27.06.2010, 10:38
Zitat:Kirunavaara posteteDas kann man m.E. so nicht sagen. Abgesehen von einem evtl. Unterschied in der Empfindlichkeit (vernachlässigbar, wenn man eine Einmeßmöglichkeit für den Level hat) und der nach meiner Erfahrung nach schlechteren Kopierdämpfung von echtem CrO2 auch bei "normalen" Temperaturen (noch mehr natürlich bei hohen) bleibt die Unsicherheit, wie hoch man die konkrete Cassette nun aussteuern kann (bei CrO2 normalerweise etwas niedriger als bei Substitut).
- Chrome Super II: Hier stimmt meistens folgende Zuordnung: Bis 1993er Design: Chromdioxid in Zweischichttechnik. Ab 1995er Design (CS II): Chromsubstitut in Einschichttechnik.
- Chrome Maxima II: Hier fand der Wechsel vermutlich ein wenig früher statt. Innerhalb der 1993er Serie wurden die Hüllen auf Slimline umgestellt. Die Änderung der Beschichtung könnte gleichzeitig passiert sein. Auch hier war das Chromdioxid ein Zweischicht- und das Substitut ein Einschichtband.
(...)
Viel falsch machen kann man mit keiner der genannten Cassetten.
Viel wichtiger als die Frage Echtchrom vs. Substitut und mMn geradezu heimtückisch ist der klammheimliche Wechsel von Zweischicht- zu Einschichtband (und da bin ich echt überrascht, denn ich hätte erwartet, daß auch ein "eingewechseltes" Substitutband wenigstens den "typischen" Zweischichtfrequenzgang gewahrt hätte). Frequenzgangabweichungen waren bei meinen Recordern (insbesondere, weil ich immer Dolby C verwendet habe) der bei weitem wichtigste Faktor für den Klang. Ich habe zwei Decks (Akai GX-75), deren Frequenzgang auf die berüchtigte "Präsenzsenke" abgestimmt ist. Einschichtbänder klingen darauf geradezu grausam. Da möchte ich statt einem vermeintlichen Zweischichtband lieber kein Einschichtband untergejubelt bekommen.
BTW:
Zitat:Jogi, den Testbericht möchte ich mal sehen, der Anfang der 80er Jahre was an den BASF Chrombändern auszusetzen hatte. Da waren sie doch gerade in der Empfindlichkeit an die Norm IEC II (erste Fassung) angepaßt worden und somit auf korrekt eingemessenen, zeitgenössischen Geräten unproblematisch bespielbar.Was mich auch wirklich mal interessieren würde, wären ein paar profunde Fakten über die verschiedenen Fassungen der IEC II-Norm. Irgendwie finde ich dazu nichts vernünftiges. Ist aber hier schon etwas OT.
BTW (2):
Zitat:Kirunavaara posteteAuch wenn es zugegebenermaßen wirklich nur noch am Rande mit Substitut oder Echtchrom zu tun hat: Aus meinen Erfahrungen kann ich das nicht bestätigen. Gerade Sony gehörten bei mir zu den mechanisch empfindlichsten Bändern. Ich habe eine ganze Zeit lang vor allem die 1986/87er Sony Metal-ES verwendet, weil ich mal einen größeren Posten günstig kaufen konnte. Die waren höllisch gefährdet hinsichtlich Längsknicken, die sie fast alle auch auf einwandfreien Recordern bekamen. Bei TDK hatte ich das Problem nicht.
Maxell waren eine Zeitlang viel empfindlicher, weil sich jedes Staubkorn gleich mit einer sichtbaren Rille im Band verewigte. Wirklich unempfindlich auch unter grober Behandlung waren tatsächlich (...) und Sony (...).
Viele Grüße
Alex
