Die kleine Grundig TK 147
#1
Hallo in die Runde,
Ich möchte Euch meinen kleinen Kurzdurchläufer die Grundig TK 147 Stereo Automatik nicht vorenthalten. Die kleine Schnitte läuft wider Erwarten besser als erwartet. Nur der rausgerutschte Schalterbegrenzer muss dem Gerät ein jähes Ende bereitet haben. Weil das "Schnitt'sche" noch fast wie neu aussieht.
Lasst Bilder und wie immer ein Video sprechen.

[Bild: 01%20Grundig%20TK%20147.jpg]
[Bild: 02%20Grundig%20TK%20147%20innen%20von%20oben.jpg]
[Bild: 03%20Grundig%20TK%20147%20innen%20von%20oben.jpg]
[Bild: 04%20Grundig%20TK%20147%20innen%20von%20unten.jpg]
[Bild: 05%20Kopfbr%FCcke%20TK%20147.jpg]

Viel Spass beim Stöbern...... :-)

http://www.myvideo.de/watch/8048214/Die_..._Automatic
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#2
Hallo Andre,

schöne Bilder und ein schönes Video. Warum steht denn der Bedienungshebel so weit raus?

Grüße
Ralf
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#3
Hallo Ralf,

war noch nicht eingerastet, hab mich da noch nicht getraut, kräftig nachzudrücken ;-). Kann ja in die Hose gehen.
Jetzt passt es wieder.
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#4
Schöne Maschine, weckt in mir alte Eriinerungen an eine TK 145.

Danke!

Gruß

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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#5
Hallo Andre,

wir hatten früher ein solches Tonbandgerät im Proberaum, um einen Mitschnitt der Probe aufzunehmen.
Das Teil war mit seiner Aufnahme-Automatik wie geschaffen dafür. Ein Manuelles Aufnehmen wäre mit zwei Uher-M534 Mikrofone auch kaum möglich gewesen, weil es doch recht laut zu ging :-)

Viele Grüße
Michael
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#6
Zitat:schmerztablette postete
Hallo Ralf,

war noch nicht eingerastet, hab mich da noch nicht getraut, kräftig nachzudrücken ;-). Kann ja in die Hose gehen.
Jetzt passt es wieder.
Hallo Andre,

hast Du die Schaltermechanik wieder repariert? Auf dem dritten Bild fehlen ja Stift und Rolle. War das der Grund für die ursprüngliche "Einmottung"? Ist ja eine bekannte Krankheit. Hast Du das gemeint mit dem defekten Schalterbegrenzer?

Grüße
Ralf
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#7
Hallo Ralf,

ja die Mechanik ist wieder i.O. ist auch im Video erwähnt? Der Grund für die Einmottung war genau das kleine Teil. Angebrochen und rausgerutscht, purzelte mir das entgegen. Ich hätte ja Ersatz von snzgl bekommen können, aber der Bastelfreak hat das wieder mit UHU 2 Komponenten Kleber zusammengefügt, einen Schrumpfschlauch drüber, mit Silikonfett versehen und wieder eingepflanzt. Geht voll super leicht, ohne Blockade. Ich hätte das auch nachdrehen können. PPH und ähnliche Kunststoffe haben wir zur Genüge auf der Arbeit incl. Fräs- und Dreh "no Hau" ;-)
Die Kleine hat kaum Betriebsstunden, das sieht und hört man. Wahrscheinlich hat da jemand a bissi zu dolle gedrückt und das war's. Unsere Franken sind da sehr schnell gewesen mit wegschmeissen oder in den Schrank stellen. Grundig ist ja gleich hier in der Nähe gewesen und die Geräte bekam man fast zum 0 Tarif. Heut kriegen sie feuchte Augen wenn se so'n Teil wiedersehen. Siehe TK40 Fred.
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#8
Die Gleene sieht ja richtig gut aus, sauber issi auch. Das macht Freude, da geht das Herz auf.

Der Ersatz eines gebrochenen Schaltnocken ist auch längst kein Problem mehr, als Ersatz baßt ein runder Leiterplatten-Abstandshalter, die gab es zu Röhrenzeiten auch aus Metall, unkaputtbar also.
Ein durchbohrtes Reststück einer gekürzten Standard-Potiachse (Preh/Radiohm 6mm Kunststoff) tut´s aber auch, sowas geht bei mir sogar seit Jahren als Rolladen-Umlenkbolzen.

Der Achsstift, falls der Einstige schon durch irgend eine Lüftungsritze entfleucht ist, ist schnell aus einer Büroklammer oder einem Stück Leiterdraht (NMY/NYA/Kupferlackdraht) in passendem Durchmesser und passend lang abgeknipst und oben und unten ungeknickt, damit er nicht rausfällt.

Wer wegen sowas so eine schöne kleine Kiste weg wirft, der frißt auch alte Kellertreppen ohne Senf :-)
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#9
Es hat sich jemand getraut, eines dieser anderweitig viel geschmähten Geräte vorzustellen...und hat kein verbales Naserümpfen geerntet.
Sehr lieb vom Forum!

So schlunzig manche Details * dieser Apparate auch konstruiert sein mögen, sie ganz als Sch.... abzuqualifizieren tut ihnen unrecht. Klanglich (über Anlage) halten sie sich wacker.

*z.B. dass beim Rückspulen der Motor gekippt wird und mit seinem kleinen Hartgummiröllchen lautstark am hohlen Plastikwickelteller vorbeisägt, das ist unnötig primitiv. Ein Detail, das auch die Freude am späteren TK 545 trübt.

Trotzdem, oder gerade deswegen, vielen Dank für die Bilder

Gruß
Peter S.

>Edit: Irrtum meinerseits, hier wird der Motor nicht gekippt, der Spulenteller wird geschwenkt wie beim TK 20, oder?
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#10
Tja Leute, wenn nicht das Problem noch ein Kleinspuler wäre und der nötige Platz, dann würde die auch hier bleiben. Was mich wundert, im eingeklebten Schaltplan ist eine nicht unbekannte Werkstatt aus Roth benannt die den Schaltnocken nicht gefunden haben soll? ^^ oh Wunder ^^ Ja, über Ersatz des Teiles hab ich mir auch so meine Gedanken gemacht und deren Möglichkeiten, gibt es viele lieber Jogi ;-) Mich hat es nur gereizt, wenn ein Teil unbeschaff- oder unmachbar ist. Daher der Bastelweg.
@ Peter all die Grundigs kratzen so komisch in Rückwärtsfahrt. Ob die TK 40, 120 oder die " Gleene "....... The same.
Ich finde auch das die Technik erwähnenswert ist und somit DANKE für die ausgebliebenen Schelte. *lach*
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#11
Andre,

schönes kleines Gerät in einem tollen Erhaltungszustand. Dass ich auf diese unzulänglichen Kleinspuler stehe, ist ja bekannt.

