BG 19-2 Hilfe!
#1
   

Habe ich heute geschenkt bekommen (ohne die Spulen). Was mache ich damit?

Sieht ja nicht ganz schlecht aus, ist aber ziemlich alt. Hat noch die Feinsicherung für die Anodenspannung und Metalldrehknöpfe.

Kann man sich überhaupt getrauen, es einzuschalten? Sollte die ganze Elektronik erneuert werden?

Mechanik zerlegen, reinigen, ölen? Gibt es Lösungen für einen nachträglichen Löschkopf und Aufnahmeverstärker? Oder alles lassen und nur hinstellen? 

           

             

Gruß, Micha
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#2
Diese Seltenheit ist mehr Deko als für den Alltag nutzbar, denn dazu muss die Mechanik und Elektrik/Elektronik fachgerecht überholt werden.
M.f.G.
justus



 Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520;  2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000;  M3002L;  Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200;  Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601 

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#3
Auf keinen Fall einfach "hart" einschalten! Den Antrieb kann man testen, in dem man die Anodensicherung rausnimmt, so dass der Gleichrichter keinen Strom bekommt. Nun kann man einschalten und schauen, ob der Motor noch richtig läuft (vorher im ausgeschalteten Zustand durch drehen von Hand prüfen, ob er nicht fest sitzt), er braucht vermutlich neues Öl. Bei starkem Brummen und unrundem Lauf sofort ausschalten, dann ist vermutlich der Phasenschieberkondensator hin, als Ersatz nur spezielle Motorkondensatoren (MP Typen) verwenden. Als erstes würde ich mich aber um den Kopf kümmern, der sieht etwas angegammelt aus. Wenn sich das nicht durch Putzen entfernen lässt (KOrrosion), ist alle weitere Mühe vergeblich, da würde man den Bändern nur noch dumpfe Geräusche entlocken.
Aus dem Verstärker müssen die Papierkondensatoren (vor allem die mit Teer vergossenen) und die beiden braunen Elkos (Kathodenkondensatoren 25uF 6V) raus. Die Elkos im Netzteil kann man versuchen, neu zu formieren, Austausch wäre aber auch hier besser. Dann kann ein erster Einschalttest erfolgen. Vorsicht mit hohen Spannungen! Das Netzteil liefert im Leerlauf ca. 370V. Im Anhang ein Schaltbild vom Gerät.

.pdf   MGWZwoenitz_BG19_2_sch.pdf (Größe: 240.08 KB / Downloads: 38)

Gruß Holger
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#4
Danke für die Antworten. Mit Röhrentechnik kenne ich mich auch etwas aus, das Vorgehen ist schon klar. Soll ja kein "Alltagsgerät" sein, aber es soll vorführbar werden. Mit dem Kopf kann man wohl nicht viel machen, neuere werden wohl unbezahlbar sein. Werde erstmal einen neuen Riemen bestellen und mich über die Mechanik hermachen. Netzteil, GleichRiechtEr durch Diode mit Vorwiderstand ersetzen und neue Elkos. Neue Netzbuchse und Cinch für den Ausgang. Wenn ich ein bespieltes Band bekomme, muß auch die Aufnahme nicht unbedingt funktionieren. Ist schon ein bemerkenswertes Gerät, älter als ich. Mit dem gewichtigen Elektro-Kleinstmotor!
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#5
Hi Micha,
Ich hab das BG19/2 komplett überholt und zum Laufen gebracht. Alles bissle tricky aber läuft heute noch. Köpfe hab ich glaub ich noch *NEU*. Meine hab ich damals als neu mitgemacht und die überleben mich und das Gerät.
Zwecks Chinch. Bananenstecker auf Chinch reicht und wie beim Plattenspieler gut erden. Aufnahme hab ich aufgrund der kaputten UM111 Röhren auch nur bedingt hinbekommen, aber es geht.
Gruß Andre
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#6
Andre, was meinst du mit UM111? UM11 wären aber auch nicht drin. Ach so UR110, Glimmlampe!
Hast du noch paar Tips zur Mechanik? Riemenwechsel?
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#7
Ach ja, zum Anschluß an moderne Verstärker sollte man C19 (0.5uF) gegen Folien-C 0.47uF 500V tauschen sowie einen Widerstand 100kOhm parallel zu den Ausgangsbuchsen einbauen. So wird verhindert, dass sich in Folge eine möglichen geringen Leckstroms von C19 am Ausgang eine hohe Gleichspannung aufbaut, die insbsondere ICs im Eingang des Verstärkers zerstören könnte.
Zum Aufnehmen kann man in Ermangelung eine Röhrenradios auch normales Kofferradio oder ähnliches Gerät verwenden, wenn man zwischen den Lautsprecherausgang des Radios und den Eingang des Bandgeräts einen ca. 1:10 Übertrager (Kerngröße mindestens M42, Lastwiderstand 10Kohm parallel zur hochohmigen Seite) schaltet.
Kritisch ist die Einstellung der Abwickelbremse, hier muss man ein wenig probieren, dass einerseits der Gleichlauf auch bei fast leerer Abwickelspule ok ist, andererseits aber bei voller Spule der Bandzug am Abwickel hoch genug ist. Hierbei ist auch der Zustand der Andruckrolle wesentlich, die darf nicht zu sehr verhärtet sein.

