03.11.2010, 20:11
Hallo zusammen!
Ich benötige Hilfe bei meiner ASC 6002 S. Ich hab's auch schon auf Hifi-Forum gepostet, aber vielleicht kann mir hier ja noch jemand mit spezieller Erfahrung bei der ASC weiterhelfen.
Plötzlich ist die Laufwerksteuerung defekt. Der Defekt äußert sich folgendermaßen:
Die Aufnahmefunktion wird nicht mehr korrekt durchgeführt. Hält man Tasten "record" und "play" gedrückt, so wird scheinbar das Signal "Aufnahme direkt" und auch "Aufnahme verzögert" gebildet (erklärt im Schaltplan), das Laufwerk läuft an, die Aufnahme-LED in den VU-Metern gehen an und das Eingangssignal wird aufgezeichnet, kontrollierbar über die Hinterbandkontrolle.
Wird jetzt jedoch eine der Tasten "record" oder "play" oder beide losgelassen, so fällt offenbar das Signal "Aufnahme verzögert" weg. Dies hat den Effekt, dass das Eingangssignal nicht mehr aufgezeichnet wird (Hinterbandkontrolle läßt nichts hören). Das Laufwerk läuft jedoch weiter, die Aufnahme-LEDs in den VU-Metern leuchten auch weiter, offenbar ist das Signal "Aufnahme direkt" also noch aktiv (Löschfunkiton ist auch noch aktiv). Da "Aufnahme verzögert" aber fehlt, werden die Gates von T112/T113 nicht angesteuert und das Signal gelangt deshalb nicht vom Aufnahmeverstärker auf die Köpfe. Es scheint wohl so, als ob das Aufnahmespeicher-FlipFlop aus den zwei NANDs IS-806-a und IS-806-b nicht gehalten wird. Der Hilfskontakt "HK" unter dem Kopfträger funktioniert.
Weiterer Effekt:
Wenn die Taste "play" gedrückt wird, so führt dies offenbar dazu, daß das Signal "Aufnahme direkt" gebildet wird, und zwar so lange, wie die Taste gedrückt ist! Das führt dann dazu, daß in diesem Fall (also solange nur die Taste "play" gedrückt ist) die Aufnahme-LEDs leuchten und die Löschfunktion aktiviert wird, zu erkennen daran, daß im ansonsten laufenden Play-Betrieb der Bandinhalt gelöscht wird. Bei Loslassen der Taste unterbleibt das Löschen, das Leuchten der LEDs und man hört wieder das Signal hinter Band.
Soweit habe ich dies durch Studium des Schaltplans herausanalysiert (glaube ich) und nun bin ich mit meinem Latein am Ende. Könnte mir jemand von Euch Tips geben, woran es liegen mag? Auf den ersten Blick scheinen die fünf alten 22µF Elkos aus der Frankfurter Kondensatorenfabrik nicht dafür verantwortlich zu sein, sie scheinen auch nicht durchgeschlagen zu sein. Oder könnten sie oder die vielen blauen Philips-Elkos doch der Fehler sein? Oder etwa doch die SGS-Logik-ICs?
Der Fehler (oder die Fehler) traten plötzlich auf, nachdem das Gerät geraume Zeit zufriedenstellend funktioniert hat.
So, wie ich den Schaltplan deute, kann es eigentlich der Aufnahmespeicher (RS-FlipFlop aus zwei NANDs IS-806-a und IS-806-b) nicht sein, denn der speichert ja sowohl "Aufnahme direkt" als auch "Aufnahme verzögert"; und wenn er kaputt wäre, dann wären beide Signale beim Loslassen von "record"+"play" weg und nicht nur eines. Da der "HK" funktioniert (darauf hätte ich gehofft, weil's so schön einfach wäre), wäre das NOR, das aus "Aufnahme direkt" und "HK" das Signal "Aufnahme verzögert" macht, wohl ein heißer Tip. Sehe ich das richtig? Welche Spannungen sollte ich an diesem Gatter erwarten? 0V=false und 5V=true (oder 0 bzw. L, wie es der Schaltplan nennt)?
Aber wie könnte man sich die Löschfunktion bei gehaltenem "play" erklären?
Bevor ich anfange, an der Platine herumzulöten, will ich mir einigermaßen sicher sein. Beim Gedanken, die ICs auszulöten, sträuben sich mir ein wenig die Haare, aber wenn's sein muß, muß es wohl sein.