Danke !

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#12
@PSMS Peter
Moooomentchen mal... beim Grundig TK 545 und TK 547 wird der Motor bewegt, soweit richtig.

Jedoch nicht bei dem hier vorgestellten Grundig TK 147. Hier wird der linke Bandteller zum Motor bewegt und nicht umgekehrt. Wink Der Motor ist hier fest und unbeweglich installiert.

=========

Speziell bei dem hier gezeigten TK 147 kann man zudem auf einigen Fotos sehr schön sehen, dass die Motorrolle bereits aus dem neuartigen, schwarzen Gummimaterial gefertigt wurde, welches deutlich weniger Geräuschentwicklung beim schnellen Rücklauf verursacht und zudem mehr "Griff" hat, als seine ockerfarbenen Vorgänger. Auch das Zwischenrad für den schnellen Vorlauf ist bereits die neueste Generation mit kleinerer, schmaler Gummilauffläche. Das wären eigentlich die interessanten Details, auf die man hinweisen könnte.

Das Rasterrad des Betriebsartenschalters bricht bei den meisten Geräten, aber passende Ersatzteile habe ich immer parat. Ein Schlaumeier hier aus dem Forum vertickt die Ersatz-Rädchen für 25,- Euro Mindestpreis bzw. 40,- Euro "Sofortkauf" das Stück auf einschlägig bekannten Verkaufsplattformen... nun ja, er verlangt ja auch 100 bis 150 Euro für "revidierte" TK 147er und seinen Geschwistern. Ob bei diesen "revidierten" Geräten das Rasterrädchen genau so erneuert wurde, wie angeblich auch sämtliche Antriebsriemen, Glühlämpchen usw gewechselt wurden - man weiß es nicht. Big Grin Naja, solange es Leute gibt, die den Preis dafür bezahlen...

[Bild: Drehwahlschalter.jpg]

Jedenfalls hat "schmerztablette" uns hier einen relativ spät von Grundig produzierten Vertreter des TK 147 vorgestellt, von denen es verhältnismäßig wenig auf dem freien Markt gibt und schon gar nicht in dieser guten Erhaltung. Anhand der Kratzer/Wischspuren auf dem Metall wurde hier der Dreck allerdings schon mal entfernt. Wink Dürfte aber dennoch nicht viel gewesen sein. Schade, dass die rote Farbe am Betriebsartenschalter schon gänzlich abgewetzt ist. Das gute Stück wurde wohl doch einige Zeit benutzt und stand nicht knapp 40 Jahre nur rum...

Unterm Strich sind die 147er sehr gute Geräte mit ausgesprochen guter Tonqualität. Mir ist die hier gezeigte alte Version des TK 147 sogar lieber, als sein "deLuxe"-Nachfolger, der ihn 1973 ablöste.

EDIT: Nachtrag 1
Auf dem Video bei ca. 9:30 min wird die linke Spule mit der Hand gebremst und auf mich wirkt der Bandtransport ziemlich kraftlos. Da stimmt was nicht. Entweder ist die Andruckrolle stark verschmutzt, oder sonstwas nicht richtig. Es dürfte nämlich nicht so leicht zu bremsen sein.

EDIT: Nachtrag 2
Habe auf meiner Homepage schon mal den Bereich für den TK 147 freigeschaltet. Wie ihr wißt, befindet sich alles noch im Aufbau und ich habe leider chronischen Zeitmangel. Immerhin ist schon mal als Vergleich ein älterer Bruder von "schmerztablettes" Exemplar zu sehen, dafür tatsächlich neu und mit nur wenigen Stunden Betriebsdauer auf dem Buckel.
Der direkte Link:
http://www.grundig-tonband.de/grundig-tk...-von-1971/

Über die Problematik der brüchigen Rasterrädchen, "Nocken", oder wie auch immer man das Teil bezeichnen möchte, gibt es auch schon länger ein extra Kapitel:
http://www.grundig-tonband.de/schwachste...nschalter/
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#13
Zitat:Manuel postete
...Ein Schlaumeier hier aus dem Forum vertickt die Ersatz-Rädchen für 25,- Euro Mindestpreis bzw. 40,- Euro "Sofortkauf" das Stück auf einschlägig bekannten Verkaufsplattformen... nun ja, er verlangt ja auch 100 bis 150 Euro für "revidierte" TK 147er und seinen Geschwistern. Ob bei diesen "revidierten" Geräten das Rasterrädchen genau so erneuert wurde, wie angeblich auch sämtliche Antriebsriemen, Glühlämpchen usw gewechselt wurden - man weiß es nicht. Big Grin Naja, solange es Leute gibt, die den Preis dafür bezahlen...

[Bild: Drehwahlschalter.jpg]
Fresse nochmal, und da wird auch noch immer wieder vehement behauptet, Ih-Bäääh wäre nicht Suhle und Pfuhl der Abzocker sei.

(Es ist doch wirklich nur dat 20-Pfennig-Rölleken gemeint und nicht ein offizieller vollständiger Reparaturauftrag inkl. Arbeitszeiteinheiten, An- und Abtransport usw.?)

Hier im Forum vertreten ??? Das schlägt ein !
Bitte Roß und Reiter, damit man weiß, wessen Aussagen und Ansagen man angesichts Geschäftsgebarens unter diesem Aspekt nur mit starken Vorbehalten irgendeinen Gebrauchswert zuordnen kann.
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#14
Hallo Jogi,

man sieht auf der Auktion nicht einmal ein Foto von dem "Ersatzteil" - wer weiß, ob da wirklich was Vernünftiges eingebaut wird. Das original Grundig-Ersatzteil, welches bei mir auf der Homepage gezeigt wird, kostet jedenfalls keine 40 Euro. Big Grin

Er gibt sich als privater Anbieter aus, von daher kein Reparaturauftrag mit Arbeitszeit-Einheiten, MWSt. oder dergleichen. Er gibt nicht mal eine Gewährleistung - muß er ja nicht, wenn er als Privatmann auftritt.

