Amateurband auf Bobby?
#16
Lieber Frank,

viele Bänder bzw. deren letzte Entwicklungen kenne ich nicht mehr, weil ich seit 1984 die Welt nach Nullen und Einsen einteile, anfänglich nur teilweise, schnell aber zu 100 %. Welcher Fraktion -der der Nullen oder der Einsen- ich zugehöre, na, ich habe da so meine Vorstellungen.

528 gehört eigentlich zur neuesten Fertigungsgeneration, und das solange es eben besteht. Dass da etwas 'gröber neu' angerichtet wurde, ist mir nicht zu Ohren gekommen. LGR50 entspricht dem PER525, das zwar mit der Stereoeinführung und den angehobenen Aussteuerbarkeiten (Stichwort 514 pWb/mm) kam, ansonsten aber recht schön 'selbstreinigend' angelegt wurde, also kaum kalandert ist. In deinem Posting ist da ein ein kleiner logischer Bock...

SPR50 und PER528 sind wieder eine Generation, wobei ich beide nach Möglichkeit nicht verwendet habe, weil ich ja ohne Zwang zu einer wie auch immer gearteten Kompatibilität die kompromisslos modernen PEM 468 und 910/911 verwenden konnte.

468, 910 und 911 entsprechen auch weitgehend den Amateuranforderungen hinsichtlich der Kopfschonung (und den elektroakustischen Werten).
Wenn man nur an 19cm/s denkt, sollte man um 525 und Geschwister einen großen Bogen machen, vielleicht weniger der Kopfschonung moderner Legierungen wegen als wegen der für mich (ohne DOLBY) nicht tolerierbaren Rauscherei.

Hinsichtlich der 'Durchschlagens' von Rückseitenbegüssen auf die Magnetitschicht solltest du meine Aussagen nicht überbewerten. Die Köpfe leiden darunter nicht, wohl aber die Wiedergabequalität bei geringen Bandgeschwindigkeiten. Nichtsdestoweniger: Konveniert diese mit Anwendungszweck und Gerät, ist ja sowieso alles in Ordnung. Denn es musste einem ja schon den Angstschweiß auf die Stirn treiben, wenn man sich vor Augen führte, was unter der Prämisse 'Qualität' da so alles über die Bandgeräte von Onkel Herbert und Tante Lina nudelte. ---

Lassen wir viele unserer Diskussionen bisher an uns vorüberziehen, beginnen wir sicher ein Verhältnis dazu zu gewinnen, warum sich in Europa der Rundfunk hinsichtlich seiner Qualitätsansprüche 'so fürchterlich hatte'. Es ging ziemlich zuletzt um Klang (Qualität war Ehrensache), es ging vorderhand auf jeden Fall um Zuverlässigkeit, denn die war betriebsnotwendig. Denn 'die Ans-talten' hätten sich ganze Funkhäuser mit Bändern und was sonst noch allem tapezieren können, wenn sie nicht mit barsch und hochgradig kompetent formulierten Ansprüchen bei den Zulieferen aufgetreten wären. Programm wäre dann vielleicht unter 'ferner liefen' gekommen, weil in ein entstandenes Chaos bekanntermaßen schwer Grund zu kriegen ist. Bänderrisse kenne ich heute in Gestalt abgestürzter Rechnersteuerungen, als Kind erlebte ich dies (das Herz schlug mir als Hörer bis zum Halse ...) ganze zwei Male. Trotz Vollmer/T8/T9 und sicher auch noch 76 cm/s.

Hans-Joachim
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