Viele Grüße und auf Tips hoffend,
Jörg
Ich benötige Hilfe bei meiner ASC 6002 S. Ich hab's auch schon auf Hifi-Forum gepostet, aber vielleicht kann mir hier ja noch jemand mit spezieller Erfahrung bei der ASC weiterhelfen.
Plötzlich ist die Laufwerksteuerung defekt. Der Defekt äußert sich folgendermaßen:
Die Aufnahmefunktion wird nicht mehr korrekt durchgeführt. Hält man Tasten "record" und "play" gedrückt, so wird scheinbar das Signal "Aufnahme direkt" und auch "Aufnahme verzögert" gebildet (erklärt im Schaltplan), das Laufwerk läuft an, die Aufnahme-LED in den VU-Metern gehen an und das Eingangssignal wird aufgezeichnet, kontrollierbar über die Hinterbandkontrolle.
Wird jetzt jedoch eine der Tasten "record" oder "play" oder beide losgelassen, so fällt offenbar das Signal "Aufnahme verzögert" weg. Dies hat den Effekt, dass das Eingangssignal nicht mehr aufgezeichnet wird (Hinterbandkontrolle läßt nichts hören). Das Laufwerk läuft jedoch weiter, die Aufnahme-LEDs in den VU-Metern leuchten auch weiter, offenbar ist das Signal "Aufnahme direkt" also noch aktiv (Löschfunkiton ist auch noch aktiv). Da "Aufnahme verzögert" aber fehlt, werden die Gates von T112/T113 nicht angesteuert und das Signal gelangt deshalb nicht vom Aufnahmeverstärker auf die Köpfe. Es scheint wohl so, als ob das Aufnahmespeicher-FlipFlop aus den zwei NANDs IS-806-a und IS-806-b nicht gehalten wird. Der Hilfskontakt "HK" unter dem Kopfträger funktioniert.
Weiterer Effekt:
Wenn die Taste "play" gedrückt wird, so führt dies offenbar dazu, daß das Signal "Aufnahme direkt" gebildet wird, und zwar so lange, wie die Taste gedrückt ist! Das führt dann dazu, daß in diesem Fall (also solange nur die Taste "play" gedrückt ist) die Aufnahme-LEDs leuchten und die Löschfunktion aktiviert wird, zu erkennen daran, daß im ansonsten laufenden Play-Betrieb der Bandinhalt gelöscht wird. Bei Loslassen der Taste unterbleibt das Löschen, das Leuchten der LEDs und man hört wieder das Signal hinter Band.
Soweit habe ich dies durch Studium des Schaltplans herausanalysiert (glaube ich) und nun bin ich mit meinem Latein am Ende. Könnte mir jemand von Euch Tips geben, woran es liegen mag? Auf den ersten Blick scheinen die fünf alten 22µF Elkos aus der Frankfurter Kondensatorenfabrik nicht dafür verantwortlich zu sein, sie scheinen auch nicht durchgeschlagen zu sein. Oder könnten sie oder die vielen blauen Philips-Elkos doch der Fehler sein? Oder etwa doch die SGS-Logik-ICs?
Der Fehler (oder die Fehler) traten plötzlich auf, nachdem das Gerät geraume Zeit zufriedenstellend funktioniert hat.
So, wie ich den Schaltplan deute, kann es eigentlich der Aufnahmespeicher (RS-FlipFlop aus zwei NANDs IS-806-a und IS-806-b) nicht sein, denn der speichert ja sowohl "Aufnahme direkt" als auch "Aufnahme verzögert"; und wenn er kaputt wäre, dann wären beide Signale beim Loslassen von "record"+"play" weg und nicht nur eines. Da der "HK" funktioniert (darauf hätte ich gehofft, weil's so schön einfach wäre), wäre das NOR, das aus "Aufnahme direkt" und "HK" das Signal "Aufnahme verzögert" macht, wohl ein heißer Tip. Sehe ich das richtig? Welche Spannungen sollte ich an diesem Gatter erwarten? 0V=false und 5V=true (oder 0 bzw. L, wie es der Schaltplan nennt)?
Aber wie könnte man sich die Löschfunktion bei gehaltenem "play" erklären?
Bevor ich anfange, an der Platine herumzulöten, will ich mir einigermaßen sicher sein. Beim Gedanken, die ICs auszulöten, sträuben sich mir ein wenig die Haare, aber wenn's sein muß, muß es wohl sein.
Viele Grüße und auf Tips hoffend,
Jörg