Gruß Holger
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#8
Danke für die Hinweise

Hat jemand eine 22er Spule abzugeben?
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#9
Nächste Frage: Wo gehört welche Umlenkrolle hin? Im SM kann ich da nichts finden, es ist nur von linker und rechter Führungsrolle und der mittigen Leitrolle die Rede. Wäre das die schwerere? Bei mir war diese rechts eingesetzt. Die beiden anderen haben auch leichte Unterschiede, eine wiegt 37, die andere 38 g.
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#10
Wirklich benutzen wird man doch so ein Gerät kaum.
Ist da eine technische Überholung wirklich sinnvoll? Ich habe da meine Zweifel.
Macht es nicht mehr Sinn, es als reines Anschauungsobjekt ins Regal oder eine Vitrine zu stellen?
Oder einem Tonbandmuesum überlassen?

Wie schon im Eingangsbeitrag geschrieben:
"Oder alles lassen und nur hinstellen?"


Gruß, Jan
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#11
Es geht hier nicht um den Sinn, ein Tonbandgerät zu benutzen. Ist wohl heutzutage nicht mehr notwendig.

Mit den Rollen habe ich inzwischen rausgefunden, die schwere gehört nach links. Auf den Lagern ist eine Kennzeichnung, wie auch in den jeweiligen Rollen.
http://treffpunkt.ig-ftf.de/viewtopic.php?t=178
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#12
(30.10.2025, 11:38)janbunke schrieb: Macht es nicht mehr Sinn, es als reines Anschauungsobjekt ins Regal oder eine Vitrine zu stellen?

Ich bin etwas befremdet, so etwas von einem alten Tonbandler zu hören.
Rein rational macht die Restaurierung KEINES Tonbandgerätes noch Sinn, außer zu Digitalisierung historischer Aufnahmen. Rein rational gäbe es also dieses Forum nicht. Wo jetzt jeder seine Grenze zieht, was und warum erhalten werden soll, ist allein seine Angelegenheit.
Wenn jemand hier um Rat und Hilfe nachfragt, gibt man Rat oder Hilfe oder hält sich raus. Meine bescheidene Meinung.

Einen freundlichen Tag allen
Frank
In Rust We Trust!
T e s l a  B 1 1 6 (A.D.),  R E V O X  B 7 7
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#13
(30.10.2025, 14:15)DropOut schrieb:
(30.10.2025, 11:38)janbunke schrieb: Macht es nicht mehr Sinn, es als reines Anschauungsobjekt ins Regal oder eine Vitrine zu stellen?

Ich bin etwas befremdet, so etwas von einem alten Tonbandler zu hören.
Rein rational macht die Restaurierung KEINES Tonbandgerätes noch Sinn, außer zu Digitalisierung historischer Aufnahmen. Rein rational gäbe es also dieses Forum nicht. Wo jetzt jeder seine Grenze zieht, was und warum erhalten werden soll, ist allein seine Angelegenheit.
Wenn jemand hier um Rat und Hilfe nachfragt, gibt man Rat oder Hilfe oder hält sich raus. Meine bescheidene Meinung.

