13.11.2011, 22:27
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.09.2025, 18:19 von user-332.
Bearbeitungsgrund: manche links aufgefrischt...
)
Wissenswertes zum Thema Studer-Bremsen steht in diesem Faden.
Die nachgelieferte Erklärung für das wundersame Wiederfunktionieren der dort erwähnten A-80 Wegelagerer könnte das völlige Abtrocknen der Reinigungsflüssigkeiten sein. Beschleunigen läßt sich das durch das 'Einbremsen', also über mehrere Minuten drehende Motoren bei angelegten Bremsen - für Ungeduldige (Play oder Fast, geht beides...). Über Nacht stehen lassen ist auch ein Ansatz... Zur Orientierung ein Auszug aus dem A-800 Manual...
Wie schon angedeutet, das von Nikola für untauglich befundene 810-er Bremssystem, das ich ihm vor Jahren zum Vergleichen zusandte, läuft heute zufriedenstellend innerhalb 'der Spezifikation'...
Die Sache mit dem Aufrauhen ist nur was für Oberflächenspezialisten, die wissen, was sie tun - siehe Warnhinweis im ersten verlinkten thread. Meine A-700 Bremstrommeln der ersten Generation funktionieren damit heute noch...
Wie es professionell handzuhaben ist, kann man in einem Dokument [url="ftp://ftp.studer.ch/Public/Products/Recording_Analog/A810/Technical_Info/Bremsbelag_BrakeLining_P-201.pdf']Dokument[/url] update 2023 auf dem Studer-Server nachlesen (aus dem Jahr 1996). Darin taucht auch das Wort 'nie' auf, was die Behandlung der Bremstrommeloberfläche angeht. Das gilt ebenso für die 'älteren' Beläge. Jeder darf sich selbst ein Urteil bilden und ggf. kein schärferes Aufrauhmittel als die zum Reinigen vorgeschlagene Zahnbürste hernehmen. 1000-er Schleifpapier geht in Richtung 'Feile'...
Im Falle <revodidis> (hast Du ReVoxitis?) wäre vielleicht eine Eingrenzung mit definiertem Spulenmaterial und einem kleinen Demo-Video angebracht, solange keine objektiven Meßwerte geliefert werden können. Wie wär's: Aluspule auf die eine Seite, Kunststoff auf die andere und dann in beiden 'Endsituationen' (links fast leer, rechts voll u.u.) ein Stop aus max. Umspulgeschwindigkeit. Dann bekäme man eine Vorstellung von der Problematik. Gerne auch erst einmal mit gleichen Bestückungen und einer dritten Ansicht aus der 'Bandmitte'...
Die ersten A-77 hatten übrigens noch ein weitaus groberes, mit Baumwollband belegtes Bremssystem, zusätzlich mit höherem Umschlingungswinkel. Die gingen etwas derber zur Sache, wenn man auf Stop drückte.
Für Experimentierfreudige und Sparfüchse wird hier (im unteren Drittel) eine Bastellösung vorgestellt. Vielleicht fragt jemand beim Autor an, ob sich das über die Zeit bewährt hat. Auch sah man in 'der Bucht' immer wieder mal auf die Trommel aufklebbare Bremsbänderbeläge, deren Eignung aber m.W. bislang nirgends positiv dokumentiert wurde. Der 'richtige' Weg führt immer über Villingen...
Pit
PS: ein Schmankerl ist folgende Fundstelle:
![[Bild: Einstellanweisung.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Einstellanweisung.jpg)
wer weiß, zu welcher Maschine (und in welches Jahr) diese Asbest/Tetra-Orgie passt? An den Grundsätzen des Bremsprinzips hat sich aber bis A-820 nichts mehr geändert...
2023: hier bitte auch den link zu C/J-37 beachten!
2024: echte STUDER-Anekdote zum Thema, siehe WayneM. Quote...
2024: Ergänzung zum Krankheitsbild (entnommen aus <flyingdoc> Herbys RFF Signatur):
> Sucht kommt von Suchen
REVOXitis die akute Form der Ansteckung
REVOXose unheilbares Stadium
REVOXpathisch Folgeerkrankung STUDERitis
©DK1TCP STUDER ReVox Bremsen brakes
zur Entstehung der A-810: S.2 ff im ersten SwissSound von 1982
