31.10.2004, 11:25
=> timo
Der von Dir verwendete Begriff "Stahltonköpfe" ist in der Tat höchst irreführend und damit der am wenigsten geeignete, den Du wählen konntest. Noch zu der Zeit, als ich in der Metallbranche meine ersten beruflichen Praktika machte - die HiFi-Bandmaschinen hatten gerade ihren Zenith erreicht - unterschied der Praktiker zwischen "Stahl" und "Eisen". Wobei mit Eisen der St37 oder ST33 gemeint war, auch Gartenzaunstahl oder Gießkannenblech genannt, wohingegen man mit "Stahl" ehrfurchtsvoll die etwas härteren und zäheren Sorten meinte, die man nur "sehr schwer" mechanisch bearbeiten konnte oder sogar gar nicht mehr, da Stahl ja auch gehärtet sein konnte.
Die umgangsprachliche Verwendung dieser beiden Bezeichnungen war zwar in technisch-wissenschaftlicher Hinsicht grottenfalsch, aber man wusste - zumindest zu dieser Zeit, vielleicht auch nur in dieser Firma - was gemeint war. Heute funktioniert das nicht mehr. Stahl ist alles, und Eisen ist das reine Fe. Auch gehärteter Stahl ist durch Fräsen, Drehen und Bohren zu bearbeiten, hat also seinen Schrecken für die Zerspanungstechniker verloren. Trotzdem steht der Begriff Stahl oft immer noch als Synonym für einen höherwertigen, besonderen Werkstoff.
Während ich keine Probleme habe zu erkennen, was mit "... eine gemischte Salat..." gemeint ist, habe ich durchaus darüber gegrübelt, was Du mit Stahlköpfen wohl genau gemeint haben könntest. Die Verwendung dieses völlig unüblichen Begriffes musste doch einen Grund haben, der sich mir nicht erschloss. Um eine halbwegs fundierte Antwort geben zu können, hätte ich wissen müssen, was gemeint war. Ich habe dann aber einen Weg gefunden, mich elegant an diese Frage vorbeizumogeln und trotzdem einen Haufen schreiben zu können.
Den Hinweis auf die Suchmaschine kann ich insofern unterstützen, da über den Themenkomplex "Welcher Kopf, wann ist er fertig, wo liegt die Rettung?" schon sehr viel geschrieben worden ist, vor allem aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln: als wissenschaftlich fundierte Aussage ebenso wie als subjektive Meinung, aus der Position des Anwenders wie aus der Position des Sammlers.
Wenn ich einige threads und postings von Dir richtig interpretiere, so scheinst Du Dir sehr schwer zu tun mit der Entscheidung für eine bestimmte Bandmaschine. Dies kann ich insofern verstehen, denn Dein Anforderungsprofil scheint mir unerfüllbar - diese Maschine müsste erst noch gebaut werden.
Akai baut mitunter klotzige Geräte, die klobiger sind wie eine A77. Der Kopf verschleisst nicht, kann aber durchaus anderweitig kaputt gehen. Dann hast Du geloost. Die übrigen üblichen Defekte dieser Geräte sind in der Regel beherrschbar.
Teac baut mit der X3 einen compacten, schnuckeligen Kleinspuler zum Knutschen. Über die spezifischen Macken dieser Typen (Motoren) ist hier auch schon einiges verfasst worden. Immerhin gibt es noch Service und begrenzt noch Teile. Mit 2 Satz Köpfen unter dem Kopfkissen schläft es sich beruhigter.
Um ein Appel und ein Ei ist das nicht zu haben - Deine finanzielle Schmerzgrenze kenne ich nicht. Ich befürchte, Du wirst mit einer A77 oder B77 am besten fahren. Probleme sind vorhanden, aber auf normalem HiFi-Wege lösbar. Was die A billiger ist wie die B, kannst Du in eine Justage investieren. Ausserdem ist die A praktischer als die B.
Nun hast Du aber entschieden, wenn überhaupt, dann einen Kleinspuler zu beschaffen, was mir unlogisch erscheint, denn ein Großspuler verträgt auch kleine Spulen und mancher Kleinspuler ist größer und klotziger als ein Großspuler.