Einen freundlichen Tag allen
Frank

Lieber Frank,

jetzt schießt du dir aber selber ins Knie.
Vielleicht solltest du den Eingangsbeitrag mal genauer lesen.
Ich darf mal die dort gestellte Frage von Micha erneut zitieren:

"Mechanik zerlegen, reinigen, ölen? Gibt es Lösungen für einen nachträglichen Löschkopf und Aufnahmeverstärker? Oder alles lassen und nur hinstellen?"

Der Micha hat also selber diese Option in Betracht gezogen und ich habe ihm exakt dazu geraten.
Also kein Grund meinem Ratschlag in dieser Form zu kritisieren.

Hier mal meine Anschauung der Dinge:
Meine Tonbandgeräte werden alle von mir benutzt und zwar um damit Musik aufzuzeichnen und wiederzugeben.
Das sind fast ausnahmslos Bänder mit gemischter Rock und Pop Musik, die man gut bei einem geselligen Abend laufen lassen kann, ohne ständig DJ am Plattenspieler oder CD Player spielen zu müssen.
Dafür besitze ich auch keinen Spotify Account.
Ich erwarte allerdings ein gewisses Mindestmaß an Qualität. Das muß sich schon vernünftig anhören.
Ich schaffe mir kein antiquiertes Röhren-Tonbandgerät an, das nur Mono mit bescheidenem Frequenzgang und Klangqualität liefert.
Ich finde es toll, wenn sich Leute für sowas begeistern können, aber für mich sind solche Uralt-Geräte uninteressant, weil sie mir keinen Nutzen bringen.
Ich verwende ja auch zum Teil noch Compact-Cassetten. Recorder ohne Hinterbandkontrolle fallen bei mir aus dem selben Grund durchs Raster. Sowas packe ich gar nicht an.
Das ist meine Einstellung zu meinem Hobby und mir ist klar, daß jeder da seine eigenen Vorstellungen hat, die sich mit meinen nicht zwingend decken müssen.
Optisch finde ich das besprochene Gerät allerdings sehr interessant und daher mein Vorschlag mit der Vitrine.

Gruß, Jan
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#14
Servus,

Wenn ein BG19 richtig gemacht ist, kann es durchaus mit PER528 sehr gut abliefern. Das hat meins und snzgl seins bewiesen. Über die Aufnahme reden wir mal nicht, das hat die N4522 für das BG gemacht. 
Nach einigen Fehlversuchen die Würgefeder des Abwickels zu richten hat es dennoch geklappt in dem ich einen kompletten Leipziger Abwickel ins Zwönitzer Gerät verpflanzt habe. 
Riemenwechsel ist tricky aber geht. 
Gruß Andre 

   

   

   

   

   

   
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#15
Danke, sieht mit den NAB Spulen richtig toll aus. Ich habe mal 2 CH Bänder auf Ebay gekauft, da bräuchte ich noch eine Leerspule oder ich muß ein Band opfern.
Gruß, Micha
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#16
Hi, 
muß ich guggen. Müßte noch welche haben.
Gruß Andre
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#17
Guten Abend zusammen,

bei dem Gerät handelt es sich um eine absolute Sparversion eines Tonbandgerätes in der sozialistischen Mangelwirtschaft der 50er Jahre.
Für museale Zwecke ideal und optisch ein wahrer Genuss. Aber... Technisch das einfachste vom einfachsten, selbst damals schon.

Ich würde mir gut überlegen, dass Teil technisch zu überarbeiten. Den der museale Sammlerwert ist nur im originalen Zustand gegeben.
Mit roten WIMA Klötzchen und Chinaelkos ists halt nicht mehr original. Und in so optisch gutem Zustand wird es nicht viele geben.

Rein technisch schafft das Ding laut Datenblatt bei der Aufnahme in 19cm/s (!) auf OrWo C/CH/CR Band etwa 7kHz Höhen.
Das entspricht in etwa einem Mittelwellenradio. Bei Fremdaufnahme auf gutem Band ist durchaus auch mehr drin.