Jemand vom Forenteam hat mich nach dem Namen gefragt - ich überlasse es ihm bzw. dem gesamten Team, ob sie den Namen öffentlich machen wollen, oder nicht.

Gruß,
Manuel
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#15
Zitat:Jogi postete
Bitte Roß und Reiter
Gibt es einen konkreten Anlass dafür, hier den Pranger wieder einzuführen? Wenn man den Preis bei den besagten Auktionen zu hoch findet, bietet man einfach nicht.

Edit: Nein, ich bin nicht der Anbieter und weiß auch nicht, unter welchem Namen er hier im Forum aktiv ist.
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#16
Ich bins auch nicht,da Grundigtonbandgeräte nicht in meinem Jagdprofil vorkommen (Weltempfänger -Radios natürlich ausgeschlossen...grins)


Gruß,Holger
Jede Tonbandmaschine ist ein kleines Wunder!

Maschinen:Telefunken M -15 A, und M-20.... 1 X Philips 4420... Uher Report 4000-L ,(Mono)
Uher- Royal -de Luxe . .. Philips N-4422 .. Akai GX 600 DB... und das Abenteuer geht weiter
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#17
Weltempfänger, Holger?
Die Yachtboys (YB) verschiedener Zeitabschnitte finde ich sehr interessant.
In meinem Umfeld gab es zu früheren Zeiten einen stolzen Satellit-Besitzer, wir standen damals Schlange um auch mal Radio Luxemburg auf Kurzwelle aufnehmen zu können, was mich aber nicht reizte selber einen Satelliten zu kaufen, der paßt so schlecht in´s Reisegepäck ;-)

@timo.

Du mußt nicht manches Ansinnen auf seine schlimmsten denkbaren Beweggründe herunterbrechen, wenn du nicht willst :-D

Der Vorwurf einen Pranger hier einzurichten zu wollen ist doch inhaltlicher Unfug.
Es geht um Vertrauensbildung und um Sammeln möglicher Erklärungen in technischer Hinsicht. Vielleicht kann der Betreffende ja plausibel machen, das er den geäußerten Verdacht die Leute über den Leisten zu ziehen garnicht erfüllt weil...
Es gibt schließlich betriebswirtschaftlich anerkannte und BWL´lern allgemein bekannte Spannen von Faktoren wie Wagnisanteil, Gewinnanteil usw. bei geschäftlichen Transaktionen. Jedenfalls würden angenommene x-tausend Prozent - wie in dem Fall im Raum stehend - nicht mehr im weitesten da hinein passen.

Beim Vertrauen geht es wiederum darum, daß in einem Forum wie diesem alles, jede Aussage und jedes Detail mit der generellen Vertrauenswürdigkeit steht und fällt, einem Nepper-Schlepper-Bauernfänger traut man auch dann nicht über den Weg wenn er ausnahmsweise nicht Leute beschubbst.

Ob die Administration eine Offenlegung wünscht oder nicht, das ist ein weiterer, bisher garnicht in die Betrachtungen einbezogener Aspekt.
Aber deshalb mal vorsorglich von Pranger zu reden, wenn man lediglich meint sich da raushalten zu wollen (kann ja durchaus anerkennenswerte Gründe haben es so zu halten), ist wohl grob neben der Sache vorbei.

Manuel beschreibt ja in seiner gewohnt sachkundigen Art seine Einschätzung der Sache, und ich kann mir auch an drei Fingern abzählen, wie teuer so ein Rundstück Plexe oder Metall sein kann, das auch ich schon gelegentlich ersetzten mußte und fast immer für lau weil von nicht bezifferbarem, völlig untergeordnetem Wert.
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#18
Zitat:Jogi postete
Jedenfalls würden angenommene x-tausend Prozent - wie in dem Fall im Raum stehend - nicht mehr im weitesten da hinein passen.
Wenn Du mir sagst, wo man das Teil im Jahre 2011 ohne große Umstände für 20 Pfennige kriegt, gebe ich mich geschlagen. Allein die angegebene Währung deutet für mich allerdings stark darauf hin, daß dieser Preis, sofern er überhaupt mehr als eine subjektive Einschätzung des Materialwerts war, aus grauer Vorzeit stammt.

Ich habe übrigens 1994 für einen Reglerknopf für eine TS-1000, ebenfalls nur ein Stück Plastik, um die 30 DM bezahlt. Kam direkt von Grundig. Auch Abzocker?
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#19
Ach Junge.
Für das Teil kannst du jedes erdenkliche Reststück irgendeiner beliebigen Mechanik auf diesem Gebiet nehmen, ohne dafür aus dem Haus zu müssen. Soll ich wirklich meine schonmal teilweise gesendete Äquivalenzliste nochmal runterbeten? Nein, wir wollen ja nicht langweilen, schneide also eine Plastik-Abfallstück einer Potiachse passend ab und bohre sie auf oder nimm einen beliebigen passend oder ähnlich großen (fast egal es muß nur halbwegs dazwischen passen) Leiterplatten-Abstandshalter und du hast das passende Ersatzstück, kostenlos und sogar noch die Entsorgung einsparend (hier ca. 8km Fahrt - Sprit- und Autounterhaltskosten sind sehr relevante Kosten - bis zum Ablagerungsort).

Würde einem solch Fingerverwürge-Aktion einer für 3 Euro 95 abnehmen, man würde doch keinen Ton sagen. Ich jedenfalls nicht. Aber hier geht es um nicht ganz winzige Gewinnspannen fernab jeglichem Augenmaßes.

Das du ein Originalteil aus dem Original-Hersteller-Ersatzteilnetz teurer bezahlst als ein solches freies Ersatzeil, egal ob eine meiner Lösungen oder etwas das ein bisschen "originaler" aussieht, ist doch klar und bedarf keiner Erläuterung, oder?
Du bezahlst da nicht das Grifflein, du bezahlst alle die damit ihr Essen verdienen, die Infrastruktur, die Transportkosten, die ohne diesen Service unnötige Lagerhaltung, usw. usf.

