13.11.2004, 13:41
Ein Holla in die Runde,
die mangelhaften Wickeleigenschaften von Amateurbändern störten mich schon als Kind am PhonoRex..., dessen Bandzug nun nicht gerade von Pappe (sondern von Dehnung) war. Angesichts der dann auch im Amateurbereich durch die aufkommenden kräftigen Dreimotorenlaufwerke modisch werdenden, kurzen Umspulzeiten (Revox G36!) nahm das dann aber Größenordnungen an, die nicht mehr mit der Hochwertigkeit der sonstigen Geräteauslegung korrelierten. Es dauerte aber dennoch bis zur A700 bis das bei den ansosnten doch recht traditionell 'Hochwertigkeit' definierenden Regensdorfer auf den 'Pfad der Tugend' gefunden hatten.
Die Ursachen lagen an den vorder- und rückseitig hochgradig kalandrierten Bändern (auch eine raue Rückseite schlägt bei dünnen Bändern auf die Schicht akustisch wirksam durch), der hohen Wickelgeschwindigkeit und dem dabei erfolgenden Umgang mit überschüssiger Luft. Elektrostatische Aufladungen spielen ebenfalls eine Rolle, wobei sich dies im Profilager vor allem daran zeigte, dass die Lagen beim Abwickeln regelrecht zusammenklebten.
Auch die Stetigkeit des Bandzuges beim Umspulen wirkt erheblich ein, wo aber erst ab den A700-Generationen auch im Amateurlager allgemein etwas voranging.
Zur Abhilfe habe ich zum einen den Bandzug meiner Geräte (nach Studer-Vorgabe G36HS) erhöht (na ja, die Kopflebensdauer sinkt dabei natürlich) und vor allem ausschließlich das in meinen Kreisen eben auch übliche PEM 468 und BASF 910 bzw. 911 verwendet. Dafür gab es -angesichts der 38 cm/s- natürlich auch den wesentlichen Grund der erheblich besseren Kopierdämpfung dieses Bandmaterials. Irgenwann stolperte ich dann auch über das BASF LPR35 mit seinen guten Wickeleigenschaften, weshalb ich dieses bei 19 cm/s und einschlägigen Kundenwünschen ("Langspielband") ausschließlich einsetzte, zumal sich die Arbeitspunkte bei 38 und 19 so weitgehend mit denen der dann von mir eingesetzten 911 soweit deckten, dass eine Ummessung der Maschinen unnötig war. LPR35 jedoch ist vom Hersteller nie für 38 spezifiziert worden!
Hans-Joachim
die mangelhaften Wickeleigenschaften von Amateurbändern störten mich schon als Kind am PhonoRex..., dessen Bandzug nun nicht gerade von Pappe (sondern von Dehnung) war. Angesichts der dann auch im Amateurbereich durch die aufkommenden kräftigen Dreimotorenlaufwerke modisch werdenden, kurzen Umspulzeiten (Revox G36!) nahm das dann aber Größenordnungen an, die nicht mehr mit der Hochwertigkeit der sonstigen Geräteauslegung korrelierten. Es dauerte aber dennoch bis zur A700 bis das bei den ansosnten doch recht traditionell 'Hochwertigkeit' definierenden Regensdorfer auf den 'Pfad der Tugend' gefunden hatten.
Die Ursachen lagen an den vorder- und rückseitig hochgradig kalandrierten Bändern (auch eine raue Rückseite schlägt bei dünnen Bändern auf die Schicht akustisch wirksam durch), der hohen Wickelgeschwindigkeit und dem dabei erfolgenden Umgang mit überschüssiger Luft. Elektrostatische Aufladungen spielen ebenfalls eine Rolle, wobei sich dies im Profilager vor allem daran zeigte, dass die Lagen beim Abwickeln regelrecht zusammenklebten.
Auch die Stetigkeit des Bandzuges beim Umspulen wirkt erheblich ein, wo aber erst ab den A700-Generationen auch im Amateurlager allgemein etwas voranging.
Zur Abhilfe habe ich zum einen den Bandzug meiner Geräte (nach Studer-Vorgabe G36HS) erhöht (na ja, die Kopflebensdauer sinkt dabei natürlich) und vor allem ausschließlich das in meinen Kreisen eben auch übliche PEM 468 und BASF 910 bzw. 911 verwendet. Dafür gab es -angesichts der 38 cm/s- natürlich auch den wesentlichen Grund der erheblich besseren Kopierdämpfung dieses Bandmaterials. Irgenwann stolperte ich dann auch über das BASF LPR35 mit seinen guten Wickeleigenschaften, weshalb ich dieses bei 19 cm/s und einschlägigen Kundenwünschen ("Langspielband") ausschließlich einsetzte, zumal sich die Arbeitspunkte bei 38 und 19 so weitgehend mit denen der dann von mir eingesetzten 911 soweit deckten, dass eine Ummessung der Maschinen unnötig war. LPR35 jedoch ist vom Hersteller nie für 38 spezifiziert worden!
Hans-Joachim
