Uher Rep.4200 Endstufe
#1
Hallo zusammen,
ich habe vor kurzen ein Report 4200 zugesendet bekommen, diese wollt ich so nach und nach von ihren krankheiten heilen.
Wiedergabe lautsprecher leise und verzerrt, aufnahme rechter Kanal tot.
aber erstmal zur wiedergabe :-)
Haben die AC187k und ac188k elekrischen kontakt von gehaeuse zu den Anschluessen ? Beim loesen der schrauben wurde die wiedergabe lauter und klarer, was war passiert ? transe loeste sich vom halter und hatte somit kein kontakt mehr zum blech, spannungdiferenz transistor zum gehaeuse 3 Volt. Transen rausgeholt fuer den linken und gemessen collektor zum gehaeuse ca170mv durchgang egal welche richtung .
Endstufe wieder eingebaut ohne dem linken kanal und alles auf den rechten gelegt, funzt aber reagiert auf klopfen ! die transen fuer den Rechten kanal haben je nach erschuetterung kontakt zum gehaeuse und mal nicht !
Sind die germanien transen stossempfindlich ? bin am ueberlegen eine komplett andere endstufe einzubauen auf IC basis .
Elkos der Stromversorgung habe ich vorsorglich erneuert.


ich muss dazu sagen, dies ist meine 1. report :-) und ich glaub, mich hat der Uher Virus gepackt .
Ich putze hier nur...
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#2
Zum AC 187/88 kann ich nur sagen, dass diese keineVerbindung des Kollektors zum Gehäuse haben können. Sie wurden z.B. als Komplementärendstufen in verschiedenen DDR-Kassettenrecordern eingesetzt und auf einem Kühlblech ohne Isolierung zum Kühlblech angeschraubt. Am AC 151 gerade nachgemessen, keine Verbindung zum Gehäuse!

Gruß Jens
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#3
Dacht ich es mir, dann sind die Transen was fuer den wertstoffhandel.
So, was mach ich ? neue Transen rein ? Komplett andere Endstufe mit Krabbeltier rein ? hhmmmm .
Ich denk da so an geringeren eigenstromverbrauch zwecks laengerer laufzeit auf Akku.
Ich putze hier nur...
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#4
Hallo EN1RZ!

Natürlich können Transistoren auf der Endstufenplatine defekt sein.
Einen einfachen Austausch könnte u. U. das Übel nicht beseitigen.
Gilt es doch der Ursache auf den Grund zu gehen, warum die Halb.-
leiter "gestorben" sind.
Nach meinen Erfahrungen sind die großen Elko (1000uF) hauptsäch-
lich dafür verantwortlich. Bei allen Report-IC mit defekter Endstufe(n),
die ich in die Finger bekommen habe, war nie ein IC defekt. Es waren
IMMER die Elektrolytkondensatoren! Im seltenen Einzelfall auch mal
ein Tantal-Kondensator. Nie war es ein Halbleiter-Bauteil.

Die Transistoren oder Endstufen-IC gehen meist dann kaputt, wenn das
Report zu lange mit defekten Elko´s betrieben wird. Sie sterben dann den
Hitzetod. Darum immer nur ganz kurz auf Funktion prüfen. Steht der Fehler
an, weitersuchen und ggf. Bauteile tauschen.

Wenn ich ein Report bekomme, das Probleme mit Spannungsversorgung
und/oder Endstufe hat, dann wechsele ich zuerst alle Elko >= 1000uF.
Zu 80% waren die Fehler dann behoben. Falls nicht, geht es mit den
100uF und 22uF weiter. Selten sind die noch kleineren Elko betroffen.

Wenn ein Kanal bei Aufnahme fehlt, könnte es am Kontaktschieber auf
der Hauptplatine liegen. Auch gibt es schon mal Drahtbrüche an der
rechten Seite der Hauptplatine (hervorgerufen durch häufiges Aus-
schwenken).

Grüße
Wolfgang

PS.: Bei meiner zuletzt eingetroffenen 4200-IC (Peter sei Dank) ging
absolut nichts. Der Austausch der 3 großen Elko unter dem Batterie-
fach brachte zunächst Abhilfe. Das Report lief und gab auch Töne von
sich. Beim 2. Einschalten dann nur noch extrem leise (bei Vollausschlag).
Sofort ausgeschaltet und die großen Elko der Endstufenplatine ge-
wechselt (und noch den oberen 1000uF auf der Hauptplatine) - das war´s...
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#5
Wie gesacht, die Elkos der Stromversorgung hab ich vorsorglich getauscht, Wolfgang, meine ist NICHT die IC Version. Die transen sind eigentlich auch nicht richtig defekt, die anschluesse haben leichten kontakt zum gehaeuse ! Ich vermute das da drinn der chip sich losgeloest hat oder eine der bondingdraehte das gehaeuse beruehren , die dinger reagieren auch auf klopfen , klopf klopf und alles ok , beim naechsten klopfer schluss zum gehaeuse.
Was mir aufgefallen ist, warum hat die Kiste 6 Volt elkos drinne gehabt, wenn diese mit bei vollen batterien mit 7,5 Volt befeuert werden ? im schaltplan sind 12 Volt elkos verzeichnet ! ich hab letztendlich, weil vorhanden 16Volt elkos eingesetzt.
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#6
Hallo EN1RZ!