Das hab ich alles in großen Teilen nicht, wenn ich sowas im Elektronikladen im Internet bestelle und sogleich an den Interessenten weiter verschicke. Selb st wenn ich das unter Apotheken-Bedingungen und bei großzügigstem Eigengewinn tätige.

Hast du noch nie für den Opel oder VW die Häkchen für die Befestigung Innenverkleidung für Stk. 3,96 Euro plus Märchensteuer gekauft die man beim ATU oder im Internet zu 5 Euro die Hunderter-Tüte bekommt?
Oder die Bremsklötze zu 33 Euro vom örtlichen Großisten, die beim Freundlichen 150 Euro kosten?
Das ist wohl eher gefühlter Wucher, weil man nicht alle Posten in die Rechnung einbezieht, aber das weißt du doch wirklich alles selber.
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#20
Zitat:Jogi postete
schneide also eine Plastik-Abfallstück einer Potiachse passend ab und bohre sie auf
Prima. Wer also ein Stück Poti-Achse, eine geeignete Bohrmaschine samt ebensolchem Bohrer, einer Möglichkeit zum Einspannen und das nötige handwerkliche Geschick hat, macht es so. Alle anderen, die ihre TK-147 trotzdem und gegen alle ökonomische Vernunft (nicht negativ gemeint - es soll ja auch Leute geben, die zu so einem Gerät eine nicht in Geldwerten zu messende persönliche Bindung haben) am Laufen halten wollen, beißen in den sauren Apfel und kaufen das improvisierte Teil fertig.

Ich verstehe die Empörung über die Auktion immer noch nicht.
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#21
Ein jedes Beispiel für Ersatz ist natürlich eine Behelfskrücke, wenn man nach dem Haar in der Suppe sucht um seine eigene Position zu stärken, das war mir vorher schon klar Timo.

Aber bleiben wir doch einfach fern ab jeglicher Krückenmodelle bei Fakten.
Fakt ist: Nahe 100% Reingewinn ist ein anderes Wort für Wucher.

Aber ich weiß irgendwie auch garnicht warum du dich da jetzt so in die Bahn wirfst. Soll doch derjenige, wenn er überhaupt hier postet, selber sein Tun vor dem Forum rechtfertigen.

Wenn man redlich handelt kann man doch auch ehrlich eine Stellungnahme dazu abgeben.
Vielleicht hat ja der bisher schändlich Geschmähte ein reines Herz, vielleicht hat er ja ein Modell vom Original nachbauen lassen für 8.000 Mille und dann eine Maschine gekauft für 30.000 und hat dann ein spezielles Fertigung-Werkzeug anfertigen lassen für nochmal 20.000.
Das würde ja solche Forderungen augenblicklich erklären und ihm die denkbar positivsten Kritiken und vielleicht mehrere Folgeaufträge einbringen.

Bis dahin bleiben für den Leser allerdings komische Vermutungen und ein fader Beigeschmack das einzig Greifbare an der Sache.
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#22
Damit es auch wieder weiter um´s Hauptthema geht... ;-)

Peter, es ist doch eigentlich egal wie ein Antrieb mit einem anzutreibenden Teil in Kraftschluß gestellt wird, Hauptsache ist doch das es funktioniert.
Glaubt irgendwer das es irgendeinen mechanischen Vorteil bringt, wenn man das nur in der richtigen Betriebsart überhaupt zu bewegende Element unter einer Platte versteckt? Also das eine zusätzliche, versteckte Friktion in der Sinnhaftigkeit ihrer Funktion irgendwie perfekter werkelt als wenn man den Antrieb an den Ort des Geschehens oder den Ort an den Antrieb bringt?

Im Gegenteil, jede mechanisch garnicht notwendige, weil mit keiner zusätzlichen Funktion, Unter- oder Übersetzung verbundene Kraftübertragung im Funktionsweg ist lediglich ein zusätzlicher Verlust-, Reibungs- und Verschleißfaktor und kostet auch noch extra Geld.

Beispiel Kupplung am Auto.
Hier wird auch der ganze Klapperatismus über das Ausrücklager direkt an die Scheibe gelegt, das ist kraftschlüssiger, reibungs- und verschleißärmer als wenn man eine freistehende Friktion an beide Reibpartner anlegen würde ohneeinen der Beiden zu bewegen.
Folglich arbeiten alle klassischen Auto-Kupplungen seit geraumer Zeit so und nicht mit fest stehenden Reibpartnern (Andruckplatte, Mitnehmerscheibe) und einem beweglich in der Gegend herum hängenden Gummirad unter einem Gummirad-Versteck.
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#23
Zitat:Jogi postete
Ein jedes Beispiel für Ersatz ist natürlich eine Behelfskrücke
Ich hab' nichts von Behelfskrücke geschrieben, sondern davon, daß nicht jeder die Möglichkeit hat, sich so ein Teil auf die von Dir beschriebene Weise zu improvisieren. Ich hätte sie z.B. nicht.

Darum geht's aber nur sekundär. Es steht Dir frei, den Preis zu hoch zu finden (das tu' ich auch, vor allem in Relation zum Marktwert der Geräte). Was mich ärgert, ist der Umstand, daß hier gleich Begriffe wie "Abzocke" und "Wucher" [*] benutzt und eine öffentliche Erklärung des Anbieters über seine Beweggründe gefordert werden. Was soll das? Es gibt hier eine klare Aussage über Preis und Gegenleistung, kein Kleingedrucktes. Wer sich drauf einlässt, wird seine Gründe dafür haben.

Dieses Unverhältnis von Anlass und Reaktion ist übrigens fast ausschließlich im Internet zu beobachten. Daß jemand im realen Leben in ein einen Laden läuft und sich über zu hohe Preise von Dingen beschwert, die er gar nicht kaufen will, habe ich noch nie erlebt. Da trägt wohl die empfundene Anonymität ihr Scherflein zu bei.