Das Teil hat keinen eingebauten Löschoszillator und keine HF-Vormagnetisierung. Bänder müssen vor Aufnahme gelöscht sein.
Dazu gab es die Löschdrossel BG19-LD. Diese habe ich. Wird nach 30 Sekunden schweineheiss und schafft kein LN-Band.

Ob das Teil für modernere Bänder genügend Magnetisierung aufbringt, ist mir sehr fraglich.
Und: Die OrWo C/CH/CR Bänder sind auf Azetatbasis und reißen sehr, sehr gerne.

Aber ob man sich da den Aufwand machen sollte um dann doch nicht so begeistert zu sein?
Ich habe es mit Geräten dieser Alters und der Klasse inzwischen komplett aufgegeben.

Gruß Micha
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#18
Das BG19 hat zwar keinen Löschkopf, einen Oszillator für HF Vormagnetisierung hat es aber, dieser ist mit der EF12 halt nur leistungsmäßig zum Betrieb der damaligen Löschköpfe nicht ausreichend. Das MTG hatte dafür die EF14, die ist wesentlich höher belastbar. Die Spaltweite der damaligen Schüllerschen Köpfe war für 19cm/s zu groß, da gaben die frequenzmäßig nicht viel mehr her, primär waren diese Köpfe für 38 bzw. 76 cm/s gedacht. Im BG20 Smaragd wurden dann Köpfe dieser Bauart eingesetzt, die engere Spalte hatten und damit auch für geringere Geschwindigkeiten geeignet waren. Würde man einen intakten Smaragd Kopf (so man hat) in das Gerät einbauen und es darauf einmessen, wäre sicher ein besserer Frequenzgang erreichbar. In punkto Störarmut gibt es allerdings noch ein häufiges Problem, nämlich die Mikrofonie der EF12, viele Exemplare sind nicht geeignet, die damals für den Studiobedarf produzierten EF12K, die das Problem nicht hatten, sind sauteuer. Für den praktischen Alltagsgebrauch ist so ein Gerät natürlich ungeeignet, es ist aber auch schön, so alte Technik ab und zu mal in Aktion zu erleben, es gibt ja auch Leute, die alte Schellackplatten auf einem originalen Grammophon abspielen, einfach just for fun.

Gruß Holger
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#19
Also ich finde die Mechanik eigentlich genial. Ein Riemen, der die Bandteller antreibt, Schlingfederkupplungen, das wars. Keine hundert Hebelchen, Federn, Zugstangen und Reibräder. Es gibt den Riemen als Ersatz, etwas Öl und das Teil läuft nach rund 75 Jahren immer noch!

Und Kleinigkeiten, wie die auswechselbaren Bandführungsbolzen finde ich nicht als Sparmaßnahme. Diese lassen sich drehen aber auch durch handelsübliche Edelstahlhülsen ersetzen.
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#20
(30.10.2025, 22:44)Micha94 schrieb: Guten Abend zusammen,

bei dem Gerät handelt es sich um eine absolute Sparversion eines Tonbandgerätes in der sozialistischen Mangelwirtschaft der 50er Jahre.
Für museale Zwecke ideal und optisch ein wahrer Genuss. Aber... Technisch das einfachste vom einfachsten, selbst damals schon.

Ich würde mir gut überlegen, dass Teil technisch zu überarbeiten. Den der museale Sammlerwert ist nur im originalen Zustand gegeben.
Mit roten WIMA Klötzchen und Chinaelkos ists halt nicht mehr original. Und in so optisch gutem Zustand wird es nicht viele geben.

Wieso bekomme ich hier einen Rüffel, wenn ich vorschlage das Gerät so zu belassen wie es ist, und andere nicht?
(siehe Beitrag 12 und 13)
Da läuft doch was verkehrt...  Angry

@Micha94
ich bin ganz deiner Meinung  Wink
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#21
Big Grin 
(31.10.2025, 09:39)janbunke schrieb: Wieso bekomme ich hier einen Rüffel, wenn ich vorschlage das Gerät so zu belassen wie es ist, und andere nicht?
(siehe Beitrag 12 und 13)
Da läuft doch was verkehrt...  Angry

Weil ich deine "Gegendarstellung" eingesehen habe, rüffele ich nicht mehr weiter[Bild: biggrin.png]...
In Rust We Trust!
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#22
Entschuldigung akzeptiert !  Big Grin
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#23
Für mich bleibt das Gerät ein Bastelobjekt und kein Museumsstück. Da werden bestimmt schon etliche rumstehen. Äußerlich und mechanisch muß man ja nichts groß verändern, so daß es immer original aussieht. Ob ich es elektrisch umbaue, steht erst fest, wenn es mechanisch läuft. Als Problem sehe ich auch unsere hohe Netzspannung von fast 240V, da muß ich mir noch einen Zwischentrafo besorgen.