Baut man in die zu lösenden Gleichung nun noch den Faktor "Verschleissparanoiker" ein, so kann das Ergebnis eigentlich nur lauten: Nicht lösbar!
Da ich auch dazu neige, in der Phase der Beschlussfindung das unterste nach oben zu kehren, auch die entlegensten Facetten zu beleuchten um dann am Ende gar nichts zu entscheiden, zwinge ich mich dann dazu, einfach irgendetwas zu tun. In Deinem Falle rate ich Dir:
Kaufe Dir als Einstieg und Interimslösung eine Philips 45xx in passablem Zustand. Die gibt es billig, da machst Du nix kaputt. Dann merkst Du, ob Du an der Arbeit mit einer Bandmaschine überhaupt dauerhaft Freude hast. Viele Dinge, auf die man Wert legte, werden im laufenden Betrieb unwichtig, andere Aspekte, mit denen man nicht gerechnet hat, kommen hinzu. Der Appetit kommt mit dem Essen!
Der Besitz und der Betrieb einer Maschine sind ein ganz anderer Ausganspunkt für die Entscheidung über den Kauf einer "endgültigen" Lösung. Und die kann, wenn Deine Prämissen gelten sollen und vieleicht nur das Kriterium "Format" fällt, eigentlich nur Revox heissen.
Ich finde, Du solltest nochmals bedenken, was genau Du mit einer Bandmaschine machen willst und Dein Anforderungsprofil überarbeiten.
Den Begriff "Defizit" bewertest Du meiner Meinung nach sehr emfpindlich. Er bedeutet nichts anderes als das etwas fehlt, was besser vorhanden wäre, im Geldbeutel wie im Kopf, und dies ganz ohne Wertung!
Alleine dadurch, daß ich eine Frage stelle, zeige ich, daß ich Defizite habe. Genau betrachtet, besteht mein (Halb)wissen zum größten Teil aus Defiziten und Lücken. Das weiss ich selber, das darf man mir auch sagen. Jeder Hinweis, jede Aussage, die die Lücken reduziert, ist willkommen. Direkte Hilfe ist kurzfristig notwendig und gut, Hilfe zur Selbsthilfe, also Literaturhinweise sind langfristig besser.
Der von Dir verwendete Begriff "Stahltonköpfe" ist in der Tat höchst irreführend und damit der am wenigsten geeignete, den Du wählen konntest. Noch zu der Zeit, als ich in der Metallbranche meine ersten beruflichen Praktika machte - die HiFi-Bandmaschinen hatten gerade ihren Zenith erreicht - unterschied der Praktiker zwischen "Stahl" und "Eisen". Wobei mit Eisen der St37 oder ST33 gemeint war, auch Gartenzaunstahl oder Gießkannenblech genannt, wohingegen man mit "Stahl" ehrfurchtsvoll die etwas härteren und zäheren Sorten meinte, die man nur "sehr schwer" mechanisch bearbeiten konnte oder sogar gar nicht mehr, da Stahl ja auch gehärtet sein konnte.
Die umgangsprachliche Verwendung dieser beiden Bezeichnungen war zwar in technisch-wissenschaftlicher Hinsicht grottenfalsch, aber man wusste - zumindest zu dieser Zeit, vielleicht auch nur in dieser Firma - was gemeint war. Heute funktioniert das nicht mehr. Stahl ist alles, und Eisen ist das reine Fe. Auch gehärteter Stahl ist durch Fräsen, Drehen und Bohren zu bearbeiten, hat also seinen Schrecken für die Zerspanungstechniker verloren. Trotzdem steht der Begriff Stahl oft immer noch als Synonym für einen höherwertigen, besonderen Werkstoff.
Während ich keine Probleme habe zu erkennen, was mit "... eine gemischte Salat..." gemeint ist, habe ich durchaus darüber gegrübelt, was Du mit Stahlköpfen wohl genau gemeint haben könntest. Die Verwendung dieses völlig unüblichen Begriffes musste doch einen Grund haben, der sich mir nicht erschloss. Um eine halbwegs fundierte Antwort geben zu können, hätte ich wissen müssen, was gemeint war. Ich habe dann aber einen Weg gefunden, mich elegant an diese Frage vorbeizumogeln und trotzdem einen Haufen schreiben zu können.
