25.11.2010, 03:35
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.11.2020, 01:37 von Matthias M.)
Moin, moin,
manchmal sehe ich auf einem Flohmarkt einen Marantz stehen, und meist lasse ich ihn stehen.
Als Marantz erkenne ich die Geräte mit etwas skurrilem Äußeren, die in den Siebziger Jahren aktuell gewesen sind, und entweder noch am Heck den Hinweis auf amerikanische Vergangenheit tragen, oder im Spannungsfeld aus Schein und Sein fast schon eine Beleidigung der Geschichte ihres Namens darstellen.
Diesmal erreichte mich ein Marantz, gegen den ich mich nicht wehren mochte, weil er im Paket mit etwas königlichem, münchnerischem daher kam, das dreht, und das Magnetband bewegt. Vielleicht auch, weil er nicht ganz so skurril aussieht, wie seine großen Geschwister.
Sozusagen aus gegebenem Anlaß … also ein Marantz zieht vorbei … möchte ich die Zeit verschwenden, Euch etwas darüber zu erzählen. Erschreiben? Dann natürlich informiere ich mich über ein Gerät, das meine Höhle durchläuft, denn sonst wüßte ich nicht, wie ich rechtfertigen sollte, daß ich es durch laufen lasse. Wie schnell auch immer.
Und vor allem möchte ich selber wissen, was es auf sich hat, mit dieser Marke, und möchte ich verstehen, warum es so viele von denen gibt.
Hin und wieder erklären mir nämlich diejenigen, die mir gleichsam erzählen, aus Deutschland habe es nur Küchenradios gegeben, man müsse unbedingt einen Marantz gehabt haben. Nun habe ich also einen.
![[Bild: Marantz2220_12k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_12k.jpg)
Zumindest mit seinem Namensgeber sollte man sich beschäftigen. Denn der am 11.07.1911 in Brooklyn, New York, geborene Saul Bernard Marantz gehörte zu DEN HiFi-Pionieren überhaupt.
Marantz war eigentlich Designer und Architekt, nebenbei jedoch auch klassischer Gitarrist und Schallplatten-Fan, und Navy-Funker, gewesen. Von sich selbst behauptete Mer, er habe nicht mehr Ausbildung in Elektronik erfahren, als man von einem Nachwuchs Funk-Offizier während einer 10-Cent Besichtigungs-Tour auf einem Schiff erfährt (Stereo Review Bd. 56 von 1991).
Es heißt, Ende der Vierziger Jahre sei er beim Hören seiner Langspielplatten unzufrieden mit der Wiedergabequalität gewesen, habe daher begonnen, in seiner Wohnung in New York mit eigenen Verstärkern zu experimentieren.
Saul Marantz wird sogar nachgesagt, er habe den Begriff „High Fidelity“ gefunden. Oder der ihn. Es wird sogar kolportiert, Marantz hätte bereits in den Dreißiger Jahren lautstark seinen Ärger über die Radio-Industrie geäußert, die, anstatt sich um eine „klangtreue“ Wiedergabe zu bemühen, sich den Beschränkungen der Technik gefügt und lieber an einem „angenehmen“ Sound ihrer Geräte gearbeitet hatte. Er hätte das Ideal verlangt: „High Fidelity“.
Im Jahre 1951 realisierte Saul Marantz einen Vorverstärker, den er Audio Consolette nannte. Dessen Besonderheit waren 36 verschiedene Entzerrungsschaltungen für die damals erhältlichen LPs und Singles. Seine Frau soll Saul Marantz geraten haben, eine Serie von einhundert Verstärkern zum Verkauf zu planen; tatsächlich sollen es vierhundert Stück geworden sein.
Wohl nicht zuletzt aufgrund des großen Erfolgs gründete Saul Marantz 1953 in Long Island, New York, seine Elektroakustik-Firma. Prominente Entwickler wie Sidney Stockton Smith (ab 1956), Flavio Blanco (ab 1958) und Richard Sequerra (ab 1961) arbeiteten in den folgenden Jahren für die Marantz.
Saul Marantz, Mitglied des Institute Board of Directors und zeitweise Vize-Präsident (1959) und Schatzmeister (1961) des Insitute of High Fidelity Manufacturers, behielt seine Firma nicht lange. Zwar war er noch bis 1968 in ihrer Geschäftsführung tätig, doch hatte er sie bereits 1964 an die kalifornische Superscope Company verkauft.
Superscope war 1953 von den vier Brüdern Joseph, Irving, Nathan und Fred Tushinsky gegründet worden und war seit 1957 Distributor für die Sony Tape-Recorder-Sparte in den USA gewesen.
Die Marantz zog also 1965 nach Kalifornien um.
Als Saul Marantz seine Komponenten auf den Markt gebracht hatte, hatte er es für eine kleine, verständige Kundschaft getan. Bislang hatte er exquisite Vorverstärker (Model 1, 7 und 7T, sowie den Stereo-Adapter Model 6), Endstufen (Model 2, 5, 8, 8a, 9, 9R und 15), Tuner (Model 10[/i und [i]10b), Plattenspieler (SLT-12), Frequenzweichen (Model 3) und Netzteile (Model 4) hergestellt.
Die neuen Eigentümer sahen die Möglichkeit, das Image der etablierten Marke für eine Expansion in die high fidele Einsteigerklasse zu benutzen und begannen 1966 die Suche nach einem Partner für die günstige Fertigung der geplanten Mittelklasse-Komponenten und Receiver. Denn Marantz sollte billiger anbieten können als The Fisher oder H.H. Scott, mit denen man bislang konkurrierte, auf das der Umsatz wachsen könne.
Die Standard Radiop Corporation (SRC) aus Tokyo, ursprünglich 1946 als Hokushin Kogyo K.K., gegründet, verdiente ihr Geld vor allem mit transportablen Radiogeräten, stellte den Tushinsky's 1966 ein Mustergerät vor und wurde von Superscope als „verlängerte Werkbank“ akzeptiert.
Ein weiterer Schritt der Umstrukturierung war die Gründung einer unabhängigen Firma, für die nationale Vermarktung der Marantz Komponenten, unter dem Namen Standard Sales Corporation (ab 1973 Standard Trading Corporation). Zusammen mit der SRC gründete Superscope zudem im Januar 1969 in Los Angeles eine gemeinsame Vertriebsfirma, Standard Communications Corporation, für die übrigen Standard-Geräte und ermöglichte 1971 der SRC, durch eine Beteiligung von 50%, eine Kapitalerhöhung. Neben dem Werk in Sagamihara, konnte Standard in Kumamoto, Miyako und Takada weitere Tochtergesellschaften gründen.
„Erstmals hat die japanische Regierung ausländischen Unternehmen, der amerikanischen Superscope Inc., erlaubt, eine 50prozentige Beteiligung an einer japanischen Firma zu erwerben. Bislang mußten japanische Unternehmen bei einer Beteiligung die Mehrheit halten.“ (Die Zeit, 5.11.1971)
Die Übernahme von 5,6 Millionen Anteilen an einer japanischen Aktiengesellschaft durch Ausländer war also die erste Übernahme eines solch großen Anteils gewesen, aus der in diesem Falle auch ein weltweites Distributions-Recht an den Standard-Produkten für Superscope resultierte. Standard, die bislang 80% ihrer Produktion exportiert hatte und, bei 33 Millionen Dollar Umsatz, zuletzt Einbußen hatte hinnehmen müssen, stellte die Verdopplung ihres Eigenkapitals auf 1,7 Mio. Dollar, und die Möglichkeit, ihre Verstärker nun weltweit unter dem Namen Marantz vermarkten zu können, als maßgeblichen Vorteil des Geschäfts in den Vordergrund.
Sony, deren Tape-Recorder-Produkte Superscope in den USA weiterhin vermarktete, legte allerdings Klarstellungs-Klage gegen den Vertrag ein, denn aus der Übernahme des Standard-Anteils durch ihren Distributor resultierte auch dessen Option, Standard Cassettengeräte zu vermarkten (Billboard 13.11.71). Möglich, daß die Tatsache, daß auch die amerikanischen Vertreibsgesellschaften von Beginn an nicht „Superscope“, sondern „Standard“ hießen, auf die Zwänge des Distributionsvertrages mit Sony zurückzuführen sind.
Schon im ersten Halbjahr 1969 hatte der Umsatz von Superscope 20,496 Mio Dollar (gegenüber 13,962 Mio US-Dollar im ersten Halbjahr 1968) betragen. (Billboard 9.8.69)
Von 1971 auf 72 stieg der weltweite Absatz von Marantz-Produkten von 11,4 Mio. $ auf etwa 30 Millionen US-Dollar. Allein in den USA stieg er von 9,95 Mio. auf 24,4 Millionen US-Dollar an. Die Sparte Marantz machte im Jahre 1972 inzwischen 34% des gesamten Superscope-Umsatzes aus, gegenüber 60% der Distribution für Sony-Recorder und -Bänder (ca. 51 Mio $); noch im Vorjahr hatte der Sony-Anteil am Umsatz noch 80% ausgemacht. (Billboard 2.07. und 15.09.73).
Nur zum Vergleich: Im Jahre 1967 macht eine Braun AG in Frankfurt am Main 276 Millionen Mark (84,92 Mio. $ *) Gesamtumsatz (HiFi, Foto/Film, Haushalts-Elektronik) und im Jahre 1970 durchbricht eine gewisse Grundig AG in Sachen Umsatz die Milliarden DM-Grenze (307,69 Mio. $ *). Der Anteil der HiFi-Sparte am Umsatz des Gesamtkonzern dürfte bei Grundig also etwa auf dem Niveau des veröffentlichten Gesamtumsatz von Superscope (ca. 81 Mio $ in 1972) gelegen haben.
1972 lizensierte Superscope das SQ-Quadro-Verfahren und wurde schließlich die japanische Vertriebsgesellschaft Marantz Far East (MFE) gegründet, die zum 1.10. die Arbeit aufnehmen und Marantz-Produkte direkt in Asien verkaufen sollte, womit auch die Zusammenarbeit mit Nippon Gakki (Yamaha) als Vertriebspartner in Japan endgültig beendet worden war.
1973 entstanden Marantz-Geräte in drei Standard-Werken in Japan und in einem in Taiwan. Außerdem errichtete Superscope 1973 für 5 Millionen Dollar, auf 30 acres Land in Northbridge/Californien, einen Fabrikations- und Lager-Komplex.
Im Sommer 1973 befand das französische Nachrichtenmagazin L'EXPRESS, „Das neue Symbol des sozialen Aufstiegs ist die HiFi-Anlage.“ So ermittelte Superscope für 1974, 85% ihrer HiFi-Produkte würden inzwischen im Massenmarkt abgesetzt und auch für die „audiophile Linie ... Marantz“ ging man davon aus, daß 60% der Käufer nicht mehr als „Stereo-Fans“ bezeichnet werden könnten (Billboard, 11.01.75).
![[Bild: Marantz2220_10k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_10k.jpg)
„Die Zeit, als eine respektable Musikanlage ein intellektuelles Statussymbol war, mit dem man Kenntnis und Geschmack oder Dummheit und Geld beweisen konnte, ist lange vorüber.“, so Jens Jessen am 26.08.2007 in DIE ZEIT.
An anderer Stelle habe ich mich über andere zeitgenössische Reciever ausgelassen, den Harman/Kardon 930, Sansui Six und den Yamaha CR-700.
Wenn ich meinen neuen Stereophonic Receiver aus mittlerer Entfernung betrachte, dann scheint er durchaus in diese Reihe zu passen. Wenn man sich ihm jedoch ein wenig nähert, dann scheint ein Widerspruch aus dem Image des Namens und der Realität der Stärke der Frontplatte, der Tatsache, daß das Holzdekor seines Deckels nur aufgemalt ist, und aus dem Gewicht seiner Bedienelemente zu entstehen...