Micha
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#24
Meinst du wirklich, daß die 240V ein Problem darstellen?
Würdest du den Zwischentrafo in das Gerät einpflanzen wollen, oder denkst du an einen externen Trafo?

Ich habe hier noch sowas rumfliegen. Interesse?


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#25
Danke, ich bau mir da was mit einem 12V Trafo, sekundär in Reihe.
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#26
Also willst du die Sekundärspannung am Haupttrafo gegenphasig absenken?
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#27
Kann man sich alles sparen. Als das Ding aktuell war, war das Netz alles andere als stabil.
Hohe Frequenz und Spannungsschwankungen waren an der Tagesordnung. Das kann das Ding ab.
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#28
Ich würde mir da auch keinen Kopf machen...
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#29
Damals hatte man meist Unterspannung, deshalb hatte auch jeder so einen Spannungsregler am Fernseher. Röhren reagieren schon empfindlich, beim Motor weiß ich nicht. Aber sicher ist sicher. Nicht umsonst haben viele Geräte eine Spannungsumschaltung bis 240V. Das ist das erste, wenn ich ein älteres Gerät bekomme, auf 240V stellen.
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#30
Hi,
alle meine Geräte, zum Teil auch unverändert, laufen ohne ein Problem. Wenn's knallt oder irgendwo durchfeuert.... so what... dann ist das so und man(n) muß es ändern. 
Ich hab ein SMARAGD von 1956 und das BG19 in original Netzteilen und Verstärkern belassen und sie laufen bis heute und das ist schon einige Jahre her. 
Wenn man es unbedingt will, kann man einen Regeltrafo, wie früher, dazwischen setzen. Hat was, muß aber nicht sein.
Gruß Andre
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#31
Kann doch auch jeder machen, wie er will. Ich habe gelesen, daß beim Motor die Phasenverschiebung durch den Kondensator vom Strom abhängt und dieser von der Spannung. Höhere Spannung bedeutet allgemein stärkere Erwärmung, ob Trafo oder Motor und die Röhren mit Überspannung zu heizen trägt auch nicht zur Erhöhung der Lebensdauer bei.
Lassen wir es hiermit gut sein.
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#32
   


thumbsup thumbup

Super - sieht ja aus wie ne Große, die Kleine !

Würd ich mir ins Regal stellen.

Hübsches Ding....
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#33
Da könnte man fast drüber nachdenken einen modernen Wiedergabekopf samt besserem Wiedergabeverstärker zu verbauen....
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#34
(31.10.2025, 22:49)Micha94 schrieb: Da könnte man fast drüber nachdenken einen modernen Wiedergabekopf samt besserem Wiedergabeverstärker zu verbauen....

Und genau das ging mir auch gerade durch den Kopf.....

Da ein Wiedergabekopf von Revox rein - bisschen basteln - müsste passen.

Ist die eigentlich Halbspur Mono, oder Vollspur ?
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#35
Ist Halbspur mono, 19 cm/s., wie ich mal irgendwo gelesen hab, soll es auch Sondertypen mit dickerer Capstanwelle und dementsprechend 38 cm/ gegeben haben. Was die für einen Kopf hatten (Halb- oder Vollspur) war leider nicht zu erfahren.

Gruß Holger
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#36
Hatte ich auch schon drüber nachgedacht

   

oder würde der auch ausreichen?

   

Hätte aber doch am liebsten einen originalen Ringkern
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#37
Erstmal eine ordentliche Netzbuchse eingebaut


Frage an die Elektriker, wo schließe ich den Schutzleiter an? An den Erdbuchsen oder direkt am Chassis?
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#38
Ist die alte Buchse nicht so eine, wie sie auch oft an Waffeleisen zu finden ist?
So ein Kabel bzw. den Stecker bekommt man doch problemlos.
https://www.ebay.de/itm/234715223757
Hier mal ein Bild unseres Waffeleisens. Die Buchse sieht mir doch sehr ähnlich bis gleich aus.


