Grundig Tonband TK248 a
#1
Hallo Leute

Erst einmal Frohe Weihnachten!
Habe gestern mal wieder mein Tonband eingeschaltet und stellte fest, dass wohl der Riemen für das Zählwerk hinüber ist.
Da das Gerät, als ich es vor rund 9 Jahren bekommen habe, Probleme mit dem nach links spulen hatte, habe ich mal angefangen aufzuschrauben.

Zum spulen:
Ich habe schon einmal danach gegoogelt und das Porblem tritt wohl sehr häufig auf, dass das Gerät schwer oder gar nicht mehr spult...

Nach eineigem hin und her bewegen fängt es dann auch an zu spulen. (siehe Videos) Das Problem liegt glaube ich an der schwarzen Antriebsrolle. Nachdem man Stop drückt, sollte da nicht die Rolle zurück nach links schnappen? Ich kann diese hin und her bewegen (Video2)

Zum Zählwerk:
Da sehe ich gar nicht hin. Wenn wenigstens das Spulen gehen würde, wäre ich schon zu frieden.

Ich weiß es ist schwer einem zu Helfen, wenn man nicht selber alles vor Augen hat, aber vllt klappts ja.

Video1 http://www.youtube.com/watch?v=3AqyFNNFL_M
Video2 http://www.youtube.com/watch?v=wVR4QyAGl3g
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#2
Hallo Kai,

da sollte man wohl die Lagerstelle des Schwenkhebels, auf dem die schwarze Rolle sitzt, und das Lager der schwarzen Rolle selbst von verharztem Schmierstoff befreien und dieselbigen neu abschmieren. Eine Reinigung der beteiligten Laufflächen kann ebenfalls nicht schaden. Dann sollte es mit dem Spulen wieder klappen.
Wie das ganze demontiert wird, ist bestimmt im zugehörigen SM
beschrieben.

Viel Erfolg und weihnachtliche Grüße

Bernd

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#3
Hallo,

wie Bernd schon sagt. Das scheint alles schwergängig. Auseinanderbauen, reinigen, neu abschmieren und das war's wahrscheinlich schon.

Gruß Jens
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#4
Hallo Kai,

genau diese Zwischenrollen mit dem schmalen "Gummibelag" von ca. 3mm Breite sind ein Schwachpunkt in allen TK246 und 248.
Der ist bei menen beiden Geräten ja nur aufgezogen auf ein Kunsstoffrad und wird entweder spröde und reißt ein, damit verliert er dann die Haftung zum Gegenüber und rutscht durch selbst auf den Kunststoffrädchen.
Version 2 bei mir wurde hart und hatte die Konsistenz von Hartplastik mit miserablem Reibungskoeffizienten.

Als "quick and dirty" Reparatur habe ich aus einem Fahrradschlauch einen schmalen Streifen abgeschnitten von ca. 0,8cm Breite und den mit der Gummispannung aufgezogen ohne zu kleben. Das geht ganz prima und Umspulen klappt dann wieder aber mit etwas rumpeln weil das kein perfekter Rundlauf mehr ist.

Beim Zahlwerksriemen kann ich mich nicht genau erinnern, aber kann sein, dass der von unten zugänglich wird mit abgenommenen Boden?

Grüße,
Wolfram
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#5
Hallo,

um den Zählwerkriemen zu ersetzen, muß der rechte Spulenteller abgenommen werden.

Dieser wird von unten mit einer Mutter SW 10 gehalten.

Damit keine Mistverständnisse auftreten: Die Bodenplatte bleibt montiert, nur die obere Abdeckung muss entfernt werden. Mit einem entsprechend gekröpften Werkzeug bekommt man die Mutter runter und auch wieder drauf. Sieht schlimmer aus, als es ist. Man muss nur erst mal drauf kommen.......

Viel Erfolg !

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#6
Hallo,

erst einmal Danke für Eure Antworten.
Habe leider kein SM, werde aber vllt. morgen mal anfangen aufzuschrauben.

