20.03.2011, 22:23
Zitat:repo posteteHallo repo,
Müßten sich die Kathodenwechselströme nicht zu Null addieren?
Deine Überlegung ist richtig für einen Gegentaktoszillator in A-Betrieb, bei dem also der Arbeitspunkt beider Trioden im linearen Teil der Kennlinie liegt.
Vergleich der Daten aus dem obigen Schaltbild des KL25 mit der Kennlinienschar der ECC81
(die folgenden Werte verstehe ich als zeitliche Mittelwerte, gemessen mit einem trägen Zeigerinstrument):
Anodenspannung gegen Masse +255 V
Kathodenspannung gegen Masse +4 V
Gitterspannung gegen Masse dürfte 0 V betragen.
Laut Kennlinie beginnt bei einer Anoden-Kathodenspannung von 250 V ein annähernd linearer Teil der Kennlinie bei der Gitter-Kathodenspannung von -2 V. Der Anodenstrom beträgt hier 10 mA. Besser wäre ein etwas geringerer Wert, -1,5 V oder -1 V, will man nicht schon bei kleinen Signalamplituden am Steuergitter in den gekrümmten Teil kommen. Da übersteigt der Anodenstrom aber 10 mA und man überschreitet die maximal zulässige Anodenverlustleistung von 2,5 W. Weniger negativ als -2,0 V geht also nicht.
Nun beträgt beim KL25 die Gitter-Kathodenspannung -4 V. Da liegt man schon deutlich im gekrümmten Bereich der Kennlinie, die Kathodenwechselströme heben sich also nicht auf.
Ich vermute daher, daß der Kathodenstrom einen Wechselspannungsanteil von der doppelten Frequenz der Anodenwechselströme hat.
Vielleicht kann Peter das ja mal mit einem Oszilloskop nachprüfen.
Gruß
TSF
