11.07.2011, 11:56
@ #009
Michael, man darf die Entwicklungsgeschichte bei den Heimgeräten nicht außen vor lassen. Es machte nicht eines morgens "Peng" und es stand ein gut ausgestatteter Amatuer-Bolide mit allem Pipapo dort, sondern es wurde sukzessive, vermutlich teilweise organisch, weiter entwickelt was man hatte.
Was hatte man vorher?
Mono-Heimgeräte die bei der dominanten Heimgeräte-Geschwindigkeit ca. 10...12kHz innerhalb der zuständigen Normkurve (Abweichung an den Enden bis ca. 5...7dB) als fo erreichten. Man benötigte für diese fo keine getrennten Hör-/Sprechköpfe und somit auch keine getrennten Verstärker.
Der Verstärker wurde in seiner Betriebsart mit Schaltern oder Relais umgeschaltet, je nach seiner aktuellen Aufgabe.
Später gab kam die Stereotechnik auf, man baute also einen zweiten gleichartigen Verstärker ein. Es wurden höhere Grenzfrequenzen erstrebenswert, dafür mußten die Tonköpfe halt irgendwann in ihrer Aufgabe spezialisiert werden und aus zwei wurden drei.
Es war damals generell in einigermaßen bezahlbaren Konstruktionen für den Heimmarkt schon ein günstiger Aufbau und viele Abwägungen und Kompromisse nötig, damit überhaupt zwei Verstärker ausreichend gleichartige Eigenschaften - auch bei Erwärmung - hatten, einigermaßen in den Kasten paßten der auch nicht unendlich groß und schwer werden konnte. Man mußte sich also, viele, ganz andere Gedanken machen als den, den Verstärkerzweig nochmal zu verdoppeln so daß der vierfach vorhanden wäre, vierfache Leistung verbrut, vierfache Abwärme erzeugte, die Koffermaße und -gewichte erhöhte usw.
Und dann später, in den Siebzigern, man baute immer noch Transistoren, die viel später erst billig verfügbaren IC´s guter Eigenschaften waren noch nicht oder nur teilweise verbaut, hat man es schlicht so weiter gemacht, weil man es immer so gemacht hat und weil auch der beackerte Markt es überhaupt nicht verlangte.
Irgendwann mußte man dann nachziehen, weil andere es vormachten, weil die Kundschaft gewechselt hatte, weil irgendwelche Fachzeitschriften - jede Woche mußte eine andere Sau durch das Dorf laufen damit die Zeitung verkauft wird, Anzeigekunden und ihre Zahlungen mußten in die Betrachtungen einfließen damit sie bei Laune blieben, Japaner steckten Unsummen in solche Dinge wie Reklame und marktbeeinflussende Maßhnahmen - sich an jedem Ding, einst noch abgetan als Pillepalle, festbissen und alles verrissen, wo der gerade aktuelle Schalter nicht dran war, die aktuell hochstilisierte Funktion fehlte oder auch nur eine Ecke eckig war, wo sie bei anderen rund war und der aktuellen Mode entsprechend rund zu sein hatte.
Sprich mit den TS-Serien kam dann die Hinterbandkontrolle auch in Stereo, die Verstärker hatte man ja eh schon passend dafür drin, nur der Schalter mußte noch eine Kontaktebene mehr bekommen.
Michael, man darf die Entwicklungsgeschichte bei den Heimgeräten nicht außen vor lassen. Es machte nicht eines morgens "Peng" und es stand ein gut ausgestatteter Amatuer-Bolide mit allem Pipapo dort, sondern es wurde sukzessive, vermutlich teilweise organisch, weiter entwickelt was man hatte.
Was hatte man vorher?
Mono-Heimgeräte die bei der dominanten Heimgeräte-Geschwindigkeit ca. 10...12kHz innerhalb der zuständigen Normkurve (Abweichung an den Enden bis ca. 5...7dB) als fo erreichten. Man benötigte für diese fo keine getrennten Hör-/Sprechköpfe und somit auch keine getrennten Verstärker.
Der Verstärker wurde in seiner Betriebsart mit Schaltern oder Relais umgeschaltet, je nach seiner aktuellen Aufgabe.
Später gab kam die Stereotechnik auf, man baute also einen zweiten gleichartigen Verstärker ein. Es wurden höhere Grenzfrequenzen erstrebenswert, dafür mußten die Tonköpfe halt irgendwann in ihrer Aufgabe spezialisiert werden und aus zwei wurden drei.
Es war damals generell in einigermaßen bezahlbaren Konstruktionen für den Heimmarkt schon ein günstiger Aufbau und viele Abwägungen und Kompromisse nötig, damit überhaupt zwei Verstärker ausreichend gleichartige Eigenschaften - auch bei Erwärmung - hatten, einigermaßen in den Kasten paßten der auch nicht unendlich groß und schwer werden konnte. Man mußte sich also, viele, ganz andere Gedanken machen als den, den Verstärkerzweig nochmal zu verdoppeln so daß der vierfach vorhanden wäre, vierfache Leistung verbrut, vierfache Abwärme erzeugte, die Koffermaße und -gewichte erhöhte usw.
Und dann später, in den Siebzigern, man baute immer noch Transistoren, die viel später erst billig verfügbaren IC´s guter Eigenschaften waren noch nicht oder nur teilweise verbaut, hat man es schlicht so weiter gemacht, weil man es immer so gemacht hat und weil auch der beackerte Markt es überhaupt nicht verlangte.
Irgendwann mußte man dann nachziehen, weil andere es vormachten, weil die Kundschaft gewechselt hatte, weil irgendwelche Fachzeitschriften - jede Woche mußte eine andere Sau durch das Dorf laufen damit die Zeitung verkauft wird, Anzeigekunden und ihre Zahlungen mußten in die Betrachtungen einfließen damit sie bei Laune blieben, Japaner steckten Unsummen in solche Dinge wie Reklame und marktbeeinflussende Maßhnahmen - sich an jedem Ding, einst noch abgetan als Pillepalle, festbissen und alles verrissen, wo der gerade aktuelle Schalter nicht dran war, die aktuell hochstilisierte Funktion fehlte oder auch nur eine Ecke eckig war, wo sie bei anderen rund war und der aktuellen Mode entsprechend rund zu sein hatte.
Sprich mit den TS-Serien kam dann die Hinterbandkontrolle auch in Stereo, die Verstärker hatte man ja eh schon passend dafür drin, nur der Schalter mußte noch eine Kontaktebene mehr bekommen.
