Radio-Rim Bausatz
#4
Die hochklappbare Abdeckung mit integrierter Brummklappe würde ich eher nicht als aufwendig bezeichnen. Schliesslich spart man sich damit (und auch mit der Omega-Umschlingung der Antriebsrolle) eine viel aufwendigere Mechanik, die Andruckrolle, Brummklappe und eventuell noch Bandführungen, Beruhigungsrollen, etc. bewegt.

In die gleiche Richtung, nämlich Vereinfachung, geht das simple Ein-Motoren-Laufwerk mit Plattenspielermotor.

Professionelles Gerät sah damals anders aus. Zur Zeit des Rimavox 55 gab es wohl schon das Studio-Koffergerät M 5 von AEG, auch das Revox A36 kam zu jener Zeit heraus. Das sind Laufwerke ganz anderen Kalibers.

Auch in Sachen Tonqualität konnte das Rimavox 55 Studioansprüche nicht erfüllen.
Das AEG KL25 kam bei 9,5 cm/s bis etwa 10 kHz, ich nehme an, dass beim Rimavox bei gleichen Tonköpfen ebenfalls hier die Grenze lag.

Das war schon ein reines Heimgerät und unter diesen ein eher simples. Den Käufern ging es wohl vor allem ums "billiger machen", denn als in den sechziger Jahren die Geräte der grossen Hersteller immer preisgünstiger wurden, war bei RIM mit diesen Bausätzen schluss.

Bleibt noch anzumerken, dass die AEG-Köpfe natürlich noch auf Halbspurbetrieb in deutscher Spurlage ausgelegt sind. Wer damals ein Rimavox zusammenlötete und später auf ein "richtiges" Mono-Halbspurgerät - dann in internationaler Spurlage - umstieg, der hat beim Abhören seiner alten Bänder eine unliebsame Überraschung erlebt.

Gruss
TSF
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[Kein Betreff] - von Huubat - 04.08.2010, 15:56
[Kein Betreff] - von TSF - 04.08.2010, 17:40
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