11.07.2011, 16:47
Michael, Röhrenzeit war bei Fernsehern noch bis in die Siebziger hinein, ich meine jetzt natürlich nicht die noch viel länger verwendete Braun´sche Röhre (CRT).
Bei den Tonbandgeräten galt in der Übergangszeit von der Röhre zum Halbleiter die berechtigte Devise:
Je besser die Qualität, desto weniger Transistoren und desto mehr Röhren sind drin.
Die damals verfügbaren Transistoren und die angewandten Schaltungen machten Tonbandgeräte zu Rauschgeneratoren, die Röhre rauscht von Natur aus weniger (natürlich ist das jetzt vereinfacht, aber das ist ja auch kein seminar für Elektroingenieurs-Studenten).
Bei Grundig hielt man also so lange wie möglich an der Röhre im eigentlichen Tonband-Verstärker (Vorverstärker, Aufsprechentzerrer, Sprechverstärker, Hörverstärker, Wiedergabeentzerrer) fest, während man in anderen Stufen, nämlich da wo das Rauschen nicht so sehr ins Gewicht fiel, nach und nach die Geräte durchtransistorisierte.
Man baute also nach und nach transistorisierte eisenlose Endstufen (ohne Übertrager-Trafo) und transistorisierte Anzeigetreiber für Zeigerinstrumente ein und der qualitätsrelevante und für Rauschen besonders anfällige Verstärkerteil wurde erst sehr spät mit Transistoren ausgestattet, als es schon bessere Typen für weniger Geld gab, die man auch in genügender Menge rauschoptimiert verbauen konnte, ohne das das Gerät gleich unerreichbar teuer werden mußte. Grundig-Kunden wollten neben bodenständiger Ware vor allem eine bei erschwinglichem Preis optimale Ware haben, lautes Rauschen und komischer, nicht voller und satter Klang wären dem Namen zuwider gewesen.
Andere taten das nicht und waren dann schnell als Wasserfall-Geräte oder Rauschgeneratoren berüchtigt (viele Uher und Telefunken bspw., so gut wie alle Japaner mit SA/SB-Transistoren).
Bei den Tonbandgeräten galt in der Übergangszeit von der Röhre zum Halbleiter die berechtigte Devise:
Je besser die Qualität, desto weniger Transistoren und desto mehr Röhren sind drin.
Die damals verfügbaren Transistoren und die angewandten Schaltungen machten Tonbandgeräte zu Rauschgeneratoren, die Röhre rauscht von Natur aus weniger (natürlich ist das jetzt vereinfacht, aber das ist ja auch kein seminar für Elektroingenieurs-Studenten).
Bei Grundig hielt man also so lange wie möglich an der Röhre im eigentlichen Tonband-Verstärker (Vorverstärker, Aufsprechentzerrer, Sprechverstärker, Hörverstärker, Wiedergabeentzerrer) fest, während man in anderen Stufen, nämlich da wo das Rauschen nicht so sehr ins Gewicht fiel, nach und nach die Geräte durchtransistorisierte.
Man baute also nach und nach transistorisierte eisenlose Endstufen (ohne Übertrager-Trafo) und transistorisierte Anzeigetreiber für Zeigerinstrumente ein und der qualitätsrelevante und für Rauschen besonders anfällige Verstärkerteil wurde erst sehr spät mit Transistoren ausgestattet, als es schon bessere Typen für weniger Geld gab, die man auch in genügender Menge rauschoptimiert verbauen konnte, ohne das das Gerät gleich unerreichbar teuer werden mußte. Grundig-Kunden wollten neben bodenständiger Ware vor allem eine bei erschwinglichem Preis optimale Ware haben, lautes Rauschen und komischer, nicht voller und satter Klang wären dem Namen zuwider gewesen.
Andere taten das nicht und waren dann schnell als Wasserfall-Geräte oder Rauschgeneratoren berüchtigt (viele Uher und Telefunken bspw., so gut wie alle Japaner mit SA/SB-Transistoren).