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#39
Als ehemaliger Elektriker würde ich ein Gerät mit Metallchassis erden wollen, meine Sony Anlage mußte ich auch an einen Schutzleiter anschließen, weil es sonst mit langen Kabeln brummt.
In der Bedienungsanleitung des BG19 steht, das eine der mit Erde gekennzeichneten Buchsen mit einer sicheren Erdverbindung (Wasserleitung) zu verbinden ist. An die andere Erdbuchse kommt die Abschirmung des Aufnahmekabels.

siehe Bild in #37

Und früher gab es nur zweipolige Steckdosen, kein Schuko
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#40
(01.11.2025, 11:01)micha-uhl schrieb: Als ehemaliger Elektriker würde ich ein Gerät mit Metallchassis erden wollen, meine Sony Anlage mußte ich auch an einen Schutzleiter anschließen, weil es sonst mit langen Kabeln brummt.
In der Bedienungsanleitung des BG19 steht, das eine der mit Erde gekennzeichneten Buchsen mit einer sicheren Erdverbindung (Wasserleitung) zu verbinden ist. An die andere Erdbuchse kommt die Abschirmung des Aufnahmekabels.

siehe Bild in #37

Und früher gab es nur zweipolige Steckdosen, kein Schuko

Die Erdung über den Schutzleiter kann aber auch genau das Gegenteil bewirken, nämlich hübsche Brummschleifen erzeugen, wenn mehrere Geräte in der Übertragungskette geerdet sind und nicht mit Eingangsübertragern gearbeitet wird, wie im Home Bereich üblich.
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#41
Es wurde zwar schon mehrmals gesagt, aber nicht von mir: Die hat ein hinreißend minimalistisches Design, diese Mühle!
Egal, ob betriebsbereit oder nur Deko, ich würde mir sowas hinstellen. Wobei ich betriebsbereit natürlich ein gutes Stück "geiler" (wie man heute sagt) finde, egal ob innen noch annähernd originalbestückt oder nicht. So weit, den Dreck aus einer Original-Papphülse zu kratzen, um einen aktuellen Folien-C einzusetzen, würde ich allerdings nie gehen.

Freundliche Grüße
Binse
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#42
An diesem Punkt scheint die Schaltungsmasse mit dem Chassis verbunden zu sein. Da werde ich den Schutzleiter anbringen.
Nochmal, es geht um die Sicherheit, gerade bei so alten Sachen.
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#43
Nochmal meine Frage:
Warum besorgst du dir nicht den passenden Stecker zu der originalen Netzbuchse?
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#44
weil diese Stecker häßlich sind und viel Platz brauchen. Es gibt sie aber auch mit Schutzkontakt wie in deinem Link. Es sind sogenannte Heißgerätestecker. Und ein Tonbandgerät ist nunmal kein Waffeleisen

warum ist der Beitrag #38 völlig verändert?
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#45
(01.11.2025, 12:34)micha-uhl schrieb: warum ist der Beitrag #38 völlig verändert?

Weil ich da erst im falschen Film war und glaubte ich befände mich bei dieser Diskussion.
https://tonbandforum.de/showthread.php?tid=33937
Das unzutreffende Zeug stand da aber nur wenige Minuten.