Welche Schrauben sind denn das, für den rechten Spulenteller? Diese?
http://www.imgbox.de/users/public/images/ku9ui8AzpF.JPG
Muss ich auf irgendwelche Teile/gespannte Federn oder so achten?
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#7
Kai,

die angezeichneten Schrauben sind es nicht, lasse diese besser so, wie sie sind.

Nein, die Mutter (es ist nur eine !) befindet sich direkt unter dem rechten Teller, also unterhalb des weissen großen "Rades".

Ich habe diese Arbeit bisher nur ein einziges Mal gemacht, es war bei einem TK 600, das aber genau so aufgebaut wie dein 248 ist.

Gruß
Thomas
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#8
Also unter das weisse Plastikrad sehe ich nicht. (Müsste dann doch von unten das Gerät aufmachen?)
Ich sehe nur unter der "Auflagefläche" der Bandspule eine Art Mutter.
http://www.imgbox.de/users/public/images/dJRNOYm67Y.JPG
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#9
Tja, wie schon bemerkt, ist die Reparatur schon einige viele Jahre her, ich denke jedoch, das ist der Patient.

Das unter dem Sechskant dürfte die Riemeneinkerbung sein, schau mal, ob das von der Höhe passen könnte. Kann eigentlich gar nicht anders sein.

Übrigens: Deine Fotos sind prima ! Alles gut zu erkennen, Lob.

Gruß
Thomas
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#10
Leider ist das nicht die Riemeneinkerbung. Auf dem linken Teller gibt es auch diese Einkerbung.
Hier wird, vermute ich, der Zähler angetrieben.
http://www.imgbox.de/users/public/images/EiuWDxgJwu.JPG
Die richtige Einkerbung muss dann wohl von der Höhe her unter dem großen weißen Plastikrädchen sein.
Zudem habe ich den alten Riemen nicht gefunden, der liegt wohl im Gerät irgendwo.
Dank Dir für dein Lob. Ich versuche die Bilder so gut wie möglich zu machen. Das macht es für die "Helfenden" einfacher. Smile
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#11
Hallo Kai,

das wäre nun der Zeitpunkt die Scheu abzulegen und doch mal die Bodenplatte abzuschrauben. Man kann sein Gerät kennenlernen und eventuell den alten Zählwerksriemen im Untergrund finden (vermutlich aber defekt).

Falls ich morgen Zeit finde schraube ich mein TK248 auch auf und sehe mir das nochmal an (nachdem ich nach 2 Jahren wohl Details vergessen habe).

Grüße,
Wolfram
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#12
Guten Morgen,

wie schon unschwer zu erkennen ist der Riemen hinüber.
http://www.imgbox.de/users/public/images/5EU2p4EGyZ.JPG

Unter den Sicherungen befindet sich die andere Rolle.
http://www.imgbox.de/users/public/images/cY1nye4jku.JPG
http://www.imgbox.de/users/public/images/MrfcMlWNwh.JPG

Das wird ein leichtes sein, diesen zu ersetzten.

Dann wäre nur noch das "Problemchen" mit dem Spulen, das jetzt komischerweise, nachdem ich es geschafft habe, dass es einmal spult, immer spult.
Da wäre wohl der Tip mit dem auseinanderbauen & reinigen der Beste.
Mit was schmiere ich denn da am besten neu ein?

Habe gerade etwas gefunden. Wäre das der Richtige?
http://cgi.ebay.de/Grundig-TK-248-Riemen...1e5e2e8cf1
oder http://cgi.ebay.de/Riemensatz-Grundig-TK...3f00edc08c
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#13
Teufel auch, konnte ich mich denn so irren ?

Ich könnte schwören, dass beim 600 (das doch genau so aufgebaut ist) der vermaledeite Teller runter musste. Kann das aber nicht mehr nachprüfen, das Gerät habe ich nicht mehr.

Entweder ist dort der Aufbau doch anders, oder ich bin jetzt total bekl...t !

Ganz schön peinlich, ich sollte mich vielleicht doch lieber etwas mehr mit dem Innenleben meiner Grundigs beschäftigen, bevor ich solch einen Unsinn verzapfe.