Ja, ich weiß daß Du das Vorgängermodell hast. Mein Erfahrungsbericht
gilt für alle Report-Typen, mit jeweils modellspezifischen Eigenheiten.
Das habe ich nicht deutlich genug unterstrichen - sorry.

Die 3 Elko im Stromversorgungspfad sind erneuert - gut. Das ist aber
nur die Basis, auf der es weiter geht. Wenn der LS nur leise Töne bei
Vollausschlag von sich gibt, dann ist der Tausch der beiden 1000uF
Elko auf der Endstufenplatine allererste Wahl. Danach erneut testen
und ggf. weitere Elko auf der kleinen Platine tauschen. Wenn sich
noch immer kein Erfolg einstellt, auch die Tantäler wechseln. Im
schlimmsten Fall hat sich doch ein (oder mehr) Transistoren verab-
schiedet und müssen rausfliegen.

Grüße
Wolfgang
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#7
ich habe nur 2 Elkos der Stromversorgung gesichtet hinterm batteriekasten ! 6 Volt 2200µf war drinne, 1000µf auf der endstufe hab ich nicht, sind kleiner oder meinste die 1000µf die praktisch in Reihe der Lautsprecher sind ? glaub C65 und C66 war das . Die transen sind defentiv hin , hab den linken kanal ausser betrieb genommen und arbeite mometan mit dem rechten, die aber auch klopfempfindlich ist aber noch kein direkten schluss erzeugt.
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#8
Hallo EN1RZ!

Ja, genau diese 1000uF (in Reihe mit den LS) meine ich.

Stimmt, im 4200/4400 sind "nur" 2x 2000uF lt. Schaltplan
verbaut. An meine Anschauungsobjekte komme ich z. Zt.
nicht ran (Mein Sohn ist umgezogen und hat sich meine
Leiter ausgeliehen). Und Bilder vom Innenleben von 4200/
4400 habe ich nicht gemacht (was mich schon verwundert,
lichte ich doch sonst auch die "Eingeweide" der Report´s ab).

Mist, daß die "Transen" hin sind. Es gibt die Transitoren aber
noch zu kaufen. Wenn auch nicht zu den damaligen Preisen.

Viel Erfolg bei der weiteren Fehlerbehebung.

Grüße
Wolfgang
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#9
die kondis fuer den LS ausgang sind auch geflogen, hab da nun auch 16V 1000µf drinne.

Ich hab mal eine Externe endstufe (Yamaha M85) statt der interne angeschlossen, und siehe da, sauberes signal :-) auch habe ich keine hoehen beeinflussung mehr gehabt wenn der LS Regler vertstellt wird an der Report, mit der internen wars je lauter umso heller wurd der klang , daher ist immer noch die ueberlegung da, das ganze umzuruesten auf eine komplett andere endstufe.
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#10
Ein Erfolg gibt es schonmal zu verzeichen :-) Die Aufnahme funktioniert wieder !
Der schuldige war auf der Leiterplatte C18 1µf 64V, der war Tod, der lies nix durch .

Durch erneute Aufnahmeversuche ist mir ein neuer Fehler aufgefallen !
19cm hoert sich ok an, 9,5 und darunter hab ich nebengeraeusche drauf und hoehenbetonte aufnahmen.

Schaltet man die kulissenschaltung zwischen 19 und 9,5 im wiedergabemodus ist ein Pfeifen kurz vernehmbar auf beiden kanaelen, das hatte sie vorher nicht, ich glaub, ich hab wo eine Rueckkopplung eingefangen oder so :-(
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#11
Wieder weiter gekommen an der Henkelware, da ein kabel an dem Entzerrschalter sich geloesst hatte, kamm es zu diesem Pfeifen und hoehenbetonte aufnahme, ist wieder ok,
Bleibt nur noch die baustelle Endstufe.
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#12
Hallo EN1RZ!

Ein Kabel lose?
Das nennt man wohl:
"Mit den Händen aufrichten, und mit dem Sterz wieder umhauen"
Beim Austausch des 1uf-Elko hat sich das Käbelchen selbstständig
gemacht.

