Hallo zusammen!
Ich bin neu hier und habe grade erfolgreich meine Teac X10R überholt (Capstanmotor zerlegt und gereinigt, Neuer Capstanriemen, Alle Lager gereinigt, Andruckrollen-Mechanik zerlegt, neu gefettet und eingestellt, Capstanwellenspiel eingestellt).
Dabei fiel mir folgendes ins Auge: Die rechte Führungsrolle hat ne kleine Feder drin, die wohl total verbogen ist, und deren Funktion mir nicht klar ist. Die Linke Führungsrolle ist mit einem gelben Kabel mit dem Board, welches über den Spul-Motoren sitzt, verbunden. Warum? Massepotentialausgleich? Warum nur die und die rechte nicht? Und was soll die Feder und wie sieht sie normalerweise aus?
Fragen über Fragen.
Übrigens: wer eine X10 / 10 R / 1000 oder 2000 überholen will und im Raum München sitzt, kann sich gerne an mich wenden. Ich glaub nachdem ich das grad erfolgreich gemacht habe, trau ich mir das sofort bei einer Fremdmaschine zu.
Wer Bilder braucht, was wo sitzt und was wie aussehen muss, der kann sich an mich wenden. Ich habs alles dokumentiert.
Beste GRüße
Stefan
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Moin
Erst mal herzlich willkommen.
Also bei meiner X 1000 r befindet sich diese verbogene Feder in der linken
Umlenkrolle. Die Feder dient als Kontaktfeder um die Umschaltung in
die Reverserichtung, über eine Metallfolie, auf dem Band zu gewährleisten.
An der rechten Umlenkrolle kann man den "Deckel" nicht abschrauben.
Diese hat auf der Laufseite auch einen Gummiüberzug.
Kann es sein das die Rollen vertauscht wurden? Bei meiner scheint es ja richtig zu sein, denn die funktioniert perfekt. Es ist aber auch möglich das es bei Deiner
x 10 r so gehört, um Endlosbetrieb zu gewährleisten. Die x 1000 r hat ja ein
elektronisches Zählwerk , welches sich dazu die 0000 Stellung merkt.
Ich hoffe geholfen zu haben
Rainer
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Hallo Stefan,
da gehört keine Feder hin. Die Rolle selbst links und rechts ist identisch. Daher ist auch das Loch für die Schraube vorhanden.
Eine Feder gehört nur auf die linke Seite. Dort sorgt sie für einen ordentlichen Massekontakt. Bei der R Maschine ist über der Rolle ein Stift über den das Band zusätzlich läuft. Der Stift und die Rolle stellen die beiden Kontakte dar, die über die auf der Rückseite des Bandes angebrachte Schaltfolie verbunden werden.
Die Maschine schaltet dann wenn Reverse Betrieb eingeschaltet ist, in die Reverse Richtung. (Bandende)
Für Endlos Wiedergabe wird am Bandanfang jedoch keine Schaltfolie zum Laufrichtungswechsel verwendet. Hier wird der 0000 Zählwerkstand abgefragt.
Damit benötigt die rechte Seite keine Feder und auch keinen Stift über der Umlenkrolle.
Die Feder gibt es auch nur in R (Reverse) Geräten. Die normalen Versionen schalten nur über den Mikroschalter im Bandzughebel ab.
Edit: Rainer war schneller. Die Rollen wurden nicht vertauscht. Bei der X-10 hat die rechte Rolle keine Gummierung wie bei X-1000 und X-2000.
Beim mechanischen Zählwerk der X-10R sind halt Schaltkontakte am Zählwerk angebracht, die bei 0000 betätigt werden.
Band ab - Band läuft,
Rainer
Hei!
Danke für die Antworten. Jetzt hab ich allerdings mehr Fragen als vorher. Ich hab die Maschine so bekommen. In beklagenswertem Zustand, wie ich jetzt weiß.
Also die Rolle mit der Feder gehört nach links. Gut. Kann ich ja tauschen. Aber wie sieht die Feder genau aus? Kann mir einer mal ein Bild schicken? Hat wer noch so eine Feder. Meine ist ja völlig hin.
Und wer erklärt mir die genauer Bandführung. ICH hab das Banl kinks immer zwischen der Rolle und dem Stift geführt. Ist das falsch?
Reverse Betrieb hab ich noch nicht ausprobiert. Müssen da nicht so kleine Metallstreifen zwischen das Band und das matte Anfangsband geklebt werden, damit das dann detektiert werden kann?
Weiss jemand wo man noch neuwertige oder neue Bänder bekommt? Welches ist bei einer X10 R zu empfehlen?
Beste GRüße
Stefan
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Hallo Stefan,
ein Bild kann ich bei Gelegenheit mal machen. Das Band gehört über die Rolle und über den Stift.
Für Auto Reverse benötigst du Schaltfolie (leitfähige Metallstreifen). Die werden bei Teac auf die Bandrückseite geklebt. Brauchst du aber nur am Bandende, am Anfang macht das keinen Sinn. Da wird durch den Zähwerkstand 000 geschaltet.
Such mal z.B. nach Darklab Magnetics. Mit LPR 35 machst du da nichts falsch.
Bei kleinen Spulen sind Schaltstreifen oft schon vom Hersteller angebracht, für Teac jedoch auf der falschen Seite, also nicht wundern, wenn damit Auto Reverse nicht geht.