War zu Beginn Marantz ein Unternehmen, das exquisite Geräte, für Kunden, laut Statistik vor allem für Herren, mit „Kenntnis und Geschmack“ anbot, änderte sich die Ausrichtung der Marke bereits nach der Übernahme durch Superscope, und der neue Eigentümer peilte mit dem Gros seiner Geräte vor allem die Mittelklasse an. Der Name Marantz blieb und die Komponenten, die diesen Namen trugen, wurden im Laufe der Siebziger Jahre zunehmend einfacher. Die Gravur verschwand von der Frontplatte und wurde durch einen Druck, metallene Knöpfe gegen welche aus verchromtem Kunststoff ersetzt, hölzerne Zargen wichen Metalldeckeln im Holzdekor und auch die Frontplatten waren auf die halbe Stärke jener der Mitbewerber eingedünnt.
![[Bild: Marantz2220_14k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_14k.jpg)
Fünf Geräte umfasste die neue Receiver-Generation des „renommierten amerikanischen Herstellers Marantz, der sich bis vor kurzem vornehmlich mit Geräten der allerhöchsten Preis- und Qualitätsklasse befaßte“ (Fono Forum 9/73), die 1973 erstmals auf dem deutschen Markt gesichtet wurde. Von den Fünfen entsprach der größte dem früheren Anspruch der Marke.
Der Marantz Stereophonic Receiver Model 2220 würde, mit „leicht verstärkter Endstufe“, das Modell 2215 ersetzen und konnte im Test der FONO FORUM in die „Mittelklasse“ eingereiht werden (wie z.B. Kenwood KR6200, Elowi MTX 4000 etc.). Bei einem Neupreis von 1.475 D-Mark fiel vor allem sein Verstärkerteil positiv auf, das „bis zum Erreichen der Leistungsgrenze … hinsichtlich des Klangbilds von Verstärkern der Spitzenklasse nicht zu unterscheiden“ gewesen sei.
Zwei Boxenpaare lassen sich anschließen, außerdem ein Kopfhörer. Beide Lautsprecherausgänge können mit Hilfe getrennter Drucktasten einzeln ein- oder abgeschaltet werden. Die Endstufe ist elektronisch gesichert, außerdem verfügt sie über eine „wirkungsvolle Verzögerungsschaltung zur Unterdrückung des Ein-/Ausschaltknackens“
![[Bild: Marantz2220_18k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_18k.jpg)
Die Vorstufe ist mit einer klassischen Klangregelstufe mit Höhen- und Tiefensteller, Balanceregler, schaltbarem Loudness, sowie Rumpel- und Höhenfilter ausgestattet.
Ein Phono-Vorverstärker für Magnet-Systeme (MM) ist eingebaut, zudem gibt es Anschlüsse für ein Hochpegel- (Aux) und ein Aufnahmegerät mit Hinterbandkontrolle. Marantz verweist darauf, daß der „direct-Ausgang“, zusammen mit dem Monitor-Schalter, auch für das Einschleifen von Zusatzgeräten, beispielsweise einem Equalizer, geeignet wäre.
Der eingebaute Rundfunk-Empfänger ist für Mittelwelle und UKW ausgelegt. Ein beleuchtetes Feldstärke-Instrument „signal strength“ und eine analoge Skala helfen bei der Abstimmung. Die erfolgt mit Hilfe des waagerecht angeordneten „Gyro-wheel“ genannten Abstimmrades, das typisch für die Marantz Receiver ist und ihr „symphatisches Erscheinungsbild“ maßgeblich beeinflußt. Eine Muting-Taste schaltet die Unterdrückung des Zwischenfreqeunzrauschens und eine Mono-Taste ermöglicht den sauberen Empfang schwächer einfallender Sender in Mono.
Das Feldstärke-Instrument begänne seine Arbeit, laut Testbericht, bei 2,5µV Eingangsspannung, zeigte bei 8µV halben Ausschlag und schließlich bei etwa 200µV Vollausschlag. Da der Anzeigebereich zwischen 30µV und 200µV nur etwa 1mm Zeigerweg ausmacht, sei das Instrument für die Feineinstellung nur bedingt brauchbar.
Der Tuner ist mit einem Feldeffekt-Transistor in der HF-Vorstufe, 3fach Drehkondensator, zwei Keramikfiltern in der ZF-Stufe und Schalterdecoder mit SCA-Sperre ausgestattet. Der Einsatzpunkt der Stillabstimmung (Muting) liegt bei 5,5µV und ist mit der Stereoumschaltschwelle gekoppelt. Ein Stereo-Filter ist nicht vorhanden. Am Heck findet sich eine ausklappbare Ferrit-Antenne und Schraubschlüsse für die 75 Ohm und 300 Ohm Außenantenne.
Ebenfalls am Heck sind zwei Netzbuchsen nach amerikanischer Norm zu sehen. Eine davon geschaltet (60 Watt), die andere immer unter Strom (200 Watt), so lange der Marantz selber mit Netzspannung versorgt ist.
Solche Buchsen sind vor allem geeignet, Zusatzgeräte mit Strom zu versorgen, ein Entzerrer-Vorverstärker für MC-Tonabnehmer zu Beispiel, können aber natürlich auch für den Anschluß von Plattenspieler oder Equalizer dienen.
![[Bild: Marantz2220_15k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_15k.jpg)
Unter dem „Display“, mit Feldstärke-Instrument, rot leuchtender Stereo-Betriebsanzeige und Skala, befinden sich ganz links die Klinkenbuchse für den Kopfhöreranschluß und danach der Drehknopf für die Quellwahl (AM, FM, Aux und Phono). Über dem Knopf sind die Drucktasten für den Monitorbetrieb- und die Mono-Umschaltung angeordnet.
![[Bild: Marantz2220_16k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_16k.jpg)
Insgesamt ziehen sich fünf Drehrelger gleicher Größe in etwa gleichem Abstand über die Frontplatte, sind jedoch durch die über Ihnen angeordneten Gruppen von Drucktasten eindeutig zu identifizieren. So schließen sich nach der Quellwahl die Drehregler der Klangregelung mit Bässen, Höhen und Balance an, über deren Mitte die Druckknöpfe für Tiefen- und Höhenfilter, Loudness und Muting liegen.
![[Bild: Marantz2220_17k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_17k.jpg)
Der fünfte große Stellknopf regelt die Lautstärke; darüber sind die beiden Druckknöpfe für das ein- und ausschalten der Lautsprechergruppen angeordnet. Ganz rechts, quasi als Antagonist zur Klinkenbuchse, ist der einzelne Druckknopf für die Netzversorgung gelegen.
![[Bild: Marantz2220_I01k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I01k.jpg)
Öffnen läßt sich der Marantz durch das Ausdrehen von je zwei Kreuzschlitzschrauben an seinen Seiten und Abnehmen des U-förmigen Deckels. Darunter kommt eine klassische Chassis-Konstruktion zum Vorschein, wie sie in den USA bis weit in die Siebziger Jahre hinein beliebt gewesen war, weil sie den Schrank- und Wandeinbau von Komponenten ermöglichte. Auch die Bodenplatte läßt sich ohne Probleme durch das Entfernen von einem knappen Dutzend Schrauben entnehmen. Die Frontplatte ist mir vier Schrauben am Chassis befestigt, die nach dem Abziehen der großen Drehknöpfe abgenommen werden kann.
![[Bild: Marantz2220_I02k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I02k.jpg)
Unter der Verpackung tritt ein aufgeräumtes Inneres zu Tage. Typisch japanisch, verzichtet der Hersteller auf Steckverbindungen und verlötete die Kabel, die die Platinen verbinden. Jedoch hält sich deren Menge in Grenzen und sind die sogar lang genug, daß ein Service möglich wird, ohne Verlängerungskabel anlöten zu müssen. Nur im Bereich der Bedienelemente der Frontplatte ist ein Kabelgewirr zu sehen, für dessen Beherrschung es kleiner Finger bedarf.
![[Bild: Marantz2220_I03k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I03k.jpg)
Die Platinen sind von oben und unten gegen die Chassis-Platte geschraubt; leider zeigen nur zwei der Platinen, von unten gesehen, ihre Lötseite. Auf jeden Fall will also weiter geschraubt werden, wenn denn einmal etwas zu tun ist.
![[Bild: Marantz2220_I05k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I05k.jpg)
Der große Trafo liegt, ungewöhnlich, in der Mitte des Receivers an der Rückwand. Angenehm ausgewogen beim Tragen, doch natürlich zu drei Seiten in direkter Nachbarschaft zum Rest des Geräts. Die Abschirmung, insbesondere zu den Verbindungskabeln zu den rückwärtigen Anschlüssen ist nach innen lediglich mit halbhohen Blechen ausgeführt und die empfindliche Platine des Empfängerbausteins ist die dem Trafo am nächsten gelegene.
![[Bild: Marantz2220_I06k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I06k.jpg)
Rechts vom Trafo liegen drei! Elkos und dahinter die quasi-komplementär aufgebaute Endstufe. Die ist, wie beim Yamaha CR-700 mit vier NPN-Transistoren Hitachi 2SC1030 ausgerüstet. Die wären zum Zeitpunkt der Konzeption deutlich billiger gewesen, als PNP-Typen. „To make this work, their circuits were asymmetrical in design and did not slew at the same rate in both directions; and needed a big electrolytic coupling capacitor at the output to isolate the DC in the output stage from the loudspeaker.“
![[Bild: Marantz2220_I07k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I07k.jpg)
Relativ häufig scheinen übrigens die Beleuchtung des Display auszufallen. Verwendet hat Marantz dafür üblicherweise zylindrische Sofittenlampen (ca. 6x30mm). Die gebräuchliche Bezeichnung ist „pilot lamp“ oder „Pilotlampe“, übliche Eckwerte 6,3 oder 8 Volt bei 150mA.
Leider sind die Lämpchen wohl etwas unpraktisch zugänglich und besteht die Gefahr, daß auf dem Wege dorthin gealterte Kunststoffteile brechen. Daher sollte man im Schadensfalle nicht einfach nur die Lämpchen gegen identische erstetzen, sondern versuchen, ihr Leben zu verlängern. In einem Internet-Forum gibt es dazu diesen Hinweis: „Reduziert man die im Receiver vorhandene Hilfs-Wechselspannung für die Lampen etwas oder findet Lampen mit der nächst höheren Nennspannung (7 oder 9 Volt) lebt die Frontbeleuchtung bei leicht reduzierter Lichtstärke ewig. Andere Möglichkeit wäre simple Einweggleichrichtung und dann 12,6 Volt Lämpchen mit etwa 10 V zu betreiben.“
An die Lämpchen kommt man angeblich am einfachsten, indem man sich von der Vorderseite in das Gerät hinein arbeitet.
![[Bild: Marantz2220_I04k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I04k.jpg)
![[Bild: Marantz2220_I08k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I08k.jpg)
![[Bild: Marantz2220_I09k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I09k.jpg)
![[Bild: Marantz2220_I10k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I10k.jpg)
![[Bild: Marantz2220_I11k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I11k.jpg)
Es fällt mir schwer, eine Beziehung zu solch einem Marantz zu knüpfen. Das Design ist Geschmacksache, in handwerklicher Hinsicht weitgehend gelungen, die Bedieninstrumente logisch zusammengefaßt und ergonomisch angeordnet. Die blau beleuchteten Instrumente sind noch gut lesbar, besser noch die auffallend rote Stereo-Leuchte in Klarschrift.