Den Hinweis auf die Suchmaschine kann ich insofern unterstützen, da über den Themenkomplex "Welcher Kopf, wann ist er fertig, wo liegt die Rettung?" schon sehr viel geschrieben worden ist, vor allem aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln: als wissenschaftlich fundierte Aussage ebenso wie als subjektive Meinung, aus der Position des Anwenders wie aus der Position des Sammlers.
Wenn ich einige threads und postings von Dir richtig interpretiere, so scheinst Du Dir sehr schwer zu tun mit der Entscheidung für eine bestimmte Bandmaschine. Dies kann ich insofern verstehen, denn Dein Anforderungsprofil scheint mir unerfüllbar - diese Maschine müsste erst noch gebaut werden.
Akai baut mitunter klotzige Geräte, die klobiger sind wie eine A77. Der Kopf verschleisst nicht, kann aber durchaus anderweitig kaputt gehen. Dann hast Du geloost. Die übrigen üblichen Defekte dieser Geräte sind in der Regel beherrschbar.
Teac baut mit der X3 einen compacten, schnuckeligen Kleinspuler zum Knutschen. Über die spezifischen Macken dieser Typen (Motoren) ist hier auch schon einiges verfasst worden. Immerhin gibt es noch Service und begrenzt noch Teile. Mit 2 Satz Köpfen unter dem Kopfkissen schläft es sich beruhigter.
Um ein Appel und ein Ei ist das nicht zu haben - Deine finanzielle Schmerzgrenze kenne ich nicht. Ich befürchte, Du wirst mit einer A77 oder B77 am besten fahren. Probleme sind vorhanden, aber auf normalem HiFi-Wege lösbar. Was die A billiger ist wie die B, kannst Du in eine Justage investieren. Ausserdem ist die A praktischer als die B.
Nun hast Du aber entschieden, wenn überhaupt, dann einen Kleinspuler zu beschaffen, was mir unlogisch erscheint, denn ein Großspuler verträgt auch kleine Spulen und mancher Kleinspuler ist größer und klotziger als ein Großspuler.
Baut man in die zu lösenden Gleichung nun noch den Faktor "Verschleissparanoiker" ein, so kann das Ergebnis eigentlich nur lauten: Nicht lösbar!
Da ich auch dazu neige, in der Phase der Beschlussfindung das unterste nach oben zu kehren, auch die entlegensten Facetten zu beleuchten um dann am Ende gar nichts zu entscheiden, zwinge ich mich dann dazu, einfach irgendetwas zu tun. In Deinem Falle rate ich Dir:
Kaufe Dir als Einstieg und Interimslösung eine Philips 45xx in passablem Zustand. Die gibt es billig, da machst Du nix kaputt. Dann merkst Du, ob Du an der Arbeit mit einer Bandmaschine überhaupt dauerhaft Freude hast. Viele Dinge, auf die man Wert legte, werden im laufenden Betrieb unwichtig, andere Aspekte, mit denen man nicht gerechnet hat, kommen hinzu. Der Appetit kommt mit dem Essen!
Der Besitz und der Betrieb einer Maschine sind ein ganz anderer Ausganspunkt für die Entscheidung über den Kauf einer "endgültigen" Lösung. Und die kann, wenn Deine Prämissen gelten sollen und vieleicht nur das Kriterium "Format" fällt, eigentlich nur Revox heissen.
Ich finde, Du solltest nochmals bedenken, was genau Du mit einer Bandmaschine machen willst und Dein Anforderungsprofil überarbeiten.
Den Begriff "Defizit" bewertest Du meiner Meinung nach sehr emfpindlich. Er bedeutet nichts anderes als das etwas fehlt, was besser vorhanden wäre, im Geldbeutel wie im Kopf, und dies ganz ohne Wertung!
Alleine dadurch, daß ich eine Frage stelle, zeige ich, daß ich Defizite habe. Genau betrachtet, besteht mein (Halb)wissen zum größten Teil aus Defiziten und Lücken. Das weiss ich selber, das darf man mir auch sagen. Jeder Hinweis, jede Aussage, die die Lücken reduziert, ist willkommen. Direkte Hilfe ist kurzfristig notwendig und gut, Hilfe zur Selbsthilfe, also Literaturhinweise sind langfristig besser.
Michael(F)
