05.05.2011, 08:57
Von den vielen Problemen, die wie der Reisberg vor dem Schlaraffenland „Datenblattmessungen“ liegen, will ich nur eines nennen: das Kopfstrom-Messgerät. Üblicherweise wird in die „kalte“ Leitung des Aufnahmekopfs ein 1-Ohm-Widerstand eingebaut, an dem die Mess-Spannung abgegriffen und daraus und, via Ohm’schem Gesetz, der Kopfstrom gemessen wird. Der ist fein säuberlich in den NF- und den HF-Anteil aufzuteilen; das Messgerät sollte in dB anzeigen und tunlichst erlauben, den Stromwert für den Arbeitspunkt des Bandes auf Null zu setzen, damit man die erforderlichen Kurven bei gleichen Strömen messen kann und sich damit unendliche Arbeit beim Kurvenzeichnen erspart.
Ja, und dann bleiben noch (Auswahl, ohne Gewichtung): Bezugsband-Leerteil zur Ermittlung des Arbeitspunkts; Ersatz des HF-Einstellglieds (Trimmer?) durch externes Potentiometer mit Feineinstellung; Leistungsfähigkeit der Köpfe (IEC-Normkopf oder Vergleichswerte vorhanden?), Bewertungsfilter nach IEC, Stabilität des Bandtransports usw. usw., also ein Rattenschwanz von Randproblemen, die sich erst in der Praxis der Messungen zeigen. Ganz zu schweigen von magnetischen und mechanischen Parametern ...
Heutzutage wird man viel mehr mit dem PC messen und automatisieren können als zu den Hoch-Zeiten des Analog-Bandes. Datenblatt-Messungen waren seinerzeit aufwändige Angelegenheiten, für die ganze Gestelle voller Messinstrumente benötigt wurden, manches, wie das Kopfstrom-Messgerät, waren immer Eigenbaubaugeräte. Von der Messung der Twin-Tone-Aussteuerbarkeit – ungleich aussagekräftiger als die der Sättigungs-Höhenaussteuerbarkeit – einmal ganz zu schweigen (ohne Eichenlaub: das war meine Spezialität). Leider ist das wunderbare Philips-Twin-Tone-Messgerät anscheinend untergegangen, praxisgerecht orientierende Messungen konnte man damit in ein paar Minuten erledigen.
F.E.
Ja, und dann bleiben noch (Auswahl, ohne Gewichtung): Bezugsband-Leerteil zur Ermittlung des Arbeitspunkts; Ersatz des HF-Einstellglieds (Trimmer?) durch externes Potentiometer mit Feineinstellung; Leistungsfähigkeit der Köpfe (IEC-Normkopf oder Vergleichswerte vorhanden?), Bewertungsfilter nach IEC, Stabilität des Bandtransports usw. usw., also ein Rattenschwanz von Randproblemen, die sich erst in der Praxis der Messungen zeigen. Ganz zu schweigen von magnetischen und mechanischen Parametern ...
Heutzutage wird man viel mehr mit dem PC messen und automatisieren können als zu den Hoch-Zeiten des Analog-Bandes. Datenblatt-Messungen waren seinerzeit aufwändige Angelegenheiten, für die ganze Gestelle voller Messinstrumente benötigt wurden, manches, wie das Kopfstrom-Messgerät, waren immer Eigenbaubaugeräte. Von der Messung der Twin-Tone-Aussteuerbarkeit – ungleich aussagekräftiger als die der Sättigungs-Höhenaussteuerbarkeit – einmal ganz zu schweigen (ohne Eichenlaub: das war meine Spezialität). Leider ist das wunderbare Philips-Twin-Tone-Messgerät anscheinend untergegangen, praxisgerecht orientierende Messungen konnte man damit in ein paar Minuten erledigen.
F.E.
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