[*] Bitte übrigens mal die juristische Definition von Wucher nachschlagen. Zum Tatbestand des Wuchers gehört weit mehr als ein (vermeintlich oder tatsächlich) zu hoher Preis.
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#24
Weißt du was Timo.
Es ist äußerst nett und nachsichtig, den Teil der Bevölkerung der nur ans höchste Wohlergehen ihres eigenen Geldsackes denken so zuvorkommend gentlemanlike gegen jede kritische Bemerkung in Schutz zu nehmen und statt dessen auf die los zu ziehen die ihre Anmerkungen dazu abgeben, ihre Vorbehalte zur Kenntnisnahme geben, Tips geben wie man sich das Geld sparen kann, kurz und gut das tun was doch eigentlich eher den Grundsinn eines solchen Forums ist, konkret helfen statt die Hände weit aufzuhalten.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt wenn wiederholt gerade das Thema "überzogene Geldforderungen - Charakterschwäche Geldgeilheit" immer wieder gerne abgewiegelt wird, der eigentlich gute Rat für den Leser - speziell den Hobbyisten ohne dicke Patte - in den platt geredet und das Gewinnsüchteln schön geredet wird, am liebsten wenn das überhaupt ginge alles in der groben Richtung "Hilfe beim Geldsparen", "Hilfe beim Nicht übers Ohr gehauen werden" unter dem Teppich gehalten werden.

Meine Meinung dazu muß ich nicht wiederholen: Wenn derjenige der für so einen Fitzel soviel Geld haben will hier posten sollte, wenn weiter angenommen das Ganze kaufmännisch redlich gerechnet und nicht einfach nach dem Motto "Ich kriege den Hals nicht voll" so hoch wie möglich getrieben ist; Welches Problem sollte derjenige dann damit haben, sein Geschäftsgebaren jedem verständlich zu äußern?
Das muß er nicht, das ist klar, aber welches Licht wirft das auf die Sache?
Wenn ich einen rechten Preis für ein Ding verlange, dann kann ich den auch auf Heller und Taler belegen und erklären und breche mir dabei kein Stück aus der Fassade.

Schließlich kommen wir hier alle für ein gemeinsames Hobby zusammen und nicht um uns an anderen gesund zu stoßen.
Wobei der letzte Satz solange angezweifelt werden darf, solange man sich gegenseitig unmoralisch scheindende Angebote zumutet und diese nichtmal nötig hält zu erklären.

*Auch´n Sternchen.
Mir geht es hier nicht um irgendeinen juristischen Spinnewib, auch nicht darum ob man haarspalterisch irgendwelche Begriffe nach Gesetzbuch anders zu werten hätte als es der allgemeine Sprachgebrauch übt.
Es geht hier um unser Hobby und darum es leidlich sauber und redlich auszuüben. Dazu gehört das man sich über Unklarheiten unterhält, sich vor zu hohen Geldausgaben warnt, sprich sich konkret hilft.
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#25
Jogi,ja wir können Dich ja verstehen,aber nicht jeder hat die Möglichkeit wie Du oder ich. Ihr streitet euch über Dinge....die aus einer Zeit kommen,wo ich mit der Stricknadel ,dass erstemal eine gefeuert bekommen habe,nachdem ich sie im Alter von 2 Jahren in die Steckdose führte.Ich hab nicht nur den Beruf des Filmhandwerks gelernt,sondern auch des Fernsehtechnikers. Was ich heute in Selbstständiger-Form auch tue. Aber überleg mal,ein einfacher Nutzer dieser Geräte,hat doch nicht im Ansatz die Chance, seine Probleme zu lösen,deshalb sind wir doch da,um unkompliziert,und kostenlos zu helfen.Immer klappt es nicht,zugegeben,aber selbst ein Hinweis kann schon Licht in die Angelegenheit bringen.Und was den Anbieter gewisser Ersatzteile betrifft...er handelt nicht gegen das Gesetz...und wenn ein einfacher Nutzer der Tonbandgeräte genau das Teil sucht was er braucht,wird er es auch kaufen...denn Grundig (den es ja gar nicht mehr gibt) wird mit Sicherheit..ein junges Mädchen an der Hotline haben,und die weis gar nicht was der will der da anruft,schon selbst erlebt! Und Ersatzteile für Tonbandgeräte, egal was für eine Firma, lassen sich heute mit na ja ,einigen Euroscheinen,und Computergestützten Maschinen im Handumdrehen sehr leicht herstellen.
Also lassen wir es beim guten Ton,denn das Leben ist zu kurz, um sich über sowas aufzuregen... L.G. Holger
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#26
Er handelt womöglich schon gegen das Gesetz.

Bei seinen "revidierten" Geräten wage ich nämlich zu bezweifeln, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen. Ich müßte ihm einmal eines seiner "revidierten" Geräte abkaufen und einen Blick darauf werfen. Sollte sich mein Verdacht bestätigen, wäre es genau genommen sogar Betrug.

Genau so wenig glaube ich, dass es sich bei seinen Ersatzteilen um "Neuware" handelt. Daraus könnte man ihm juristisch auch einen Strick drehen. Ich kann mir schon denken, wie er an die Rädchen herangekommen ist bzw. was da eigentlich verkauft wird. Er wird bei irgendwelchen Schlachtgeräten die Andruckrolle für den "schnellen Rücklauf" vom Motor abgezogen haben und genau dieses Teil als Ersatz für den Betriebsartenschalter verkaufen.

Er wird schon seine Gründe haben, warum er kein Foto vom dem Ersatzteil zeigen möchte. Big Grin

Für mich ist das bewußte Veräppelung.
Naja, wer ist schon so dumm und kauft etwas, wovon er nicht mal ein Foto sehen kann. Im Grunde sind die Leute ja selber schuld, wenn sie auf ihn reinfallen.
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#27
Zitat:Jogi postete
kurz und gut das tun was doch eigentlich eher den Grundsinn eines solchen Forums ist, konkret helfen statt die Hände weit aufzuhalten.
Da sind wir tatsächlich mal einer Meinung. In dem Sinne hätte ich mich aber von Dir (der nach eigener Aussage die Möglichkeiten hat, einen solchen Wählschalter zu richten) über ein konkretes Hilfsangebot für Betroffene gefreut.

Zitat:Manuel postete
Er handelt womöglich schon gegen das Gesetz.

Bei seinen "revidierten" Geräten wage ich nämlich zu bezweifeln, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen.
Manuel, merkste was? "Womöglich", "wage ich zu bezweifeln", "Verdacht", also nichts Konkretes. Seid doch bitte vorsichtig mit öffentlichen Mutmaßungen. In der Geschichte dieses Forums sind leider schon harmlosere Äußerungen vor Gericht gelandet.