Hier mal Fotos von der X-2000R. Bandlauf und Feder sind an dieser Stelle mit der X-10 R identísch.
Sag mal Stefan, ist Deine X-10R schwarz? Die wäre mir so nicht bekannt.
Band ab - Band läuft,
Rainer
Hallo Rainer!
Danke für die Bilder. Mach ich dann auch so.
Meine Feder sah übrigens ursprünglich eher wie ein "W" aus mit einer genau definierten Nase in der Mitte, die genau um das Gewinde passte, mit der die Kappe aufgeschraubt wird. Jedenfalls ganz anders als Deine auf dem Foto.
Meine X10 R ist unten weiß (oder so etwas altweiß-/ hellgrau-mäßig) und die obere Platte ist schwarz. Hat wohl mal einer umgespritzt. Ist ganz gut gemacht und auch sehr haltbar. Aber eben nicht original. Ausserdem hat dieser "Künstler" natürlich die Beschriftung übergespritzt. Nur das Textband über den Schaltern und Reglern links ist geblieben, aber neben den Knöpfen stand ja wohl noch was die Schalterpositionen bedeuten. Und das ist nun weg. Musste ich erstmal ein Handbuch der Maschine im Netzt suchen, um zu sehen, welche Schalterstellung was bedeutet. Schade eigentlich, aber nun nicht mehr zu ändern.
Beste Grüße
Stefan
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Wenn Du die Feder so gebogen kriegst, daß der Kontakt zwischen dem Äusseren,
drehbaren, u. dem Innerem, feststehenden, Teil, gewährleistet ist, brauchst Du
keine neue Feder. Das sieht auf Deinem Foto doch recht gut aus, in meinem Gerät sieht die Feder auch eher wie die bei Deinem Gerät aus.
Du musst natürlich den Wahlschalter für den Reversebetrieb auf die gewünschte
Betriebsart( Aus, Hin u. Zurück , Dauerbetrieb) stellen.
Schaltband bekommt man noch unter bekannter Adresse. Zum probieren geht
auch Zigarettenalupapier mit Pritt aufgeklebt.
Als Band benutze ich meist auch das LPR35. Von den 50qm Profi-Bändern würde
ich abraten, zumindest hat meine X-1000R manchmal damit etwas Probleme.
Probleme macht bei Diesem Gerät auch die Mechanik, die die Andruckrollen
gegen die Capstane drückt. Hier solltest Du event. nochmal prüfen ob alles
leichtgängig ist.
mfg
Rainer
Hallo Rainer!
Ich habe gestern das gesamte Laufwerk ausgebaut und komplett zerlegt. Alles. Bis in die letzte Schraube. Dann habe ich alles mit Aceton penibel gereinigt und alles was sich dreht, bewegt, schiebt mit Achsfett vom Fahrradhändler bzw die Lagerbuchsen mit speziellem Öl gefettet bzw geschmiert.
Also so leicht und zart und völlig geräuschlos ist die Maschine seit 20 Jahren nicht mehr gelaufen.
Meine Andruckrollen konnten praktisch nicht mehr hochfahren. Musste man kraftvoll nachhelfen.
Des Rätsels Lösung: das Lagerfett an den Drehachsen der Rollenarme war total verharzt und klebte wie Pattex.
Der Aufwand hat sich voll gelohnt. Nur noch die Tasten antippen und alles läuft - quasi wie geschmiert (wenn man mir diesen Kalauer verzeiht)
Der Aufwand für das Alles: 2 Stunden Maschine zerlegen, Laufwerk ausbauen, alles zerlegen, reinigen, alles wieder zusammenbauen.
Neuen Riemen bei der Gelegenheit gleich drauf!
Wenn man den Capstan Motor zerlegt, was ich dringend rate, und diesen komplett zerlegt und penibel reinigt, muss man nochmal 1 bis 1,5 Stunden rechnen.
Man wird wirklich belohnt!!
Wer das noch vor sich hat, kann von mir gerne Fotos oder Tipps haben. Einfach melden. Wer im Raum München wohnt, kommt am besten gleich mit dem Teil vorbei. Hab alles da (bis auf den Capstan Riemen - den muss man sich vorher bestellen)
Lediglich die Andruckrollen sind wohl fertig. Aber das ist nun nur eine 5 Minuten Sache.
Hat wer einen Tipp, wo man die günstig kriegt? Bei E**y sollen die doch 60 bis 70 Euro kosten. Und das sind nur Nachbauten, keine Originale.
Muss ich wohl schlucken, diese Kröte
Nun such ich noch jemand, der einwandfreie Bänder hat (mit Musik drauf), damit ich meine Köpfe einstellen kann. Der Vorgänger hat da leider beherzt dranrumgedreht und nun klingt alle wie Mumpf.
Ich denke aber die Köpfe sind noch gut, da die Maschine fast 15 Jahre nicht benutzt wurde.
Beste Grüße
Stefan
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Da brauchst Du keine bespielten Bänder, sondern Bezugs- bzw. Meßbänder. Mit den darauf enthaltenen Meßtönen kannst Du -je nach Typ des Meßbandes- einmal die Köpfe eintaumeln und auch die Maschine auf das künftig zu verwendende Band einmessen - Anleitungen dazu lassen sich hier im Forum zuhauf finden.
An Rainers Empfehlung des LPR35 von RMG schließe ich mich an.
Frank
Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.
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