Sehr schlau übrigens, daß du erkannt hast, daß ein Tonbandgerät kein Waffeleisen ist. Da wäre ich ja im Leben nicht drauf gekommen.
Es ging mir lediglich um die Ähnlichkeit der Netzbuchse.
Auch wenn mein Link einen Heißgerätestecker zeigt. Was macht das? Passen tät er ja vermutlich.
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#46
ich glaube nicht an den falschen Film, denn du hattest auf meine Frage geantwortet, z.B. wo die Erdbuchsen sind.
Ein Heißgerätestecker ist für Heißgeräte! Vermutlich auch gar nicht mehr zulässig! Aber das interessiert dich ja nicht. Ich möchte jedenfalls das BG19 mit seiner freien Verdrahtung und Spannungen um 300V nicht ohne Schutzleiter betreiben.
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#47
Ich habe nirgendwo behauptet, daß du das Gerät nicht mit Schutzleiter verwenden sollst.
Das hatte ich geschrieben in gedanklichem Bezug auf die Sony Kiste mit dem 2-poligen Stecker. Dort würde ich nämlich tatsächlich keine Erde anschließen nach dem Umbau auf eine 3-polige Kaltgerätebuchse.
Das sieht bei deinem Gerät ganz anders aus.
Wie gesagt, ich war gedanklich erst beim völlig falschen Gerät und habe daher kurz danach den ganzen Beitrag komplett neu verfasst, weil das geschriebene sich gar nicht auf dein Gerät bezog und daher keinen Sinn ergab.
Dafür muß ich mich ja wohl nicht rechtfertigen, vor allem stand das nur sehr kurz dort und nun reitest du darauf herum.

Und ja, ich hatte erst gefragt was mit Erdbuchse gemeint ist, das hätte ich gar nicht, wenn ich nicht derart durcheinandergekommen wäre. Man sieht die Buchsen ja deutlich auf den Bildern weiter oben.
Dass du mir hier jetzt solche Unterstellungen machst, finde ich ziemlich daneben.
Außerdem ist es jedermanns Recht, seine Beiträge kurz nach dem absenden nochmal zu überarbeiten, vor allem wenn man sich derart vertan hat.

Warum sollte ein Heißgerätestecker an einem "kalten" Gerät unzulässig sein?

Da bemüht man sich, und gibt Tips und dann sowas.
Bevor man hier so lospoltert sollte man sich vielleicht erstmal vernünftig vorstellen hier im Forum. Das ist ja bislang ausgeblieben.
Abgesehen von 2 Suchanfragen ist das hier ja dein erstes eigenes Thema.

Hier hats ja auch schon geknirscht im Gebälk...
https://tonbandforum.de/showthread.php?t...#pid402507
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#48
Nach heutiger Definition wäre das ein Schutzklasse I Gerät, das benötigt, schon im Interesse der eigenen Sicherheit, einen Schutzleiter. Die Heißgerätestecker ohne Schutzleiter waren die ganz alten aus der Vorkriegszeit, spätestens seit den 50ern haben die einen Schutzleiter.
Beim Schutzleiteranschluß an die mickerige Öse neben der Spule wär mir allerdings etwas unwohl, ich würde lieber neben der neuen Netzbuchse eine stabile Öse am (vorher dort blank gemachten) Chassis verschrauben und dort den Schuzleiter anschließen.
P.S.: Bei Brummschleifen, die durch den Schutzleiteranschluß entstehen können, hilft nur der Betrieb des Bandgeräts über einen Trenntrafo (dann gehts auch ohne Schutzleiter) oder der Einsatz eines Übertragers in der Audiosignalleitung.

Gruß Holger
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#49
Der originale Stecker hätte das Chassis schon geerdet über den Schleifkontakt. Der Austausch war also unnötigt.
Ich habe noch viele alte Geräte mit dem Stecker im Einsatz, die RLow Werte mit 10A Prüfstrom sind immer super gewesen.
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#50
(01.11.2025, 14:44)Micha94 schrieb: Der originale Stecker hätte das Chassis schon geerdet über den Schleifkontakt. Der Austausch war also unnötigt.
Ich habe noch viele alte Geräte mit dem Stecker im Einsatz, die RLow Werte mit 10A Prüfstrom sind immer super gewesen.

Genau so ist es, aber der Stecker ist ja häßlich und deswegen macht man hier so ein Faß auf und reagiert pampig, wenn ich einen Link zu einem passenden Stecker bereitstelle.
gibts auch übrigens in schwarz: https://www.ebay.de/itm/285465923651
(Aber halt nein, oh Gott, das Gerät muß ja heiß sein, sonst ist der Stecker ja eine Gefahr!)

Allerdings müßte man wohl den Lack an der alten Buchse mal abkratzen, damit ein ordentlicher Kontakt entsteht.
Aber das Thema hat sich ja nun sowieso erledigt.
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