Da ich mich selbst mit meinen Mahnungen zur Thementreue schon genug Lügen gestraft habe, bin ich damit raus.
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#28
Holger, der gute Ton ist uns doch förmlich angeboren, uns Leute der alten schule ;-)

Das heißt aber auch nicht das es so weit geht, daß wir bei gewisser Sachkenntnis unbesehen alles abnicken müssen was uns quer unter der Nase liegt, oder?

Die Chance ist nach wie vor offen uns alle hier zu überzeugen, das dort ein wertiges Ding gehandelt wird, das wurde von mir auch fast in jedem Beitrag zu dem Thema explizid angeregt. Ob was kommt, mag ich nicht beurteilen, nix ist dabei genauso eine aussagekräftige Reaktion wie irgendeine windige Ausrede.

Dem beispielgerechten Mädel hätte ich übrigens so eine Reparatur ohne Kostenberechnung gemacht, man ist ja Kavalier, und ich lebe auch nicht davon die paar Kröten von jemand Unbedarften abzufischen ;-)

Timo, es gab ja keinen aktuellen konkreten Anlaß. Oder habe ich was überlesen?
Das Thema hab ich auch schon vor Jahren erschöpfend abgehakt, ich meine mich zu erinnern das Manuel das auch mal tat. Das dazu im besten Fall nötige nietennagelneue Kleinteil kostet - gerade extra nochmalnachgesehen, aktuell 4 Cent plus Versand (in Metallausführung also unkaputtbar um die 20 Cent) und evt. eine Büroklammer, ein Drahtastück, einen Nagel oder ähnliches aus dem Nähkästchen, wenn der Original-Achsstift verloren wurde.

Mich kotzt das eben einfach an, wenn ich mich umschaue und nur noch auf allen Gebieten sehe wie sie alle nach Knete geilen und dank Entwöhnung von allen früher noch bekannten ethischen Werten dabei jedes Schamgefühl vermissen lassen.
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#29
Ihr seid ja drauf !

Warum sollte denn der gute Mann die Reparatur eines Drehschalters nicht anbieten dürfen? Der Preis ist genannt - Kaufen oder nicht Kaufen kann jeder wohl für sich entscheiden.

Keine Ahnung wie hoch der Aufwand für die Reparatur eines solchen Knopfes ist. Für einen A77 Schalter bin ich schon mal einen ganzen Tag in der Werkstatt gestanden. Der Preis: unbezahlbar (war für mich selbst).

Peter
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#30
Zitat:Jogi postete


Mich kotzt das eben einfach an, wenn ich mich umschaue und nur noch auf allen Gebieten sehe wie sie alle nach Knete geilen und dank Entwöhnung von allen früher noch bekannten ethischen Werten dabei jedes Schamgefühl vermissen lassen.
Da gebe ich Dir zu 100% Recht Jogi,ohne Frage.

Gruß,Holger
Jede Tonbandmaschine ist ein kleines Wunder!

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#31
Zitat:peter_l postete
Warum sollte denn der gute Mann die Reparatur eines Drehschalters nicht anbieten dürfen?
Darum geht es nicht.
Es wird ein angeblich (!) neues Ersatzteil angeboten.
Ohne Foto.

1.) Ich bezweifle stark, dass das Teil "neu" ist.
2.) Dieses Teil ist keine 40 Euro wert
3.) Ist es - ich wähle mal ein härteres Wort - Verarschung

Der Einbau dieses Teils ist eine Sache von 1 Sekunde, wenn ich mal nur allein den Einbauvorgang mit der Stoppuhr messe. Wenn ich die 2 Minuten für die Gehäuseöffnung mit dazuzähle, dann halt 2 Minuten.

Weder für die Arbeitszeit noch für das Material kann man diesen Preis verlangen. Punkt.
Entweder man lacht über diesen Versuch, technische Laien übers Ohr zu hauen und ist schadenfroh, wenn man im Bewertungsprofil nachlesen kann, dass er ggf. ein paar Opfer gefunden hat - oder ihr gebt die Warnung weiter an all jene, die möglicherweise Abzock-Opfer werden könnten.

Das darf nun tatsächlich jeder für sich selbst entscheiden.
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#32
Wie ich soeben feststellte, sind die entsprechenden Angebote bzgl. Geräte und Ersatzeile bei Hood und eBay entfernt worden.

Möglicherweise war das bereits gelöscht, noch während ich den letzten Beitrag um 22:55 Uhr schrieb. Weiß ich nicht, denn ich habe es jetzt erst gemerkt.
Insofern ist der Punkt für mich vorerst erledigt.

--------------

Als kleines Bonbon möchte ich euch noch zum Vergleich einen TK 147 zeigen, wo bereits die neue, schwarze Motorrolle für den "schnellen Rücklauf" verbaut wurde (dasselbe Bauteil wie ihr im Gerät von "schmerztablette" auch schon sehen konntet), aber immer noch die alte Version des Zwischenrades.

[Bild: TK147v2.jpg]

Sozusagen wäre das die Zwischenstufe von dem Gerät, welches ihr auf meiner Homepage sehen könnt mit Ockernocke & altem Zwischenrad und Schmerztablettes Schwarznocke mit neuem Zwischenrad. Bei Grundig waren die Übergänge immer fließend...
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#33
Die Stimme aus dem Off:

Manuel hat schön auf das Thema zurückgeleitet. Beim nächsten Abdriften in die Diskussion über redliches und unredliches Handeln, werde ich das entsprechende Posting leereditieren.

Bevor das Gebrüll losgeht: Es ist keine Zensur, sondern Redaktion. An entsprechender Stelle darf die Diskussion über redliches und unredliches Handeln gerne geführt werden.

Danke für die Aufmerksamkeit.

niels
Wer bei Stereoaufnahmen kein Gegenspur-Übersprechen haben möchte, sollte Halbspur-Maschinen verwenden.
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#34
Guten Morgen,

ich habe mir das Modell nochmal (dank der schönen Fotos) näher angesehen.
Dass der Motor zum Rückspulen gekippt wird hatte hatte ich falsch in Erinnerung. Im Prinzip ist die Mechanik bei dieser Größtserienkonstruktion ja dann so wie beim TK 20, die Spulenteller werden geschwenkt und rechts ist die Drehknebelbedienung. Motor treibt Schwungmasse über einen Riemen und diese wiederum den rechten Wickelteller.
Irgendwo verstecken sich bei mir noch TK 12X (mit dem großen Drehknopf)
und TK 147, jetzt bin ich neugierig geworden und werde sie mal exhumieren.
Ob die Rasterrollen noch gut sind? Haben sie Ockernocken?

