21.05.2011, 11:28
Hallo Leute!
Ich besitze seit kurzem eine Telefunken Magnetofon 21R und eine "normale" 21, die allerdings nur für Widergabe ausgelegt ist. Die 21 dient dabei als Ersatzteillager.
Die 21R, die ich restaurieren möchte ist sehr stark verschlissen; offensichtlich war sie in Gebrauch, bis sie geradezu auseinandergefallen ist.
Das äußert sich vorallem in festsitzenden und geräuschvollen Lagern, stark verbrauchten Bremsen und lockeren Schrauben.
Die 21R habe ich mit den Bremsen und Bandlauflagern der 21 wieder zum Abspielen gebracht. Ich habe die Maschine natürlich auch gereinigt und die Köpfe entmagnetisiert.
Was noch nicht funktioniert:
-Beim Umspulen kann man nicht anhalten.
-Das Band wird beim Aufnehmen kaum gelöscht (Kopfstellung ist OK und Bias verändern bringt nur wenig).
-Der voreingestellte Frequenzverlauf erreicht mit neuem Quantegy Band gerade mal 5kHz.
-Ein Kanal weist auch bei versuchter Einmessung eine Bandsperre bei 12,5kHz auf.
Ich habe versucht die Maschine neu einzumessen. Bei einem Kanal habe ich bei 38cm/s auch wieder etwa 18kHz erreicht, wenn auch die Treble Regler fast am Anschlag sind. Das kann auch an der schwachen Vormagnetisierung liegen.
Beim anderen Kanal erreicht man auch die 18kHz, allerdings erscheint bei etwa 12,5kHz der Effekt einer Bandsperre. Zwischen etwa 8 und 15kHz "verschwindet" das Signal praktisch. Da wird wohl ein defekter Kondensator auf der Platine sein.
Was mich an dem Löschproblem stutzig macht, ist dass es bei BEIDEN Kanälen genau gleich ist. Ich habe nach lesen von Gyrator's Vorstellung der 21R auch versucht mit einem Andruckfilz das Band besser an den Löschkopf zu drücken, ohne Erfolg.
Da der Oszillator seperat auf jeder der beiden Verstärkerplatinen sitzt, muss entweder die Spannungsversorgung der Oszzillatoren defekt sein, das Signal irgendwo verschwinden (Übergangswiderstand) oder der Löschkopf defekt sein.
Der Löschkopf weist (nach der Reinigung) starke Oxidationsspuren auf:
Kann mein Löschproblem damit zusammenhängen?
Hier der Kopfträger:
Man beachte, dass die Kabel unten aus dem Kopfträger alle etwa 4cm zu lang sind und einfach zwischen Träger und Stecker gequetscht wurden. Sehr High-Endig! :-D
Kann mir jemand sagen wo ich ein Service-Handbuch für die Maschine bekommen kann?
Gruß Markus
Ich besitze seit kurzem eine Telefunken Magnetofon 21R und eine "normale" 21, die allerdings nur für Widergabe ausgelegt ist. Die 21 dient dabei als Ersatzteillager.
Die 21R, die ich restaurieren möchte ist sehr stark verschlissen; offensichtlich war sie in Gebrauch, bis sie geradezu auseinandergefallen ist.
Das äußert sich vorallem in festsitzenden und geräuschvollen Lagern, stark verbrauchten Bremsen und lockeren Schrauben.
Die 21R habe ich mit den Bremsen und Bandlauflagern der 21 wieder zum Abspielen gebracht. Ich habe die Maschine natürlich auch gereinigt und die Köpfe entmagnetisiert.
Was noch nicht funktioniert:
-Beim Umspulen kann man nicht anhalten.
-Das Band wird beim Aufnehmen kaum gelöscht (Kopfstellung ist OK und Bias verändern bringt nur wenig).
-Der voreingestellte Frequenzverlauf erreicht mit neuem Quantegy Band gerade mal 5kHz.
-Ein Kanal weist auch bei versuchter Einmessung eine Bandsperre bei 12,5kHz auf.
Ich habe versucht die Maschine neu einzumessen. Bei einem Kanal habe ich bei 38cm/s auch wieder etwa 18kHz erreicht, wenn auch die Treble Regler fast am Anschlag sind. Das kann auch an der schwachen Vormagnetisierung liegen.
Beim anderen Kanal erreicht man auch die 18kHz, allerdings erscheint bei etwa 12,5kHz der Effekt einer Bandsperre. Zwischen etwa 8 und 15kHz "verschwindet" das Signal praktisch. Da wird wohl ein defekter Kondensator auf der Platine sein.
Was mich an dem Löschproblem stutzig macht, ist dass es bei BEIDEN Kanälen genau gleich ist. Ich habe nach lesen von Gyrator's Vorstellung der 21R auch versucht mit einem Andruckfilz das Band besser an den Löschkopf zu drücken, ohne Erfolg.
Da der Oszillator seperat auf jeder der beiden Verstärkerplatinen sitzt, muss entweder die Spannungsversorgung der Oszzillatoren defekt sein, das Signal irgendwo verschwinden (Übergangswiderstand) oder der Löschkopf defekt sein.
Der Löschkopf weist (nach der Reinigung) starke Oxidationsspuren auf:
Kann mein Löschproblem damit zusammenhängen?
Hier der Kopfträger:
Man beachte, dass die Kabel unten aus dem Kopfträger alle etwa 4cm zu lang sind und einfach zwischen Träger und Stecker gequetscht wurden. Sehr High-Endig! :-D
Kann mir jemand sagen wo ich ein Service-Handbuch für die Maschine bekommen kann?
Gruß Markus