Du schriebst, daß Du die Endstufenplatine am liebsten durch eine
"andere" Endstufenplatine ersetzen möchtest. Einen Klangunterschied
zwischen Deiner Platine und der Nachfolge-Platine mit IC gibt es m. E.
nicht. UHER ist damals mit auf den "IC-Zug" aufgesprungen, weil es
doch zeigte, daß man "up to date" war. So mußte in die Schaltung
mind. 1 IC (4000-IC) integriert werden. Ein re-designtes Äußeres wies
dann darauf hin. Nötig wäre es zu dem damaligen Zeitpunkt nicht
gewesen. Denn parallel zu den IC-Modellen verkauften sich die Profi-
modelle 1000 Neopilot B und 1200 Synchro gut. Auch ohne IC und
geändertem Aussehen.
Zurück zu Deinem Begehr.
Ob die IC-Platine 1:1 Deine alte Platine ersetzen kann, weiß ich nicht.
Dazu fehlt mir das Wissen. Vermutlich muß auf der Hauptplatine eine
Anpassung vorgenommen werden. Da kannst Du schnell neue Fehler
"kreieren". Ob sich der Aufwand lohnt? Ich würde mich um die defekten
Transitoren kümmern.

Grüße
Woflgang
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#13
Hallo,

schau doch mal, ob an C53 bzw. 54 (ober- und unterhalb der beiden langen Kontaktleisten) ein sauberes Signal anliegt. Notfalls raus mit den beiden. Wie geartet ist der Unterschied bei Wiedergabe/ Mithören bei Aufnahme?

Gruß
Peter S.
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#14
Hallo Ralf,

also an Deiner Stelle würde ich versuchen, den oder die Übeltäter auf der Endstufenplatine ausfindig zu machen und durch möglichst "authentische" Bauteile ersetzen. Eine nachvollziehbare Dokumentation der Vorgehensweise bei der Fehlersuche und Instandsetzung würde sicherlich von einigen Uherianern mit defekten Endstufen Hurrarufe - auch meinerseits - auslösen. Also ran an die Arbeit und berichten.

Merke: "Hast Du Uhers im Haus, geht Dir die Arbeit niemals aus!" Big Grin

Gruß Bernd

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#15
Wie zuletzt geschrieben PSMS, die A/W Funktion selber ist wieder intakt und gibt saubere signale an die Dinbuchse sowohl auch an die endstufe , soweit ich auch drueber froh bin, wenn man bedenkt das dieses mein 1. Report ist :-)

Zum endsufen tausch da eh defekt, war die ueberlegung, den Stromverbrauch zu senken durch eine Class D schaltung die ca 90% wirkungsgrad aufbringt.
Nur ich muss immer aufpassen das Masse an der Kiste Positiv ist und ich hab meine schaltungen gewohnterweise mit Masse Negativ.

Schauen wa mal :-)

Mir schwebt das HXJ8403 Kaeferchen dafuer zu verwenden.

http://www.hxjic.com/hxj8403.pdf
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#16
Erledigt !

Endstufe selbst ist authentisch instandgesetzt :-)
Habe alle 4 Transen erneuert, da beide Kanaele betroffen waren. Die Kondensatoren hab ich gleich mitgemacht. Rein damit und es Klang noch schrecklicher :-( Naja , durch neue Parameter der Transen und Kondis stimmt garnix mehr , offset und arbeitspunkt neu justiert mit Lastverbraeter am Ausgang und Oscar und nun ist alles soweit ok.
Aber ein bissel Lauter an den Externen anschluessen duerft es schon sein, fuer den internen reicht es um Krach zu machen :-)
Die andere Sache reizt mit dennoch mit dem HXJ Kaeferchen .
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#17
Hallo,

super, dann hat es ja letztendlich doch noch geklappt. Ist doch viel besser, man hat so ein altes Gerät im quasi Originalzustand wieder hinbekommen. Die Platine mit dem "Käferchen" kannst Du ja trotzdem bauen (so, dass sie jederzeit wieder durch die originale Endstufe ersetzbar ist) und uns hier vorstellen, das wär' doch was.

Gruß
Peter S.
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#18
Ebend, weil Steckbar :-) Das was mir sorgen macht, ist halt die Masse bei den Reportern Positiv ist, normal ist negative Masse angesagt bei mir !
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#19
Wenn Du nicht soviel durch den Wald joggen würdest, Ralf, wäre Deine Masse wohl auch bald wieder im positiven Bereich... Big Grin

Gruß Jens
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#20
na na na , keine Anspielung auf meine etwas Koerperbetonte Figur :-)
Ich bin kraeftig genug um ein Report zum Joggen mitzuschleppen, zur musikalischen berieselung, aber auch wiederum keine wandernde Tonne ! ggggrrrrrr....
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#21
Und wie schätzt Du Dich hier ein? :teufel2:

[Bild: messen006.jpg]

Gruß Jens
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#22
Kurz nach andree , aber auf 1,98 meter laenge :-)
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#23
Ich bemerke jetzt erst, dass da der Bauchdurchmesser und nicht der -umfang gemessen wurde. Schluck!

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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