Gruß
Peter S.
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#35
Stimmt, die Fotos sind lobenswert.
Nach ihnen kann man problemlos den pösen Rastnock finden, erkennen, abzirkeln und (mit a weng mechanschem Finger) die Reparatur im Geiste simulieren.
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#36
Hallo in die Runde,

@ Manuel......... schon mal was von einer 0 Serie gehört? Dieses Gerät gehörte dazu! Die Aussage eines ehemaligen Grundig Mitarbeiters, bestätigt das nur. Geh mal in die Tiefe der Bilder und versuch die Abnutzung zu definieren. Die war bei dieser TK 147 = 0.
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#37
?!?
Was interessieren mich Aussagen von ehemaligen Grundig Mitarbeitern? Die sind genau so zu bewerten, wie von jedem x-beliebigen anderen Menschen. Was hat er denn eigentlich "ausgesagt" ?!? Big Grin Was willst Du uns eigentlich sagen? Kapier ich nicht.

Dein Gerät ist die #50592.
Was ganz Normales und nichts Besonderes.

Benutzt wurde es, sonst wäre die rote Farbe am Betriebsartenschalter noch dran. Außerdem sehe ich deutliche Putzspuren im Metall und Schmutzrückstände überhalb der Andruckrolle und unter den Köpfen. Die Bandführungszungen links und rechts scheinen auch leicht eingeschliffen, leider ist der Schatten ungünstig auf dem Bild. Zumindest kann ich an der typischen Verfärbung zweifellos erkennen, dass hier viele hundert Meter Band vorbeigelaufen sind. Daran sieht man ganz deutlich, dass das Gerät im Gebrauch war. Auch die Abnutzung am Andruckrollenblechende links ist deutlich erkennbar. Schließlich sehe ich durch die Rückseite des Andruckbandes an den Kanten oben und unten auch schon Verfärbungen hervorgerrufen durch Bandabrieb. So sieht kein unbenutztes Gerät aus!

Allein das sehe ich schon an den Fotos. Stünde das Gerät direkt vor mir, könnte ich noch mehr Spuren erkennen.

Es ist zwar in einem sehr guten allgemeinen Erhaltungszustand, aber das hat hier auch niemand angezweifelt, oder? Du hast auch nie behauptet, es wäre frisch aus der OVP. Verstehe jetzt ehrlich gesagt dein Posting nicht. Big Grin
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#38
Hallo Andre,

ich freue mich sehr, daß Du endlich wieder da bist!

Beste Grüße von Ralf
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#39
Hallo,
na gut wenn ein Bäcker die gleiche Aussage wie ein ehemaliger TBG Monteur machen kann find ich das gut.

Diese so genannten " Mistgeräte ", also 2.Wahl konnten diese Mitarbeiter für lau mit nach Hause nehmen. Da kam es schon mal vor das ein Betriebsartenwahlschalter auch farblos blieb oder gar die Furnierung ganz fehlte.
Ich habe auch nicht gesagt das Gerät wäre neu. Natürlich hatte es ein paar Betriebstunden hinter sich, aber eben nicht viele.
Ich hab z.B. Audiorama Boxen hier die den guten Mann 2 Kisten Bier gekostet haben.. warum? Fehlproduktion, denn das Grundig Logo fehlt gänzlich.
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#40
Scherzkeks! Big Grin
Wenn Du kein Foto vom Lautsprechergrill machst, kann ich ja nicht wissen, dass das Grundig-Logo fehlt. Big Grin

Jetzt ist klar, was Du meinst. Big Grin
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#41
"Mistgerät", hmm, hier ist eins. Sah zumindestens erst so aus...

Wollte für einen symbolischen Betrag mit. Konnte den Knebel gerade noch vor dem "Das gips nich, vorhin ginnga noch" Vernichtung bewahren.
Der Verkäufer wollte den, nach einmaligem Durchschalten "klang, klang, klang"
durch die frisch verreckte Gummirolle festgegangenen Hebel mit Gewalt weiterdrehen. Mein entschiedenes "Nein!!!" rettete ihn. Zur Strafe musste ich das Teil kaufen.
Stand voller Dreck bis oben hin, hatte wohl lange staubig gestanden.
Da ich wenig Zeit und noch weniger Lust hatte, habe ich auf die Schnelle
eine Pervers-Murks-Hüchel-Improvisier-Reparatur gemacht, um das Gerät überhaupt testen zu können. Es lief sofort ohne Mucken!

Man sieht, wie dick die Stelle um die Rolle mit Fett zugematscht ist. Das Rollengummi und der Knebelunterbaukunststoff mögen das auf Dauer nicht.
Anleitung zum Pfusch: Ich habe einfach von einem verblichenen Auspuffgummi ein Rölleken abgesäbelt, Schraube durch, Kopp abgekniffen und rein damit, übern Daumen. Funktioniert. Dauer 15 min.

[Bild: Gummimurks1.jpg]

[Bild: Gummimurks2.jpg]

[Bild: Gummimurks3.jpg]

[Bild: TK547Hebel.JPG]

Bisschen saubermachen und das TK 547 ist wieder fit. Läuft leise, weil es keine Zwischenrolle hat. Man sieht deutlich, dass es ein Abkömmling/ Nachfahre vom TK 147 ist.

Gruß
Peter S.
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#42
Peter, Peter, Peetaaaaaa!!!!

Also Dir muß ich irgendwann mal einen Orden verleihen oder so etwas in der Richtung! Vielen vielen Dank für die "Rettung" des schönen TK 547.

Gerade bei den letzten Einknebel-Modellen TK 545 und dem Nachfolger TK 547 ist der Schalter noch empfindlicher und leichter abzubrechen, als beim TK 147. Von daher hätte der Laie den mit Sicherheit ganz schnell kaputt gemacht, wenn Du nicht eingeschritten wärest. Was für ein Glück!!!

Die brechenden Rasterrädchen sind eigentlich die einzige echte Schwachstelle dieses Gerätes. Ansonsten dürfte - normale, achtsame Bedienung vorausgesetzt - nie etwas daran kaputt gehen. Big Grin Big Grin Big Grin Grundig-Qualität eben. Mei, dein Gerät sieht auch noch so schön aus!!! Wie ist denn die Abdeckhaube, arg verkratzt oder auch noch so schön?