Die Besonderheit, die diesen Marantz mit den ebenfalls von mir vorgestellten Harman/Kardon, Yamaha und Sansui verbindet, ist die scheinbare Solidität seines Auftritts; doch schaut man näher hin, ist seine Frontplatte schon deutlich dünner, als die seiner Mitbewerber, und die Drehregler und Druckknöpfe bestehen allesamt aus verchromten Kunststoff, anstatt aus Metall.
Aber es steht halt Marantz drauf. Im Gegensatz zu einem zeitgenössischen und bald dreihundert Mark günstigerem Elowi, bei dem sich mir die Frage stellt, warum dieses ähnlich erfolgreich getestete und besser ausgestattete Gerät nicht die gleiche Verbreitung und Reputation erlangt haben mag, wie der Marantz, und denke dabei ein wenig an das Zitat von Herrn Jessen.
Die FONO FORUM deutet an, die Baßanhebung der Loudness-Schaltung sei nicht ausreichend, müsse mit Hilfe des Tiefenstellers nachgeregelt werden. Der habe einen „noch ausreichend“ großen Korrekturbereich. Der Höhenregler habe hingegen einen wenig steilen Einsatz und beeinflusse die Präsenzlage zu stark. Auch die Flankensteilheit der Höhen- und Tiefen-Filter sei zu gering, die Ansatzpunkte jedoch „noch brauchbar“ gewählt.
Dem Marantz wird bei einer Mittelstellung der Regler eine „gute Linearität des Frequenzgangs“ bescheinigt, „wenngleich die geringen Abweichungen (-0,4 dB um 300 Hz und +0,3 dB um 4kHz) und die damit verbundenen Phasendrehungen bereits ausreichen, den 1-kHz-Rechteckimpuls eine sichtbare Dachschräge zu verleihen.“ Auch der 40-Hz-Rechteckimpuls besäße keine Ähnlichkeit mehr mit dem Original, weil der Frequenzgang unter 40 Hz steil abfalle.
Die Sinusleistung würde bei einwandfreiem Impulsverhalten, selbst „auch bei Bezug auf die musikalisch wichtige Bandbreite“ die Herstellerangaben deutlich übertreffen. Sehr ungewöhnlich sei dabei die Tatsache, „daß die verzerrungsfrei verfügbare Leistung oberhalb von 1kHz nennenswert ansteigt.“ Die Intermodulationsverzerrungen würden auch bei kleinen Ausgangsleistungen unter 0,5% verbleiben.
Der Tunerteil konnte nur bedingt überzeugen. Bei zufriedenstellenden Daten für die Gleichkanalselektion versank die Modulation schwach einfallender Sender bei einer zusätzlichen Dämpfung um 6dB (Faktor 2) im Rauschen, während Vergleichsgeräte diese Sender rauschfrei empfangen konnten. Auch die Störimpulsunterdrückung von Sender von 10 bis 30µV Signalstärke zeigte sich nicht zufriedenstellend. Und „die wirksame Trennschärfe … von knapp 35 dB ... erwies sich im Empfangstest als knapp ausreichend für europäische Empfangsverhältnisse.“ Dabei wurden schwach einfallende Sender „relativ häufig“ durch stärkere Nachbarsender im Abstand von 200 und auch 300 kHz durch Übersprechen und/oder Zwitschern gestört.
Technische Daten (lt. HiFi-Report 74/75, HiFi Yearbook 1976 und Fono Forum 10/73, Werte in Klammern laut Testbericht)
Verstärkerteil:
Sinusleistung: 2x 20 Watt (2x 33,5 Watt / 4 Ohm bzw. 2x 28,5 Watt / 8 Ohm bei 1kHz)
Impedanz: 4 und 8 Ohm
Musikleistung: 45 Watt an 8 Ohm
Klirrgrad: < 0,9% (0,3% harmonic distorsion bei 20-20.000 Hz lt. Yearbook)
Intermodulation. < 0,9%
Dämpfungsfaktor: >= 45 bei 8 Ohm (40 Hz: 9 / 1kHz: 27 / 10kHz: 25 / 50kHz: 10, bezogen auf 4 Ohm)
Übertragungsbereich: 20-80.000 Hz -1 dB
Leistungsbandbreite: 10-50.000 (IHF)
Fremdspannungsabstand (Phono / Aux): 62 dB / 77 dB (47 / 48 dB bei 2x 50mW bzw. L:62-R:58/75 dB bei Vollaussteuerung an 4 Ohm)
Übersprechdämpfung (bezogen auf 20-20k Hz): >= 35 dB (40Hz: 60 dB / 1kHz: 56 dB / 10kHz: 53 dB)
Klangregler: +/- 13 dB bei 10kHz und +/- 12 dB bei 100 Hz Scheitelfrequenz (Fono Forum) bzw. +/- 12 dB bei 50 Hz und 15kHz Scheitelfrequenz (Yearbook)
Filter: 4 dB/Okt bei 5kHz und 5 dB/Okt. bei 150 Hz
Empfindlichkeit Phono: 1,8 mV / 47 kOhm, Hochpegel: 180 mV / 100 kOhm (Phono: 1,7 mV / Aux: 155 mV / Monitor: 165 mV)
Übersteuerungsgrenze Phono: 100mV (40Hz: 13,5 mV / 1kHz: 110 mV / 10kHz: 460 mV, Aux/Monitor: > 15V)
Phono-Entzerrung: RIAA +/- 1 dB
Eingänge: Phono-MM, Aux, Monitor
Ausgänge: 2x Lautsprecher, Kopfhörer, Aufnahme
Rundfunkteil:
Wellenbereiche: UKW (88-108 MHz), MW (187-555 kHz)
Empfindlichkeit MW: 26 µV (30 dB S/R)
Empfindlichkeit UKW: 1,9 µV bzw. 3 µV nach IHF, bei 60 Ohm, 30 dB S/R (bei 15kHz Hub: 2,1µV bzw. 40 kHz Hub: 1,9 µV)
Begrenzereinsatz (- 3dB): 2 µV
Rauschabstand (10µV in stereo, 15 kHz Hub): - (24 dB)
Nebenwellenunterdrückung: - (86 dB)
Spiegelfrerquenzunterdrückung: - (70 dB)
ZF-Unterdrückung: - (77 dB)
Trennschärfe: 50 dB (IHF) (statisch: 70 dB / wirksam, Störsender oben / unten: 35 dB / 35 dB)
Gleichkanalselektion: - (bei 40kHz Hub 3,5 dB, bei 75 kHz Hub 2,5 dB)
AM-Unterdrückung (bezogen auf 75kHz Hub): - (für E/nutz=1mV: 59 dB bzw. =100µV: 63 dB bzw. =20µV: 45 dB)
Pilottonunterdrückung: 60 dB
Übertragungsbereich: 50-15.000 Hz +/- 1dB bezogen auf 1 kHz (30Hz: -0,5 dB L/R, 10kHz: -1,5 dB L/R, 15kHz: 0 dB L/R)
Übersprechdämpfung: 40 dB bei 1kHz (L → R / R → L, 250Hz: 30dB / 30 dB, 1kHz: 32 dB / 31 dB, 6kHz: 34 dB / 35 dB, 10kHz: 31 dB / 32 dB)
Klirrgrad: 0,4% bei 1 kHz mono bzw. stereo L-R bei 400 Hz und 75kHz Hub (40kHz Hub: 0,22% mono / L0,25%, R0,2% stereo / L0,5%, R0,45% stereo moduliert bzw. 75kHz Hub: 0,3% mono / L0,35%, R0,35% stereo, L0,5%, R0,5% stereo moduliert)
Signal-Rauschspannungsabstand (1mV, 75kHz Hub): 60 dB (>75 dB mono, 68 dB stereo)
Fremdspannungsabstand (1mV, 75 kHz Hub): - (70 dB mono, 68 dB stereo)
Mutingschwelle und Stereoeinsatz: - (5,5µV)
Grenzentfernung / Störsendersignal-Beeinflussungsschwelle gegen 1mV Quellesender: - (200kHz / 100mV, 300kHz / 3-5mV, 400kHz / 15-20mV, 600kHz / 16mV, 800kHz / 100mV, 1,2MHz / 100mV, >1,2MHz / 100mV (abgesehen von ZF bzw. Frequenzabstand 10,7MHz)
Allgemein:
Abmessungen: 441 x 137 x 350 mm / 16,87 x 5 x 14 inch
empf. Bruttopreis: DM 1.475 (1973) bzw. GBP 179 + VAT (1975)
Nähert man sich dem 2220, dann hebt er sich deutlich von seinen europäischen Konkurrenten ab. Das Design entspricht dem anglo-japanischen Ideal, ist jedoch noch mit einer US-amerikanischen Identität versehen, unterscheidet sich zumindest in einigen Details von den Massenprodukten japanischer Hersteller, die unter unterschiedlichen Namen auf den Markt gekommen sind.
Die logische und konsequent gruppierte Anordnung der Bedieninstrumente ist solch ein Charakteristikum, das Gyro-Wheel ein anderes.
Ob der Marantz einem Hitachi, Nikko oder Teac das Wasser reichen oder ihn locker überflügeln kann, mag ich nicht bewerten. Es scheint zumindest, der Käufer in den Siebziger Jahren durfte für den Versuch etwas mehr ausgeben, als für die, mit denen man sich dann nicht mehr zu messen brauchte, weil er ja einen Marantz besaß.
Gegenüber einem Europäer fehlen dem Marantz Ausstattungsdetails, die hierzulande schon bei einfacheren Geräten üblich waren: AFC oder Festsenderspeicher im Tunerteil, und Ratio-Mitteninstrument waren bei den deutschen Herstellern eigentlich schon bei den Steuergeräten unter eintausend Mark Einstandpreis Standard. Ein preislich vergleichbarer Telefunken Opus 6060 bot bereits Sensortasten und Diodenabstimmung. Die Leistung des Telefunken konnte der 2220 weder im Tuner- noch im Verstärkerteil erreichen. Und wozu brauchte die Welt dann solch einen Marantz?
Vergleicht man den 2220 mit seinen hiesigen Mitbewerbern, dann zeigen sich ein paar eigenwillige Unterschiede, angedenk derer man dem einen oder anderen Entwickler zwischen Fürth und Hannover kräftig in den Allerwertesten treten wollte. So fehlt zum Beispiel einem etwa gleich-teuren Grundig RTV1020 die Hinterbandkontrolle. Die hat der Marantz. So reicht die Skala des genannten Telefunken nicht bis 108Mhz. Die des Marantz natürlich schon. Bedienelemente aus Kunststoff hatten die Geräte hier, wie in Übersee. Doch sind die Schieberegler bei Grundig und Telefunken heute oftmals abgebrochen. Leider nicht erst heute. Bei Marantz merkt man eigentlich erst, daß sich unter der Verchromung ein Kunststoff-Körper befinden, wenn man die Knöpfe abzieht oder, entsprechend Kenntnis-vorbelastet, darauf achtet. Beim Telefunken konnte man sich dem Eindruck: Vorsicht!, schon am Neugerät kaum entziehen.
Macht es also doch einen Sinn, daß es solch einen Marantz gab?
Der Hersteller wird sich diese Frage so nicht gestellt haben. Er wird „den großen“ Marantz auf den Markt gebracht haben, zu dem hierzulande weder Grundig noch Telefunken ein Pedant angeboten hatten, aus dessen Kategorie auch Braun und Kirksaeter sich längst zurückgezogen hatten, und er wird „dem Großen“ einfach eine Reihe kleinerer Geschwister an die Seite gestellt haben, weil die sich halt auch verkaufen ließen, weil die sich sogar besser verkaufen ließen, und weil man auf diese Weise ein paar mehr Bauelemente vom Lieferanten ordern konnte, und so gleich günstigere Preise bekam.
Ein deutscher HiFi-Manager erklärte mir kürzlich, mit Luxuskomponenten hätte ein Großserienhersteller weder Geld verdienen, noch den Absatz von einfacheren Geräten ankurbeln können. Und der Manager behielt tatsächlich Recht: In der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre ging es auch mit Marantz rapide bergab.