Tut mir wirklich leid, dass ich für eine solche Konfusion gesorgt habe, gleichzeitig Glückwunsch zu dieser super-leicht Reparatur.

Gruß
Thomas
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#14
Thomas,
das ist doch kein Problem. Im Gegenteil. Muss mich für deine Mühen bedanken.
Habe den Riemen au schon (provisorisch) ausgetuscht. Mit einem normalen Küchengummi Smile
Dann mache ich mich vllt. bald an das Reinigen.
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#15
Hallo Kai,

als Schmiermittel verwende ich ein Modellbahnöl (ist in kleinen Mengen abgefüllt, aber meines hält schon 5 Jahre), notfalls geht auch Nähmaschinenöl.
Direkt ins Lager der Rollen einen kleinen Tropfen und danach die Rolle etwas mit den Finger drehen damit sich das verteilt. Zuviel Öl wird weggeschleudert und landet eigentlich immer an der falschen Stelle.

Die Riemenangebote sind noch von anderen Lieferanten bei Eb.. zu finden.
Leider macht keiner der im Link gezeigten genaue Angaben wo die Riemen hinkommen sollen. Bei Angebot 2 ist der Preis besser und es gibt 3 Riemen (vermutlich ist auch der vom Zählwerk dabei).

Grüße,
Wolfram
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#16
Hallo Wolfram,

Das http://cgi.ebay.de/Modellbahnol-Getriebe...4aa73f8269 oder
http://cgi.ebay.de/Modellbahnol-Reinigun...3cb3b9d841
das würde gehen, oder?

Das kann man bestimmt dann auch für Kassettenrekorder verwenden?
(Man sieht ich habe noch nicht viel Ahnung von diesen Reinigungsvorgängen..)
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#17
Moin.

Das SR 24 nicht. Das ist Schienenreinigungsöl.
Es werden zwar 3 Einsatzgebiete angepriesen, aber die anderen bedient man besser mit anderen Mitteln. Ich bin Modellbahner und benutze das Zeug, bzw. eben nicht.

Für deine "Bronzelager"-Buchsen brauchst du Sinterlageröl.
Sogenanntes Modellbahnöl ist solches. Da wäre wohl das erste geeignet.
Wenn du einen Modellbahnladen oder einen für ferngesteuerte Sachen in der Nähe hast, geh dahin. Das spart Porto.

Viel Erfolg, Arnulf.
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#18
Hi,
irgendwo fehlt mir jetzt der Bezug zu Öl.

Die Sache mit dem Zähler-Pesen ist eh schon geklärt, der ist da wo er bei dieser Serie und auch schon bei einigen Vorläufern war, frei von unten zugänglich - leider Thomas aber man verirrt sich ja auch eben schnell in der Mechanik, wenn man´s mit vielen unterschiedlichen Konstruktionen zu tun hat ;-)

Also ich bin dann bei dem hängenden Führungs-Hebel der Umkehrrolle eher bei Fett. Es ist ein Graphit-Fett original verwendet, dieses muß komplett runter wenn es schon soweit ist das der Hebel klebt.
Testweise Sofortabhilfe sollte vorsichtiges Einsprühen mit WD-40 bringen, aber das nur zum Entsiffen und Testen der grundsätzlichen Funktion, nicht tauglich als Dauerlösung.

Ist der Hebel danach zwar frei beweglich aber stellt sich dennoch nicht zurück, dann ist was ab, eine Feder, ein Andruck-Blech. So genau ist meine Erinnerung da leider nicht.

Die Umkehrrolle soll frei drehen, das ist klar und da kann dann doch noch WIK-Öl helfen, ersatzweise Nähmaschinen- oder Fein-Öl aus dem Modell-Eisenbahn-Laden.

Wichtig ist aber noch viel mehr, damit die wohlabgewogenen Momente der Kraftübertragung auf die Wickelteller perfekt zustande kommen.
Alle Beteiligten müssen sauber, uneingelaufen, nicht ausgehärtet und, so aus Kautschuk-Gummi oder Neopren weich und griffig sein.