Viele Grüße,
Manuel
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#43
Am Band sage ich nur, Orden am (Ton)Band.
:-)

Auspuffgummi. Toll! Noch eine Reparaturmethode.
Wie ich schonmal schrieb als jemand mit diesem Problem auftrat, fast alles das paßt kann auch als Ersatzteil herdienen.

quod erat demonstrandum

Prima, Peter
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#44
Irgendwann bringen mich die Tonbandgeräte noch ins Grab!

Vorher aber wird gebastelt. Das TK 545/547 kenne ich ziemlich genau, bekam ich es doch 1975 neu zum Geburtstag. Nach vielen Auseinandernehmungen hat der Plastikkkram dann 3 Jahre später die Grätsche gemacht.
Es war wirklich ein Zufall, das mit dem Hebel. Gerade noch im Forum besprochen, wurde ich live Zeuge genau dieses Beinahevernichtungsvorganges. Der unwissende Verkäufer konnte ja nicht ahnen, warum sich der Knebel plötzlich nicht mehr weiterdrehen ließ. Ich war dann "in der Nummer drin", sonst hätte ich das 547 wahrscheinlich nicht gekauft.

Für den übers Knie gebrochenen Rollenersatz eignet sich alles irgendwie Runde. Vom Pinselstiel abgesägte Scheibe mit Nagel durch klappt auch gut, hat jeder im Hause.

Ein TK 845 ging auch noch mit! Leider war dieses arme Ding vorher übelst behandelt worden, wohl vom Anhänger auf die Straße geknallt oder so. Funktioniert bestimmt auch noch (bisher nicht getestet), ist aber optisch unrettbar vermackelt und eingeditscht. Wird meinem anderen 845 (Antrieb verschlissen, rappelt und schnarrt) als Organspender dienen, mal sehen.
Fotos vom verprügelten 845 erspare ich Euch, hier sollen ja Freude verbreitet
und keine Tränen vergossen werden.

Meine Gemahlin wird mir bestimmt auch noch einen Orden verleihen, das
"Goldene Nudelholz 2011" nämlich...
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#45
Peter, eine gefalle Diva Typ TK745 habe ich auch mal aufgenommen und aufgepebbelt. Das Gehäuse war auf- aber nicht abgeplatzt, die Knöpfe waren auseinander gefallen, die Abdeckung des Pegelinstrumentes war runtergrbrochen und einige Schieber waren ausgehängt. An der Haube war eine Nase abgebrochen aber noch vorhanden.
Das war´s.
Nichts was man mit Geduld und UHU-Plast nicht wieder hin bekommen hätte.
Spielt immer noch perfekt.
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#46
Wir sollten an dieser Stelle mal eine Warnung rausgeben:

Wenn man einen TK 147 reinigt und wartet (gilt natürlich für alle Modelle mit Betriebsartenschalter und Gummi-Rasterrädchen), dann sollte man es nicht mit Schmierfett benetzen. Damit meint man es natürlich gut, weil man möchte, dass sich die aneinander reibenden und ineinander eingreifenden Mechanikteile nicht so schnell abnutzen.

Doch leider leider verträgt dieser Gummi kein Schmierfett. Vielleicht das original Fett von Grundig damals, ich muß bei Gelegenheit mal in meinem Unterlagen nachsehen, wie es hieß. Ich kann jedenfalls Deine Beobachtung, Peter, nur unterstreichen.

Ich werde die Warnung wohl auch noch in meine Homepage einbauen. Ist schon wichtig, dies zu wissen. Lieber alles relativ trocken lassen, das ist für das original Bauteil verträglicher, als wenn man da heute irgendwie was verschlimmbessern möchte. Auch wenn man es gut meint.
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#47
Fett auf Kunststoff, Gummi usw. ist immer kritisch.
Alle möglichen Sorten reagieren untereinander.

Ich bin eigentlich immer gut damit gefahren, wenn solche Stellen überhaupt eine Herabsetzung des mechanischen Widerstandes benötigt, ein säurefreies Schmiermittel einzusetzen.
Klare Salbenbasis, Vaseline ohne alle Zusätze. Wählerfett, Schalterfett, Kontaktfett (Automobil-Bereich, damit werden Hupenringe u.ä. gefettet).
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#48
Ich bin begeistert, welch hervorragende Ideen hier zur Nachfertigung dieses kleinen Rasterrädchens zu Papier, sprich: zu Bildschirm gebracht wurden, alle Achtung !
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, aus Pinselgriffen, Auspuffgummis und ähnlichem das Rädchen nachzubilden und auch der fehlende Haltestift, der mal schnell aus passendem Metall zurechtgebogen wird, ist einfach ein genialer Gedanke !

Ich habe hier auch einige Grundigs mit defektem bzw. fehlendem Rädchen, aufgrund des Ideenreichtums juckt es mich in den Fingern, einige der Basteltipps mal am eigenen Leib auszuprobieren. Und ich sage euch: Das wird ausprobiert.

Hut ab !

Wer braucht da eigentlich sauteure Nachfertigungen ? Selbst ist der Freund der Fürther Werte. Mich persönlich kümmert es einen feuchten Kehricht, ob das nun orginool oder nicht ist, hauptsache, es funktioniert. Und da habe ich keinerlei Zweifel.

Danke allen Beteiligten für wertvolle Denkanstöße
Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#49
Recht haste, Thomas.
Alles was geht ... geht.
Wir lassen ja auch keine halb aufgeplatzten Knallbonbons drin, nur weil sie oooginaaal sind :-)
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#50
Das was Ihr macht, hat der real existierende DDR-Mensch ja auch gemacht, weil er eben meist nicht an die gewünschten Teile kam.
Wer noch nie einen Schlüpfergummi im B100 rotieren ließ, weiß eben auch nicht, daß es unendlich viele Bandgeschwindigkeiten gibt, die völlig unvorhergesehen auftraten....sozusagen tschechische Variospeed!
Habe aber auch an anderer Stelle hier gelesen, das Heiligste sei die Erhaltung der Originale.
Und von daher würde mich die Marmeladendeckelunterlegscheibe doch etwas beunruhigen....oder?
Ralf
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