Noch in der Ausgabe vom 7.12.1974 berichtet BILLBOARD von einem Interview mit Joseph S. Tushinsky, Präsident von Superscope und Marantz Far East, der Name der MFE würde kurzfristig in Marantz Japan geändert, und das Unternehmen würde zudem damit beginnen, die Superscope-Mittelklasse in Japan zu vertreiben; binnen eines Jahres wolle man ein Verkaufsziel von 3 Millionen US-Dollar (etwa 7,5 Mio. D-Mark) erreichen. Bis dahin sollten ausgewählte Superscope-Geräte über den Vertriebsarm der 50%-Tochter Standard Radio verkauft werden.
Mit dem Hinweis, „vom Hersteller der Marantz-Geräte“ versuchte Superscope dem Umsatz seiner anderen Marken anzukrubeln.
Standard, die bis dato in Asien vor allem durch mobile Audiogeräte bekannt gewesen war, wurde immer mehr durch die OEM-Produktion für ihren kalifornischen Partner mit dessen Marken Superscope, Marantz, Imperial und Pianocorder in Anspruch genommen. Verständlich, wenn man sich in solcher Situation absichern will.
Um 1975/76 hat Superscope 50% der Rechte an Marantz an die Standard Radio Corporation verkauft, die daraufhin ihren Namen in Marantz Japan, Inc., änderte. Gleichzeitig wurden die getrennten Vertreibsgesellschaften Standard Trading und Marantz Far East in der gemeinsamen Vertriebsorganisation Marantz Sales zusammengeführt.
Mitte der Siebziger Jahre gab es also die Superscope Company und die ihr zu 50% gehörende Marantz Japan, denen wiederum jeweils zu 50% die Rechte an Marantz gehörten. Die Vertriebsgesellschaft Marantz Sales - hier sind die Quellen leider ungenau - könnte zu 75% der Superscope und zu 25% der ehemaligen SRC gehört haben, die ja wiederum zur Hälfte Superscope gehörte.
Bisher war das „Design“ der Marantz-Geräte in den USA entstanden, das Gros der Geräte jedoch in Japan produziert worden. Beispielsweise Edmond A. May, Ken Ishiwata und Mike Castor waren in der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre Entwickler für Marantz.
Doch schon in der Ausgabe vom 28.07.1979 meldete BILLBOARD von anhaltenden finanziellen Problemen bei Superscope, die sich inzwischen auf vier verlustreiche Quartale ausgedehnt hätten. Die Einsteiger- und Mittelklasse-Marke „Imperial“ war inzwischen eingestellt worden, und ein 55,7 Millionen Dollar schwerer Reorganisations-Plan sei aus nicht näher genannten Gründen gescheitert. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Yen gegenüber dem US-Dollar eine explosionsartige Steigerung hinter sich gehabt, die den Konkurrenten Sansui motiviert hatte, besonders hochwertige Geräte nicht mehr in den USA anzubieten (http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...adid=11192).
Allein das dritte Quartal 1979 hätte, bei einem Umsatz-Plus von 17,5% auf 47 Mio. Dollar, einen Verlust von 7,3 Mio $, gegenüber 4,3 Mio $ im Vorjahres-Quartal, ergeben. Im gesamten ersten Halbjahr waren, bei einer Umsatzsteigerung von 18% auf 98 Millionen Dollar, 9 Millionen Dollar Verlust, gegenüber 5,5 Millionen ein Jahr zuvor, aufgelaufen. Die Entwicklung sei, so Chairman Joseph Tushinsky, vornehmlich auf Abschreibungen zurückzuführen, die Verlustquote habe sich im dritten Quartal bereits reduziert. (Billboard 1.09.79)
Nur zum Vergleich: Auch den Europäern ging es miserabel, Grundig beispielsweise bei einem Konzernumsatz von unter drei Milliarden Mark und einem Verlust in Höhe des Umsatzes von Superscope.
Und auch 1980 ging der Sinkflug weiter. Innerhalb der ersten neun Monate fuhr Superscope einen Verlust von über 13 Millionen Dollar ein. Der Umsatz sank in dieser Zeit um 19% (Billboard 29.11.80).
Im Dezember 1980 verkaufte Superscope ihren 50%-Anteil der Marantz Japan an Philips. Außerdem gab sie sämtliche internationalen Marken- und Vermarktungsrechte, außer denen für Nordamerika (USA und Kanada), an die Niederländer ab, um damit ihre Verpflichtungen bei den Banken zu tilgen. Philips besaß damit etwa 43% an Marantz.
Zu diesem Zeitpunkt, so wird kolportiert, wollte oder konnte Philips nicht mehr von Marantz übernehmen. 7% der gesamten Einnahmen des niederländischen Konzerns waren in der Forschung um die CD gebunden, zudem besaß Philips, neben der eigenen Marke, in den USA mit Philco, Sylvania und Magnavox weitere Marken, die sie zu managen hatte. Die Handelsrechte von Superscope an Marantz erhielt daher Marantz Japan.
In den Achtziger Jahren ändert sich der Look der Marantz-Geräte. Das typisch amerikanische Marantz-Design war verschwunden. Einige Jahre lang fungierte Marantz als Nobelmarke des Philips-Konzern, baute eigene Geräte, veredelte Philips-Komponenten und diente als Lieferant auch für andere Philips-Töchter.
1987 verließ Joseph S. Tushinsky die Superscope und verkauft Marantz USA an Dynascan. Die wiederum verkauft ihre Marken- und Marketingrechte an Marantz 1990 an Philips, womit die Marke Marantz endgültig zu Philips gehörte, nicht jedoch das Werk.
Die Chefs der Konstruktionsabteilungen sind zu Beginn der Neunziger Jahre Kunihiro Kato, Ryuchi Sawada, Tetsuya Onagi, Yoshiyuki Tanaka, Yoshio Miyazaki und Ken Ishiwata.
1993 entsteht eine neue Marke Marantz, als ein ehemaliger Dynascan-Manager die Markenrechte an Superscope übernimmt und mit Philips vereinbart, die Marke Marantz Professional Products in den USA verwenden zu dürfen.
2001 erwirbt die Marantz Japan, Inc., von Philips die Rechte an der Marke Marantz und die Vertreibsrechte für Europa und für Nordamerika, und gründet kurz darauf in den wichtigsten Europäischen Ländern und den USA regionale Vertriebsgesellschaften. Nur ein Jahr später gründen die Marantz Japan und Denon gemeinsam eine Holding-Gesellschaft, in der das Mangement der beiden Gruppen integriert werden soll. Zur D&M Holdings gehören heute, neben den Marken Marantz und Denon, auch MacIntosh, Boston, Snell, Esciant oder Calrec.
Lustig übrigens die Vorstellung der Vita eines Managers in BILLBOARD, zu dessen Lebenslauf das amerikanische Blatt im Mai 1997 schreibt, nach seiner Graduierung habe er (Anm.: wohl Mitte/Ende der Siebziger Jahre) bei Superscope, „the consumer-electronics-divison of Japanease electronics giant Marantz“ gearbeitet. So viel zum Wissen amerikanischer Redakteure über ihre Geschichte.
Eine Marke „Superscope“ gibt es noch heute, nur dürfte die Firma kleiner sein, als früher. Sie beschäftigt sich mit mobilen „digital recording“-, CD- und MP3-Lösungen, sowie mit Musik-Software.
Downloads erfolgen allerdings von einer Seite „superscope-marantzpro.com“ und Marantz professional gehört inzwischen zur D&M Holdings.
Saul Marantz hatte nach seinem Ausstieg aus der Geschäftsführung seiner früheren Firma, im Jahre 1970 begonnen, sich zusammen mit seinem Weggefährten Sidney Stockton Smith um die Gründung des Lautsprecher-Herstellers Dahlquist zu engagieren, wurde Berater für den Aufbau der Produktion, und galt noch Ende der Siebziger Jahre als „Kopf“ (Billboard, 19.11.77) des Unternehmens, das er bis 1978 führte.
Mitte 1977 hatte die BASF Mr. Marantz für sich, als Werbeträger in den USA, für die Studio Series Bänder entdeckt (Billboard 11.7.77), die in der zweiten Hälfte von 1977 in 23 großen Märkten in den USA vorgestellt werden sollten. Marantz wurde seitdem des öfteren in der Presse zitiert, als „Audio Purist“ benutzte er BASF Leer-Bänder.
In den Achtziger Jahren war Saul Marantz an der Gründung des Lautsprecherherstellers Eye-Q beteiligt und im Jahre 1986 trat der inzwischen 75jährige Marantz, zusammen mit seinem Partner John Curl, noch einmal auf die HiFi-Bühne und stellte auf der CES unter dem Namen Lineage (New Lineage Corporation) neue Geräte vor. Aufgrund gesundheitlicher Probleme zog sich Saul Marantz jedoch wieder zurück und verstarb schließlich am 16.01.1997.
Posthum wurde Saul Bernhard Marantz am 6. Januar 2000 auf der 2000 International CES (Consumer Electronics Show) von der The Consumer Electronics Association als einer der ersten fünfzig HiFi-Pioniere für seinen „erheblichen Beitrag für die Welt“ mit der Aufnahme in die Consumer Electronic Hall of Fame geehrt.
Quellen:
Marktübersicht: HiFi-Report74 und HiFi-Report75, HiFi Year Book 1976
Tests: FonoForum 10/73 und http://www.audioreview.com/mfr/marantz/r...93crx.aspx
Prospekte:
http://marantz.pytalhost.eu/1973/ und http://marantz.pytalhost.eu/1974/marantz08.jpg
Kurzvorstellungen:
http://www.hifi-studio.de/hifi-klassiker...ceiver.htm
http://www.fertinger.com/index.php?optio...Itemid=187
http://www.classic-audio.com/marantz/2220.html
http://www.hifi-wiki.de/index.php/Marantz_2220
http://www.audiokarma.org/forums/showthr...p?t=272054
http://www.audiokarma.org/forums/archive...82596.html
Service-Anleitungen
http://www.marantz.pytalhost.eu/2220s/
http://www.hifiengine.com/manuals/marant...de%2F10942
http://akdatabase.org/AKview/thumbnails.php?album=1 (Service Manual und Schaltbild)
http://www.eserviceinfo.com/downloadsm/5..._2220.html (Service Manual, multipart)
Service
http://audiokarma.org/forums/showthread.php?p=4133199
http://www.foonews.info/de-rec-musik-hif...chsel.html
http://www.mombu.com/hdtv/hdtv/t-marantz...48841.html
Geschichte:
http://en.wikipedia.org/wiki/Marantz
http://www.hifi-museum.com/hf/mar/code/mar_frame.htm
http://kewgardenshistory.com/ss-2-homes-0177.html
http://query.nytimes.com/gst/fullpage.ht...A961958260
http://www.thevintageknob.org/MARANTZ/MA...ELINE.html
http://members.aon.at/wabweb/radio/fm.htm
http://www.marantz.com/new/index.cfm?fus...eu&bus=pro
http://www.superscopetechnologies.com/
http://www.marantzphilips.nl/homepage/
http://www.ce.org/Events/Awards/456.htm
Ersatzteile
http://www.riedservice.de/cms/t6.ersatzt...ersand.htm
* Der Wechselkurs zwischen der BRD und den USA war durch das Bretton-Woods-System bis 1973 auf DM 3,25 pro Dollar festgeschrieben, sank nach der Auflösung der festen Wechselkurse in Kürze auf etwa DM 2,50 pro Dollar.
Wer es noch nicht gemerkt hat, so richtig bekomme ich keine Beziehung zu dem Silberling. Vielleicht überarbeite ich die Vorstellung ja nochmal. Aber der Marantz kann trotzdem weg.
