Das mit Socimag kam in unserer Diskussion auch schon zu Sprache.
Ich Frage mich, was ist mit der Produktionslinie nach dem Auflösen der Firma passiert ist. Vielleicht hat jemand damit weiter eigene Kassetten produziert (?) ... wer weiß....
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Mag sein, daß aus der Konkursmasse Ende der 80er Jahre noch ein paar Produktionsmittel verkauft werden konnten, dazu weiß ich leider nichts. Das Gebäude jedenfalls steht noch, darin befindet sich heute ein Zahntechnik-Hersteller:

https://maps.app.goo.gl/rCZ4fLGtDcMMqJ1X7

Der große, graue Klotz im Hintergrund wurde allerdings erst später gebaut.

Viele Grüße,
Martin
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Ampex and Socimag hubs in Track cassettes.


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B & O gelabelte Chrome Maxima II


               

Ist das evtl. sogar eine Demo Kassette von B & O, weil auf Seite A ja "start" steht? Oder sind die einfach so gelabelt?


Chrome Maxima II Edition No.4

           

Schon skurill, gab es doch die Maxima II eigentlich gar nicht in diesem Gehäuse.

Habt einen schönen Sonntag
Thorsten
Eine solide Planung ist die Grundvoraussetzung einer gelungenen Improvisation
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Die mag ich auch so gern. Ich hab leider nur noch eine verranzte davon. Hab ich als Kind mal zum Geburtstag im 2er Pack, diese Limited Edition No 4.
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(16.11.2025, 16:17)gasmann schrieb: B & O gelabelte Chrome Maxima II




Ist das evtl. sogar eine Demo Kassette von B & O, weil auf Seite A ja "start" steht? Oder sind die einfach so gelabelt?



Nein, die Kassette für B&O wurde offiziell von BASF hergestellt. Steht auch auf der Folie, die Kassette gibt es ja ziemlich oft mal neu zu kaufen. 

   
Andreas 

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Heute zwei Schätzchen bekommen und ja, die habe ich gut bezahlen müssen. 

Dafür nagelneu, ich habe zwar bereits ein paar von dem Modell aber die waren alle gebraucht und teilweise stark beschriftet. Und jetzt zwei echt schöne Stücke.

   

Luxman XM-IV C46 Pure Metal Tape komplett mit Sticker und Infoblatt
Andreas 

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Mal eine Frage in die Runde: ich habe einen Sampler als Platte, er heißt „Die Knallgelbe“ ist von Ariola von 1985. Es sind deutsche Rock und Pop Songs aus der Zeit darauf enthalten. Die Zusammenstellung ist aus heutiger Sicht ganz interessant, weil auch einige Unbekannte Stücke darauf sind.

Das Besondere: Die Platte ist aus Gelb-Transparentem Vinyl und das Label hat eine ganz andere Optik, als die von Ariola normalerweise haben. Es gibt das Ganze auch als Cassette:

https://ebay.us/m/oiJVqf

Inlay gelb, Hülle gelb, Cassette im Standard BMG Gehäuse, aber eben auch knallgelb. Normberuckung, aber knallrot.

Die Frage nun: Warum? Der Inhalt und die Farbe haben Nichts miteinander zu tun und ich kenne kein anderes Produkt von Ariola aus der Zeit, das so aus der Reihe tanzt. Ich hab noch eine „giftgrüne“ von EMI, aber da ist nur das Inlay grün und die Cassette hat das normale blaue EMI 70er Jahre Gehäuse.

Irgendwie kurios.
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Hmm, vielleicht war es wirklich eine Hommage an die "Giftgrüne Superplatte"? Passende Cassettengehäuse hätte es auch in den 70ern gegeben, nur waren die wohl nicht in jedem Kopierwerk vorrätig:

         

(sieht in Wirklichkeit noch etwas grüner aus als auf meinem Monitor)

Viele Grüße,
Martin
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