Die Teller-Kupplungen kann man im Einfachstfall mit Isopropanol entsiffen, oder falls stark versaut mit Benzin oder dem absolut entgradigen und sehr vorsichtigt einzusetzenden Azeton entschichtet werden. Entschichten ist da das richtige Wort, die Oberfläche wird angelöst, was bei Normalverschmutzung nicht nötig ist.

Die gummiartigen Kupplungsbeläge (Kautschuk-Gummi, Neopren) müssen ganz oder zumindest an den Kontaktflächen weich gemacht werden, sind sie spröde und gerissen, ist das Endstadium erreicht, der Austausch droht. Sind sie nur verschmiert, oberflächlich verbrannt durch zu viel Schlupf, ausgehärtet, kann man sie wieder hin kriegen.

Bloßen Schmutz kriegt man mit Isopropanol weg. Groben Schmutz und leichte Ungriffigkeit und Verhärtung kann man mit Reinigungs-Benzin anlösen und entfernen. Am Besten in Rotation durch den Maschinen-Antrieb einfach im Spulgang.

Grob ausgehärtete Gummi-Ringe und -Rollen muß man wieder erweichen, da die Weichmacher dann durch Alterung raus sind. Dazu demontiert man die Patienten weitgehend, also Laufringe abziehen, Rollen weitmöglich zerlegen, den gummimäßigen Teil, bei Rollen notfalls die ganze Rolle, in ein Weichbad legen und drin lassen bis sie sich weich anfühlen. Geht auch mit lediglich altersbedingt ausgeleierten Pesen, die ansonsten noch nicht ausgewalkt oder eingerissen oder sonstwie beschädigt sind.
Ich nutze dafür Schälchen mit Klarwasser bei knapp 100°C, sind leichter zu handhaben als große Behältnisse oder Waschbecken.

Die frisch erweichten Gummis werden dann vorsichtig getrocknet, mit Tüchern oder Küchenrolle und dann fein mit Glyzerin eingestrichen. Anschließend trocknen sie weiter und kühlen wieder ab.

Nach Wiedereinbau der erkalteten und nun schön geschmeidigen weichen Gummi-Teile muß die nicht gut griffige Glyzerinschicht mit Rein-Benzin entschichtet werden. Der evt. verbleibende weiße Belag stört hier nicht oder man entfernt ihn mit Isopropanol am Ende der Prozedur.

Was man da hat sind fast neuwertig wirkende Gummiteile, aber es kann naturgemäß nicht bei jedem Schädigungsgrad des Gummis funktionieren, manche Gummiteile sind so am Ende, daß sie nachher reißen, ausbröckeln usw. Kein Verlust, denn diese waren auch vorher schon unrettbar hinüber.

Die Lager und Lager-Bolzen der Umkehr- und Zwischen-Rollen sind natürlich auch noch zu reinigen und neu zu schmieren.
Ausspülen mit Rein-Benzin, neu ölen mit WIK-Lageröl oder Feinst-Öl aus dem Modellbau oder aus dem Nähmaschinen-Zubehör.

Tiefegrad der Anwendung muß sich natürlich nach dem Grad der Betriebs-Störung richten. Nicht immer ist das volle Programm an allen Teilen von Nöten.

Wenn die Umkehrrolle motorseitig auf Metall greift, muß auch da der gute Kontakt der Reib-Partner sichergestellt sein. Am besten bei mir bewährt hat sich da das Anlegen eines Glasfaser-Stiftes (Rostradierer) an die rotierende Motor-Welle.
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#19
Hallo,
nochmal zum Zählwerk, es hat mir einfach keine Ruhe gelassen.

Hier (Beitrag #030)

http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...z%E4hlwerk

sieht man den kleinen aber feinen Unterschied zum TK 248.

Habe ich auch nicht gewusst, dass es hier große Unterschiede beim Zählwerk gibt.,

Wieder was gelernt.

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.
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#20
Ist doch nicht tragisch, Thomas, nun hast du mich aber beim "nicht gewußt haben" erwischt. Ich glaube eine 600er mußte ich auch noch nicht operieren ;-)
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