Tschüß, Matthias
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manchmal sehe ich auf einem Flohmarkt einen Marantz stehen, und meist lasse ich ihn stehen.
Als Marantz erkenne ich die Geräte mit etwas skurrilem Äußeren, die in den Siebziger Jahren aktuell gewesen sind, und entweder noch am Heck den Hinweis auf amerikanische Vergangenheit tragen, oder im Spannungsfeld aus Schein und Sein fast schon eine Beleidigung der Geschichte ihres Namens darstellen.
Diesmal erreichte mich ein Marantz, gegen den ich mich nicht wehren mochte, weil er im Paket mit etwas königlichem, münchnerischem daher kam, das dreht, und das Magnetband bewegt. Vielleicht auch, weil er nicht ganz so skurril aussieht, wie seine großen Geschwister.
Sozusagen aus gegebenem Anlaß … also ein Marantz zieht vorbei … möchte ich die Zeit verschwenden, Euch etwas darüber zu erzählen. Erschreiben? Dann natürlich informiere ich mich über ein Gerät, das meine Höhle durchläuft, denn sonst wüßte ich nicht, wie ich rechtfertigen sollte, daß ich es durch laufen lasse. Wie schnell auch immer.
Und vor allem möchte ich selber wissen, was es auf sich hat, mit dieser Marke, und möchte ich verstehen, warum es so viele von denen gibt.
Hin und wieder erklären mir nämlich diejenigen, die mir gleichsam erzählen, aus Deutschland habe es nur Küchenradios gegeben, man müsse unbedingt einen Marantz gehabt haben. Nun habe ich also einen.
![[Bild: Marantz2220_12k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_12k.jpg)
Zumindest mit seinem Namensgeber sollte man sich beschäftigen. Denn der am 11.07.1911 in Brooklyn, New York, geborene Saul Bernard Marantz gehörte zu DEN HiFi-Pionieren überhaupt.
Marantz war eigentlich Designer und Architekt, nebenbei jedoch auch klassischer Gitarrist und Schallplatten-Fan, und Navy-Funker, gewesen. Von sich selbst behauptete Mer, er habe nicht mehr Ausbildung in Elektronik erfahren, als man von einem Nachwuchs Funk-Offizier während einer 10-Cent Besichtigungs-Tour auf einem Schiff erfährt (Stereo Review Bd. 56 von 1991).
Es heißt, Ende der Vierziger Jahre sei er beim Hören seiner Langspielplatten unzufrieden mit der Wiedergabequalität gewesen, habe daher begonnen, in seiner Wohnung in New York mit eigenen Verstärkern zu experimentieren.
Saul Marantz wird sogar nachgesagt, er habe den Begriff „High Fidelity“ gefunden. Oder der ihn. Es wird sogar kolportiert, Marantz hätte bereits in den Dreißiger Jahren lautstark seinen Ärger über die Radio-Industrie geäußert, die, anstatt sich um eine „klangtreue“ Wiedergabe zu bemühen, sich den Beschränkungen der Technik gefügt und lieber an einem „angenehmen“ Sound ihrer Geräte gearbeitet hatte. Er hätte das Ideal verlangt: „High Fidelity“.
Im Jahre 1951 realisierte Saul Marantz einen Vorverstärker, den er Audio Consolette nannte. Dessen Besonderheit waren 36 verschiedene Entzerrungsschaltungen für die damals erhältlichen LPs und Singles. Seine Frau soll Saul Marantz geraten haben, eine Serie von einhundert Verstärkern zum Verkauf zu planen; tatsächlich sollen es vierhundert Stück geworden sein.
Wohl nicht zuletzt aufgrund des großen Erfolgs gründete Saul Marantz 1953 in Long Island, New York, seine Elektroakustik-Firma. Prominente Entwickler wie Sidney Stockton Smith (ab 1956), Flavio Blanco (ab 1958) und Richard Sequerra (ab 1961) arbeiteten in den folgenden Jahren für die Marantz.
Saul Marantz, Mitglied des Institute Board of Directors und zeitweise Vize-Präsident (1959) und Schatzmeister (1961) des Insitute of High Fidelity Manufacturers, behielt seine Firma nicht lange. Zwar war er noch bis 1968 in ihrer Geschäftsführung tätig, doch hatte er sie bereits 1964 an die kalifornische Superscope Company verkauft.
Superscope war 1953 von den vier Brüdern Joseph, Irving, Nathan und Fred Tushinsky gegründet worden und war seit 1957 Distributor für die Sony Tape-Recorder-Sparte in den USA gewesen.
Die Marantz zog also 1965 nach Kalifornien um.
Als Saul Marantz seine Komponenten auf den Markt gebracht hatte, hatte er es für eine kleine, verständige Kundschaft getan. Bislang hatte er exquisite Vorverstärker (Model 1, 7 und 7T, sowie den Stereo-Adapter Model 6), Endstufen (Model 2, 5, 8, 8a, 9, 9R und 15), Tuner (Model 10[/i und [i]10b), Plattenspieler (SLT-12), Frequenzweichen (Model 3) und Netzteile (Model 4) hergestellt.
Die neuen Eigentümer sahen die Möglichkeit, das Image der etablierten Marke für eine Expansion in die high fidele Einsteigerklasse zu benutzen und begannen 1966 die Suche nach einem Partner für die günstige Fertigung der geplanten Mittelklasse-Komponenten und Receiver. Denn Marantz sollte billiger anbieten können als The Fisher oder H.H. Scott, mit denen man bislang konkurrierte, auf das der Umsatz wachsen könne.
Die Standard Radiop Corporation (SRC) aus Tokyo, ursprünglich 1946 als Hokushin Kogyo K.K., gegründet, verdiente ihr Geld vor allem mit transportablen Radiogeräten, stellte den Tushinsky's 1966 ein Mustergerät vor und wurde von Superscope als „verlängerte Werkbank“ akzeptiert.
Ein weiterer Schritt der Umstrukturierung war die Gründung einer unabhängigen Firma, für die nationale Vermarktung der Marantz Komponenten, unter dem Namen Standard Sales Corporation (ab 1973 Standard Trading Corporation). Zusammen mit der SRC gründete Superscope zudem im Januar 1969 in Los Angeles eine gemeinsame Vertriebsfirma, Standard Communications Corporation, für die übrigen Standard-Geräte und ermöglichte 1971 der SRC, durch eine Beteiligung von 50%, eine Kapitalerhöhung. Neben dem Werk in Sagamihara, konnte Standard in Kumamoto, Miyako und Takada weitere Tochtergesellschaften gründen.
„Erstmals hat die japanische Regierung ausländischen Unternehmen, der amerikanischen Superscope Inc., erlaubt, eine 50prozentige Beteiligung an einer japanischen Firma zu erwerben. Bislang mußten japanische Unternehmen bei einer Beteiligung die Mehrheit halten.“ (Die Zeit, 5.11.1971)
Die Übernahme von 5,6 Millionen Anteilen an einer japanischen Aktiengesellschaft durch Ausländer war also die erste Übernahme eines solch großen Anteils gewesen, aus der in diesem Falle auch ein weltweites Distributions-Recht an den Standard-Produkten für Superscope resultierte. Standard, die bislang 80% ihrer Produktion exportiert hatte und, bei 33 Millionen Dollar Umsatz, zuletzt Einbußen hatte hinnehmen müssen, stellte die Verdopplung ihres Eigenkapitals auf 1,7 Mio. Dollar, und die Möglichkeit, ihre Verstärker nun weltweit unter dem Namen Marantz vermarkten zu können, als maßgeblichen Vorteil des Geschäfts in den Vordergrund.
Sony, deren Tape-Recorder-Produkte Superscope in den USA weiterhin vermarktete, legte allerdings Klarstellungs-Klage gegen den Vertrag ein, denn aus der Übernahme des Standard-Anteils durch ihren Distributor resultierte auch dessen Option, Standard Cassettengeräte zu vermarkten (Billboard 13.11.71). Möglich, daß die Tatsache, daß auch die amerikanischen Vertreibsgesellschaften von Beginn an nicht „Superscope“, sondern „Standard“ hießen, auf die Zwänge des Distributionsvertrages mit Sony zurückzuführen sind.
Schon im ersten Halbjahr 1969 hatte der Umsatz von Superscope 20,496 Mio Dollar (gegenüber 13,962 Mio US-Dollar im ersten Halbjahr 1968) betragen. (Billboard 9.8.69)
Von 1971 auf 72 stieg der weltweite Absatz von Marantz-Produkten von 11,4 Mio. $ auf etwa 30 Millionen US-Dollar. Allein in den USA stieg er von 9,95 Mio. auf 24,4 Millionen US-Dollar an. Die Sparte Marantz machte im Jahre 1972 inzwischen 34% des gesamten Superscope-Umsatzes aus, gegenüber 60% der Distribution für Sony-Recorder und -Bänder (ca. 51 Mio $); noch im Vorjahr hatte der Sony-Anteil am Umsatz noch 80% ausgemacht. (Billboard 2.07. und 15.09.73).
Nur zum Vergleich: Im Jahre 1967 macht eine Braun AG in Frankfurt am Main 276 Millionen Mark (84,92 Mio. $ *) Gesamtumsatz (HiFi, Foto/Film, Haushalts-Elektronik) und im Jahre 1970 durchbricht eine gewisse Grundig AG in Sachen Umsatz die Milliarden DM-Grenze (307,69 Mio. $ *). Der Anteil der HiFi-Sparte am Umsatz des Gesamtkonzern dürfte bei Grundig also etwa auf dem Niveau des veröffentlichten Gesamtumsatz von Superscope (ca. 81 Mio $ in 1972) gelegen haben.
1972 lizensierte Superscope das SQ-Quadro-Verfahren und wurde schließlich die japanische Vertriebsgesellschaft Marantz Far East (MFE) gegründet, die zum 1.10. die Arbeit aufnehmen und Marantz-Produkte direkt in Asien verkaufen sollte, womit auch die Zusammenarbeit mit Nippon Gakki (Yamaha) als Vertriebspartner in Japan endgültig beendet worden war.
1973 entstanden Marantz-Geräte in drei Standard-Werken in Japan und in einem in Taiwan. Außerdem errichtete Superscope 1973 für 5 Millionen Dollar, auf 30 acres Land in Northbridge/Californien, einen Fabrikations- und Lager-Komplex.
Im Sommer 1973 befand das französische Nachrichtenmagazin L'EXPRESS, „Das neue Symbol des sozialen Aufstiegs ist die HiFi-Anlage.“ So ermittelte Superscope für 1974, 85% ihrer HiFi-Produkte würden inzwischen im Massenmarkt abgesetzt und auch für die „audiophile Linie ... Marantz“ ging man davon aus, daß 60% der Käufer nicht mehr als „Stereo-Fans“ bezeichnet werden könnten (Billboard, 11.01.75).
![[Bild: Marantz2220_10k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_10k.jpg)
„Die Zeit, als eine respektable Musikanlage ein intellektuelles Statussymbol war, mit dem man Kenntnis und Geschmack oder Dummheit und Geld beweisen konnte, ist lange vorüber.“, so Jens Jessen am 26.08.2007 in DIE ZEIT.
An anderer Stelle habe ich mich über andere zeitgenössische Reciever ausgelassen, den Harman/Kardon 930, Sansui Six und den Yamaha CR-700.
Wenn ich meinen neuen Stereophonic Receiver aus mittlerer Entfernung betrachte, dann scheint er durchaus in diese Reihe zu passen. Wenn man sich ihm jedoch ein wenig nähert, dann scheint ein Widerspruch aus dem Image des Namens und der Realität der Stärke der Frontplatte, der Tatsache, daß das Holzdekor seines Deckels nur aufgemalt ist, und aus dem Gewicht seiner Bedienelemente zu entstehen...
War zu Beginn Marantz ein Unternehmen, das exquisite Geräte, für Kunden, laut Statistik vor allem für Herren, mit „Kenntnis und Geschmack“ anbot, änderte sich die Ausrichtung der Marke bereits nach der Übernahme durch Superscope, und der neue Eigentümer peilte mit dem Gros seiner Geräte vor allem die Mittelklasse an. Der Name Marantz blieb und die Komponenten, die diesen Namen trugen, wurden im Laufe der Siebziger Jahre zunehmend einfacher. Die Gravur verschwand von der Frontplatte und wurde durch einen Druck, metallene Knöpfe gegen welche aus verchromtem Kunststoff ersetzt, hölzerne Zargen wichen Metalldeckeln im Holzdekor und auch die Frontplatten waren auf die halbe Stärke jener der Mitbewerber eingedünnt.
![[Bild: Marantz2220_14k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_14k.jpg)
Fünf Geräte umfasste die neue Receiver-Generation des „renommierten amerikanischen Herstellers Marantz, der sich bis vor kurzem vornehmlich mit Geräten der allerhöchsten Preis- und Qualitätsklasse befaßte“ (Fono Forum 9/73), die 1973 erstmals auf dem deutschen Markt gesichtet wurde. Von den Fünfen entsprach der größte dem früheren Anspruch der Marke.
Der Marantz Stereophonic Receiver Model 2220 würde, mit „leicht verstärkter Endstufe“, das Modell 2215 ersetzen und konnte im Test der FONO FORUM in die „Mittelklasse“ eingereiht werden (wie z.B. Kenwood KR6200, Elowi MTX 4000 etc.). Bei einem Neupreis von 1.475 D-Mark fiel vor allem sein Verstärkerteil positiv auf, das „bis zum Erreichen der Leistungsgrenze … hinsichtlich des Klangbilds von Verstärkern der Spitzenklasse nicht zu unterscheiden“ gewesen sei.
Zwei Boxenpaare lassen sich anschließen, außerdem ein Kopfhörer. Beide Lautsprecherausgänge können mit Hilfe getrennter Drucktasten einzeln ein- oder abgeschaltet werden. Die Endstufe ist elektronisch gesichert, außerdem verfügt sie über eine „wirkungsvolle Verzögerungsschaltung zur Unterdrückung des Ein-/Ausschaltknackens“
![[Bild: Marantz2220_18k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_18k.jpg)
Die Vorstufe ist mit einer klassischen Klangregelstufe mit Höhen- und Tiefensteller, Balanceregler, schaltbarem Loudness, sowie Rumpel- und Höhenfilter ausgestattet.
Ein Phono-Vorverstärker für Magnet-Systeme (MM) ist eingebaut, zudem gibt es Anschlüsse für ein Hochpegel- (Aux) und ein Aufnahmegerät mit Hinterbandkontrolle. Marantz verweist darauf, daß der „direct-Ausgang“, zusammen mit dem Monitor-Schalter, auch für das Einschleifen von Zusatzgeräten, beispielsweise einem Equalizer, geeignet wäre.
Der eingebaute Rundfunk-Empfänger ist für Mittelwelle und UKW ausgelegt. Ein beleuchtetes Feldstärke-Instrument „signal strength“ und eine analoge Skala helfen bei der Abstimmung. Die erfolgt mit Hilfe des waagerecht angeordneten „Gyro-wheel“ genannten Abstimmrades, das typisch für die Marantz Receiver ist und ihr „symphatisches Erscheinungsbild“ maßgeblich beeinflußt. Eine Muting-Taste schaltet die Unterdrückung des Zwischenfreqeunzrauschens und eine Mono-Taste ermöglicht den sauberen Empfang schwächer einfallender Sender in Mono.
Das Feldstärke-Instrument begänne seine Arbeit, laut Testbericht, bei 2,5µV Eingangsspannung, zeigte bei 8µV halben Ausschlag und schließlich bei etwa 200µV Vollausschlag. Da der Anzeigebereich zwischen 30µV und 200µV nur etwa 1mm Zeigerweg ausmacht, sei das Instrument für die Feineinstellung nur bedingt brauchbar.
Der Tuner ist mit einem Feldeffekt-Transistor in der HF-Vorstufe, 3fach Drehkondensator, zwei Keramikfiltern in der ZF-Stufe und Schalterdecoder mit SCA-Sperre ausgestattet. Der Einsatzpunkt der Stillabstimmung (Muting) liegt bei 5,5µV und ist mit der Stereoumschaltschwelle gekoppelt. Ein Stereo-Filter ist nicht vorhanden. Am Heck findet sich eine ausklappbare Ferrit-Antenne und Schraubschlüsse für die 75 Ohm und 300 Ohm Außenantenne.
Ebenfalls am Heck sind zwei Netzbuchsen nach amerikanischer Norm zu sehen. Eine davon geschaltet (60 Watt), die andere immer unter Strom (200 Watt), so lange der Marantz selber mit Netzspannung versorgt ist.
Solche Buchsen sind vor allem geeignet, Zusatzgeräte mit Strom zu versorgen, ein Entzerrer-Vorverstärker für MC-Tonabnehmer zu Beispiel, können aber natürlich auch für den Anschluß von Plattenspieler oder Equalizer dienen.
![[Bild: Marantz2220_15k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_15k.jpg)
Unter dem „Display“, mit Feldstärke-Instrument, rot leuchtender Stereo-Betriebsanzeige und Skala, befinden sich ganz links die Klinkenbuchse für den Kopfhöreranschluß und danach der Drehknopf für die Quellwahl (AM, FM, Aux und Phono). Über dem Knopf sind die Drucktasten für den Monitorbetrieb- und die Mono-Umschaltung angeordnet.
![[Bild: Marantz2220_16k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_16k.jpg)
Insgesamt ziehen sich fünf Drehrelger gleicher Größe in etwa gleichem Abstand über die Frontplatte, sind jedoch durch die über Ihnen angeordneten Gruppen von Drucktasten eindeutig zu identifizieren. So schließen sich nach der Quellwahl die Drehregler der Klangregelung mit Bässen, Höhen und Balance an, über deren Mitte die Druckknöpfe für Tiefen- und Höhenfilter, Loudness und Muting liegen.
![[Bild: Marantz2220_17k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_17k.jpg)
Der fünfte große Stellknopf regelt die Lautstärke; darüber sind die beiden Druckknöpfe für das ein- und ausschalten der Lautsprechergruppen angeordnet. Ganz rechts, quasi als Antagonist zur Klinkenbuchse, ist der einzelne Druckknopf für die Netzversorgung gelegen.
![[Bild: Marantz2220_I01k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I01k.jpg)
Öffnen läßt sich der Marantz durch das Ausdrehen von je zwei Kreuzschlitzschrauben an seinen Seiten und Abnehmen des U-förmigen Deckels. Darunter kommt eine klassische Chassis-Konstruktion zum Vorschein, wie sie in den USA bis weit in die Siebziger Jahre hinein beliebt gewesen war, weil sie den Schrank- und Wandeinbau von Komponenten ermöglichte. Auch die Bodenplatte läßt sich ohne Probleme durch das Entfernen von einem knappen Dutzend Schrauben entnehmen. Die Frontplatte ist mir vier Schrauben am Chassis befestigt, die nach dem Abziehen der großen Drehknöpfe abgenommen werden kann.
![[Bild: Marantz2220_I02k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I02k.jpg)
Unter der Verpackung tritt ein aufgeräumtes Inneres zu Tage. Typisch japanisch, verzichtet der Hersteller auf Steckverbindungen und verlötete die Kabel, die die Platinen verbinden. Jedoch hält sich deren Menge in Grenzen und sind die sogar lang genug, daß ein Service möglich wird, ohne Verlängerungskabel anlöten zu müssen. Nur im Bereich der Bedienelemente der Frontplatte ist ein Kabelgewirr zu sehen, für dessen Beherrschung es kleiner Finger bedarf.
![[Bild: Marantz2220_I03k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I03k.jpg)
Die Platinen sind von oben und unten gegen die Chassis-Platte geschraubt; leider zeigen nur zwei der Platinen, von unten gesehen, ihre Lötseite. Auf jeden Fall will also weiter geschraubt werden, wenn denn einmal etwas zu tun ist.
![[Bild: Marantz2220_I05k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I05k.jpg)
Der große Trafo liegt, ungewöhnlich, in der Mitte des Receivers an der Rückwand. Angenehm ausgewogen beim Tragen, doch natürlich zu drei Seiten in direkter Nachbarschaft zum Rest des Geräts. Die Abschirmung, insbesondere zu den Verbindungskabeln zu den rückwärtigen Anschlüssen ist nach innen lediglich mit halbhohen Blechen ausgeführt und die empfindliche Platine des Empfängerbausteins ist die dem Trafo am nächsten gelegene.
![[Bild: Marantz2220_I06k.jpg]](https://tonbandforum.de/bildupload/Marantz2220_I06k.jpg)
Rechts vom Trafo liegen drei! Elkos und dahinter die quasi-komplementär aufgebaute Endstufe. Die ist, wie beim Yamaha CR-700 mit vier NPN-Transistoren Hitachi 2SC1030 ausgerüstet. Die wären zum Zeitpunkt der Konzeption deutlich billiger gewesen, als PNP-Typen. „To make this work, their circuits were asymmetrical in design and did not slew at the same rate in both directions; and needed a big electrolytic coupling capacitor at the output to isolate the DC in the output stage from the loudspeaker.“
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Relativ häufig scheinen übrigens die Beleuchtung des Display auszufallen. Verwendet hat Marantz dafür üblicherweise zylindrische Sofittenlampen (ca. 6x30mm). Die gebräuchliche Bezeichnung ist „pilot lamp“ oder „Pilotlampe“, übliche Eckwerte 6,3 oder 8 Volt bei 150mA.
Leider sind die Lämpchen wohl etwas unpraktisch zugänglich und besteht die Gefahr, daß auf dem Wege dorthin gealterte Kunststoffteile brechen. Daher sollte man im Schadensfalle nicht einfach nur die Lämpchen gegen identische erstetzen, sondern versuchen, ihr Leben zu verlängern. In einem Internet-Forum gibt es dazu diesen Hinweis: „Reduziert man die im Receiver vorhandene Hilfs-Wechselspannung für die Lampen etwas oder findet Lampen mit der nächst höheren Nennspannung (7 oder 9 Volt) lebt die Frontbeleuchtung bei leicht reduzierter Lichtstärke ewig. Andere Möglichkeit wäre simple Einweggleichrichtung und dann 12,6 Volt Lämpchen mit etwa 10 V zu betreiben.“
An die Lämpchen kommt man angeblich am einfachsten, indem man sich von der Vorderseite in das Gerät hinein arbeitet.
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Es fällt mir schwer, eine Beziehung zu solch einem Marantz zu knüpfen. Das Design ist Geschmacksache, in handwerklicher Hinsicht weitgehend gelungen, die Bedieninstrumente logisch zusammengefaßt und ergonomisch angeordnet. Die blau beleuchteten Instrumente sind noch gut lesbar, besser noch die auffallend rote Stereo-Leuchte in Klarschrift.
Die Besonderheit, die diesen Marantz mit den ebenfalls von mir vorgestellten Harman/Kardon, Yamaha und Sansui verbindet, ist die scheinbare Solidität seines Auftritts; doch schaut man näher hin, ist seine Frontplatte schon deutlich dünner, als die seiner Mitbewerber, und die Drehregler und Druckknöpfe bestehen allesamt aus verchromten Kunststoff, anstatt aus Metall.
Aber es steht halt Marantz drauf. Im Gegensatz zu einem zeitgenössischen und bald dreihundert Mark günstigerem Elowi, bei dem sich mir die Frage stellt, warum dieses ähnlich erfolgreich getestete und besser ausgestattete Gerät nicht die gleiche Verbreitung und Reputation erlangt haben mag, wie der Marantz, und denke dabei ein wenig an das Zitat von Herrn Jessen.
Die FONO FORUM deutet an, die Baßanhebung der Loudness-Schaltung sei nicht ausreichend, müsse mit Hilfe des Tiefenstellers nachgeregelt werden. Der habe einen „noch ausreichend“ großen Korrekturbereich. Der Höhenregler habe hingegen einen wenig steilen Einsatz und beeinflusse die Präsenzlage zu stark. Auch die Flankensteilheit der Höhen- und Tiefen-Filter sei zu gering, die Ansatzpunkte jedoch „noch brauchbar“ gewählt.
Dem Marantz wird bei einer Mittelstellung der Regler eine „gute Linearität des Frequenzgangs“ bescheinigt, „wenngleich die geringen Abweichungen (-0,4 dB um 300 Hz und +0,3 dB um 4kHz) und die damit verbundenen Phasendrehungen bereits ausreichen, den 1-kHz-Rechteckimpuls eine sichtbare Dachschräge zu verleihen.“ Auch der 40-Hz-Rechteckimpuls besäße keine Ähnlichkeit mehr mit dem Original, weil der Frequenzgang unter 40 Hz steil abfalle.
Die Sinusleistung würde bei einwandfreiem Impulsverhalten, selbst „auch bei Bezug auf die musikalisch wichtige Bandbreite“ die Herstellerangaben deutlich übertreffen. Sehr ungewöhnlich sei dabei die Tatsache, „daß die verzerrungsfrei verfügbare Leistung oberhalb von 1kHz nennenswert ansteigt.“ Die Intermodulationsverzerrungen würden auch bei kleinen Ausgangsleistungen unter 0,5% verbleiben.
Der Tunerteil konnte nur bedingt überzeugen. Bei zufriedenstellenden Daten für die Gleichkanalselektion versank die Modulation schwach einfallender Sender bei einer zusätzlichen Dämpfung um 6dB (Faktor 2) im Rauschen, während Vergleichsgeräte diese Sender rauschfrei empfangen konnten. Auch die Störimpulsunterdrückung von Sender von 10 bis 30µV Signalstärke zeigte sich nicht zufriedenstellend. Und „die wirksame Trennschärfe … von knapp 35 dB ... erwies sich im Empfangstest als knapp ausreichend für europäische Empfangsverhältnisse.“ Dabei wurden schwach einfallende Sender „relativ häufig“ durch stärkere Nachbarsender im Abstand von 200 und auch 300 kHz durch Übersprechen und/oder Zwitschern gestört.
Technische Daten (lt. HiFi-Report 74/75, HiFi Yearbook 1976 und Fono Forum 10/73, Werte in Klammern laut Testbericht)
Verstärkerteil:
Sinusleistung: 2x 20 Watt (2x 33,5 Watt / 4 Ohm bzw. 2x 28,5 Watt / 8 Ohm bei 1kHz)
Impedanz: 4 und 8 Ohm
Musikleistung: 45 Watt an 8 Ohm
Klirrgrad: < 0,9% (0,3% harmonic distorsion bei 20-20.000 Hz lt. Yearbook)
Intermodulation. < 0,9%
Dämpfungsfaktor: >= 45 bei 8 Ohm (40 Hz: 9 / 1kHz: 27 / 10kHz: 25 / 50kHz: 10, bezogen auf 4 Ohm)
Übertragungsbereich: 20-80.000 Hz -1 dB
Leistungsbandbreite: 10-50.000 (IHF)
Fremdspannungsabstand (Phono / Aux): 62 dB / 77 dB (47 / 48 dB bei 2x 50mW bzw. L:62-R:58/75 dB bei Vollaussteuerung an 4 Ohm)
Übersprechdämpfung (bezogen auf 20-20k Hz): >= 35 dB (40Hz: 60 dB / 1kHz: 56 dB / 10kHz: 53 dB)
Klangregler: +/- 13 dB bei 10kHz und +/- 12 dB bei 100 Hz Scheitelfrequenz (Fono Forum) bzw. +/- 12 dB bei 50 Hz und 15kHz Scheitelfrequenz (Yearbook)
Filter: 4 dB/Okt bei 5kHz und 5 dB/Okt. bei 150 Hz
Empfindlichkeit Phono: 1,8 mV / 47 kOhm, Hochpegel: 180 mV / 100 kOhm (Phono: 1,7 mV / Aux: 155 mV / Monitor: 165 mV)
Übersteuerungsgrenze Phono: 100mV (40Hz: 13,5 mV / 1kHz: 110 mV / 10kHz: 460 mV, Aux/Monitor: > 15V)
Phono-Entzerrung: RIAA +/- 1 dB
Eingänge: Phono-MM, Aux, Monitor
Ausgänge: 2x Lautsprecher, Kopfhörer, Aufnahme
Rundfunkteil:
Wellenbereiche: UKW (88-108 MHz), MW (187-555 kHz)
Empfindlichkeit MW: 26 µV (30 dB S/R)
Empfindlichkeit UKW: 1,9 µV bzw. 3 µV nach IHF, bei 60 Ohm, 30 dB S/R (bei 15kHz Hub: 2,1µV bzw. 40 kHz Hub: 1,9 µV)
Begrenzereinsatz (- 3dB): 2 µV
Rauschabstand (10µV in stereo, 15 kHz Hub): - (24 dB)
Nebenwellenunterdrückung: - (86 dB)
Spiegelfrerquenzunterdrückung: - (70 dB)
ZF-Unterdrückung: - (77 dB)
Trennschärfe: 50 dB (IHF) (statisch: 70 dB / wirksam, Störsender oben / unten: 35 dB / 35 dB)
Gleichkanalselektion: - (bei 40kHz Hub 3,5 dB, bei 75 kHz Hub 2,5 dB)
AM-Unterdrückung (bezogen auf 75kHz Hub): - (für E/nutz=1mV: 59 dB bzw. =100µV: 63 dB bzw. =20µV: 45 dB)
Pilottonunterdrückung: 60 dB
Übertragungsbereich: 50-15.000 Hz +/- 1dB bezogen auf 1 kHz (30Hz: -0,5 dB L/R, 10kHz: -1,5 dB L/R, 15kHz: 0 dB L/R)
Übersprechdämpfung: 40 dB bei 1kHz (L → R / R → L, 250Hz: 30dB / 30 dB, 1kHz: 32 dB / 31 dB, 6kHz: 34 dB / 35 dB, 10kHz: 31 dB / 32 dB)
Klirrgrad: 0,4% bei 1 kHz mono bzw. stereo L-R bei 400 Hz und 75kHz Hub (40kHz Hub: 0,22% mono / L0,25%, R0,2% stereo / L0,5%, R0,45% stereo moduliert bzw. 75kHz Hub: 0,3% mono / L0,35%, R0,35% stereo, L0,5%, R0,5% stereo moduliert)
Signal-Rauschspannungsabstand (1mV, 75kHz Hub): 60 dB (>75 dB mono, 68 dB stereo)
Fremdspannungsabstand (1mV, 75 kHz Hub): - (70 dB mono, 68 dB stereo)
Mutingschwelle und Stereoeinsatz: - (5,5µV)
Grenzentfernung / Störsendersignal-Beeinflussungsschwelle gegen 1mV Quellesender: - (200kHz / 100mV, 300kHz / 3-5mV, 400kHz / 15-20mV, 600kHz / 16mV, 800kHz / 100mV, 1,2MHz / 100mV, >1,2MHz / 100mV (abgesehen von ZF bzw. Frequenzabstand 10,7MHz)
Allgemein:
Abmessungen: 441 x 137 x 350 mm / 16,87 x 5 x 14 inch
empf. Bruttopreis: DM 1.475 (1973) bzw. GBP 179 + VAT (1975)
Nähert man sich dem 2220, dann hebt er sich deutlich von seinen europäischen Konkurrenten ab. Das Design entspricht dem anglo-japanischen Ideal, ist jedoch noch mit einer US-amerikanischen Identität versehen, unterscheidet sich zumindest in einigen Details von den Massenprodukten japanischer Hersteller, die unter unterschiedlichen Namen auf den Markt gekommen sind.
Die logische und konsequent gruppierte Anordnung der Bedieninstrumente ist solch ein Charakteristikum, das Gyro-Wheel ein anderes.
Ob der Marantz einem Hitachi, Nikko oder Teac das Wasser reichen oder ihn locker überflügeln kann, mag ich nicht bewerten. Es scheint zumindest, der Käufer in den Siebziger Jahren durfte für den Versuch etwas mehr ausgeben, als für die, mit denen man sich dann nicht mehr zu messen brauchte, weil er ja einen Marantz besaß.
Gegenüber einem Europäer fehlen dem Marantz Ausstattungsdetails, die hierzulande schon bei einfacheren Geräten üblich waren: AFC oder Festsenderspeicher im Tunerteil, und Ratio-Mitteninstrument waren bei den deutschen Herstellern eigentlich schon bei den Steuergeräten unter eintausend Mark Einstandpreis Standard. Ein preislich vergleichbarer Telefunken Opus 6060 bot bereits Sensortasten und Diodenabstimmung. Die Leistung des Telefunken konnte der 2220 weder im Tuner- noch im Verstärkerteil erreichen. Und wozu brauchte die Welt dann solch einen Marantz?
Vergleicht man den 2220 mit seinen hiesigen Mitbewerbern, dann zeigen sich ein paar eigenwillige Unterschiede, angedenk derer man dem einen oder anderen Entwickler zwischen Fürth und Hannover kräftig in den Allerwertesten treten wollte. So fehlt zum Beispiel einem etwa gleich-teuren Grundig RTV1020 die Hinterbandkontrolle. Die hat der Marantz. So reicht die Skala des genannten Telefunken nicht bis 108Mhz. Die des Marantz natürlich schon. Bedienelemente aus Kunststoff hatten die Geräte hier, wie in Übersee. Doch sind die Schieberegler bei Grundig und Telefunken heute oftmals abgebrochen. Leider nicht erst heute. Bei Marantz merkt man eigentlich erst, daß sich unter der Verchromung ein Kunststoff-Körper befinden, wenn man die Knöpfe abzieht oder, entsprechend Kenntnis-vorbelastet, darauf achtet. Beim Telefunken konnte man sich dem Eindruck: Vorsicht!, schon am Neugerät kaum entziehen.
Macht es also doch einen Sinn, daß es solch einen Marantz gab?
Der Hersteller wird sich diese Frage so nicht gestellt haben. Er wird „den großen“ Marantz auf den Markt gebracht haben, zu dem hierzulande weder Grundig noch Telefunken ein Pedant angeboten hatten, aus dessen Kategorie auch Braun und Kirksaeter sich längst zurückgezogen hatten, und er wird „dem Großen“ einfach eine Reihe kleinerer Geschwister an die Seite gestellt haben, weil die sich halt auch verkaufen ließen, weil die sich sogar besser verkaufen ließen, und weil man auf diese Weise ein paar mehr Bauelemente vom Lieferanten ordern konnte, und so gleich günstigere Preise bekam.
Ein deutscher HiFi-Manager erklärte mir kürzlich, mit Luxuskomponenten hätte ein Großserienhersteller weder Geld verdienen, noch den Absatz von einfacheren Geräten ankurbeln können. Und der Manager behielt tatsächlich Recht: In der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre ging es auch mit Marantz rapide bergab.
Noch in der Ausgabe vom 7.12.1974 berichtet BILLBOARD von einem Interview mit Joseph S. Tushinsky, Präsident von Superscope und Marantz Far East, der Name der MFE würde kurzfristig in Marantz Japan geändert, und das Unternehmen würde zudem damit beginnen, die Superscope-Mittelklasse in Japan zu vertreiben; binnen eines Jahres wolle man ein Verkaufsziel von 3 Millionen US-Dollar (etwa 7,5 Mio. D-Mark) erreichen. Bis dahin sollten ausgewählte Superscope-Geräte über den Vertriebsarm der 50%-Tochter Standard Radio verkauft werden.
Mit dem Hinweis, „vom Hersteller der Marantz-Geräte“ versuchte Superscope dem Umsatz seiner anderen Marken anzukrubeln.
Standard, die bis dato in Asien vor allem durch mobile Audiogeräte bekannt gewesen war, wurde immer mehr durch die OEM-Produktion für ihren kalifornischen Partner mit dessen Marken Superscope, Marantz, Imperial und Pianocorder in Anspruch genommen. Verständlich, wenn man sich in solcher Situation absichern will.
Um 1975/76 hat Superscope 50% der Rechte an Marantz an die Standard Radio Corporation verkauft, die daraufhin ihren Namen in Marantz Japan, Inc., änderte. Gleichzeitig wurden die getrennten Vertreibsgesellschaften Standard Trading und Marantz Far East in der gemeinsamen Vertriebsorganisation Marantz Sales zusammengeführt.
Mitte der Siebziger Jahre gab es also die Superscope Company und die ihr zu 50% gehörende Marantz Japan, denen wiederum jeweils zu 50% die Rechte an Marantz gehörten. Die Vertriebsgesellschaft Marantz Sales - hier sind die Quellen leider ungenau - könnte zu 75% der Superscope und zu 25% der ehemaligen SRC gehört haben, die ja wiederum zur Hälfte Superscope gehörte.
Bisher war das „Design“ der Marantz-Geräte in den USA entstanden, das Gros der Geräte jedoch in Japan produziert worden. Beispielsweise Edmond A. May, Ken Ishiwata und Mike Castor waren in der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre Entwickler für Marantz.
Doch schon in der Ausgabe vom 28.07.1979 meldete BILLBOARD von anhaltenden finanziellen Problemen bei Superscope, die sich inzwischen auf vier verlustreiche Quartale ausgedehnt hätten. Die Einsteiger- und Mittelklasse-Marke „Imperial“ war inzwischen eingestellt worden, und ein 55,7 Millionen Dollar schwerer Reorganisations-Plan sei aus nicht näher genannten Gründen gescheitert. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Yen gegenüber dem US-Dollar eine explosionsartige Steigerung hinter sich gehabt, die den Konkurrenten Sansui motiviert hatte, besonders hochwertige Geräte nicht mehr in den USA anzubieten (http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic...adid=11192).
Allein das dritte Quartal 1979 hätte, bei einem Umsatz-Plus von 17,5% auf 47 Mio. Dollar, einen Verlust von 7,3 Mio $, gegenüber 4,3 Mio $ im Vorjahres-Quartal, ergeben. Im gesamten ersten Halbjahr waren, bei einer Umsatzsteigerung von 18% auf 98 Millionen Dollar, 9 Millionen Dollar Verlust, gegenüber 5,5 Millionen ein Jahr zuvor, aufgelaufen. Die Entwicklung sei, so Chairman Joseph Tushinsky, vornehmlich auf Abschreibungen zurückzuführen, die Verlustquote habe sich im dritten Quartal bereits reduziert. (Billboard 1.09.79)
Nur zum Vergleich: Auch den Europäern ging es miserabel, Grundig beispielsweise bei einem Konzernumsatz von unter drei Milliarden Mark und einem Verlust in Höhe des Umsatzes von Superscope.
Und auch 1980 ging der Sinkflug weiter. Innerhalb der ersten neun Monate fuhr Superscope einen Verlust von über 13 Millionen Dollar ein. Der Umsatz sank in dieser Zeit um 19% (Billboard 29.11.80).
Im Dezember 1980 verkaufte Superscope ihren 50%-Anteil der Marantz Japan an Philips. Außerdem gab sie sämtliche internationalen Marken- und Vermarktungsrechte, außer denen für Nordamerika (USA und Kanada), an die Niederländer ab, um damit ihre Verpflichtungen bei den Banken zu tilgen. Philips besaß damit etwa 43% an Marantz.
Zu diesem Zeitpunkt, so wird kolportiert, wollte oder konnte Philips nicht mehr von Marantz übernehmen. 7% der gesamten Einnahmen des niederländischen Konzerns waren in der Forschung um die CD gebunden, zudem besaß Philips, neben der eigenen Marke, in den USA mit Philco, Sylvania und Magnavox weitere Marken, die sie zu managen hatte. Die Handelsrechte von Superscope an Marantz erhielt daher Marantz Japan.
In den Achtziger Jahren ändert sich der Look der Marantz-Geräte. Das typisch amerikanische Marantz-Design war verschwunden. Einige Jahre lang fungierte Marantz als Nobelmarke des Philips-Konzern, baute eigene Geräte, veredelte Philips-Komponenten und diente als Lieferant auch für andere Philips-Töchter.
1987 verließ Joseph S. Tushinsky die Superscope und verkauft Marantz USA an Dynascan. Die wiederum verkauft ihre Marken- und Marketingrechte an Marantz 1990 an Philips, womit die Marke Marantz endgültig zu Philips gehörte, nicht jedoch das Werk.
Die Chefs der Konstruktionsabteilungen sind zu Beginn der Neunziger Jahre Kunihiro Kato, Ryuchi Sawada, Tetsuya Onagi, Yoshiyuki Tanaka, Yoshio Miyazaki und Ken Ishiwata.
1993 entsteht eine neue Marke Marantz, als ein ehemaliger Dynascan-Manager die Markenrechte an Superscope übernimmt und mit Philips vereinbart, die Marke Marantz Professional Products in den USA verwenden zu dürfen.
2001 erwirbt die Marantz Japan, Inc., von Philips die Rechte an der Marke Marantz und die Vertreibsrechte für Europa und für Nordamerika, und gründet kurz darauf in den wichtigsten Europäischen Ländern und den USA regionale Vertriebsgesellschaften. Nur ein Jahr später gründen die Marantz Japan und Denon gemeinsam eine Holding-Gesellschaft, in der das Mangement der beiden Gruppen integriert werden soll. Zur D&M Holdings gehören heute, neben den Marken Marantz und Denon, auch MacIntosh, Boston, Snell, Esciant oder Calrec.
Lustig übrigens die Vorstellung der Vita eines Managers in BILLBOARD, zu dessen Lebenslauf das amerikanische Blatt im Mai 1997 schreibt, nach seiner Graduierung habe er (Anm.: wohl Mitte/Ende der Siebziger Jahre) bei Superscope, „the consumer-electronics-divison of Japanease electronics giant Marantz“ gearbeitet. So viel zum Wissen amerikanischer Redakteure über ihre Geschichte.
Eine Marke „Superscope“ gibt es noch heute, nur dürfte die Firma kleiner sein, als früher. Sie beschäftigt sich mit mobilen „digital recording“-, CD- und MP3-Lösungen, sowie mit Musik-Software.
Downloads erfolgen allerdings von einer Seite „superscope-marantzpro.com“ und Marantz professional gehört inzwischen zur D&M Holdings.
Saul Marantz hatte nach seinem Ausstieg aus der Geschäftsführung seiner früheren Firma, im Jahre 1970 begonnen, sich zusammen mit seinem Weggefährten Sidney Stockton Smith um die Gründung des Lautsprecher-Herstellers Dahlquist zu engagieren, wurde Berater für den Aufbau der Produktion, und galt noch Ende der Siebziger Jahre als „Kopf“ (Billboard, 19.11.77) des Unternehmens, das er bis 1978 führte.
Mitte 1977 hatte die BASF Mr. Marantz für sich, als Werbeträger in den USA, für die Studio Series Bänder entdeckt (Billboard 11.7.77), die in der zweiten Hälfte von 1977 in 23 großen Märkten in den USA vorgestellt werden sollten. Marantz wurde seitdem des öfteren in der Presse zitiert, als „Audio Purist“ benutzte er BASF Leer-Bänder.
In den Achtziger Jahren war Saul Marantz an der Gründung des Lautsprecherherstellers Eye-Q beteiligt und im Jahre 1986 trat der inzwischen 75jährige Marantz, zusammen mit seinem Partner John Curl, noch einmal auf die HiFi-Bühne und stellte auf der CES unter dem Namen Lineage (New Lineage Corporation) neue Geräte vor. Aufgrund gesundheitlicher Probleme zog sich Saul Marantz jedoch wieder zurück und verstarb schließlich am 16.01.1997.
Posthum wurde Saul Bernhard Marantz am 6. Januar 2000 auf der 2000 International CES (Consumer Electronics Show) von der The Consumer Electronics Association als einer der ersten fünfzig HiFi-Pioniere für seinen „erheblichen Beitrag für die Welt“ mit der Aufnahme in die Consumer Electronic Hall of Fame geehrt.
Quellen:
Marktübersicht: HiFi-Report74 und HiFi-Report75, HiFi Year Book 1976
Tests: FonoForum 10/73 und http://www.audioreview.com/mfr/marantz/r...93crx.aspx
Prospekte:
http://marantz.pytalhost.eu/1973/ und http://marantz.pytalhost.eu/1974/marantz08.jpg
Kurzvorstellungen:
http://www.hifi-studio.de/hifi-klassiker...ceiver.htm
http://www.fertinger.com/index.php?optio...Itemid=187
http://www.classic-audio.com/marantz/2220.html
http://www.hifi-wiki.de/index.php/Marantz_2220
http://www.audiokarma.org/forums/showthr...p?t=272054
http://www.audiokarma.org/forums/archive...82596.html
Service-Anleitungen
http://www.marantz.pytalhost.eu/2220s/
http://www.hifiengine.com/manuals/marant...de%2F10942
http://akdatabase.org/AKview/thumbnails.php?album=1 (Service Manual und Schaltbild)
http://www.eserviceinfo.com/downloadsm/5..._2220.html (Service Manual, multipart)
Service
http://audiokarma.org/forums/showthread.php?p=4133199
http://www.foonews.info/de-rec-musik-hif...chsel.html
http://www.mombu.com/hdtv/hdtv/t-marantz...48841.html
Geschichte:
http://en.wikipedia.org/wiki/Marantz
http://www.hifi-museum.com/hf/mar/code/mar_frame.htm
http://kewgardenshistory.com/ss-2-homes-0177.html
http://query.nytimes.com/gst/fullpage.ht...A961958260
http://www.thevintageknob.org/MARANTZ/MA...ELINE.html
http://members.aon.at/wabweb/radio/fm.htm
http://www.marantz.com/new/index.cfm?fus...eu&bus=pro
http://www.superscopetechnologies.com/
http://www.marantzphilips.nl/homepage/
http://www.ce.org/Events/Awards/456.htm
Ersatzteile
http://www.riedservice.de/cms/t6.ersatzt...ersand.htm
* Der Wechselkurs zwischen der BRD und den USA war durch das Bretton-Woods-System bis 1973 auf DM 3,25 pro Dollar festgeschrieben, sank nach der Auflösung der festen Wechselkurse in Kürze auf etwa DM 2,50 pro Dollar.
Wer es noch nicht gemerkt hat, so richtig bekomme ich keine Beziehung zu dem Silberling. Vielleicht überarbeite ich die Vorstellung ja nochmal. Aber der Marantz kann trotzdem weg.
Tschüß, Matthias
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Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

Nix für ungut, trotzdem sehr gut beschrieben und bebildert. Vor allem haben mich die Hinweise auf Superscope interessiert, da ich selbst einen Superscope R-1220 besitze.